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Aktuelle Ausstellungen

 

Vorschau / Ausstellung

Kunstkeller Bern
Gerechtigkeitsgasse 40
3011 Bern

3 Malerinnen -                
   1 Gegenüberstellung

France Gouge
Susanne Gutjahr
Annette Barcelo

7.Mai - 18.Juni 2016

Do 15-20/Fr 15-18.30/
Sa 14-17h

Vernissage:
   Sa 7.Mai 17 - 19h


Apéritif:

So 5.Juni
, 11 - 12.30h
   11.11.Uhr
   11 Minuten für Sie
   über die Arbeit von
   Annette Barcelo und
   Susanne Gutjahr
         
Sa 18.Juni, 17 - 18.30h
   France Gouge über
   ihre Arbeit
   
 

  


                  


 

 

  Blitzlichter
   
gleich nach "was ich liebe" und "was ich nicht mag"
   
 

kornhauspfffli_280_hoch


Was ich nicht mag

Vetterliwirtschaft

Arbeit ohne feu sacré

Nationalisten

Führungskräfte - auch Frauen -  die schönschwätzen

Fenchel und Mary Blizzard

wenn der Tag zu wenig Stunden hat

 

Was ich liebe

meine Familie.

Bilder die mich berühren

Künstler, die mit ihrer Arbeit die Ränder der Gesellschaft ausloten

Arbeit an Projekten mit engagierten Leuten

denkende, selbständige Angestellte

Reaktionen auf die Ausstellungen, die ich kuratiere

Unabhängigkeit

Menschen, die Verantwortung übernehmen und dafür vollen Einsatz geben

Tagträume

mich auf Neues, Fremdes einlassen

Zeit fürs Lesen und Schwimmen

Valdepeñas Rioja und südländische Küche

trockene Hitze und stille, neblige Herbsttage

sensible Clowns und Artisten

la strada von Fellini, les enfants du paradis mit Jean-Louis Barrault

Edith Piaf. Louis Armstrong und Fado-Gesang

Strawinskys Feuervogel, Dvoraks Musik aus der Neuen Welt und Honeggers König David

Morgendämmerung und abendliches Zwielicht

   

Blitzlichter

    11.05.2016 Dampfzentrale: Das Publikum ist eingeladen mitzumachen. Es wird gekocht .Ein Rezeptbuch sagt, was der nächste auf der Bühne bezw. in der Küche zu tun hat. Die Lösungen sind oft von einer überraschenden Selbstverständlichkeit. Das Publikum kommentiert mit entsprechenden Zwischenrufen. Das Ganze verläuft äusserst friedlich, was nicht ganz selbstverständlich ist
     
  09.05.2016  HV von Journal-B. abgemeldet - schade, da immer spannend 10.05.2016  HV des Vereins Berner Galerien. Frischer Wind mit jungen Galerien
     
  07.05.2016  Vernissage der Ausstellung: 3 Malerinnen - 1 Gegenüberstellung  im Kunstkeller.mit Annette Barselo, Susanne Gutjahr, France Gouge mit komplett verschiedenen Ausdrucksweisen. Die Ausstellung wird gut und interessiert aufgenommen  Ausst.1.270
     
  Ausst.3.270 Ausst.2.270
     
  02.05.2016  HV des Schweizer. Galerienvereins. Orientierung über pro litteris. Errechnung, was ein einzelner Künstler bei Wiederverkäufen erhalten würde.: eine winzig kleine Summe neben viel Büroaufwand. reich würde nur pro litteris 03.05.2016  Überall Mitgliederversammlungen. Hier Bekult in der Inneren Enge. Christoph Reichenau ist aufgefordert Positives und Offenes, zu Diskutierendes oder Umzusetzendes in der Kultur der Stadt Bern zusammenzustellen. Sehr interessant. Es folgt ein Gespräch mit den AnwärterInnen für das Stadtpräsidium. Einzig klar, überlegt und interessiert an kulturellen Fragen ist Franziska Teuscher. Alec von Grafenried schwadroniert, Alexandre Schmiedt gibt sich Mühe und Ursula Wyss wirkt leider arrogant. Nachtessen und Jazzekonzert.
     
  25.-28.04.2016  Ausstellungswoche. Je Künstlerin ein Raum. 1.Raum France Gouge mit ihrer realistischen Malerei. Sie hält den Alltag fest, was eben war. Hier war in Eile jemand da, ein Kind spielte, jemand stellte den Rasierpinsel hin oder jemand liest nur Bücher  oder über Fauen. Dann Susanne Gutjahr mit ihren ""Falten", jedes Bild ein abstrahierter Tanz und Annette Barcelo, die einen das Fürchten lernen könnte - aber nein, sie hat keine Alpträume. Ihre expressiven Bilder fliessen ihr gleichsam aus den Händen. Beeindruckend 29.04.2016 Stadttheater-Kubus. Auch von Innen überraschend grosszügig bis auf die eher knapp bemessene Sitztiefe.
Friedrich Dürrenmatts "das Versprechen", sein dritter Roman in Folge. Herausgefordert durch die doch sehr simple Rotkäppchen-Geschichte, deren Ende die alte Ordnung wieder herstellt und das Böse ausschaltet. So ist denn auch in seiner Darstellung des vergessen geglaubten Märchenfragments der Schluss voller Fragezeichen: "zu einem Mord gehören auch nähere und weitere Umgebung".Spannend die Bühnen-Landschaft, die den Seelenzustand des Einzelnen oder der Gesellschaft wiedespiegelt. Gesamthaft harte aber notwendige Nahrung
     
   Aufbau Durrenmatt
     
  09.04.2016  Wir packen die grosse Transportkiste von France Gouge, Paris, aus. Jedes Bild eine Überrachung. Die Künstlerin fängt mit herausragender Technik Stimmungen aus dem Alltag ein. Wir freuen uns riesig auf die Ausstellung. Vorerst aber warten noch einige Tage Frankreichferien. 02. bis.08.2016  Ausstellung abräumen. Bilder und Objekte werden abgeholt oder bringen wir den Kunden. Räumlichkeiten reinigen und am Eingang wartet schon die Transportkiste mit den Bildern von Paris.
     
  07.04.2016  Charlotte Hug glänzt mit einer Performance. Ausserordentlich wie sie ihre Stimme in tausend Varianten von lärmig bis zu zartesten Tönen zu und mit ihrer Bratsche einsetzen kann. Ihre Icons, die halbtransparenten Papiere, in denen sie sich bewegt erweitert sie neu mit intensivster Farbe. Hier kann sie noch vieles weitertreiben, differenzierter werden und auf das Level ihrer Musik bringen. Hug
     
  entarteteKunst

06.04.2016  Moderne Meister - entartete Kunst im Kunstmuseum Bern. Eine spannende Ausstellung, die den Weg der Bilder ins Museum aufweist und darstellt. Die Provenienzrecherchen des Museums, der Museen stehen erst am Anfang und viele fehlen. In der Sammlung des Kunstmuseums fehlen die Provenienzen bei 337  von 525 Werken verfemter Künstler. Geschickt wird im Zentrum der Ausstellung mit Dokumenten und Materialien zur Ausstellung "entartete Kunst" in München auf die verfemte Kunst zwischem 1933 und 1944 hingewiesen, die von Beschlagnahmungen betroffen war.

Was wird erforscht werden, was ist Raubkunst, musste für wenig Geld verkauft werden, wie kann eine Rückführung stattfinden. Was ist mit den Bildern, wo die Herkunft nicht geklärt werden kann. Bleibt da ein Makel am Bild beziehungsweise am letzten Besitzer hangen, wie wird damit umgegangen.

Viel Arbeit wartet auch mit der Sammlung Gurlitt, wenn diese nach Bern kommt. Sehr begrüsseenswert wenn hier ein Zentrum für Provenienzforschung entstehen kann.

     
   Krokodil

05.04.2016  Ds Krokodil wott zrügg a Nil. auf der Puppenbühne Demenga/Wirth. Ein Raum voll erwartungsvoller Kinderaugen. Raffiniert wie die beiden Spieler die verschiedenen Techniken einsetzen und meistern, von der verschiedenen Sprache der Tiere, ihren sonstigen Äusserungen, über das Spiel mit den Händen, den Puppenfiguren, die sie ihren Bewegunen entsprechend führen zu der Idee des Schattenspiels, das sie in der Erzählung des Erlebten einsetzen. 

Die Begeisterung im Raum ist fast greifbar.

     
  20.03.2016  Apero im Kunstkeller. intensive Auseinandersetzung mit Hilda Staubs Werk und Leben: Gespräch Chr.Baumgartner und Stefanie Göber. Ruth Berger weist auf ihre Begegnungen mit der Naur, die sie immer wieder sucht, Gut besucht. 31.03.2016  Circus Royal am Dorfrand. Ausserordetliche Artistennummern. Auch die Löwenpräsentation geht unter die Haut. Viele staunende Kinderaugen.
  19.03.2016  Chinese Whispers im Museum. Eindrücklich die Auseinandersetzung der chinesischen Kunst mit sich selbst. Während Majong vor zehn Jahren vor allem ein Nachahmen und Nacheilen der westlichenn Kunst zeigte begegnet China hier sich selbst, seiner Tradition, der ein-Kind-Generation. Beängstigend die Begegnung mit der Macht der Masse. Hat sich Warhol seinerzeit Maos als Portrait bedient, begegnen wir jetzt plötzlich Hitler auf einem Gemälde, der sich Kunst zeigen lässt - ein Sujet, das ich mir schlecht in der westlichen kunst vorstellen kann und das mich auch sehr seltsam berührt. China1Kind
     
  Lichtspiel3 18.03.2016  Museumsnacht. unterwegs im Lichtspiel: alte Fotoapparate, Filmkameras, Filmrollen. Raum um Raum - nur reinschauen und vorne der Kinosaal mit den alten Bern-Filmen - immer wieder faszinierend. Wahrnehmungsfragen werden aufgeworfen: in Reality und im Film. Irgendwo zwischen all den kleinen Räumen der Wohnsitz der Berner-Filmküche. Hier treffen wir auf Res Balzli. Sein Film TINOU kommt am 17.April ins Kino Mouvie. Im Film mit dabei auch die Malerin Pat Noser, die während ihrer letzten Ausstellung nach Afrika verreiste zwecks Filmaufnahmen
     
  Lichtspiel1 Lichtspiel2
     
   da war noch der Besuch von Peter und Paul, der christ-katholischen Kirche, vom Leist organisiert. Spannend hat der Sigrist vom Werden dieser Kirche erzählt, gebaut von einem 23-jährigen Franzosen. Eine Kirche, die immer wieder auch anderen Gastrecht gegeben hat. wie jetzt den Eritreern, denen wir im Umkreis oft - weiss gekleidet - begegnen 25.02.2016  Verabschiedung von Peter Fischer mit grosser Anerkennung seiner Verdienste im ZPK. Dank von Peter Fischer an die Burgergemeinde, die Künstler, das ZPK-Team und - vergessen - die Familie Morice Müller
 

2.2016 Reden übers Altsein im Kommunikationsmuseum. Mit einer Auswahl von Fotos wie alte Leute ihren Alltag verbringen beginnt der Rundgang. Wie stelle ich mir meinen Lebensabend vor. Wann beginnt er? Mit der Pensionierung. Spielende Arbeit mit den enkelkindern. Lesen auf einem Liegestuhl in einer Monet-ähnlichen Blumenmatte - keine Karten mit Beschäftigung mit Kunst! - Frohes zusammensein mit dem PartnerIn...
Die üblichen Schwächungen des Körpers werden thematisiert. Der Tastsinn nimmt offenbar schon ab 30Jahren ab! Was fehlt. wie geht man damit um.
Alte Leute erzählen einschneidende Erlebnisse.
Schön die Idee sämtliche Führungen von alten Leuten zu gestalten.

altwerden
  RomeoundJulia

20.02.2016  Romeo und Julia im Stadttheater Bern. Auf der Musik von Hector Berlioz um 1830 aufgebaut. Seine Reaktion auf Shakespeares Romeo und Julia. Zwei verfeindete Familien, die es dem jungen Paar verunmöglichen zusammen zu finden. Vielschichtig löst Berlioz die Geschichte der Liebe.
Weizmann und Haver haben zur komplexen Musik eine klare Bildsprache erfunden. Dargestellt wird wird nicht ein Paar sondern die weiss gekleidete Jugend, fünf Tänzerinnen und fünf Tänzer. Ein schwarz gekleideter Chor begleitet und kommentiereTdas Geschehen wie im antiken Theater. Mit dem einblenden filmischer Bilder wird geklärt, was dazwischen geschah. Der vermeintliche Tod von julia bringt Romeo den Tod, worauf sich auch julia umbringt, Schliesslich finden die beschwörenden Worte des Paters Gehör. die verfeindeten Familien finden sich.

Komplex, vielgestaltig die Darbietung. Nicht nur Vergnügen, gefordert dem Inhalt zu folgen. Umsetzung mit antiken und modernen Mitteln.

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18.02.2016  Chinese Whisper im Kunstmuseum und im ZPK - gemeinsame Ausstellung mit Werken aus der einmaligen Sammlung Sigg. Die letzte Ausstellung von Peter Fischer, der das ZPK verlässt - ein fähiger, ideenreicher "Manager mit Herz", der die Dinge auf den Punkt bringt, auch bei einer Ansprache. Schade, sehr schade.
 

 
  RB.KKB 18.02.2016  Ausstellung Hilda Staub und Ruth Berger-Rosenberger einrichten
  18.02.2016  Zimouns Spiele in der Galerie soon. Immer wieder ein Aufsteller Zimoun
     
  17.02.2016 Der Leist organisiert einen geführten Rundgang im 500-jährigen Zytglogge.Modelle zeigen sein Wachstum vom Bewachungsturm zur Zeitorientierung mit seinem umfassenden Spiel vom krähenden Hahn zum Rundlauf der Bären, Kronos dem Gott der Zeit zu Hans von Thann - von dem offenbar niemand etwas weiss - der die Stunden schlägt ohne je die glocke zu erreichen, da ein Schlag auf die Glocke seinen Lindenholzschlegel sofort kaputt machen würde. Auf der Höhe des Uhrwerks war im Turm die Esse, an der Kaspar Brunner, der Schmied all die Einzelteile der Uhr schmiedete und zu einem kunstvollen Ganzen fügte. Kfigtturm
     
  13./14.02.2016  Fasnacht und Ausstellungsende. Noch guter Besuch. Sonntags abräumen und die Galerie für die nächste Ausstellung vorbereiten. bis 10.April GURS, Kunst aus dem Internierungslager aus der Sammlung Elsbeth Kasser. Hinschauen und Wahrnehmen. Zeichnungen aus nationalsozialistischen Konzentrations- und Internierungslagern. Unbedingt hingehen und ansehen. Museum im Lagerhaus in St,Gallen
  Danz 09.02.2016  Sammel-Ausstellung in der Galerie Bischoff angesehen, wegen Pascal Danz, von ihm sind zwei Bilder in der Ausstellung. Berge, Schweizer-Berge. In einer nebulösen Stimmung festgehalten. Er hat einen weiten Weg durchgangen von seiner eher realistischen Malerei als er im Kunstkeller seine este Ausstellung zeigte bis zu dieser viel freier anmutenden Malrei.
  07.02.2016  Apero im Kunstkeller. Die künstler geben Einblick in ihre Arbeit. Was bewegt Lorenzo le kou Meyr, wenn er das Licht durch Nebelschwaden festhält. Wo beginnen oder hören seine Zweifel auf, Aurélie Jossen weist auf das eher unpersönliche ihrer Sklpturen, die nicht mit einer Person identifiziert  werden können, auch nicht sollen. Witzig der rote Faden,mit dem David Moro die ganze Aperogesellschaft zusammen bindet, Richtung Bärengraben verschwindet,  um dann zu melden: das wars. - und jede, jeder war irgendwo berührt. 02.02.2016  Besuch der Ausstellung Silvia Gertsch und Xerxes Ach. Schön - zu schön? oder bin ich zu rasch durch die räume gegangen? Anschliessend auch gleich noch Ricco Wassmer mit seiner präzisen Art und seinem Können womit er seinen Gefühlen Ausdruck geben kann.
  30.01.2016  Video-Schnitt Durchsicht für die aussen-Installationen von Hilda Staub mit Christoph Baumgartner. Er hat das Material geliefert. Das Video wird in der nächsten Ausstellung im art.room zu sehen sein. In den Haupträumen Bilder und Objekte, sowie Ruth Bergers Blütenzauber.  26.01.2016  nochmals Schaulager. Sagenhaft die Schätze, die da hängen oder installiert sind. Fischli Weiss hat mich das erste Mal so richtig begeistert. Was da alles aus Lehm in einfachsten Formen  entstanden ist: einzigartig. Die Einfachheit der kleinen Figuren: Schul-Pausenplatz: abschauen und mit den Kindern nachmachen: 3 Schnitte ergeben aus einem länglichen Stück Lehm zwei Beine und zwei Armen, die beliebig bewegt werden können...
  26.01.2016  Atelierbeuch bei Annette Barcelo. Ausdrucksstarke Malerin von Morbidem, Zwielichtigem und unheimlicher Schönheit.  Mystische Kräfte werden wacj. Bilder zwischen Angst und Vertrauen. Aufblühen und Verwelken. Lebensfreude und Todesangst. Wenn die Künstlerin zu malen beginnt ist oft schon eine Geschichte da in Form von Notenpapier, alten Postkarten, vergilbten Buchseiten, die sie weitererzählt. ABSims1.270.137
     
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  21.01.2016  Atelierbesuch bei Bruno Sutter. Papier- und Kartonschichten, Holz und Beton gepresst  und zusammengeschweisst. Ungebrochen sein Interesse an den verschiedenen Schichtungen. Er ortet welche Kraft und Form ihnen innewohnt.  
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  20.01.2016  Atelierbesuch bei Susanne Gutjahr." Alles ist Bewegung", die Künstlerin, die Tanz in Malerei übersetzt. Die Linien gleiten, gehen,springen über die Flächen von Rand zu Rand, darüber hinaus ins nächste Bild und wieder zurück. Ihr  Farbklang reicht von silberdurchwobener Stille bis zum grellen Aufschrei. Tanz, das umfassendste  Medium von Raum, Farbe, Bewegung, Musik. Die Künstlerin malt ganze Serien und tanzt immer weiter. Atelier270
  19.01.2016  Progr: Cantonale  
   Arbeit1.270 18.01.2016  Wolfgang Beltracchi,  d e r  Fälscher in der Galerie Brügger. Er malt im Stil des deutschen Expressionismus, er malt à la Beckmann, Dufy, Picasso. Verblüffend und doch bleibt da die Frage: würde ein wirklicher Kenner die Fälschung nicht erkennen? Dtimmt da der Pinselduktus, die Komposition, die ganze Intuition des Malers? War es vielleicht doch nur das Honorar, das die Unterschrift für die Echtheit des Bildes leichtfertig hinsetzen liess. Jeder Maler hat schwächere Bilder. Konnte Beltracchi hier aufspringen? Was denn macht den Unterschied? Allzu gerne würde ich in Original und ein nahe verwandtes Werk neben einander sehen.
  16./17.01.2016  Galerien-Wochenende. gut besucht. im Kunstkeller Aurélie Jossen und Lorenzo le kou Meyr, win Paar, das sich einmalig ergänzt  
     
  LM.Raum2.270 AJ.Stuhl270x314
     
  07.01.2016  In 80 Minuten um die Welt mit exklusiver Reiseleitung im historischen Museum - phantastisch in jeder Hinsicht. Verschiedene Durchgänge führen in die Ausstellung etwa Bern, Südsee, Athen. Jenseits des Vorhangs befinden wir uns in einer Depot ähnlichen Ausstellung mit unzähligen Regalen, Paletten, Kisten, Rollen, Vitrinen. Da sind gleich unter ältlichen Hutmodellen eine Unzahl alter Pistolen, neben Speeren mongolische Gebetsbücher, griechische Vasen, eine Schale aus Theben, ein Schwan als Pferde-Schlitten, Münzen, Schmuck, Bleikugeln... Guy Krneta führt uns unter dem Thema 'Sammeln' von Geschichten übers Sammeln von Marken oder Cremedeckelchen zu Objekten aus dem alten Griechenland. Von der Eule, die ja eigentlich ein Steinkäuzlein ist über den Bären zur Schale aus Theben mit den Symbol-Kreuzen (Aufgang und Untergang), die auch das 3.Reich nutzte - Ursymbolen - zum stolz gestohlenen Stein aus dem Partenontempel, hat doch der Sammler seinen Namen darauf festgehalten. Man möchte noch viel mehr zuhören und schauen. Abschliessend ein Gespräch zwischen hist. Museumsmann .. Schmutz und Guy eben zum Wie und Warum wird gesammelt. Hte
     
  Schlitten Mongolei
     
  AJLM.Vorbereitung 30.12.2015  Ausstellungsvorbereitungen le kou Meyr und Aurélie Jossen
  27.12.2015  endlich hab ichs doch noch in die Toulouse-Lautrec-Ausstellung geschafft: ein Künstler mit fotografischem Blick (1884 - 1901). Erstaunlich wie viele Werke TL nach Fotografien geschaffen hat. Drei Freunde hat er ausgeschickt, um ihm seine Motive festzuhalten. Das Rasche, Zeichnerische in Bewegung, oft Angeschnittene hat ihn fasziniert. Die Welt ausserhalb des Ateliers, die Welt des Montmartres wird wichtig. Auch seine eigene Person liess er in verschiedensten Auftritten (auch Verkleiderlis) festhalten und setzte er um. Die schnelle Möglichkeit der Fotografier reizt auch le kou Meyr, der die Fotografie auf die Leinwand übernimmt und sie zu übermalen, zu vertiefen beginnt, ihr das Geheimnisvolle erst recht gibt. (le kou Meyr vom 25.01. - 13.02.2015 im Kunstkeller Bern. Ich freue mich auf die Ausstellung)  Toulouse270
  Christolsst

23.12.2015  Christo lässt grüssen

16.12.2015  Gigga Hug arbeitet konsequent weiter. Leider fehlt meine Kamera

  15.12.2015  Cantonale. Spröd und auf den ersten Blick wenig einnehmend die Zeichnungen von Peter Brand, aber in einer Konsequenz, dass man eben doch hinschaut. Immer wieder einnehmend und überzeugend die einfachen Objekte von Beat Feller. archaisch der Eingang und witzig MickyMaus oder tut die Kaktusdurchlöcherung doch weh? Philipp Haag spannend in seiner Entwicklung. FellerBrand
     
  Archaisches HausamGern
     
 

02.12.2015  Gespräch Peter Fischer, Dir.ZPK und Peter Schneemann, Prof.Gegenwartskunst über about trees. Thema: die Ausstellung, die die ikonografische und die ökologische Sicht beinhaltet. Die Bäume als Symbol und Repräsentat des Menschen seit menschengedenken. Wir begegnen ihm in jeder Kultur von reiner Malerei bis zur Performance, in der die Künstlerin Shirin Neshat mit dem Baum, der Natur verschmilzt.

Berlinde de Bruyckere zeigt überdimensioniert einen Körper mit geschundenen Baumstämmen als Beine. Sie schlägt eine Brücke zur gefährdeten Natur, die in vielen künstlerischen Arbeiten Ausdruck findet. Spannend das Gespräch auch in der Erörterung von Vor- und Nachteilen einer thematischen Ausstellung. die vielen Vorstellungen der Künstler einzubinden. Dabei führt die Nüchternheit der Ausstellung den Besucher zur tieferen Auseinandersetzung mit dem Thema.

 Neshat
     
  Doig DeBruyckere
     
   Klassen 28.11.2015  Norbert Klassen, Buchvernissage. Viele Besucher, was auf seine breite Bedeutung hinweist. Diese erste Aufarbeitung hatte Renée Magana in den Händen, die, fasziniert von der Persönlichkeit Klassens, sich in die Aufarbeitung seines Nachlasses hineingab.
  ??.11.2015  Effingertheater "die Deutsche im Dorf". Interessant zu sehen, wie am Stück nach dem Probeeinblick noch gearbeitet wurde. Inhaltlich zeigt das Stück auf, wie ein ganzes Dorf zusammenhält und ein Verbrechen verschweigt, erst Jahre danach aufgedeckt wird.Das Stück: zeitnah. Aufdeckung vieler krummer, selbstherrlicher, korrupter Organisationen (Fifa heute morgen eine weitere Serie Verhaftungen. Aussenpolitisch Horrorszenarien. Parisnoch kurz zurück, heute wieder Schiesserei in den Staaten).  10. - 27.11 2015  viel Verschiedenes. Kulturkonferenz. café public. Letzte Station der Kunst im Raum - Abklärungen. Die Möglichkeit ephemerer Kunst wird von verschiedenen Seiten beleuchtet. Der Elephant ist da - Projekt auf dem Helvetiaplatz - wird besprochen und als tolle Möglichkeit erörtert in den Köpfen der Besucher des Ortes mit Audioguide etwas zu bewirken. Einzig fehlt die Abklärung wer damit erreicht wurde - das Budget reiche dazu nicht aus ist kein Trost, vielmehr eine Erkenntnis, dass dieser Teil der Arbeit unbedingt eingeplant werden muss, beginnt doch die Vermittlung eben erst da.
  anfangs 11..2015 Tanz alles verpasst ausser Kreuzberg  
  Tanz1   Tanz2
  23.10.2015  Jürg Hafen im Kornhaus.Fotograf. Szenegänger der siebziger und achtziger Jahre. mir kein Begriff, wird hier aber eben da positionier.t. Szene-in, viele Selbstporträts, Kamerassistent. Bern ist wach. 28.10.2015  Flurina Hack in der Junkerngasse. Keller ausgeschlagen mit hängenden Zeitungen, die sie mit verwandten Mustern immer blau überzeichnet. Noch ist der Inhalt lesbar, er bleibt aber ja sowieso der gleiche... - und was ist mit all den Asyl schenden Flüchtlingen, die heute die Zeitungen füllen sollten. Eben wird die Bevölkerung um das geschlossene Zieglerspital aufgeklärt. Der Bund wird hier eine übergangsstation einrichten. Die Bevölkerung reagiert erfreulicherweise sehr positiv. Unverständlich in der alten Feuerwehrstation am Viktoriaplatz, warum geradee ein so wichtiger Treffpunkt wie der Innenhof nicht genutzt werden darf
 

18.10.2015  Forum Kammermusik: Brahms, Debussy, Messiaen.
Ausserordentlich Messiaen, der 'Quatuor pour la fin du temps' in deutscher Kriegsgefangenschaft schrieb. Wild, wuchtig und wieder äusserst zart, lässt er Violine, Klarinette,Cello und Klavier spielen. Beeindruckend das lebendige, vom Gesichts- und Körperausdruck begleitete Spiel des KlarinettistenReto Bieri. Er bringt auch Leichtigkeit in das Spiel.

20.10.2015  Probe vom Effingertheater Hartmanns " die Deutsche im Dorf". Spannend die Auseinandersetzung zwischen Schauspieler und Regisseur. Wie weit gehn die beiden, wo finden sie sich. Freitag sind Hauptprobe und Prenière.
  18.10.2015  Ortsmuseum Konolfingen. Viele alte Dinge, über die man gerne besser Bescheid wüsste. Leider ist nicht beschriftet und erraten oder Kopf schütteln ist angesagt. Klarer sind die Objekte der Frauenwelt präsentiert. Das Handwerk kommt zu kurz bis vielleicht der Schuhmacher, der einen Platz gefunden hat. Konolfingen1
  Konolfingen3 Konolfingen2
     
  Neshat 16.10.2015 about trees im ZPK. unbedingt hingeehen, sehenswert!. Die Abschiedsausstellung von Peter Fischer dem Direktor. Ihm geht die Umsetzung des neuen Konzeptes, der Zusammenarbeit ZPK und Kunstmuseum zu harzig, langsam und voller Widerstände. Er geht. Sehr schade.
  06,10.2015  Ausstellungszeit. Spannend aber nicht ganz einfach die Arbeiten der beiden Künstlerinnen zusammen auszustellen. Bild
  19.09.2015  Atelierbesuch bei Ruth Berger  
  Kreutzberg

18.09.2015  Kreutzberg, der Tänzer, er war vor Jahrzehnten das magische Wort unter uns Studenten. Der Ort, wo man sich vom Kopf und Sitzen erholte und nach 45 Minuten kaputt aber befreit nach Hause ging.
Jetzt wird in der Dampfzentrale an ihn gedacht und sein Ausdruckin kurzen Sequenzen wieder belebt. Grossartig die 83-jährige Hilde Niederer, die sich bei Kreutzberg ausbilden liess und jetzt auf der Bühne steht mit dem Tänzer Chris Leuenberger und der Choreografie von Marcel Schwald. Beeindruckend was Kreutzberg an Innovation brachte.

 

18.09.2015  Future Present im Schaulager Basel. unglaublich die Grosszügigkeit dieser Anlage. Unglaublich die Weitsicht und das Engagement dieser Sammlung, die die entwicklung des 20.Jahrhunderts umfasst. Schwierig sich aus heutiger Sicht vorzustellen, dass Delaunnay, Mondrian oder Warhol anzukaufen eine mutige Tat mit viel begleitenden Nebengeräuschen war.
Maya Hoffmann Stehelin hat die Stiftung Emanuel Hoffmann ins Leben gerufen im Andenken an ihren früh verstorbenen Mann mit dem Auftrag Bejahung der Gegenwart und Zuversicht auf die Zukünft.
Später kam die Stiftung Laurenz (Oei?)dazu, im Andenken an das verstorbene einjährige Kind, ein Enkel von Maja Sacher (Hofmann) Stehelin, die den Betrieb des Schaulagers sicher stellt.

 

 Miro
     
  Interessant und berührend intensive Bezüge der Stifterfamilie zu einzelnen Künstlern zu vernehmen. Mondrian eetwa, bei dem Maja  stundenlang im Atelier sass und Ruhe fand in der ganz schwierigen Zeit nach dem Tod ihres Mannes und kurz darauf des ersten 11-jährigen Sohns, der Leukämie hatte. Alles kurz vor dem zweiten Weltkrieg. Später waren engere Kontakte etwa zu Tinguely und dieter Roth.
When Attitudes became Form, die Ausstellung in der Kunsthalle Bern, wurde der Stiftung eine art Leitfaden für die neuere Zeit mit neuen globalen Kunst-Zentren.
 FischliWeiss
     
  Carpenter 18.09.2015  Merlin Carpenter (GB) setzt sich mit dem modernen Kunstmarkt auseinander und ruft nach mehr Qualität. "KarriereMitteMalereien" nennt er als Titel der Ausstellung in der Kunsthalle Bern und zeigt Raum für Raum an den Wänden dasselbe Verpackungsmaterial für "Pseudo"Kostbares, das auch ein Kinderwagen oder ein Vespa - zur Kunst erklärt - sein könnte. Ohne Erklärung?  - wird das Ansinnen verstanden? Andererseits ist das Readymade denn so neu? und - profitiert nicht auch er selbst von den Strukturen eben dieses Kunstmarkts?
     
  13.09.2015  Café publique, le bruit qui court. Sechs verschiedene Diskussionsrunden beschäftigen sich mit der Gestaltung oder dem "Belassen" städtischer Plätze oder Räume. Ins Leben gerufen durch die Initiative der städtischen Kommission "Kunst im öffentlichen Raum", umgesetzt u.a. durch Niklaus Wenger und Andrea Portmann. Nachzulesen im Feuille politique, das die drei ersten Treffen zusammenfasst, und im Journal B in den Beiträgen von Fredi Lerch.

Journal B www.journal-b.ch , ist das erste Online-Magazin der Stadt Bern. Nicht die Tagesaktualitäten stehn im Vordergrund. Journal B zeigt Geschichten und Gesichter hinter den News und den grossen Schlagzeilen. Journal B bringt neue Blickwinkel, neue Gedanken zu Geschehnissen.

Journal B nimmt Sie gerne als interessiertes Mitglied in den Verein auf, der Journal B finanziert und ihm erst seine Existenz ermöglicht.

     
  13.09.2015  Traumdepot Metall. Ausstellung im alten Tramsepot.
Unzählige Gross- und Kleinskulpturen und Objekte. Zu viele fast, um die Ausstellung noch gestalten zu können und jedem Objekt gerecht zu werden. Tolle Arbeiten und Niedliches treffen aufeinander. Konzeptloses aufreihen ist das ein Konzept? Ich denke an all die Arbeit hinter den Kulissen erinnere ich mich doch bestens an die ersten zwei Mettlenpark-Ausstellungen des VBG, die ich kuratierte. Deshalb chapau den Initiantinnen.
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10.09.2015  Endlich ein sehr schönes Buch zur Arbeit von Victorine Mueller, Herausgeberin Dolores Denaro. Die performative Kunst von Victorine Müller reiht über Jahre still Bild an Bild.

Der Kunstkeller Bern hat sie immer wieder gezeigt und unterstützt:

-  2002  Panta rhei (45Min) im Park der Villa Mettlen anlässlich des Abschlussfestes der Ausstellung des Vereins Berner Galerien, für die ich die Verantwortung hatte. Es war eisig kalt, aber eine tolle Zusammenarbeit mit Victorine.
-  2003  Can't stop- Hommage an Meret Oppenheim (45Min.). In Zusammenarbeit mit dem Verein Berner Galerien bezw. mit mir, die das Künstlerfest mit Michael Kretlow organisierte und leitete.
-  2004  Him, der grosse Flügel ausserhalb des kunstkellers von der Gasse hinauf über die Fassade. Die Künstlerin liegt im Flügel. Anlässlich des einmaligen Objekts in der Berner Alstadt.
-  2004  Bienenfrau Installation im Kunstkeller.
-  2011  Belichtung (30Min.), Katzentiere. In den Räumlichkeiten des Kunstkeller Bern, anlässlich des Festes 40 Jahre Kunstkeller Bern
-  2015  Zeichnungen - Metamorphosen stellt sie gegenwärtig in der Galerie da Mihi aus.

 

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07.09.2015  Tagung Kunstmarkt Schweiz (Verband der antiquare, Auktionatoren, Galerien, Handel). spannende Vielfalt, viele, anspruchsvolle Baustellen aber positiv unterwegs. Gemeinsame Ethik in der Arbeit bringt uns voran, stärkt unseren Auftritt bei immer mehr gesetzen und Vorschriften. Sylvia Furrer, die Geschäftsleiterin orientiert uns über ihre und die Arbeit des Vorstands.
Sehr schön das Referat von Christian von Faber-Castell.
-  Betont Wichtigkeit der Kunst, identitätsstiftend. einmal später wollen all die Föüchtlinge wissen, wo ihre Wurzeln sind
-  Wichtigkeit der Sammler, ohne sie keine Museen
-  der grösste Schutz für Kunstwerken, wenn sie möglichst weit auseinander verteilt sind
-  Verbesserung der Öffentlichkeitsarbeit unbedingt notwendig.

Anschliessend Diskussion. leitung Dirk Boll, Geschäftsleiter bei Christie's.

 

09.09.2015  Beyond und "J'ai dit OUI, mais c'est NON", eine Tanzvorstellung von hermesdance, eine kollektive Choreografie, ein Experiment participativer Kunst. Das Publikum ist Teil der Choreografie. Den richtigen Abstand finden von Mensch zu Mensch oder von der Sonne und dem Mon. Freiwillig kann das Publikum mitmachen. Die ganze Arbeit sehr "gschpürig" auch visuell überzeugend, beginnt und endet mit einem Paartanz. Dazwischen wird das Publikum abgeholt und mit der Suche nach einem neuen Partner immer mehr einbezogen. Fein die Berührungsmöglichkeit mit den Metall"fühlern", die auf Distanzeine Begegnung ermöglichen.

 

 

 

 

 

 

  25.08.2015  Bureau 14c in Bern. vorwiegend Berner Künstler gestalten als Zwischennutzung ein ganzes Bureauhaus. Wohltuend dabei, dass jede/r KünstlerIn einen ganzen Raum beanspruchen darf. Erstaunliches ist entstanden. ISt.8.Karo270
     
  RMFedernbuch270 Berger270
     
  Foto270 Zussau270
  18.08.2015  Rosmarie Vogt-Rippmann und papier maché sind eine Liebesgeschichte: kann Formloses Form annehmen? RVR.Atelier270
     
  Bald werden wir ihr in der Ausstellung in Bern mit Inga Steffens wieder begegnen. RVR.2Atelier270
     
   ISt.28Atelier270

12.08.2015  Inga Steffens zeigt mir die jüngsten Bilder. Deren Selbstverständlichkeit ist überraschend. nichts als Alltagsgegenstände sind der Künstlerin Motive.

 

     
  ISt27.Bume270 Ihre Bilder können aber mal auch unheimlich sein.
  11.08.2015  Atelierbesuch bei Lorenzo le kou Meyr.. eintauchen in eine zauberhafte Welt zwischen gut und böse. Ausstellungsvorbereitungen. LM.Atelier270
     
  LM.Bild1.270 LM.Bild3.270
     
  11.08.2015  Atelierbesuch bei Aurélie Jossen.Vorbereitungen für die Januar-Ausstellung. Die Motorkettensäge wartet, für Vorarbeiten für feinste Skulpturen.  
     
  AJ.Motorkettensge270 AJ.Figur2.270
     
  Buskers2015

 

09.08.2015  Buskers in Bern. durch die Gassen schlendern. Musik hören, Clownerien bewundern, Fragwürdiges mit einem Lächeln quittieren. Warum nicht mal so.

09.07.2015  Im CentrePasquArt treffen wir im Salle Poma auf den eindrücklichen Zyklus Rauch der Hexenfeuer, den Martin Ziegelmüller in den 90er Jahren geschaffen hat. Die Auseinandersetzung mit dem Wesen des Weiblichen, dem Unheimlichen in der Natur, die Jahrhunderte dauende Hexenverfolgung. Jetzt hat er neu den Zyklus der Teilchenbeschleuniger als Gegenzyklus kreiert, der ebenfalls als Ganzes präsentiert wird und sich mit vielen Fragen technischer Möglichkeiten und Unmöglichkeiten auseinandersetzt.Sehenswert bis13.09.2015.

     
  MZ869.270   MZ646.270
  04.07.2015 Kontext in der Galerie Silva Denzler zur Arbeit von Heidi Laungauer (1939 Wien-2014 Zollikon). Neben mir die Künstlerin Ruth Berger, Simone Kohler, die das Archiv erstellt hat, Silva Denzler und Patrik Schmid. Wie und wo sind wir Heidi Langauer und ihrer Arbeit begegnet. Viel wurde besprochen. Heidi als Familienmensch, die Dichte ihrer Arbeit, Konsequenz und Gehalt am Rande der Abstraktion. Klarheit und Ehrlichkeit in ihrem Vermögen. Mit der Krankheit der Blick nach Innen. Ihre Bescheidenheit trotz vieler Stipendien und Preise. Die herrschende Hitze hat uns mit den Zuhörern in den kleinen, nahen Park versetzt, was eine positive Stimmung brachte.  langauer4b.270.340.84
   RM43 desaparecidos detail 01.07.2015  Freipass, das Werkgespräch mit Renée Magana. Sie zeigt ihre letzte Arbeit, inspiriert von ihrem Mexikoaufenthalt zur Zeit, da die 43 Studenten entführt wurden. Sie übernimmt den Ausdruck von 43 Augenpaaren. Die Diskussion entbrennt nicht zuletzt an der Frage des Wie-präsentieren: en bloc, wie auf dem Bild, das die Gruppe betont mit demselben Schicksal oder in einer langen Reihe nebeneinander. Hier würde vielmehr das Individuum  betont. Gleichzeitig hat die Künstlerin 43 Porträts übereinander gemalt (im Bild rechts). Zuletzt wirkt dies fast wie eine Maske.
  21.06.2015  Naturhist.Museum. Führung mit Prof. Kropf zum Thema "Rückgratlose". aeusserst spannend erzählt von  den bereits 100Millionen Jahre vorkommenden Schmetterlingen mit ihrem "Doppelleben" zuerst als Raupe - bis zu den Insekten. Um in den Ameisen zu gipfeln: wir können ohne die Ameissen nicht leben, die Ameisen aber bestens ohne uns. Sie sind fortlaaufend am "putzen" Ohne sie könnte der Mensch bereits in hundert Jahren nicht mehr auf diesem Planeten leben, so immens wäre der Gestank...  RMFreipass ganz 570
  13.06.2015  Kunsthaus Zürich Europa, die Zukunft der Geschichte. Was hat Europa geformt. Wo sind Zusammengehörigkeit, wo Grenzen. Vom 5.Jh. v.Chr.bis heute. Gesellschaftliches und politisches Geschehen anhand der Bildeer. Oft sind die Bilder früher als deren Umsetzung. Bereits Max Ernst träumte von einem ganzheitlichen Europa ohne innere Grenzen (Gipsrelief). Der Wunsch eines vereinten Europas findet auch in Meret Oppenheims Wolken Ausdruck. Oder Kabakovs blaues Bild mit den vier kleinen Ecken - ist es Wasser oder Himmel - baut Grenzen ab. Auch Fehler Europas kommen zur Sprache etwa in der Geschichte vom unfehlbaren belgischen Gewehr, das überallhin in der Welt geliefert wird und in einer Zeitungsdokumentation gezeigt wird. EU, die Geschichte der Demokratie.
 KippenbergerMartin
   KabakovBlau  ErnstMax
  OppenheimMeret VallotonEuropa
   HL.Leiter200x394 13.06.2015  Heidi Langauer in der Galerie Sylva Denzler. Letzte Arbeiten. Immer noch faszinierend, kleinere Formate, die sie zu füllen weiss. Am 4.Juli 16.00h das Gespräch über die Künstlerin und ihre Arbeit.
  13.06.2015  Helmhaus Zürich: Wohninstallation über alle Räume verschiedenste Kulturen vermischt. Farbige Wände von O. de Franco. Im 2.Stock erste Farbwahrnehmungen: Licht und Wasser, blau und gelb von A.A. Naveen. Eindrücklich die leeren Räume mit dem nur-Lichtflimmern und dem nur-Blau.

11.06.2015  Gespräch im PROGR nit Markus Furrer leider verpasst

  02.06.2015  Atelierbesuch bei Inga Steffens. Sie macht eine spannende Arbeit mit dem Reichtum des Alltäglichen. "Alles kann ein Bild sein".

 ISt.Atelier270

   

 ISt.Glser270

  30.05.2015  Besuch in der Ausstellung Robert Indermaur. Veränderung wird in den Spotlights spürbar. Sehr schön der Rotschopf. Später noch bei den Klee-Festivitäten hinein geschaut. Slämmen war gerade Trumpf. Ein grosser Bereich mit Ständen mit biologischen Köstlichkeiten. Am Abend noch Jazzkonzert. Draussen verführt die Gelateria zum Bleiben.

31.05.2015  in der Reithalle Herzog Blaubarts Burg. Oper in einem Akt von Bela Bartok. Sehr schön gebautes Bühnenbild. Eindrückliche Inszenierung mit dem Schattenspiel des singenden Paars. Einfache, stilvolle Kostüme und wunderbare Musik. Die Reithalle strahlt viel mehr Nähe zu den gespielten Stücken aus als das stadttheater. Der Besucher gehört dazu, wie auch das ganze Orchester hier greifbar wird. Ein sehr schöner Abend

 

   RI.Rotschopf270 21.05.2015  Aeschlimann Corti-Stipendium in Thun. Viel Installatives, für mich wenig wirklich Überzeugendes. Interessant das Büchlein, das die Tertia des Gymnasiums Seefeld mit Besprechungen dazu erstellte.
  28.05.2015  CabaneB mit textilen Traumfängern von Lucienne
CabaneB
  17.05.2015  Jürg Straumann im Schlösschen Vorderbleichenberg SO. Retrospektiv zeigt er seine Arbeit, das Projekt Felix Valloton, dessen Bilder er klärt, verklärt, neu gestaltet seit ca 8 Jahren.
 
   JAtr.Valloton270 JStr.Hoppers270 
  16./17.05.2015  im "Bund" ein bemerkenswertes Interview mit Peter Fischer, Direktor ZPK. Klar kommt seine Haltung zum Ausdruck. Er möchte mehr als mit den vorhandenen Leuten möglich ist. Realistisch will er aber wenigstens das Mögliche realisieren. Bis Kunstmuseum und Zentrum Paul Klee zusammen verschmeelzen kann das noch zwei Generationen dauern, meint Peter Fischer

16.05.2015  Eigenartiges Musiktheater im Tojo Reitschule. Künstler mit grossem Hintergrund haben sich zusammengefunden zur Interpretation einer Handschrift aus der Klosterbibliothek St.Gallen.
Neben Jürg Henneberger (musikal. Leitung) mit einem phantastischen Klavierspiel singt Robert Keller, Bariton, und begleitet der live-Cartoonist Ulrich Scheel das Geschehen. Jeder spielt mit Daniel Buser auch Theater. Thema: was erlebt ein 14-jähriger Junge, der in die Welt hinausgeht und nach 28 Jahren wieder zurückkehrt.

  06.05.2015  Jungfotografin Isabelle Hausammann. Bern einst und jetzt in einem Bild überrascht den Betrachter.
Isabelle 
  05.05.2015  Ausstellung Marianne Flury in Basel. Fesselndes Bild in der Auseinandersetzung mit dem Licht, dem Gegenlicht im Schilffeld. (unten)

 
   2015DunkelundLicht270 03.05.2015  Café public - le bruit qui roule". Breit angelegte Diskussion um öffentlichen Raum als Zwischennutzungen. Verschiedenste Erfahrungen werden geäussert. Nachlesen im journal-B am 5.5.2015 bei Fredi Lerch.
  03.05.2015  Zirkus Harlekin in Münsingen mit vielen Kindern. Hat erstaunliche Nummern mit chinesischen Jongleuren, einer ukraiischer Trapezkünstlerin und Dromedaren.
01.05.2015 
Tanz-Plattform Bern: Schweizer Erstaufführungim Vidmar. Amusant vor allem der Paartanz mit seinen leicht steifen und eckigen Bewegungen. Sie erinnern an Spieldosen-Tänzerinnen. Das hübsche Vorspiel war eben eine Hommage an diese Tänzerin, die allerdings dann vom Sockel steigt und in den Raum hinein tanzt.
   
  30.04.2015  Hilda Staub Baumgartner (1945 - 2015)
 
  Bisweilen flüstert der wind
mir ins Ohr:
Komm
lockt er mich
es wird Zeit
in die andere Welt zu gehen,,,

                        Toyo Shibata
HS1255.270
  At270.31  Das von Hilda Staub gewählte Gedicht sagt mehr als viele Worte. Es spiegelt ihre Einstellung zum Leben. Es berührt und umfasst ihr künstlerisches Werk, das in seinem Ausdruck immer wieder Transparenz, Bewegung und Veränderung beinhaltet.
     
  25.04.2015  Vernissage. MZ wird 80. Wir feiern ihn. leider habe ich vergessen ein Foto zu machen vom wunderbaren Oliven-Tomaten-Brot,das der Bäcker zu einer 80 geformt hat. Dazu die vielen Schoggi-Herzen.
MZNacht.270
     
  MZLaLoue270
MZglobaleStadt270
     
  13.04.2015  Bund-Gespräch. Mathias Frehner und Bernhard Bischoff im Gespräch mit A.Suri, Bund-Redaktor. Quer durch die ganze Kultur in Bern wurde so ungefähr alles angetüpft, was nicht eigentlich zu einer Vertiefung führen konnte, was ich erhofft hatte. Etwa dasbrennende Thema Gurlitt
23.4.2015 Kristalle in der Kunst im Kunstmuseum. Es wird zu spät, Pressegespräche Ausstellung Martin Ziegelmüller. Der Künstler versucht seine neue Position zwischen Kreativität und Erholungsphase zu schildern. Diese hat sich nach seiner Herzoperation verschoben. Er macht zwar vom Malen Pause, bleibt aber mitten im Bild, in der Natur, die er beobachtet, während früher die Pause dem Kaffee und er Zeitung gehörte
   
   Effingerstrasse 10.04.2015  Misery nach dem Roman von Stephen King im Theater an der Effingerstrasse: zu grob, zu übertrieben stellt der Autor (im Stück) sein eigenes Gefangensein durch seine Fans, die Erwartungen seiner Leserschaft in Frage. Das Ganze wirkt oberflächlich und gespielt. Die Problematik würde bei leisem, spitzen Spiel viel verzweifelter umd glaubhafter. Schade, verpasste Chance etwas aus dem Künstler-Erleben zu klären.
  30.03.2015  Ausstellung abräumen  Rücktransporte organisieren und vorbereiten.  
  29.03.2015  Dancing Bach, ein spartenübergreifendes Projekt von Koen Augustijnen. Schwierig. Musikalische und Tänzerische Leistung sicher hervorragend. Bach durch heutiges Erleben, durch unseren Zeitgeist interpretieren zu wollen scheint mir aber nicht eigentlich gewagt, vielmehr nicht stimmig. Gleiche Aeusserungen in vrschiedenen Zeiten entsprechen sich nicht unbedingt  22.03.2015  Apero im Kunstkeller zur Ausstellung von Pat Noser und  Elisabeth Buffoli. Viele Zuhörer beim 11.11h und intensive Betrachter.
  20.03.2015  für einmal nicht an der Museumsnacht 18.03.2015  "Die Uebernahme" (der BAZ durch Blocher) im Kino Kunstmuseum. Schritt für Schritt werden die verschiedenen Stationen ausgeleuchtet. Kritische Betrachtungen von Kurztexten aus der BAZ offenbaren das Händeln der Redaktoren: sie vermuten, sind nicht ganz sicher ob ev. doch, eine persönliche Frage wird vom Interviewten nicht beantwortet und gibt Aanlass zu neuen Vermutungen und das Verhalten spricht ja schon Bände. immer wieder werden Unsicherheiten ausgestreut und Negatives ausgesetzt ohne dass der Redaktor zur Rechenschaft gezogen werden könnte. So werden der SVP nicht genehme Leute in die Enge getrieben.
Nur noch die Hälfte der früheren Abonennten sind Abonennt geblieben und durch Verunsicherung gefügig gemacht worden. Das sind immer noch die Hälfte zuviele.
  13.03.2015  Ausstellung Thomas Teske. zwei Fotos aus der Pflanzenwelt bringen mit ihrem 3D-Effekt überraschende Klänge 13.03.2015  Vernissage Jerry Hänggli, Christian Lambert und Andrea Nyffeler. Durcheinander gehängt entsteht ein spannendes Sehen. Was gehört zusammen, wo kommen die drei sich nahe.
 

11.03.2015  Paul Gauguin (1848 - 1903) liess sein Börsenmaklerleben hinter sich und wurde mit 35 künstler. Er malte in der Bretagne bis er nach Tahiti aufbrach, wo er sich eine unberührte Natur und unschuldige Menschen vorstellte.
EIn idyllischen Landschaften erscheinen auf seinen Bildern sinnliche Frauen, oft von symbolhaften Tieren begleitet. In diesen intensiv farbigen Bildern feiert der Künstler seine Idealvorstellung von einer unversehrten, exotischen Welt und verbindet darin Natur und Kultur, Mystik und Erotik, Traum und Wirklichkeit.
Bitter zu wissen,dass die Vorstellungen nicht der Realität entsprachen und Gauguin daran sehr litt und einsam starb.

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11.03.2015  überraschend die Bilder von Peter Doig (*1959). Die farbintensiven Werke zeigen meist Landschaften und Architektur von grosser Schönheit und Melancholie. Mich erstaunen die starken, symbolhaften Hinweise auf Traum und unwirkliche Realitäten. Die häufige Dreiteilung des Bildes unterstützt die Vorstellung verschiedener Welten. Sehr intensiv und eine Reise wert.

DoigInsel
 

DoigBoot

DoigWasser
 

 10.03.2015  Atelierbesuch bei Fluina Hack. Spannende Antwort auf ein Buch mit engen Lebensvorstellungen. Sie lässt auf jeder Seite nur einige wenige Worte nicht durchstrichen. So wird der Sinn völlig durchstrichen, ausradiert.

07.03.2015 Atelierbesuch bei Susanne... Tanz, Bewegung beherrschen die Bilder in einem ausgeglichenen Mass.Ein fortwährendes Fortschreiten wird spür- und sichtbar.
 

06.03.2015  Orva Archivarbeit der und für die Künstler. Breitgefächerter Einblick, von Renée Magaña ins Leben gerufen

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Orva2Jenzer

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20.-27.02.2015 Abbau der Ausstellung und Aufbau der Ausstellung Pat Noser und Elisabeth Buffoli mit dem art-room: Künstlerpaletten, die alle zur Zeit eintreffen. Viel Arbet

 NoserAufbau
 

17.02.2015  Vernissage im ZPK. Klee in Bern mit experimenteller Musik und Schubert. Da Klee ja auch experimentell arbeitete. Schön die neben einander gesetzten Zeichnungenvon Klee und Hodler. Ein wenig enttäuschend der Aufbau des Atelierraums, da doch fast alles fehlt um einen wirklichen Eindruck zu geben. Klein war der Raum, das wird klar.

16.02.2015  Gespräch im Kunstkeller: Möll und Bern - eine Hommage an Klee und Bern. Mit dabei Eva Wiederkehr, die Kuratorin der Klee-Ausstellung: Klee in Bern im ZPK. Als Moderator wirkt sehr geschickt konrad Tobler.
 

 Trachsel

06.02.2015 HR. Trachsel begleitet über Jahre einen Fischer in Griechenland - in seinem Dorf - bei seiner Arbeit. Eine schöne Idee mit gschpürigen Fotos, die einen einfachen aber gehaltvollen Alltag festhalten.
 

04.02.2015  Gesprächsvorbereitung im Atelier von Martin Möll mit Eva Wiederkehr, die die Ausstellung Klee in Bern im ZPK kuratiert und Konrad Tobler, dem Gesprächsleiter. Devise nicht Fragen stellen, die den art-room mit seiner Möll und Bern - eine hommage an Klee und Bern betreffen.

 MllBern4
 

01.02.2015  Apero mit 11.11. im Kunstkeller. die KünstlerInnen äussern sich sehr spannend und aufschlussreich.Martin Möll liest aus dem Tagebuch von Paul Klee zur kleinen aber feinen Hommage an Klee im art-room.

Mingjun Luo zeigt ihren Weg auf. Als sie in dieSchweiz kam hatte sie neben einer Koffer nur eine Rolle chinesisches Papier mit dabei. Das Papier sollte für sie und ihre Kunst sehr wichtig werden. In der Ausstellung in der Rolle Papier oder dem gefalteten bateau auch den aufgefalteten beateau-Papieren, die im Bildraum schweben.

Brigitte Lustenberger fasziniert durch ihre schwarzen tiefen Räume. Sie erklärt, wie es mit dem rasch abnehmenden Licht dazu kommt

 Flowers VII 2012.270.breit
   

29.+ 30.01.2015  Henry Moore jetzt im Zentrum Paul Klee. "Henry Moore (1898 - 1986) gilt als radikaler, experimenteller und durchaus avantgardistischer Künstler, auch wenn er der Figuration treu blieb", so Peter Fischer der Direktor.
Henry Moore war einer meiner Wunschträume im Programm des Kunstkellers. 1975 konnte ich im Kunstkeller die erste Grafikausstellung realisieren. Weitere folgten 1977, 1979, 1983, 1986. Der ganze Stonehendge-Zyklus war da. Der Zyklus mit den Händen, den Schafen, die girls an den Pulten und immer wieder Liegende. Auch eine der liegenden Skulpturen war da.
Jetzt sind im ZPK von den schönsten Liegenden zu sehen, die er in jeder Altersphase realisierte. Die Idee in die Ausstellung wie auf eine Piazza hinauszutreten und sich frei darauf zu bewegen überzeugt. Wenige klar positionnierte Stellwände geben die Themenbereiche an. Darunter finden wir Henry Moore auch als War-artist mit den eindrücklichen Zeichnungen der in den Metrotunneln schlafenden Menschen, den Helmskulpturen oder dem Kriegsverletzten. Moore war auch ein politischer Künstler und setzte sich für den Frieden ein.

   

Henry Moore - eine geglückte und beglückende Ausstellung in ihrer grosszügigen Gestik und Vielfalt.
An der Vernissage die experimentelle Musik von Charlotte Hug., die im Kunstkeller schon öfters ihre Installationen eingerichtet hat und in einer Performance dazu ihrer Viola unglaubliche Klänge entlockte.

  29.01.2015  Vieldeutig der Titel "Morgenröte" der kunsthalle-Ausstellung. An der Vernissage herrscht Aufbruchstimmung. Viele Besucher - oder mehr noch Involvierte, Interessierte, all jene, die sich eine Kunsthalle mit Engagement und klaren auch herausfordernden Positionen wünschen - sind voller Erwartungen da. Noch ist eine Übergangsphase, die mit Donatella Bernardi als Kuratorin und Künstlerin eine besondere Stellung hat. Themenübergreifend wird der Mythos Berg lokal, national, international beleuchtet.Eine Zusammenarbeit in grossem Stil zwischen den verschiedenen Institutionen, die mit Kunst zu tun haben, weist auf wünschenwertes Zukünftiges in der Kunsthalle. Interessant auch die Weiterentwicklung der Ausstellung während ihrer Dauer.

KuhalleBernardi270

  Atelier270

28.01.2015  Ausstellungsbesprechung, definitive Auswahl der neuen Bilder für Bern. Bilder auch nach der grossen Operation. - spannendes Alterswerk?

  24.01.2015  Volkstanz in Gümligen. Camille tanzt und führt mit ihrer Kollegin durch den Abend. Souverän.

Camille1.270

  Kornhaus31

22.01.2015  Besuch der Kornhausausstellung. Ings Häusermann, Christian Denzler, Wolfgang Zät. Eine spannende Zusammensetzung, die die KünstlerIn selbst wollten. Schwierig die Lichtverhältnisse für die subtilen Arbeiten mit Bleistift und Teer.
Spannend der Besuch einer Klasse schätzungsweise 2-Klässler. Sie sitzen unter den aufgehängten hundekörpern. Sagt was ihr seht oder empfindet, ein einziges Wort sagt die Lehrerin. Langsam kommen die Worte. hängen, mager, grau , wohlsein, Schnürlein, ,,,toll - leider muss ich da gehen

  17./18.01.2015 Galerien-Wochenende : ein interessiertes Publikum, das wir gerne haben. Brigitte, Mingjun und Martin sind auch da und geben Auskunft. Vor allem der art-room braucht Erklärung, die aber sehr positiv gewertet wird. Vernissage im ZPK -Klee und Bern ist ja erst am 13.Februar.

17.01.2015  Podiumsgespräch. Bern - eine Kunststadt
Bernhard Bischoff im Gespräch mit Kathleen Bühler, Gegenwartskunst, Carola Ertle Ketterer Kunstsammlerin, Rainer Brouwer, ArtMapp-Herausgeber, Peter Fischer, ZPK-Direktor
ein Gespräch, das nichts Neues gebracht hat, wenn nicht die Aussage von Brouwer, dass die Gesellschaft in ihrer ganzen Breite Kunst ermöglicht - und nicht eine Elitte, ein spannender Aspekt. an dem die Kunstvermittlung, auch wir Galerien immer arbeiten. Mehr im Journal-B

  15.01.2015  Vernissage Mingjun Luo, Brigitte Lustenberger und  Möll und Bern - eine hommage an Klee und Bern - im art-room.
13.01.2015  endlich Transport Elisabeth Buffoli da
  12.01.2015  Martin Möll ist am Einrichten seiner Hommage an Paul Klee im art-room. Er hat viele Ideen realisiert. Er war in den Ostermundigen-Steinbrüchen machte dort Frottagen vom Sandstein. dörrte Klee aus dem ehemaligen Wohnsitz, entwickelte Negative, die er unten an seiner Schuhsohle fixiert hatte während er Strassen zu Klees Wohnung ablief...
unten: der Raum mit Fotografien von Brigitte Lustenberger ist am Entstehen. Jener von Mingjun Luo ist fast fertig
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  MllBern2.270hoch MllBern3.270 
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  11.01.2015  the Theory of Everything. Geschichte des berühmten Physikers Stephen Hawkins. Sein Körper ist krank und zerfällt immer mehr während sein Geist zu immer neuen Höhenflügen ansetzt. Schlusssequenzen enttäuschend bis schlimm. Von einer grausamen Oberflächlichkeit, als wäre man ratlos. Mit David Thevlis, Eileen Davies. Regie: James Marsh

11.01.2015  Transform am Bollwerk dürft anspruchsvoller sein als weisse Ballons aufblasen.
Galerie Soon. Junge Galeristen zeigen Landschaften
. Immer wieder interessant, was alles gearbeitet wird, wodurch sich die Menschen angesprochen fühlen

 

   Giacometti.Augusto

10.01.2015   Augusto Giacometti 1877*) Die Farbe und ich. Zurecht bei den leuchtenden Farben! Beachtlich der Weg, den Aaugusto Giacometti vom Jugendstil zur Abstraktion verfolgt hat. Eigenwillig der pastose Fleckenteppich, der seiner Malerei auch etwas Collagehaftes und Grafisches gibt. Später erreicht er samtene Tiefen etwa vom Violett ins Ddunkelblau wechselnd.
Zuerst sind es die Aqurelle, die er zum Leuchten bringt, dann strahlen auch die Malereien intensiv im Licht.

  10.01.2015  Martin Lauterburg, der Geranienmaler 1891 - 1960. ein Geranium aus der Nähe zu betrachten lohnt sich, sind doch die Pinseltupfer bewusst formgebend eingesetzt. Später löst er sich von der eher realistischen Form. Atelierszenen und religiöse Sujets. Interessant sind seine Atelierbilder, in denen er einer fast magischen Welt Ausdruck verleiht. Auch Masken sind Motiv und Anziehungspunkt und beschäftigen ihn

martin lauterburg 270

  Gaul

08.01.2015  August Gaul 1869 - 1921.  Er selbst sagt: 'Ich will gar nicht die Natur pedantisch imitieren, sondern das Typische und ihren seelischen Kern festhalten' - was ihm sehr schön gelingt.
Der Berliner Galerist Cassirer ermöglicht ihm nicht nur Auftragsarbeiten zu machen.
Grosse Sammlung Zwillenberg-Tietz wird im Nazideutschland nach Holland verschoben, wo sie im Freihafen von Amsterdam überdauerte und beieinander blieb.

  Zeit in der die Tage zu wenig Stunden haben. Ich wünsche Ihnen schöne und erfüllte Festtage.

18.12.2014  Einrichten der Ausstellung mit Mingjun Luo. Brigitte Lustenberger hat noch nicht alle Abzüge erhalten. Marin Möll ist intensiv an der Auseinandersetzung mit dem Projekt Klee bezw, Möll und BernZollfragen beim Buffoli-Transport. Jahresabschlüsse vorbereiten

  Frankreich 17.12.2014  "Requiem" im Stadttheater Bern mit der Tanzkompanie Konzert Theater Bern. Ein surreales Tanzstück, eigenwillig verträumt, fremd und zugleich auch sehr nah
  30.11.2014  Kunstmuseum Bern. Sehr schöne Ausstellung von Nakis Panayotidis Panat.1 
   Panat.3 Panat.2 
  27.11.2014  Vor Jahren waren die eindrücklichen Fotografien des brasilianschen Forografen im Kornhaus zu sehen. jetzt läuft der Film von Wim Wenders, der einen erschütternden Blick auf sein Lebenswerk gibt, an dem er fast zu Grunde ging. Er zeigt uns die Leichenberge der Welt, und wie er heute in Brasilien den vernichteten Tropenwald wieder aufbaut, Pflanze um Pflanze setzt - mit Erfolg. Langsam kehren auch die Tiere zurück.
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   Salgado1 salgado3 
  20.11.2014  Atelierbesuch bei Martin Ziegelmüller - vor seiner grossen Operation, die er mit viel Ruhe angeht. Das Hauptgewicht beim Malen liegt auf Herbstbildern und Surrealem. Viele Beobachtungen in der Natur fliessen ein, auf direktem Weg, was ihn heute auch Natur parallelzur jahreszeitlichen Entwicklung malen lässt At.1
   At.4  At.2
 


14.+16.11.2014
  Beim Drucker. Wir haben Probleme bei der Umsetzung der Daten auf den PC. Der Gesichtsteil gleich hinter der Nase fehlt, bis ich Brigitte anrufe und sie das Bild in einer anderen Form geschickt hat.
Am Sonntag Apero mit Willi Müller. Gute Stimmung

 

12.11.2014  Turner (1775 - 1851) als Spielfilm umgesetzt. Der grosse, eigenwillige Turner in der bürgerlichen Gesellschaft des 18.Jahrhunderts. Recht roh und ungehobelt, kantig und rücksichtslos. Mag sein, dass dieser Spielfilm den Tatsachen näher ist als manch dokumentarischer Versuch.
  Zigeuner2 08.11.2014  Gesellschaft für bedrohte Völker. Ein 25-jähriges Engagement für die Menschenrechte in der ganzen Welt.
Eine Festivität mit Vorträgen und Zigeunermusik mit der berühmten Sängerin Esma Redzepoya und Band. Leider sehr laut.
  07.11.2014  Pilzperformances mit Renée Magana (Maispilz in CH ungeniessbar in Mexiko eine Delikatesse) und Martin Möll als Sänger-Pilz (Vorbereitung). Dazu die Ausstellung mit viel Pilz. Interessant Marco Giacomonis Madonna, Luciennes "gegüfelte" Pilzornamentik. Eine gute Arbeit von Johanna Huguenin und Flurina Hack.Alles nalässlich dem Thema Mykologismus, der während der Aausstellung von verschiedensten Seiten beleuchtet wurde.
Pilz1
 
  PilzMarco PilzHug.Hack
     
  MaganaPilzperf270h MllPilzPerf270h
     
  06.11.2014  Gespräch zwischen Konrad Tobler und Willi Müller.
Sehr spannend - offen und bereichernd, oft auch amusant

05.11.2014  im Yehudi Menuhin Forum in Bern schöne und spannende Musik der SchülerInnen der MenuhinAcademy: Max Bruch, Pyotr Tschaikovsky oder Astor Piazzolla u.a. Für mich herausragend eine Polin. Leider habe ich mir den Namen  nicht gemerkt.

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  oben: 29.10.2014 bei Mingjun im Atelier mit den beiden Strassenwischern, die sich das kleine bateau hin- und herwischen. Es wird auf der Einladungskarte der Januarausstellung sein. Sehr schön.

rechts: gegenwärtig im art-room
Bcher2.270
   Shahbazi.270 24.10.2014  Die farbigen Wände in der Kunsthalle bringen ein Leuchten in die Räumlichkeiten, die mehr wirken als die Urlaubsfotografien, die ausgestellt sind. Shirana Shahbazi bringt Konzeptuelles und mehr Zufälliges zusammen. Erstaunlich die Stimmungen, die dabei entstehen.
 

23.10.2014 Schweizer Kunst der letzten 30 Jahre aus der Sammlung Kunst Heute. initianten der Sammlung waren Marianne Gerny und Donald Hess. Kunst wurde gesammelt bevor die betreffenden Künstler bereits einen Namen hatten. Arbeiten von Miriam Cahn zu Pipilotti Rist oder Hirschhorn und Roman Signer. Vieles ist vertreten. Was wurde angekauft und hat keine entsprechende Fortsetzung erhalten? Oder was wurde nicht angekauft? Spannende Fragen.

Gleichzeitig gehört ein grosser Raum der Arbeit  von Bethan Huws, die fasziniert von der Arbeit Duchamps sich während Jahren diesem Werk widmet und uns gegenwärtig einen Einblick in diese Arbeit - sehr viele Texte und Zettelchen, die Vertiefung fordern - gibt.

Hirschhorn.270 
   PN.At.270  22.10.2014  Pat Noser. Neben ihrem gegenwärtigen Hauptthema um die Maler und Alltagsutensilien interessiert sich Pat wieder für Porträts von verschiedenen Künstlern und Künstlerinnen, auch Sängern oder Schriftstellern. ikonen sagt sie. Menschen,die sie durch ihre Arbeit, ihre Äusserungen begeistern. Eine Arbeit die mit der geplanten Ausstellung mit Elisabeth Buffoli, ihren überhöhten Alltagssituationen und -beobachtungen in ihren Figuren, ein spannendes Zusammenspiel geben wird.
  16.10.2014  Emanuel Gat (F). Mit ihm wird 'Tanz in Bern' eröffnet. An seiner Arbeit und Regie, die eine grosse Fülle von Bewegung und Tänzern bringt realisiere ich, dass mich doch primär die Arbeit und der Ausdruck einzelner TänzerInnen oder kleiner Gruppen interessiert. 17.10.2014  Christian Grogg im 'grand palais' in Bern. Grosser Volksauflauf, so dass die raumverändernden Eingriffe mit im Verhältnis zu den Räumlein riesigen, aufgehängten Kartonflächen und Folien immer neue Nischen fürs Publikum bieten, aber als Ganzes kaum betrachtet werden kann. Interessante Installation.
  15.10.2014  Ynn Mingard und Alexander Jaquemet im Photoforum in Biel. Zweimal Thema Wald. Beide sehr nah in der Auffassung, was es für den Betrachter schwierig macht die beiden auseinander zu halten. Sie verlieren dadurch den "Wert" des Einmaligen und Besonderen,trotz ihrer hohen Qualität. Nicht gelöst vom Kuratorischen her ist der dunkle Saal mit dem Lichtspiegel in den Aufnahmen. Hier rechts Alexander Jaquemet.  AJPasquArt
   quartier 2011 oel lw 32x27 270 17.+18.09.2014  Ausstellung Willi Müller inszenieren, sowie den art-room mit den Monografien und Katalogen von Galerie-Künstlern bereitstellen
  14.09.2014 ZPK der Maurice E. müllersaal ohne Stellwände. Das ist ein Versprechen, das ich mir sicher ansehen wollte. und wurde enttäuscht. Die riesige Fläche 1700m wird durch das Expansion Field erspürbar. Nicht aber die Höhe, die durch die Querverbindungen der Lichtführung beeinträchtigt wird. Gormley 
  artstadt14

13.09.2014  artstadt BernTreppauf, treppab in der Berner Altstadt. Von verwunschenen Kellern in luftige Estriche, vom exklusiven Hotel in die gutbürgerliche Stube. Schon diese Wechsel sind spannend. Sehen wie gewohnt wird unter den lebendigen Dächern. vom Hausherrn empfangen, der sich selbst zum Kunstvermittler und -führer in seiner Wohnung macht zum verlassenen Hinterkämmerlein. und überall Kunst, oder doch nahezu. Die Orte werden alle von zahlreichen Künstlerinnen und Künstlern bespielt. Ich habe mir einige herausgepickt, da ich nicht alle besuchen konnte: untere Altstadt. Kaspar Bucher, Boris Billaud, Brigitte Lustenberger mit ihrem Sodbrunnenprojekt, Katrin Zutter, Heidi Gasser, MNiklaus Wenger, Livio Baumgartner und sein Bruder, Niklaus Wenger und Iris Gerber mit ihrer Lesung: Postgasse-Erinnerungen
13.09.2014 Besuch im Gepard, auf Spurensuche im Latte-macchiato-cappucino, habe leider kein Bild gemacht.

  07.09.2014  George Steinmann im Kunstmuseum Thun.... grossartig Steinmann 
   Vinz 06.09.2014  Galerie Soon: zwei junge Galeristen, die immer wieder mit für Bern neuen Künstlern arbeiten.
 

06.09.2014  Progr-Fest. Offene Ateliers, Performances und Musikwar die Vorstellung nach den Zeitungsberichten. Leider waren fast alle Ateliers zu. Ariadna Stadler ist immer voll und mit Begeisterung an der Arbeit. Viele raumbezogene Installationen aber auch themenbezogene Drucke.
Peter Aerschmann zeigt uns viel über die Entstehung seiner bewegten Kunst, deren Sujets er immer aus seiner nächsten Umgebung nimmt.
im Parterre treffen wir auf eine Führung von Bernhard Gyger durch seine Fotos aus den 70er Jahren. Viele berühmte Künstler sind darunter. Spannend das jeweils persönliche Empfinden des Fotografen gegenüber dem Künstler.
Oben im phantastischen Estrich dann für uns zwei ein Konzert mit Jan Mächler, Sprecher und Sänger und Matthias Kuhn, Cello nach einer Komposition eines Märchens der Gebrüder Grimm von Jan Mächler. Hingehen, wenn die zwei zusammen musizieren.

KuhnMaechler 
 

 

Stadler
   andersStark 05.09.2014  anderStark im Kornhausforum. eindringlich und berührend die Fotos der anderStarken, der Menschen mit einer Behinderung. Selbst unsicher, wenn die Frage auftaucht, wie würde ich reagieren, wenn jemand aus nächster Nähe, dies Leben lebt. und wie würde ich, selbst betroffen damit umgehen können.
Sich berühren lassen und mitwirken beim Wunsch nach Mobilität ohne Einschränkung.
  05.09.2014  kunst im garten in Allmendingen. Seit Jahren wird in Eigeninitiative und aufwändiger Arbeit Kunst aus den verschiedensten Materialien im privaten, stimmigen Garten gezeigt. Kaffe und Kuchen fördern das Verweilen beim Dorfgespräch  
   LoraHersberger 30.08.2014  Raum 16 Color Sensation mit spannenden Fotogrammen von Livio Baumgartner und einer sehr schönen Installation mit Neonröhren, Spiegelungen und wechselndem Licht von Lori Hersberger. Mit dabei Thomas Moor mit einer monochrom bemalten Wand, die durch ihre Mauerstruktur lebendig wirkt.
  24.08.2014  Treffen mit Minjung Luo und Labtop in ihrer hellen Küche, die sie mit bewegtem Bambus ausgemalt hat. Die Künstlerin erzählt mir von verschiedenen Möglichkeiten, die sie für die Ausstellung in Bern realisieren könnte. Wir entscheiden uns für eine Art Fortsetzung der kleinen, roten Papierschiffe, die in der Installation 2010 im Kunstkeller zu sehen waren. Jetzt wird es Malerei. Das kleine bateau, das für viele Träume steht, wird von den Strassen wischern hin und her bewegt. Sie erweitert das Sujet und Papier, gefaltetes oder gerolltes Papier wird das Thema ihrer Malerei sein. Immer wieder spannend zu sehen, wie die Künstlerin sich mit Themen, die sie interessieren immer wieder intensiv im Kopf auseinandersetzt, sich Vorstellungen macht, ihre Fotos sichtet oder neue macht, bevor sie zu zeichnen und malen beginnt.
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  23.08.2014  Da sind sie alle die grossen Künstler der 70er Jahre, fotogradiert von Bernhard Gyger., ausgestellt in der Galerie Bernhard Bischoff. Damals als Bern ein internationales Zentrum für Kunst war. Nicht alle Werke haben bis heute ihre Bedeutung behalten. Irgendwie berührt es seltsam diese Ansammlung von Künstlern in sauberen Rahmen, wie fern von ihren Ateliers, wo sich ihr Leben doch grösstenteils abspielte zu begegnen- oder sind mir ganz einfach die Fotos zu klein, um wirklich eintauschen zu können? BischoffKnstler
  23.08.2014  L'harmonie des extrémes in der Stadtgalerie. Gilles Rotzetters farbenfrohe Bilder weisen bei genauerem Hinsehen auf dunkle Geschichten. Brigitte Lustenbergers Arbeit bewegt sich an der Grenze, an der Schönheit in Zerfall kippt,  Erschreckendes in Zerbrechliches. Saskia Edens Kleider weisen beeindruckend auf ihre Performances zwischen Eis und Hitze. HarmoniePROGR
  Melancholie 22.08.2014 Abends auf der Münsterplattfor die monimentale Videoinstallation unter freiem Himmel (noch bis Montag 20.30 - 24.00) nach einer Idee von Julie Bauvais und visualisiert von Brigitte Lustenberger. Die vier Temperamente gesungen in vier Arien von Georg Friedrich Händel für ein breites Publikum. Jedermann kann selbst seine eigene Mischung auswählen und vielleicht mehr Melancholi als Wut auswählen. Seine eigene Harmonie finden.
 

22.08.2014  Kunstmuseum Bern Vernissage Martin Lauterburg, der Geranienmaler und August Gaul, der Tierplastiker neu in der Sammlung. Lange Ansprachen mit interessanten Geschichten einer Elefantenskulptur, die von den Nazis entwendet mitgeführt und im kritischen Moment dann vergessen wurde, um spät für die Sammlung wieder aufgefunden zu werden.

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14.08.2014  Murten classics. Thema: Märchen, Phantasien und Traumwelten. Der künstlerischer Leiter Kaspar Zehnder und der Erzähler Gil Pidouxentführen uns in die sinfonische Welt von Antonin Dvorak. Ein Erlebnis, wie der Dirigent sein grosses Orchester beflügelt und uns Zuhörer mit fortreisst.
Schade schon fertig.

 

14.08.2014  Atelierbesuch bei Willi Müller. Weiter zur grossatmigen Form: ein Gesicht erhascht in Sekundenschnelle, im Notizbüchlein Porträts mit nur ein paar Strichen. Umsetzen in Farb und Form. Quartiere mit und ohne Auto, kleine Welt, grosse, einfache Dinge. Erfinden der stimmigen Form. Intensität und Qualität.
 

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13.08.2014  Haus am Gern, das Künstlerpaar zeigt immer wider interdisziplinäre Projekte, deckt gesellschaftliche Fragen auf. Hier im Pasquart eine raumübergreifende Installation, die Zeichnungen, Fotografien, Videos, Installationen enthält, die zum Teil auf frühere Arbeiten verweisen.
Im Fotoforum wird das ganze Gebilde über mehrere Räume durch die Fenster fotografiert und in die Räume gestellt. Ob der Effekt bei einem Aneinanderreihen der ganzen Foto-Serie nicht verständlicher und der Arbeit gerechter geworden wäre?

  

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  13.08.2014  Konrad Smolenski: Everything was Forever, Until it was nomore - Time Test.
Seine Arbeit war im ponischen Pavillon der Biennale von Venedig zu sehen und hören. Die Glocken, die während Jahrhunderten den Rhythmus unseres Lebens und Sterbens schlugen sind im Raum montiert. Der Künstler verändert aber den Klang. Er nimmt Verzögerungen und Halleffekte auf, die die gewaltigen Lautsprecher wuchtig übertragen und damit die auf den Podesten sitzenden Besucher erschüttern.

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12.08.2014  Atelierbesuch bei Brigitte Lustenberger. Die Künstlerin widmet ihre Arbeit der künstlerischen Fotografie. Geheimnisvoll wird aus dunklem Raum ein Gesicht, ein Profil, werden verwelkte Blumen und Gräser sichtbar. Der Augenblick bevor das fragile Pflanzengebilde zerbricht, der Augenschlag des Porträtierten vor dem nachher.

   

 

07.07.2014  Ferienzeit. Vielleicht besuchen Sie die Pfahlbauer-Ausstellung im Historischen Museum. Ich war da und staune wieviel künstlerische Arbeit bereits damals Ausdruck in Bechern, Schmuck und Messern fand (5000 bis 800v.Chr.). Kultobjekte? auch Grabbeigaben. Ein Bestreben, das weiter geht als nur zu überleben wird sichtbar, auch wenn die Archäologie noch kaum nähere Kenntnisse davon hat. Noch fehlt die Schrift, die mehr über ökologische und soziale Strukturen, über Riten oder Kulte aussagen könnte.

Ich wünsche Ihnen sommerliche Tage.

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25.06.2014.  im Kornhausforum. 4 Sichtweisen der Fotografie: klassische Foto, Reportage, Werbung, freie künstlerische Sicht. Noch vor 50, 60 Jahren kämpfte Kurt Blum für die Anerkennung seiner Arbeit als künstlerische Sicht. Chancenlos. Heute gilt jede Art von Foto als eigenständig und wertvoll.

 

06.2014  nächstes Buch-Projekt:Teilchenbeschleuniger mit Martin Ziegelmüller. um die 100 Radierungen, als Gegenstück zum Hexenzyklus.

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08.06.2014  Sürsicht 14 in Kirchlindach
natur lässt kaum jemanden wirklich gleichgültig. So Alice Henkes, die Kuratorin. "Sie ist wechselvoller Seelenspiegel und permanente Herausforderung für den Forschergeist...Nicht die Abbildung von Natur und Landschaft hat das Werk der Künstler bestimmt, sondern die eine bestimmte Idee der Natu: Ergründen der unergründlichen Geheimnisse der Natur oder Beschwörung ihres unergründlichen Zaubers....
Beatrix Sitter-Liver, Silvia Hofdtetter, Lekou Meyr

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01.06.2014  Apero 11.11h

Vorbereitungen Apero 1.Juni mit Künstlerworten und Stimmen aus dem Publikum

 

30.05.2014  In der Cabane Bümpliz: Martin Möll

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26,05.2014  bei Martin Ziegelmüller Durchsicht der nuuen Edition: die Teilchenbeschleuniger, mehr als 100 Radierungen. Eine Art Gegenzyklus zu dem Hexenzyklus,

Bildmat. folgt 

     23.05,2014  bei Hilda Staub: Durchsicht des  Frühwerks
  mehr finden Sie unter den Künstlern auf dieser  homepage

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18.05.2014  Film über Tunisreise von Klee, Macke und Moillet mit Vorgeschicht in München. Hier fand eine Ausstellung über den Orient statt, die Klee gesehen haben muss.
Eindrücklich wie die Realisierung der orientalischen Welt bei den drei Malern verschieden Ausdruck finden. Macke mit den leuchtenden Farben, Klee, der sich zuerst der Bildarchitektur widmet, um erst später die Farben voll zu entwickeln bis zum glücklichen Empfinden. "die Farbe hat mich," (Macke und Moillet unten)

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17.05.2014  Estefania Miranda (KonzertTheater Bern) hat die Tanzplattform entwickelt. Hier geht es um Ein-und Ueberblicke und Förderpreise. Heute waren Laien mitdabei, die ein Casting hintersich haben und jetzt hierin die Gaza Monologe mitwirken konnten. Tanz zu Texten von Jugendlichen aus dem Gazastreifen mit der Frage: wie weit lässt sich fremdes Leid eines Gleichaltrigen nachempfinden.

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 17.05.2014  WidmArt: Immer wieder spannend Ateliers zu besuchen. Hier Flurina Hack und Kathrin Racz

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 10.05.2014  Histoire du soldat nach Ramuz, Mani Matter und Igor Strawinski mit einer gleichzeitigen Performance von Aurélie Jossen, die die Figuren und Objekte für das Spiel realisiert hat: soldat, Teufel und princesse, die sie alle führt. Sehr schön gelöst. Aurélie Jossen finden Sie mit ihren poetischen Werken auch auf unserer Künsttler-homepage.

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09.05.2014   Lauf durch Bern - auch Kultur

08.02.2014  Ida - ein Film von Pawel Pawlikowski - auf der Suche nach der eigenen Vergangenheit. Starke Bilder in Grau - berührend, erschütternd und zuletzt Fragen aufwerfend in den eigenen Entscheiden. 

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 05.05.2014  Naturhist.Museum

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05.05.2014   Naturhist.Museum. Vorschau auf die Ausstellung Barri der legendäre Berhardinerhund. Wie erarbeitet ...Nigg ein Konzept für seine Ausstellung? Er geht von Geschichten aus, macht ein Modell und setzt es sukzessive um.

Wir sehen uns auch die Ausstellung der Planggenstock-Kristalle an. Hier war ihm wichtig Ruhe und Stille zu schaffen. Jahrmillionen sind hier zu erahnen. Er hängt die Decke herunter erarbeitet stillen Höhlen- und Innenraum.

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05.05.2014  Restauration des Bildes jeu d'enfant

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04.05.2014  nochmals Sammlung Soldini mit Claude Yvel, der voller Bewunderung für de Technik von Anker ist.

 03.05.2014  Vernissage Claude Yvel und Peter Bräuninger. Dr. M. Frehner (Kunstmuseum Bern) hält die Ansprache. P.Br kennt er schon sehr lange (Winterthur)  Claude Yvel ist er erst in jüngerer Zeit begegnet und ist von seinem Werk beeindruckt.

Gute Stimmung und eben endlich die Bücher der beiden Künstler!

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27.04.2014  anlässlich der Tunesienreise von Klee, Macke und Moillet findet im ZPK ein Tunesientag statt. Hier ist Fatma Charfi - eine Tunesierin, die im Kunstkellerprogramm begegnet werden kann - mit einer Performance aufgetreten.

27.04.2014  Fatma Charfi, eine Künstlerin des Kunstkellers, bietet eine imposante Performance für den Frieden. Tunesien, das Thema im Zentrum Paul Klee: rot. weiss, schwarz, wir haben alle denselben Ursprung. Sie schüttet kleine rote Grains aus. Beim Öffnen sind es lauter Herzen.
Kurz noch durch die Ausstellung. Hier ist der zentrale Satz von Klee im Original, handschriftlich zu lesen: " Die Farbe hat mich, für immer, ich weiss das. Das ist die glücklichste Stunde." klee weiss, er ist Maler.
Was mich immer wieder berührt ist zu sehen mit welcher Frische und Intensität Macke mit der Farbe umging - kurz vor seinem Tod im ersten Weltkrieg. moillet verwendet sie malerischer, baut formal viel weniger, bleibt mehr in der Fläche.

 

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25.04.2014   die Bücher Claude Yvel sind da! Fast wagte ich es nicht mehr zu glauben, dasssie an der Vernissage hier aufliegen würden! Sie sind sehr schön.

 

 

 25.04.2014  Bill Viola im Kunstmuseum Teil 1 die frühen Werke, Sammlungsgut. Im Münster spätere Werke, die mir durchwegs Mühe machen. Die betonte Langsamkeit, das überhöhte Hinhören, das endlose Hände waschen, die bewusste (gespielte Intensität) hat mich nicht gepackt. Die frühen Werke sind mir mit ihrer oft wilden Natur sehr viel näher.

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19.04.2014  Wieder einmal ein klassisches Konzert von Rimma Sushanskaya dirigiert. Solist mit seiner Violine Kirill Troussov. Werke von Smetana, Tschaikovsski (Violinkonzert in D-Dur). wunderbar und gut zu folgen. Mussorgsky, eher mühsam - zu lang. Zum Abschluss der Boléro von Ravel. immer wieder schön.

 

 15.04.2014  Willi Müller bei Franz Mäder. Im Kunstkeller Bern im Oktober/November 2014.
Das Buch, das Franz Mäder mit dem Künstler gemacht hat ist sehr schön geworden. Eine leise Kritik vielleicht, dass doch etwelche starke Bilder die sich in Privatbesitz befinden, fehlen.
Die Ausstellung: ein Fest der Farben. Hotelszenerien, Vororte, Karretten und Pflanzen geben einen schönen Einblick in die Arbeit des Künstlers, der uns immer wieder die kleinen Dinge vor Augen führt.

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 15.04.2014  Mingjun Luo bei Gisèle Linder. Sie hat sehr schöne und gekonnte chinesische Papierrollen gemalt. Auf dunklem uni-Grund schwebt die Rolle im undefinierten Raum, ebenso eine ihrer Bolen. Einer anderen gibt sie in den Hintergrund Strukturen, die eine Art Bezugsort markieren.

 

 02.04.2014  Kasimir Malewitsch in Basel. Einblick in den suprematischen Weltentwurf, jenseits der sichtbaren Dinge. Im Impressionismus und Fauvismus stellt er die Befreiung der Farbe fest. Im Kubismus und Futurismus analysierte er die Volumen- und Bewegungsverhältnisse. Zum Suprematismus gehören das Schweben und Fliegen. Das berühmte schwarze Quadrat von Malewitsch ist gedacht als bewegliche Masse, die sich auch zu langen, schmalen Rechtecken zusammenziehen bezw, ausdehnen kann. Je weniger die eigenen Schöpfungen mit der Natur zu tun haben, um so kreativer kann ein Künstler sein.

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02.04.2014 James Ensor in Basel. Seine Maskenbilder wirken oft recht grob und erschreckend. Das Bürgertum und kleine Volk? Sehr subtile Zeichnungen sind da: den toten Vaters oder auch seiner Mutter hat er festgehalten. Ganz überraschend sein gekonntes Frühwerk etwa die überraschten Masken, die er mit 17 gemalt hat.

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27.03.2014  Endlich: Das Gut zum Druck der Yvel Monografie ist gegeben. Ich freue mich sehr. Das wird ein ganz toller und lange erwarteter Band. Dank allen Beteiligten.
Vernissage und Buchvernissage zeitgleich mit Peter Bräuninger am 3.Mai 17h. Es spricht Dr. M. Frehner, Direktor Kunstmuseum Bern

Claude Yvel
2014, 24,3 x 28cm
SOMOGY Edition d'art, Kunstkeller Bern
französisch/deutsch, 208 Seiten
150 Abb. farbig, viele schwarz/weiss
Texte: Alfred Frankenstein, Dr. Matthias Frehner, Jack Pollock, Pascale le Thorel, Claude Yvel

 

 25.03.2011  Ausstellung Sammlung Stefanini. Ungeahntes enthält diese Sammlung von Zehntausenden von Objekten - wie etwa das Schloss Grandson - und Bildern. Da sammelt jemand "alles", was er findet, das sollte die Schweiz nicht verlassen, sammelt wenig Bekanntes, das sogar die Geschichte umschreiben lässt (kunsthist.),sammelt berühmte, hoch bekannte Bilder nur nicht immer wissen wir woher in Ausstellungen sie kommen.

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Die Ausstellung in Themen gegliedert untertützt das Schauen des Besuchers. Spannend auch gegenseitige Anregungen zu sehen wie etwa Cuno Amiet und Giovanni Giacometti.
Einzig wo bleibt die Moderne, wo unsere Zeit. Gibt es das in der riesigen Sammlung? Spannend zu wissen, was der Sammler auswählt oder ausgewählt hätte.
hier ein wunderbarer Hodler, Amiet und G.Giacometti im Vergleich und Anker

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 23.03.2011 Sonntagsapero im Kunstkeller.  Grossandrang bei Werner Ignaz Jans und Irma Städtler.Sehr gute Stimmung und berührende 11.11-Präsentationen der Künstler. jetzt geht die Ausstellung in die letzten Tage

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 20.03.2014  Museumsnacht und vorher was weiss ich alles. Im Kornhaus die Ausstellung der angehenden Architekten. Eine reiche, spannende Schau, die mehr Zeit erfordert hätte. Das Thema der Zersiedlung auch, Holzbau. und immer fürs Publikum: Eigenbau mit vorgegebenen Elementen.

ZPK hatte so lange Meschnschlangen dass ich die Performance aufgab und weiterzog.

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11.03.2014 Buchvernissage:für immer jung und schön. Olga Picabia, die ja unzählige Nächte hier im Sonnried beim Rommespiel verbracht hat, ein Rubiger Bahnvorstandsmädchen, das als Kindermädchen in die Künstlerwelt findet und darin aufgeht. Barbara Traber schildert ihren Lebensweg lebendig und einfühlsam, zeigt wie Olga Picabia sich für die Arbeit Picabias engegiert und sein Werk auch in den Museen immer wieder in Erinnerung ruft

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 06.03.2014  erste Kulturkonferenz in Bern. Aus allen Sparten sind die Besucher da - mehr als zweihundert. Spannend die Positionen vom Basler Kulturverantwortlichen. Gespräche, Gespräche, kommunizieren mit allen Kulturproduzierenden und immer wieder: was wollen und können wir. Verständnis wecken. Mir schwebt immer noch ein unterfangen vor, bei dem eine ganze Stadt oder Region ein Thema erarbeitet quer durch alle Sparten und wenn's gefällt sogar bis in einzelne Geschäfte. Das könnte sehr reich an Aspekten werden.

 04.03.2014  die Bedeutung der Ausstellungstexte ist Thema eines Podiums geleitet von Alice Henkes im Dachstock des Progr, der mit Arbeiten aufwartet die Bezug zu den Räumlichkeiten nehmen, Fotoapparat zu Hause. Das Gespräch, ja... mich interessiert vor allem wie hole ich die Betrachter ab, soll ich etwas zur Arbeit erzählen, den Betrachter allein lassen, im Text die Ausstellung neu erfinden.

 01.03.2014 Vernissage im Kunstkeller

 28.02.2014  Rascher Abstecher an die Güterstrasse ins transform. Im leeren Industriegebäude wird gearbeitet: eine neue Gruppe von Künstlern formt Neues oder reagiert auf Vorhandenes oder eben von einem Kollegen Gestaltetes. Das Endprodukt kann so nicht eindeutig zugeordnet werden. Da ist der Raum mit der Lichtinstallation, streng ausgelegte Neonlichhüllen. Wild dagegen die Installation mit den eingegrenzten Flaschen. Zum Verweilen die spontanen Gedanken im äusseren weiss getünchten Raum auf die Bauelemente geschrieben, anregend für eigenes Tun. Ideen, Wünsche Träume Absichten und Einsichten aufschreiben. Heute Abend viele Performances.

 26.02.2014  Die Diskussion"Was bedeutet Kultur, was ist sie uns wert?" interessierte mich. Beteiligt am Gespräch waren Regierungsrat Bernhard Pulver, die Soziologin Andrea Glauser, HKB Direktor Thomas Beck. Was leider fehlte, war eine klar andere Meinung, die herausgefordert hätte. Den Abend begleiteten Sängerinnen (Claude Eichenberger) mit moderner Musik und einer Arie aus Strauss' Ariadne auf Naxos' und Jürg Halter mit seinem trockenen Humor, las einige Gedichte.

 24.02.2014  "Der Goali dä bini" von Pedro Lenz. Glauser warmherzig und gerade, Ulli der sich in seiner Sucht verloren hat und Regula, die nicht Aussenseiterin werden kann, spielen hervorragend. Was mich an diesem Film am meisten erstaunt, dass dieses uralte Thema ehrlicher Freundschaft und nützlicher Freundschaft, die zum Aussenseiter oder Gesellschaftstauglichen führt, heute so stark erlebt wird, unsere heutige Gesellschaft so bewegt. Werden da Sehnsüchte aufgedeckt, dass der Film diesen Erfolg, ein so breites Publikum erreicht?

 11.02.2014  "Akte Grüninger" ergreifend und unverständlich die Handlungsweise der Obrigkeit. Wo wäre ich gestanden?

 11.02.2014  Markus Raetz erfrischend mit all seinen Ideen. Wunderbar all die Notizbüchlein. Ein ausgeprägtes "Dransein" begegnet uns in dieser Werkschau.(Kunstmuseum Bern, Grafik)

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06.02.2014  Valentin Carron - nach der Biennale in Venedig in der Kunsthalle Bern ... Bilder die Fragen aufwerfen, billig erscheinen und doch nicht loslassen. Ein Denker - aber vielleicht löst er seine Fragen primär im Kopf?

 31.01.2014  Carlo Lischetti - "strengen denkt an". Als Konkurrenz zum Hauswart, zum Schulwart oder Torwart, erschuf Carlo Lischetti den Gegenwart. so der Name des sorgfältig gemachten Films. Er spürt dem Leben des verstorbenen Malers, Bildhauers, Videokünstlers, Performers und Worterfinders nach. Eine Liebesgeschichte auch, mit traurigem End, oder findet sie ihre Erfüllung im eigenen Tod? Stark die in den Film einbezogenen Kinder, die Verständnis für ihren Vater haben, der ohne Barbara nicht mehr leben konnte. "Hier sein heisst auch dort sein können"

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 26.01.2014  75 Jahre Trachtenverein Muri-Gümligen. Ein Fest mit Tanz, Gesang und Laientheater - eine andere Welt voller Begeisterung. Es wurde gelacht und applaudiert. Von ganz jung bis ganz alt war auf Bühne und im Parterre alles da. Es wurde viel gelacht.

 19.01.2014  zweiter Tag der offenen Galerien mit viel Interesse an den Arbeiten der Künstlerinnen. Nah Renée Magana und Charlotte Hug in ihren Themen, wenn auch von Gegenseiten erarbeitet. Einmal Körperräume von aussen und einmal von innen. Gigga Hug lässt uns die Körper in ihren Zeichnungen suchen. Dann Charlottes Spiel mit der Viola und ihrer Stimme, die die "Wünschelrute" bespielen: mitreissend.

 18.01.2014  Galerien-Wochenende mit Podiumdiskussion "Digitale Kunst". Viel Interessierte gehen von Galerie zu Galerie.

 17.01.2014    Homo Faber in den Vidmarhallen. Getanzt. Triste die Schatten, die Faber, den Technik- und Verstandgläubigen begleiten, Erinnerungen, Verdrängtes. Unglaublich, was die tanzenden Körper ausdrücken können. Schmerz und wenig Freude, aber treffend bis Faber erleben muss, dass eine Welt voller Emotionen auch ihn vereinnahmen kann.

 16.01.2014  Vernissage im Kunstmuseum. Aquarelle von Samuel Hieronymus Grimm. Ein vergessener Schweizer, der in England im 18.Jahrhundert furore gemacht hat. Eine ausserordentlich gelöste Vernissagestimmung durch die knappen erzählerischen Beiträge lässt das Publikum Feuer fangen. Interessiert und animiert schiebt sich die Menschenmenge seitwärts nahe an den Bildern vorbei, um möglichst die Details lesen zu können.  Das Wort phantastisch drängt sich auf.

 14.01.2014  Blick in die Ausstellung  im Kunstkeller Bern. Vernissage am 18.Januar

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 13.01.2014  Berührend der Dokufilm über die in der Altstadt von Bern alt gewordenen Menschen mit ihren Erinnerungen, die bis zum Kuhstall in der unteren Postgasse und den beiden Marcuard-Pferden reichen. Viele spannende Erinnerungen. So auch der junge, der Turmwart im Münster werden wollte und als Knabe die Treppe dort hinauf regelmässig putzte,pro Stufe 1 Rappen, macht 250Rappen. Mit 53 Jahren dann wurde er für fünfzeh Jahre Turmwart.

 12.01.2011 Zwei Filme vom Festival "this human world" in Wien ausgewählt: Filme, die den Blick auf Unbequemes richten und hinschauen, wo gerne weggesehen wird. "My Stolen Revolution": Als junge Aktivistin floh Sarvestani nach der Revolution 1979 aus dem Iran. Suchte Jahre später wieder den Kontakt zu ihren mitstreiterinnen und hört ihre unglaubliches Leiden in der Verhaftung, den Gefängnissen. Der zweite "The Gypsi Vote" zeigt einen ersten Versuch sich in der Politik einzubringen. Zeigt das so andere Leben mit Musik und Tanz, aber wirklich Leben dieses Volkes.

 10.01.2014  Cantonale in Thun

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07.+09.2014  Aufbau Ausstellung im Kunstkeller Bern mit Charlotte Hug und Renée Magaña, im art-room Gigga Hug.

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 04.01.2014  Kunsthalle Bern anstatt Cantonale eigene Wahl: hier Maia Gusberti, Reto Leibundgut an der hinteren Wand und Vincent Chablais

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 22.12.2013  Germaine Richier im Kunstmuseum Bern. Eigenwillig kämpferische Frau. Sie hat Erstaunliches geleistet in kurzer Zeit. Mit bleibt die ins Surreale kippende Verbindung von Mensch und Tier eher fremd.

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 07.12.2013  Cantonale in Biel

- Maja Gusberti

- Lorenzo lekou Meyr

- Elisabeth Zahnd
-
-
Pat Noser

- Boris Billaud

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 cant.zahnd

 cant.noser

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 06.12.2013  im Progr findet BONE statt, das 16. Festival für Aktionskunst. Marina Abramovic steht im Zentrum. Das eigene Bewusstsein und Körpergefühl werden von ihr erkundet. Härte und Konsequenz gegenüber sich selbst bringt sie immer wieder an Grenzen der Verletzbarkeit.

Adela Jusic filmt ihre Grossmutter, während sie ihr die Haare kämmt und färbt und zugleich flüsternd die Geschichte der Grossmutter erzählt. Kriege, Hunger, Abwertung der Mark... als würden wir die Gedanken der shweigenden alten Frau hören. Sie erzählt die desaströse Geschichte des Landes Jugoslawien. Ergreifend

 

30.11.2013 zwei Celli, die zwei Brüder Demenga, ein weicher, voller Klang, spielerisch leicht und wieder voller Ton.

 28.11.2013  Kunstmuseum Vernissagereden zu Germaine Richier. Sehe mir die Ausstellung später an. Gemeindeversammlung im Dorf.

 24.11.2013  Ausstellungsende. Die Bilder werden abgeholt. Hilda Staub kommt schon früh, so dass wir noch Zeit zum Erfahrungen austauschen haben. Vermutlich wird sie bei der letzten Arbeit mit dem blanken Silberdraht weiterarbeiten, dessen Aufgabe am Rande der Leerflächen und -räume definieren.

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 23.11.2013  Besuch bei Irma Städtler und Werner Jans. Nach dem schwierigen Sommer ist die Künstlerin wieder voll am Stein an der Arbeit. Das Schiff in Schieflage soll noch präziser werden. Sie weiss viel zu erzählen von ihren jüngsten Erfahrungen, vom Ausgeliefertsein und dem Willen zum Leben. Ich freue mich auf ihre Ausstellung im März im Kunstkeller. Werner Jans hat beeindruckend seine Idee einer Prozession im Holz umgesetzt. Unglaublich was da alles an Leben mitgeht. Fahnenträger, Bischöffe, die Blechmusik, Kinder, die Stadtintelligenz, ein Rollstuhl, die Reliquienträger, die Nonnen... Er hat dem Ganzen viel intensive Farbe gegeben.

 17.11.2013  Apéritif im Kunstkeller Bern. Die drei Künstlerinnen - Sara Fuhrimann, Hilda Staub, Sara Rohner - stellen ihre Arbeit vor. Sie machen es ausgezeichnet und ernten viel Lob. Lebendige Szenerien - viele Kinder.
Dann, nach 17.00 noch rasch in den Gepard, wo zum 5-jährigen Bestehen 32 KünstlerInnen kleine Arbeiten ausstellen. Das ist immer spannend auch für Entdeckungen von noch nicht Bekanntem.

 13.11.2013  The Searchers, ein Film von john Ford, 1956, spielt 1968 nach dem Ende des Bürgerkriegs. Oft als rassistisch bezeichnet, setzt Bernhard Giger in der Einführung dieser Einschätzung auch eine Komponente der Heimatsuche entgegen. Sie zeigt sich in der Konsequenz, mit der Ethan (Wayne) immer unterwegs - die von Indianern entführte Tochter seines Bruders sucht und findet. Heimat, die er in der nicht möglichen Beziehung zur Frau seines Bruders - dessen Familie bei einem Indianerüberfall gesamthaft getötet wurde - nicht finden kann und darf. Bildgewaltige Szenen.

 12.11.2013  Komunikationsmuseum: Rituale. Weltliche Rituale. Da fehlt sofort etwas, aber anregend für das eigene nachfragen ist die Aausstellung sicher.

 01.11.2013  Claude Yvel kommt nach China, Paris, Normandie, Paris und Genf auf der Rückreise nach Bern, damit wir offene, auch gestalterische Fragen zur Monograpie besprechen können.

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 31.10.2013  im Kino Lichtspiel die sieben Samurai, ein Film von 1953 mit starken Bildern, raschen Wechseln und fahrender Kamera. Schwarz/Weiss. Beeindruckend und hoch aktuell die Auseinandersetzung in den verschiedenen sozialen Schichten.



 24.-27.2013 
Vernissage Hilda Staub und Sarah Fuhrimann, im art-room Sara Rohner und in der unteren Altstadt das einmalige Objekt brachten viel Interessierte und viel Betrachter. Vorher die Ausstellungswoche - spannend aber auch fordernd.

 

 

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19.10.2013  Jürg Straumann in Solothurn. Spannend seine digital bearbeitete Fotoserie mit einem lebenden Modell in Sitzpositionen à Valloton.





 19.10.2013  "Tanz in" in der Dampfzentrale. Ausserordentlich die Interpretation von Tino Sehgals Stück "20th century" durch Frank Willens.
Nackt und doch jeden Augenblick bekleidet führt er uns durch die Abgründe unserer Geschichte. Erstaunlich wie er spielerisch Kontakt zum Publikum aufnimmt, wie er gelassen über die Bühne geht, als überlegte er die Fortsetzung, die in einen nächsten Höhepunkt führt.
Artikel im www.journal-b.ch
 


15.10.2013 
Ausstellung einrichten im Kunstkeller. Gute Zusammenarbeit und spannende Positionsmöglichkeiten. Ich freue mich in der Ausstellung präsent zu sein und die Arbeiten intensiver zu betrachten.

18.10.2013  Kunstmuseum Bern "das schwache Geschlecht" kuratiert von Kathlen Bühler. Viele Facetten werden gezeigt, muss nochmals hingehen, um ein klareres Bild zu erhalten. Hatte an Vernissage erstaunlich viel Publikum.

12.10.2013   im sehr romantischen, grosszügigen von Rüttenen-Park Finissage der auserlesenen Objekt-Platzierung der Sommerausstellung

Gillian White            Aurélie Jossen, lekou Meyr
 Susanne Müller        Ruedi Schwyn
 Hürg Häusler           Pavel Schmid

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12.10.2013   Galerie Vinelz:Pic-nic. drei Freunde, Christian Grogg, Alexander Jaquemet, Adrian Schiess. Alexander Jaquemet begegnen wir im Februar/März auch im art-room.

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Frankreich 

??.10.2013  feu sacré im Kunstmuseum Artikel fürs journal-b

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27.09.2013 Atelierbesuch bei Charlotte Hug. Zurück von einem reichen Berlinaufenthalt mit zwei Ateliers: Musik und Malerei. Der auch am Tag mögliche Wechsel hin und her hat sie totel stimuliert. Viele neue Arbeiten sind entstanden, Farbe ist dazu gekommen und bereichert ihr Werk. Am letzte Wochenende, an dem sie auf dem Pilgerweg dem Inn entlang bis Insbrnuck soielte und sang sie drei neue Kompositionen und übte mit dem Vokalorchester von München ein Stück.
Eine erstaunliche Künstlerin, die mit viel Enthusiasmus und Leidenschaft ihren Weg geht. Ich freue mich aauf ihre Ausstellung im Kunstkeller im Januar. Ihre Arbeiten wären spannend mit Renée Maganas zusammen, die auch Körper und Räume interessieren.

15.09.2013  Apeitif im Kunstkeller in der Ausstellung von Bruno Sutter, Heidi Langauer und Bruno Giacomoni. gute Stimmung 

14.09.2013 Meet the artist: die Künstler sind da. Ich könnte mir bei diesem Anlass eine regere Nutzung vorstellen

14.09.2013   Besuch bei Gigga Hug

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11.09.2013  VBG-Sitzung: das Januar Galerienwochenende mit dem Podium-Gespräch um die ganze elektronische Kunst kann spannend werden.
Im Kunstkeller werden wir eine Installation der hochbegabten Viola-Musikerin und Zeichnerin Charlotte Hug antreffen. Farbintensive Bilder von Willi Müller werden uns beglücken. Im art-room wird Sara Rohner uns mit ihren überzeichneten Pressebildern fesseln.

13.09.2013 Besuch bei Gigga Hug. Sie hat für jetzt ihren Fotoapparat auf die Seite gelegt und zeichnet mit schwarzer Tusche Körperhaftes. Angeregt von künstlerischen Bildern von Werbung und Fotografie übernimmt siederen Körperformen, umwickelt sie gleichsam auf ihrem zweidimensionalen Papier. entwickelt die Formen weiter flicht hier eine Figur ein, da liegt jemand oder gehört dieses Bein bereits zu der Gestalt hier oben?
12.09.2013 In Solothurn beim Drucker. Die nächste Ausstellung will vorbereitet sein

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 07.09.2013 Cirque de loin im Stadttheater. Ein spannender Versuch spartenübergreifend zu arbeiten: Artistik, Theater, Musik. Ein Riesenklamauk mit Feinheiten, die im Geschrei doch leider fast untergingen, wäre da nicht die romantische Einblendung der Clown-Geschichte gewesen, die ja dann tatsächlich etwas hiesigen Boden verträgt.

30.08.2013   Neubeginn in der Dampfzentrale mit George Weinand. Beeindruckende Begrüssung. Er will ein breiteres Publikum ansprechen mit einem gemischten Programm pro Abend und Schwerpunkten, 3-Tagesangeboten. Der Tanz soll nicht verloren gehen. Heute Abend wird mit dem umstrittenen Stück "enfant" des Choreografen Boris Charmatz eröffnet. Kinder ausgeliefert dem Tun der Erwachsenen. Widerstandslos werden sie herumgereicht, über die Schultern gehängt ja am Boden nachgezogen und liegen gelassen. Einen Augenblick lang fühlte ich mich als Zuschauer eines Giftgasdramas, so leblos lagen die Kinder da. die Erwachsenen aber gingen nicht "zu Boden". Ja das Spiel kehrte und die Kinder befahlen, rupften und zogen die Erwachsenen herum. Machtfragen. Mitreissend, einzelne Partien sind mir etwas zu lang. 

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 30.08.2013  Christina Niederberger hat 6 Wochen konsequent an einem Thema gearbeitet: Plüschtiere, die sie von Besuchern erhalten hat. Sie hat sie in Farbe getünchte oder damit besprayt und auf dem Papier gedreht, sie hat sie mit Gips überzogen und kupfern, selbern oder golden besprayt, sie hat sie im Gestell aufgereiht, gezeichnet und geprägt.
Wie gehe ich mit meinen Teddys um: spielerisch, dekorativ, witzig und auch fragend. Ein Aufsteller.

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 30.08.2013 Atelierbesuch bei Johanna Huguenin. Aus ihrem langjährigen Schwalbenmotiv entstehen heute fliegende Objekte.

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 27.08.2013 noch mehr verwunschene Gärten. Vor dem Atelier von Sara Rohner. Sie arbeitet seit Jahren mit Pressebildmaterial, das sie stets in einen anderen Kontext ummalt.

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 24.08.2013  Vernissage im Kunstkeller mit Heidi Langauer und Bruno Sutter. mit einem grossen interessierten Publikum. Viele gute Kommentare zur Ausstellung und Gegenüberstellung.

 23.08.2013  Atelierbesuch bei Sarah Fuhrimann im verwunschenen Garten mit Blick auf den See. Ihre Malerei: Menschen an Rändern, den Blick in die Ferne gerichtet, etragen von ihren Stimmungen. Alles nur angedeutet und doch ganz präzis erfassbar.

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 17.08.2013  Ausstellung in der Mettlen in Muri. Der Verein Berner Galerien hat eine kurator ausgewählt, der Thema und künstler bestimmt hat und die Ausstellung kuratierte. 8 Positionen, die Bezug nehmen auf "An den Rändern, da wo der Rasen satt und grün ist. Soziale und gesellschaftspolitische Fragen werden aufgeworfen und sehr verschieden gelöst. Vom einfachen Eingriff beim viel zu hohen Springbrunnen, wenn wir die Masse des barocken Gartens betrachten bis zum witzigen, parodierenden Grenzland von privatem zu öffentlichem Raum und umgekehrt. Vogelbad (Reto Steiner )und Sonnenfinsternis (Uelii Berger)

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15.08.2013 Fast eine Woche Paris und nur Atelierarbeit. Aus ca 700 Bildern eine erste Auswahl treffen für die Monographie Claude Yvel. Eine mögliche Abfolge bestimmen und ein Lay-out, das dem trompe-l'oeil gerecht wird. Zu jedem Bild hat der Künstler nicht nur eine Geschichte, sie beinhalten alle persönliches und überpersönliches Zeitgeschehen. Mit seinem ausserordentlich breiten Wissen öffnet Claude Yvel noch und noch verborgene Einblicke in seine Bilder.

Ich wünsche der Leserin, dem Leser schöne Sommertage und melde mich später wieder.

 12.07.2013  Musikwoche Meiringen, Thema Kreislauf. Endlich habe ich Musik von Karlheinz Stockhausen gehört: Tierkreis, gespielt von den Amerikanerin Robyn Schulkowsky auf dem Xylophon, dem Vibraphon und der Marimbaphon. Klänge, die wir nicht jeden Tag hören. Sehr schön. Was folgte: Arnold Schönbergs Pierrot Lunaire forderte vom Zuhörer mehr. Ein Sprechgesang, der neben weichen Stellen viel Aengste und leidenschaftliche Ausbrüche thematisierte. Eine riesige Leistung der Sprechsängerin Lina Maria Akerlund. 

07.07.2013  KlinikSüdhang Kirchlindach. Zum Thema Heimsehen - Fernsuchen hat Alice Henkes 6 KünstlerInnen eingeladen. 3 die im Ausland geboren heute in der Schweiz leben: Renée Magana, Adele Picon, Quynh Dong. 3 Schweizer, die - hier geboren - es immer wieder in die Welt zieht: Hanspeter Gempeler, Jörg Mollet, Susanne Müller. Erinnerungen an die Jugend, Feuersbrünste in Kalifornien, werden bei Renée Magana wach. Jürg Mollet zieht es immer wieder in die Wüsten und die blühenden Oasen. Hinter allem steht die Frage: wo und was ist ein Zuhause, ist Heimat?

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 04.07.2013  Im Kunstmuseum Thun wieder eine sehr schöne Ausstellung: August Macke und die Schweiz. Macke wohnte mit seiner Familie 1913/14 einige Monate in Oberhofen bis der Erste Weltkrieg ausbrach, in dem Macke schon früh fiel. In dieser intensiven Zeit schuf er mit Farben und Formen eine eigene Mal- und Ausdrucksweise, die in ihrer Synthese und ihrem Leuchten heute noch begeistert. Sehr schön sind die Räume gestaltet. Der grosse Saal ist in intime Räume unterteilt, was das ZPK hier lernen könnte. Dadurch können viele verschiedene Themen und Aspekte klar gegliedert und dargestellt werden. Da ist die Familie, immer wieder Mackes Frau. Ein Raum ist den Akrobaten und dem Zirkus gewidmet auch mit Bildern von Louis Moilliet, mit dem Macke befreundet war. Expressive Gärten sind zusammengestellt. Die Farbintensität von der Tunesienreise mit Paul Klee und Louis Moilliet klingt nach. Da sind Niesenbilder von den verschiedensten Malern (Iten Klee, Hodler..) versammelt oder auch Thunersee-Bilder. Dazwischen wandgrosse Fotografien aus diesen Jahren, sodass wir uns sofort in jene Zeit versetzt fühlen und auch der Alltag dieser Zeit nahe gerückt wird. 

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30.06.2013 im Trubschachen die 19.Kunstausstellung. Ich erinnere mich als der Lehrer Berger mit der ersten Ausstellung begann. Er brachte auch Konzerte mit berühmten Solisten in die Kirche Trubschachen. Er erzählte mir, wie die Schachenleute kamen, als sie sahen, welche Autonummern und welche Wagen angefahren kamen. Das musste doch etwas sein, was da der Lehrer organisierte. Und sie strömten herbei, sassen auf zusätzlichen Klappstühlen. Heute gibt es mehr als 300 freiwillige Helfer im Dorf für diese Anlässe.
Interessant sind immer jene Künstler, die irgendwo ausgegraben werden, die heute die wenigsten kennen. So diesmal Hans Brühlmann oder der Neuenburger Jean-Bloe Niestlé mit seinen Tieren.

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          Otto Morach              Jakob Wder

          Julia Steiner              Jean-Bloe Niestlé

          Jakob Jenzer             Martin Ziegelmüller

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 25.06.2013  Kurt Blum, der Berner Fotograf (1922 - 2005) im Kornhausforum in Bern. Da sind sie all die grossen Künstler, fotografiert von Kurt Blum hier im Bern der 50er und 60er Jahre z.Z. von Arnold Rüdlinger und später Harald Szeemann (in der Kunsthalle). Als die halbe Welt nach Bern schaute, um zu wissen, was sich in der Kunstwelt bewegte. Fernand Léger, Marc Chagall, Pablo Picasso, Sam Francis, Max Gubler, Dieter Roth, Le Corbusier, Meret Oppenheim. Oder in der Welt gleich nebenan: Mark Rothko, Barnett Newman, Willem de Kooning, Al Held,Georges Braque. Kurt Blum ist ihnen begegnet, hat ihre Ateliers gekannt. Selbst hat er für die Anerkennung seiner künstlerischen Arbeit und Fotografie gekämpft. Seine Aufträge führten ihn zu den Opernbühnen und nach Italien, wo er Aufnahmen in der Stahlindustrie machte, die in ihrer Lichtführung überzeugen. Die Ausstellung wurde von der Fotostiftung Schweiz realisiert und ist nicht nur für Bern bedeutsam!

 20.06.2013  Kreidolf: Hundefest und Faltertanz im Kunstmuseum. Das Kinderbuch, das wir hatten, habe ich mit gemischten Gefühlen betrachtet: Freude, Schrecken und Entsetzen waren mit dabei. Hier im Museum sind Studien und Originale zu den Büchern ausgestellt, und vieles mehr. Interessant die naturwissenschaftlichen Studien von Käfern und Insekten, die der Maler machte. Die Personifizierung der Tierwelt allerdings, war mir nie nahe, allzu skurril und surreal, wenn vom Charakter unseres Erlebens sicher treffend. Gekonnt und sorgfältig gezeichnet, wobei ich aber den stets umfassenden Strich gerne hin und wieder durchbrechen würde um den subtilen Farben Raum zu schaffen.

 15.06.2013  Annemarie Würgler Vernissage in Tschugg (Atelier und Umgebung) und Buch über 50 Jahre künstlerischer Arbeit. Ein gelungenes Buch und eine vielfältige Ausstellung

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 13.06.2013  Swiss Award. Breit gefächerte Wahl, viel Spannendes. Kurt Caviezel mit Porträts. Im Herbst 2012, war er mit Strassenbildern (Fotos) im Kunstkeller. David Chieppos Arbeit (unten, Malerei) bin ich schon mehrfach begegnet. Sandrine Pelletier mit Nafas, dem Wind der inspiriert. in Kairo entstanden. Eine Videoanimation von Bertold Stallmach, die mich sehr an Lydia Möst erinnert. Nele Stecher mit Porträts, einst im art-room im Kunstkeller, Roman Feller, der Berner mit einer imposanten Kraftvision. Camille Paravicini mit einfachen stereometrischen Formen in der Fläche, schwarz-grau-weiss. und sehr schön Riikka Tauriainens Paradigma der Schattenwirtschaft: Abfall und unendlich aneinandergereihte Reihenhäuschen (unten).

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 Art Unlimited: sehr schön die stille Arbeit von Hu Xiaoyuan bei den Galeriestatements (Galerie Beijing Commune). Sie nutzt Abfallholz aus einer Schreinerei, überspannt sie mit Seidenstoff, zeichnet die Jahrringe (meist längs) nach, entfernt den Stoff, malt das Holz weiss an und zieht den Stoff wieder darüber. Jetzt wird die Zeichnung lesbar. Eine subtile Arbeit voller Hintersinn (unten). Shiaron Schota mit ihrem in einem Fadennetz (unten) eingeengten Konzertraum sind wir schon im Pasqu'Art in Biel begegnet. Sie überzeugt immer noch. Sehr schön auch das Büchergestell von Claudio Parmiggiani (unten). Mit Feuer und Rauch holt er die vorher nicht gesehenen Konturen von Objekten hervor. Er hält die Rauchsilhouetten der angebrannten Bibliothek fest. Im Sinne von es bleibt nichts als Schall und Rauch.

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Der Weg in die Verkaufsmesse führt über die Favela, eine Armensiedlung von Tadashi Kawamata (unten). Er hat sie meines Wissens auch an der Dokumenta aufgestellt - immer nach den Erfordernissen der Umgebung. Hier zwischen dem Messeneubau und der grossen Uhr wird das Armsein abstrakt, ja interessant - ob sie zum Übernachten offen ist? Vielerorts führen heute die Touristenströme bereits durch Armenviertel, so auch hier, wo man sich zwar hölzern, aber doch an der Sonne bequem einrichtet, ohne viel an Regen und andere Jahreszeiten zu denken.

Messetrend in der ersten Etage, wo eher die jüngeren Galerien und Künstler anzutreffen sind: mit wenig Ausnahmen bunt, leuchtend glitzernd, wenig Sensibilität. Parterre viele "alte Bekannte", auch klassische Moderne.

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 10.06.2013  Atelierbesuch bei Marco Giacomoni. Er malt nicht nur Bilder. Er collagiert, macht Objekte, fotografiert. Alles was ihn fasziniert. Im August im Kunstkeller im art-room.

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 08.06.2013  Joli mois de mai: Gruppe... Stranderinnerungen, im Sand wühlen, süsses Nichtstun.. 
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 01.06.2013  Atelierbesuch bei Hilda Staub: lichtvolle, fragile Objekte sind entstanden. Nächste Ausstellung im Kunstkeller Bern im Oktober und November

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 01.06.2013  Kunsthalle St.Gallen: Roman Signer und junge Künstler, die in verwandtem Engagement arbeiten. Wie kann das Material anders genutzt werden, als der Produzent es sich vorstellt. Die Velopumpe nutzt Roman Signer als Kerzen-Auslöscher, oder Raphael Hefti setzt 6 Stahlstäbe über 5 Jahre Temperaturschwankungen aus. Sie sehen völlig verdreht aus.

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01.06.2013  Naive Schweizerkunst im Lagerhausmuseum. St.Gallen. Was hier sicher fehlt sind Arbeiten von Ulrich Güdel.

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30.05.2013  Atelierbesuch bei Heidi Langauer in Zürich und Vorbereitungen für die August-Ausstellung. Sie hat gut gearbeitet. Ich freue mich auch auf die Fotoserien. 

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 30.05.2013  Museum Rietderg:Maos Mango: Massenkult der Proletarischen Kulturrevolution  (1966 - 1976) in China. Mao ruft Schüler und Studenten auf, eine neue Gesellschaft zu schaffen. Nach zwei Jahren beschliesst er die chaotisch gewordene Bewegung der Parteikontrolle zu unterstellen. Die Arbeiterklasse soll die Führung übernehmen. Dieser verteilt er die Mangos, die er eben vom pakistanischen Aussenminister erhalten hatte. Sofort verwandeln sich die Mangos in ein Zeichen für Maos Güte und werden zum Zentrum kultischer Verehrung. Das Symbol ist überall in der Populärkultur, verschwindet aber auch wieder schnell.

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 30.05.2013  Helmhaus Talk to the Hands
Die Sprache der Hände. 19 Künstler äussern sich dazu. Die Macht der Gestik ist offensichtlich.Touchscreenfotos von Gewalt und Morden werden mit einer Fingerbewegung weggewischt. Hirschhorn setzt zu Kriegsszenerien Hochglanz-Models. Hans Witschi hat eine Sammlung von

 7000 kleine Drucke von Gesten (arme, Beine und Hände) auf Zeitungspapier gesammelt und leporellomässig in Heften aufgeklebt. Beeindruckend. Sara Masüger hat ihre eigenen Armen aus Acrylstal geformt und aufgehängt. Ausdruck findet auch nur die Auswirkung einer Geste.z.B. eine gestische Malerei...
Ein Thema das die Künstler immer wieder beschäftigt

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24.05.2013   Marco Giacomoni mit einem breiten Spektrum an Arbeiten. Er wird im Herbst den art-room im Kunstkeller Bern bespielen - mit Malerei

23.05.2013  Tom Holmes. Warum wählt Tom Holmes Objekte, die an Grabsteine, an Gräber erinnern, um sein Interesse an abstrakter Malerei zu manifestieren? Wird die Assoziation nicht höchstens übertüncht...?

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 21.05.2013  Alpines Museum Bern: Der SAC feiert seinen 150.Geburtstag. eine konsequente Ausstellung. immer von der Alphütte aus werden die verschiedensten Fragen geklärt oder Probleme und Arbeiten aufgezeigt. Das Hüttenholz ist allgegenwärtig und verbreitet eine Stimmung. Wir vernehmen wo welche Hütten sind, wie hoch die Zahl der Besucher, wie die Übernachtungsmöglichkeiten. Wie wird das Essen und der anfallende Abfall bewältigt. Wie sieht es mit den Toiletten aus. Und was erwartet uns bei der 200-Jahr-Feier. Gibt es eine Zivilisationsgrenze mit einem Gitterzaun - jenseits Wild und Natur, wird der Aletschgletscher zum Badesee und Sommerplausch vorhanden sein... Die Problematik, dass immer mehr Menschen in die Berge gehn, oder die Klimaerwärmung werden angesprochen. Einzig das Frauenzimmer,ein Raum mit Türe und Anschrift "Frauenzimmer". Hier werden Videos von Bergführerinnen, solchen, die es gerne hätten werden wollen, und solchen, die es sind. Ich hätte den Raum weit auch für Männer geöffnet, wurden die Frauen doch erst 1980 als Mitglieder im SAC aufgenommen.

18.05.2013  joli mois de mai in Biel. Willi Müller mit Heini Stucki. Heini Stucki zeigt Fotos, die von ihm gemacht wurden von 1969 bis heute.
Willi Müller erfindet das Zeichnen neu! Grosszügig und überzeugend: Daniel in der Löwengrube.

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15.05.2013  joli mois de mai. Seit 12 Jahren sind gerade für einen Tag in Biel in der alten Krone Ausstellungn von Bieler Visarte-Künstlern zu sehen. Eine lebendige und äusserst abwechslungsreiche Szene engagiert sich mit eigenwilligen Konzepten. Heute Monika Löffel mit ganzen Paketen von Zeichnungen, die hintereinander zusammengehören. Die Wartenden allerdings sind alle für sich allein.

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05.05.2013  Kunstpunkte im Berner stadtteil Bümpliz-Bethlehem,
Franziska Bieri im Loeblager: Kugummi in Epoxydharz. Strukturzeichnungen als Tagebuchnotizen. Eine liess sie von einer Trachtennäherin sticken.
Martin Möll arbeitet an einem Projekt "Waldwege", die er z.T. selber wischt. Gold gesprayte Blätter oder Dinge im Wald, die er nach der Aufnahme liegen lässt. Verweben von Sträuchern mit Fäden - auf Schnee warten, die Natur, die das Geflecht wieder integriert. Eine Serie Handschuhe. Martin Möll ist gut unterwegs und wird im Kunstkeller wieder mit einer Ausstellung anzutreffn sein.

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Looslistrasse, Atelier von Sylvia Hostettler, die auch eine interessante Arbeit mit verschiedensten Materialien macht.
Im Palazzo NREB treffen wir auf die immer wieder erstaunliche Arbeit von Boris Billaud und Renée Magana, die zu ihrem geliebten Schwarz gefunden hat. Das Schwarz ist aber sehr verschiede in seiner Wirkung. hat sie doch neben dem Weiss ein wunderbares Kobaltblau eingebunden.

 

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In der HkB die Deckenarbeit von Mona Hatoum " Silver Lining", 2011

 03.05.2013  im KKL Luzern. Jazzmusik mit dem Glenn Miller Orchestra und eine blonden Ella Fitzgerald. unzählige Solo-Einlagen der Saxophone, Trompeten und Posaunen. Sie spielen bis der ganze Saal Rhythmus klatscht. Erinnerungen an Glenn Miller, Harry James, Count Basie ... schöne Qualität.

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 02.05.2013  Journal B zeigt sich analog mit einer Debatte über Kitas und Beiträgen von Rapper Greis und Guy Krneta. Journal B, die Berner Online-Zeitung unabhängig von Zürich zu finden unter www.journalb.ch.

 30.04.2013  Mani Matter. Das Kornhaus lädt zur Matterbiografie ein. Die Leute strömen: "Wir haben viele erwartet", sagt Bernhard Gyger - aber es kamen mehr!
Die Ausstellung im Historischen Museum war ohne Gespür und Ambience, ihr Echo bezw. ihr Besuch schlecht.
Und jetzt das. Die Leute versprechen sich etwas. Sie, wir alle wurden von den Liedern den einfachen klaren Texten irgendwo berührt. Er sprach von uns, mir und dir. Leider konnte ich nur 25 Minuten bleiben (Sitzung), der Eindruck vom Gespräch zwischen ... und dem Historiker, seinem vorgelesenen Kapitel zum Bezug und der Auseinandersetzung mit seinem Vater, war überzeugend.

 27.04.2030  Gepard-Vernissage. Ein gutes Projekt von Kanton, Stadt unf Burgergemeinde unterstützt. Der Vereinsvorstand lädt Künstler ein währen zwei Monaten in einem grossen Raum zu arbeiten. Der Künstler wird von seinem Atelier in einen "leeren" Raum versetzt. Wie geht er mit dieser Situation um? Am Ende dieser Zeit sollte etwas entstanden sein, das der Öffentlichkeit gezeigt werden kann.
Heute haben CoGrindler(ZH) und Kilian Mutter (BE) weisse Papierrollen ausgebreitet und mit Gips und Farbe verfestigt, so dass eim Zusammenfalten und "wuscheln" drei Objekte entstehen mit Kanten und weich fliessenden Übergängen. Sie sind an der Decke fixiert: hellgrün, lachsfarben und rosarot. Der Blick unter und in die Tücher gegen dasdurchscheinende Licht bringt ein intensives Farbenspiel, das in immer neuen Formationen von blass rosa zu fast dunkelrot reicht. Jede Viertelstunde reisst ein überlautes Stück Jazz den Betrachter aus seinem Sinnieren, was aber auch zu neuem Schauen leitet.

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 26.04.2013  Kunstmuseum Bern: Mythos und Geheimnis. Eine luftige Ausstellungsarchitektur empfängt den Besucher. Da keine zeitlicher Ablauf das Geschehen beeinflusst, sondern die Ausstellung in Themen zusammengefasst ist, geht das gut. Wir wählen unseren Betrachtungsweg selber. Auch die Farbe der Wände, die sich verdunkeln und das Mystische steigern kann, wird wieder mit hellen Tönen aufgelockert, wo mehr Symbolisches gewichtet. Viele schöne Werke und wir sind ihnen nah!
Ein Detail, das ich noch nie so klar gesehen habe. Auf Hodlers Bild der Hoffnungslosen kann man auch die Hände vergleichen, die Finger und die Näge. Hodler hat an viele Details gedacht. Auch daran, dass Fingernägel gebraucht oder schmutzig sein können. Das gefällt mir sehr.

 

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 25.04.2013  PasquArt Fotoforum Biel:Dagmar Keller/ Martin Wittwer. Gegenüberstellung von hiesigen Modefotografen zu entsprechenden Bildern aus einem Bildband der DDR 1956. Sie zeigen die grossen Diskrepanzen und werfen Fragen auf zu den stellenwerten von Arbeit und Freizeit, auch zu was in den verschiedenen Sozietäten als Glück empfunden wird. In Polen hat das Künstlerduo Porträtaufnahmen durch ein Busfenster bei Regen gemacht.

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 25.04.2013  PasquArt: Dexter Dalwood (*1960 Bristol, England) war 2010 für den renommierten Turnerpreis nominiert. Er gibt sich einer modernen Art Historienmalerei hin. Der Maler sucht in jedem Bild eine bestimmte Situation festzulegen, die verschiedene Komponenten enthält. So erinnert er im Bild "Walser" unten rechts an Walsers Spaziergänge vom Sujet her. Mit dem Stil erinnert er zusätzlich an die Verehrung, die Walser für Cézanne hatte. Nie aber erscheinen in seinen farbigen grossformatigen Bildern, die Personen selbst. Die Situationen lassen uns aber ihr Bestreben, ihre Haltung in bestimmten Momenten offensichtlich werden. Dexter Dalwood erwartet vom Betrachter aber ein breites Wissen.

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 24.04.2013  Aeschlimann Corti Stipendium mit vielen guten Arbeiten. unten links Stefan Guggisberg (Stipendium), darunter  Philipp Glatz mit seinen "leeren Bildern", darunter ein Ausschnitt von Lukas Hoffmanns Berlinerstrasse. Subtil der Schnee im fast blätterlosen Strauch mit den kleinen roten Beeren. Rechts: Stefan Guggisberg, dann zwei Aufnahmen von Livio Baumgartners "Kontrapunkt" einem ser schönen Video. Und ganz schön die Fotos von Alexander Jaqmets, die sich wgen des Glases nicht fotografieren lassen.

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 08.-13.04.2013  Bilder an Kunden verteilen, Rücktransport, Aufräumarbeiten, Dann eine Woche Frankreich.

04.04.2013   In der Galerie Martin Krebs sind gegenwärtig fulminante Malereien von Pat Noser (Kunstkeller-Künstlerin) zum Thema "Rosen, Rosen" in einer Gruppierung von Künstlern der Galerie Krebs anzutreffen. In der Galerie Bernhard Bischoff begegnen wir Renée Magaña in überraschenden neuen Arbeiten. Die Galerie zeigt Progr-Künstler. Spannend dieser Austausch unter den Galerien.

 03.04.2013  Nachtzug nach Lissabon. Nach dem Buch der Film. Immer schwierig. Diesmal wurden allerdings recht viele Passagen mit dem Gedankengut des jungen Arztes mit einbezogen. Den Altphilologen, ja den hatte ich mir noch etwas mehr in seine Welt verstrickt, vorgestellt

 02.04.2013  Podiumsgespräch im KMB. Wie weit soll der Meret Oppenheim-Brunnen wieder seinem ursprünglichen Aussehen angenähert/restauriert werden. Wie weit soll sein Garte - der Säule eentlang aufwärts - gepflegt werden. und der Tuffstein, der sich gebildet hat, entfernt werden. Die Gesprächsrunde scheint sich in einer Mitte zu finden. (Karin Salm (SRF) Leitung, Simon Baur (Kunsthistoriker), Jacqueline Burckhardt (Kunsthistorikerin/Restauratorin), Ueli Fritz (Restaurierungsfachmann), Veronica Schaller (Kultursekretärin Stadt Bern).
Das grosse Publikum wurde in die Diskussion nicht einbezogen. So werfe ich hier die Frage auf: Würde Meret Oppenheim heute noch gleich denken? Sie war offen für Neues, gehörte zur Avantgarde. Ob sie nicht auch die Möglichkeit ins Auge gefasst hätte, die Natur weiterwirken zu lassen und ihr Werk - wie das in der jungen Kunst oft ins Auge gefasst wird - in sich zerfallen zu lassen. Hier würde in zwanzig, dreissig Jahren wieder ein Platz für ein neues Kunstwerk, das dann hoffentlich auch die Gemüter so bewegen würde wie der Brunnen, entstehen,

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 27.03.2013  7."Bund"-Essay-Wettbewerb: "der Mutterer und die Vaterin: Emanzipiert sind wir doch alle", in der Dampfzentrale. Jedes Jahr spannend zu hören, wie sich Schreibende mit dem Thema auseinandersetzen. Von der Jury werden drei Arbeiten für die Publikumsjury ausgewählt und vorgelesen. Der Publikumsentscheid ging an Danielle Baumgartner-Knechtli. Sie schreibt von ihrer problemlosen Verbindung von Karriere und Familie und ihrem Unverständnis für Burnouts von Kolleginnen, bis sie nach ungefähr fünfzehn Jahren Erfolg sich zu fragen beginnt, was denn eigentlich ihr eigenes Wollen und Empfinden sei. Sie steigt um, auf ein Modell, das eine viel lockere Aufteilung zwischen Arbeit und Familie zulässt. Sie war auch meine Wahl, wenn auch die Arbeit von Barbara Weber-Ruppli kunstvoller und dichter war und dieArbeit von jo Berlien (Hamburg) fulminanter.

 24.03.2013  Apéritif in der Ausstellung Martin Ziegelmüller im Kunstkeller. Benno Loderer der Stadtwanderer, spricht über die Arbeit des Künstlers. Viele Besucher des Anlasses.

 22.03.2013  Museumsnacht
- endlich einmal E-Graben in der Unterstadt besuchen. Voll intakt, datiert aus den Anfängen des 17.Jahrhunderts. Nach langem Anstehen haben wir Billette erst für 00.40h erhalten!
- Politüro Käfigturm:Film zum arabischen Frühling
- Gespräch M. Frehner und H.Schmied über die Fotokunst von Hannes Schmied. Wann wird etwas Kunst. Eine

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spannende Frage.
- Bundesplatz im Vipzelt eine Licht-Installation von Livio Baumgartner. Später treffen wir ihn in der
- Credit Suisse vor dem jüngsten ausgezeichnete Video. Eine spannende Arbeit. Im ersten Stock sind frühere Gewinner zu sehen
- stadtabwärts trennen wir uns vor der Burgerbibliothek. Ich habe mir die Tiefen bis in die Zivilschutzkeller und den Notausgang bis zur Aare, schon früher angesehen....

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Notausgang bis zur Aare, schon früher angesehen.- Ich fahre an den Zikadenweg, wo sich die HKB Theater und Musik eingerichtet hat und mit vielen Überraschungen aufwartet. Leider sind die Porträtisten - mit Bleistift und Wort - besetzt.
-vorgesehen war noch die Sammlung und Performance in der Waldau... Hier habe ich aber gefehlt.

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 13.03.2013  Subodh Gupta *1964 im Bundesstaat Bihar im Kunstmuseum Thun. Der Künstler setzt sich mit den Traditionen seinesLandes auseinander, das sich im wirtschaftlichen und industriellen Aufbruch befindet, in dem das materielle Denken überhand nimmt. Die Reflexionen in seiner Kunst sind aber auch seine Biografie, die ihn von ländlicher Armut und Tradition in die Grossstädte führt. Er setzt Alltagsgegenstände wie Fahrrad, Geschirr, Tongefässe zu Skulpturen und Installationen zusammen. Sein Material reicht vom Kuhdung zum Edelstahl.
Zentral in seinem Werk sind Essen und Trinken, die Existenz  bedeuten: mit dem Fahrrad wird und heute auch wurde in Kesseln Milch verteilt. Auch das Essen wird täglich mit zur Arbeit genommen, wird vom Velokurier von zu Hause oder einer Verteilstelle gebracht. So sind altes, verbrauchtes Geschirr und Kochwerkzeug zu eindrücklichen Installationen zusammengefügt.

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In Edelstahl türmen sich die Essbehälter über- und nebeneinander und fliessen auf einer riesigen sushibandschlaufe wie Grossstadtschkuchten an unseren Augen vorbei. Sie weisen auf die Kostbarkeit des Essens, auf die unzählbaren Menschen, die alle eingespannt in den Alltag letztlich auch dasselbe tun: Essen vorbereiten, Essen bringen, Essen essen: dieser Behälter ist für mich, für mich bedeutend. Ich bin ein winziges Rädchenim System. Ich als Europäerin und Individuum empfinde auch, wie unbedeutend ich in der ganzen "Maschinerie" bin und wie zweifelhaft mein Beitrag ohne die Möglichkeit einer starken Verwurzelung in einer Sozietät. Die rasante entwicklung in Indien wird auch da Verluste verzeichnen.
Eine Ausstellung zum Hinterfragen und auch mit vielen poetischen Momenten.
rechts:1500 pink bemalte Chimtas, eine Zange die beim Fladenbrotbacken benutzt wird.

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 10.03.2013  Charles Chaplin: the Circus. Regisseur und Hauptdarsteller zugleich. Faszinierend zu vernehmen, wie er gearbeitet hat, wie er unendlich viele Positionen aisprobiert hat, aufnahm, weitertrieb bis zur Vollendung - die auch immer Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit beinhaltet - oder fallen liess. Wunderbar all die Überraschungen.

 04.03.2013  Atelierbesuch bei Werner Jans. Die grossen Figuren der letzten Jahre bevölkern die Scheune: Frauen, Jungs, eine Nonne, sehr schön und still eine Schwangere. Stehende, sitzende, gehende, protestierende Figuren sind da. Jede Ausdruck ihres eigenen Lebens. Beim Ausgang gegenüber hat sich der Bildhauer seinen Arbeitsplatz eingerichtet. Hier hockt ein Arbeiter. Eine Auftragsarbeit, die ihm aber jede Freiheit liess. Er freut sich sehr und zeigt mir auch das Modell.
Beim Mittagessen dann, das Irma zubereitet, ist Zeit für Geschichten. Geschichten, die ihm auch wieder Ideen für seine beseelten Figuren geben.

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 04.03.2013  still, in sich gekehrt sitzt die Bildhauerin Irma Städtler da, eine Zigarette zwischen den Fingern, ein Glas Wein auf dem Tisch. Später zeigt sie mir ihre Arbeiten. Erschütternde Themen von Engnis, Einsamkeit und Flucht - fast ohne Agression, mehr ergeben als auflehnend - hoffnungslos und doch wird ein Versuch gewagt. Ein Schiff beladen mit Menschen und Tieren. "Es hat ein wenig Schieflage", sagt sie und "Flüchtlinge, ausgewiesen vom italienischen Staat" oder der Schweiz, füge ich hinzu. Eine Arche Noah voller Not, die nicht landen kann, hinausgestossen in die stürmische See. Ein Werk, das noch in Arbeit ist. Ein Zeitungsfoto hat sie dazu angeregt.

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 02.03.2013  Vernissage Martin Ziegelmüller. Wieviel Menschen finden im Kunstkeller Raum, wenn sie dicht an dicht in einer Ausstellung stehen, und was von den Bildern, um die es hier eigentlich ginge, bekommen sie noch mit? Nicht wenige haben sich verabschiedet und ihren Besuch auf später verschoben, was ich gut verstehe. Der Andrang war riesig. Die vielen positiven Kommentare zur Ausstellung lassen immerhin den Schluss zu, dass einige der Besucher auch noch Bilder entdeckt haben.

28.02.2013  Ich habe als Gästin für die Berner Online-Zeitung www.journal-B.ch Kultur wieder einen vertiefteren Artikel verfasst: zu bin ich schön, einer Ausstellung im Kommunikationsmuseum Bern. Er wird vermutlich nächste Woche erscheinen. Die Ausstellung kreist das bin ich schön ein, hinterfragt es in vielen Positionen, bezieht die Besucher mit ein und entlässt uns nach dem Besuch mit noch mehr Fragen an uns, unser Wesen, unsere Gesellschaft. Und gerade dieser offene Ausgang macht die Ausstellung für uns spannnend und sehenswert.

Übrigens: in der Zeitung gibt es viele spannende Artikel, die über das Tagesgeschehen hinausgehen, Fragen aufnehmen, nach Antworten suchen.

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22.02.2013   Ausstellung von Martin Ziegelmüller zusammenstellen. Im art-room installieren wir nicht die Aquarelle wie vorgesehen. Gerne mache ich eine Gruppierung von vielen kleineren Ölbildern, die der Künstler gemalt hat. Die Aquarelle am Eingang, die globalen Städte, führen in den ersten Hauptraum, wo wir die vielen Städte mit ihren phantastischen Lichtern bei Dämmerung und Nacht begegnen. Der dritte Raum öffnet sich auf helle Wasser und Bergrücken, sowie einmalige Schneebilder.
Vernissage: Samstag 2.März 17.00

 

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 16.02.2013  Artists Artists. Künstler, die für andere Künstler bedeutend sind, bevor sie kommerziellen Erfolg haben und ihre Arbeit von Kuratoren anerkannt wird. Für Bern sind Jean-Frédéric Schnyyder und Thomas Kratky bekannte Repräsentanten. Gerade Thomas Kratky (1961 - 1988) hat eine ganze Künstlergeneration rund um Bern beeinflusst. Ich denke an Lorenzo le kou Meyr oder auch an Vesna Bechstein, beide von Ausstellungen im Kunstkeller bekannt.
1984 oder 85 hat der Kunstkeller Bern Thomas Kratky zum Wettbewerb für die Gestaltung des Eingangs des Milchverbands an der Laupenstrasse eingeladen. Er ist mit seiner beeindruckenden Gesamtgestaltung weit über die Konditionen und Möglichkeiten hinausgegangen und so nicht in Frage gekommen, was ihm selbst allerdings klar war.

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Silvie und Chérif Défraoui haben mit ihren frühen Videoarbeiten das junge Medium unterstützt. In der Ausstellung allerdings begeistern sie mich gerade mit ihrer guckkastenartig angelegten la route des Indes.

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Spannende Arbeiten von Dan Grahams sind da. Er hat sich früh mit Minimalismus, Konzept- Video-und Performancekunst auseinandergesetzt.

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Hier eine Arbeit von Jean-Frédéric Schnyder und der Brittin Varda Caivanos, die durch ihre Unbeschwertheit und Spontaneität, auch durch ihre Abkehr vom Mainstream auffielen.
Eine reichhaltige, sehenswerte Ausstellung, die uns in oft Unbekanntes eintauchen lässt.

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15.02.2013

Bern Ballett tanzt. Nur zuschauen. Sehr schön das erste Stück: Is anybody there?

Words failed me, war mir fast zu lang. Dichter und kürzer.

Reflection ein Tanz zu zweit. der viel Können zeigt und

Mission Eorohell, eine Wiedereinstudierung. Was da alles geleistet wird ist als nur-Zuschauer nicht zu ermessen.

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15.02.2013   Der Basler Johann Ludwig Burckhardt (1784 - 1817) hat als orientalischer Kaufmann, als Scheich Ibrahim unterwegs - im Auftrag der britischen African Association die Schätze Zentralafrikas zu erkunden - auf dem Weg nach Kairo 1812 Petra die nabatäische Königs- und Felsenstadt entdeckt. Von ihr wusste man nur noch aus alten Schriften.
Im haus zum Kirschgarten, wo J.L. Burckhardt aufwuchs werden über einhundert arabische Kostüme und Schmuck aus der bedeutenden Sammlung Widad Kamel Kawar (ist Palästinenserin und lebt in Jordanien)gezeigt. Die sehr schönen Exponate sind in die Dauerausstellung der Wohnkultur des 19.Jahrhunderts integriert, was allerdings nicht immer zum gegenseitigen Vorteil ist.

Petra begegnete mir in Form einer ausserordentlichen Zeichnung von Fritz Kreidt zu den 40 Jahren Kunstkeller Bern.
Jetzte sollte ich Petra umfassender begegnen. Das warme ockerfarbene Papier, das der Künstler wählte sollte sich als genau richtig für die Atmosphäre der weiten dürren Ebenen und die ockerroten Sandsteinfelsen und Schluchten erweisen.

In Petra, der geheimnisvollen Felsenstadt, an einer wichtigen Kreuzung des Seidenweges gelegen, tauschten die Nomaden ihre Zelte mit den in Stein gehauenen Felsenorten. Vieles von der Lebensart und den Riten dieses Volkes der Nabatäer ist noch Gegenstand der Forschung. Vieles, auch Vermutungen zeigt die Ausstellung. Kurz aber gross war und weit reichte ihre Macht während ca zweihundert Jahren. Verblüffend das ganze Wassersystem. Von den Römern gelernt?

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Die Kunst der Nabatäer ist sowohl von den Hellenen wie von den Ägyptern beeinflusst. Ist sie zu Beginn fast abstrakt und auf wenig Geraden beschränkt und erinnert an die frühe griechische Kunst, so wird deren späterer Einfluss immer spürbarer.

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In den vor allem am Eingang verwirreeingebauten Stein- und Felskulissen begegnen wir Originalsteinen, Büsten und Friesen, die begeistern. Ungelöst die Führung des Besucherstroms, der sich unbemerkt in den Räumlichkeiten der Dauerausstellung, den Griechennd  verirrt.

15.02.2013  Kunsthalle Basel - Oberlichtsaal: vier schwarze Flügel - vier Pianisten - drei Kompositionen von Julius Eastman (*1940), dem afroamerikanischen Komponisten, Musiker und Sänger. Er brachte Neue Musik wie John Cage, Earl Brown u.a. zur Aufführung, wurde bekannt durch Why Aren't You Reach? (1977), verarmte, wurde obdachlos und starb schon 1990.
Mathew Kleyebe Abonnenc ruft ihn aus der Vergessenheit in Erinnerung, indem er Kompositionen von Eastman zur Aufführung bringt: melodiöse, eindringliche Musik. Die Besucher sind eingeladen bei den Proben und Konzerten zuzuhören.

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Architekturmuseum - gelbes Haus - gefällt mir sehr - wer hat es gebaut?
Valerio Olgiati. Es steht in Flims

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 08.02.2013  Mutig, sehr mutig zwei junge Kunstliebhaber eröffnen die Galerie Soon am letzten Ende - so kommt es mir vor - der Lorrainestrasse. Ich wünsche ihnen viel und auch kaufkräftiges Publikum. Ihre zweite Ausstellung mit realistischen Fotostilleben von Roberto Greco und verfremdeten Sportaufnahmen von Lorenz Richard überzeugt in ihrer Eigenständigkeit und Qualität.

 08.02.2013  In der Stadtgalerie Mitbringsel von gelebten Stipendien in Prag, Kairo, Genua. Gigga Hug fand - wie wir wissen - in Prag zu ihren Puppen-Fotografien. Puppen mit ihren Persönlichkeiten, die sie ausstrahlen, mit ihren Verletzungen, die ihnen der Gebrauch zugefüg hat. Mit Hilfe von Spiegeln bringt sie in der blauen Stunde ein besonderes Licht auf sie und zaubert Weichheiten in ihre Fotos, die die Puppen zum Leben erwecken. Gleich gegenüber nächtliche Architektur aus Kairo von Brigitte Lustenberger, was zusammen einen spannungsvollen Raum ergibt.

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 03.02.2013  Apéritif im Kunstkeller. Noch einmal ist das Künstlerpaar Lorenzo le kou Meyr und Aurélie Jossen in der Ausstellung und beantwortet Fragen, was rege genutzt wird. Eine schöne Stimmung.

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 01.02.2013  Transform - eine gute Idee, die nicht immer zur Bestform geglückt ist. Künstler arbeiten während 14 Tagen in ungenutzten Räumen. Die nächsten 14 Tage arbeiten und überarbeiten nächste Künstler Bestehendes usw. Neben spannenden Arbeiten wie den beiden Gräbern aus Friedhoferde von Verena Welten, die ein nachfolgender Künstler in eine ZuckerMeringuentorte verwandelt hat oder das Schiff hoch oben von Max Roth, das von aufgeblasener weisser Folie bedrängt wird (Segel, Wind..), gibt es auch viel Schwaches. Der Abendanlass auch zeigt, mit wie wenig das Publikum zufrieden oder gar begeistert ist - oder ist es vielleicht goodwill den Künstlern gegenüber eine nicht ganz übliche Situation zu honorieren? -: ein Traktor im zweiten Stockwerk, Männer mit angeklebten Bärten, eine Artistin und ein Feuerwerk - ist das eine künstlerische Performance? Was fange ich damit an?

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29.01.2013  Architektur Forum Bern. Im Kornhaus werden die Wettbewerbsarbeiten des Schindler Award gezeigt. Architekturstudenten in ganz Europa setzen sich mit der Schützenmatt und ihrer Umgebung auseinander. Wie kann hier städtebaulich ein Anschluss Unihügel, Bollwerk, der Einbezug der Reithalle, der Eisenbahnbrücke, der Verkehrswege bis hinunter zum Aareufer und Altenberg gefunden werden.Motto: "Zugang für alle". Erstaunlich, was sich die Studenten alles einfallen liessen. Nebenan das mit dem 1.Preis ausgezeichnete Projekt  einer Studentengruppe der Technischen Universität Berlin.

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 21.01.2012  Bei Bruno Sutter im Atelier. Schicht über Schicht. Jetzt auch grossräumig mit Beton Blech, gepresstem Papier und Plastik. Farbabstimmungen werden wichtig, das Spiel der Flächen untereinander.

Leider habe ich kein Foto von der witzigen Serie Plastikflaschen - aus Beton. Sie stehen, neigen sich, versinken in sich selber. Jede hat ihren ganz speziellen Buck.

 20.01.2013  La Sagrada Familia. Der Film zur Baugeschichte der Basilika von Antonio Gaudi. Fesselnd, unglaublich. Wie im Mittelalter baut die jeweils nächste Generation weiter. Beeindruckend, wie er die Formen des katalonischen Sandsteingebirges rings um das Benediktinerkloster Santa Maria de Montserrat in seine Architektur übersetzt.

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 18.01.2013  Vernissage Paul Klee und der Ferne Osten. Nicht das Interesse von Klee für die asiatische Kunst und Haltung ist für mich so erstaunlich. Aber die Wirkung seiner Arbeit auf Japan! Auf das Japan von heute! Paul Klee ist 1940 gestorben. 1998 hat Kazuyaakahashi eine Comicsgeschichte mit dem Kleeschen Menschen gezeichnet. 1995 - 2001 wurde die Mediathek in Sendai vom Architekten Toyo Ito gebaut, der sich mit Klee und seinen Räumen auseinandergesetzt hat. 2005 das Metropolitan Opera House in Taichung, das mit einer flüssigen Kontinuität wabenförmige Räume aneinander fügt, was wiederum auf Klees künstliche Symbiose (1934) Bezug nimmt, ein Raumbild voller leicht verzogener Quadrate und Rechtecke. Klee ist auch in der modernen japanischen Dichtung und Musik präsent!

16.01.2013  Atelierbesuch bei Charlotte Hug. Längst war er fällig, hatten wir doch nur Mailkontakt. Die letzte Arbeit, die ich gesehen habe war die Installation im Kunstmuseum Luzern mit ihrer Performance auf ihrer Bratsche. Da hatte sie am Lucerne Festival auch ihren grossen Auftritt. 40 Minuten lang dirigierte sie das Symphonieorchester, das nach ihren Son-Icons (Tonzeichnungen oder gezeichneten Partitur) spielte. Mit den 33 klassisch orientierten Musikern hatte sie in je drei speziellen, individuellen Coachings gearbeitet, um das ausserordentliche Konzert realisieren zu können. Ihr Kernteam dabei waren Mark Sattler (Dramaturg und Künstlericher Leiter Moderne am Lucerne Festival) Peter Fischer (Leiter des Museums, heute Direktor am Zentrum Paul Klee) und der legendäre Komponist und Dirigent Pierr Boulez (er hat die Lucerne Festival Academy gegründet)

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Letzten Frühling und Sommer hatte Charlotte Hug ein Stipendium im Unterengadin in Nairs, wo es in der Nähe Quellen hat, die die Künstlerin zu neuen Arbeiten führen. Auch hier wie in Irland, wo sie am Meer arbeitete, sind kosmische Kräfte am Werk. Die Quellen wurden für ein Kurbadehaus gefasst. Heute aber ist das Badehaus ausser Betrieb, und die Quellen werden zusammen in den nahen Inn geleitet. Die Zeichnerin und Geigerin zeigt mir den überraschend farbigen Quelltuffstein,der sich hier bildet. Er hat ihr die rote Farbe in ihre Zeichnungen gebracht. Sie denkt auch bereits über Ocker nach.

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Das nächste Stipendium führt sie demnächst nach Berlin. Hier wird sie im März anlässlich der Berliner Festspiele mit einer grossen Installation in den Zuhörerraum hinein "Mercurial Touch" gegenwärtig sein und sie mit zwei Live-Performances bespielen.

Und - das hoffe ich - werden wir sie auch bald wieder bei uns im Kunstkeller Bern antreffen. 

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16.01.2013  Im Kunsthaus Zürich Paul Gauguins Holzschnitte. Spannend zu sehen, wie ihn nicht die Auflage als solche interessiert, vielmehr die Möglichkeit dasselbe Motiv verschieden zu drucken: verschiedene Farben, verschiedenes Papier und auch die Mögichkeit nicht vorgesehene Partien einzufärben. Sehr schön die Serie Noa Noaa,der Tag der bösen Geister (1892). Hier können wir die Weiterentwicklung einer Platte verfolgen.

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 16.01.2013  Eindrücklich im Migros-Kunstmuseum die Auseinandersetzung von Daniel Kborr mit den Helden-Skulpturen in Kopenhagen. Für einen Tag hat er all die 38 Bekannten, Unbekannten und Übersehenen in einer Performancemaskiert. So hatten sie für einen Tag ein neues Dasein und gaben dazu einen Blick auf die Geschichte frei.
Ganz oben im Museum in der riesigen Halle zehn oder mehr Videos, Wände füllend, projeziert. Text und Komposition für die Performance von Ragnar Kjartansson (*1976 in Reikiavik). Je ein Zimmerausschnitt einer Villa, ein einzelner Musiker spielt auf seinem Instrument nur mit Kopfhörer mit anderen verbunden. Wir Zuschauer, Zuhörer hören das ganze Spiel, ja bewegen uns darin, sehen und hören diesem oder jenem zu. Das besondere Erlebnis dabei ist eben das Mitten-Drin-Sein.

11./12./13.01.2013  Vernissage und Galerien-Wochenende im Kunstkeller: Aurélie Jossen und Lorenzo le kou Meyr. Eine sehr schöne und poetische Ausstellung. Die helle, stille Stimmung wird vom Publikum sehr positiv aufgenommen. Sie ist auch sehr geglückt haben sich doch die Künstlerin und der Künstler gegenseitig angeregt, ja herausgefordert (mehr unter aktuell oder den Künstlern).

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 06.01.2013  Bern-Ballett mit dem Synphonieorchester: Herzschläge. Herzschläge als Urrhythmus für Tanz. Dreiteiliger Abend. Trace, eine Uraufführung. Musik Philipp Gass. Agon, eine Uraufführung. Musik Igor Strawinsky. Walking Mad, Musik Maurice Ravel "Boléro".
Ein spannungsvoller, ausserordentlich schöner Abend. Erste Szenerie in pastellfarbenen Tönen ein offener Tanz voller Leichtigkeit, der doch sehr präzis in sich gegliedert wird und seinen gesteigerten Ausdruck in dem verschieden beleuchteten und bewegten Bühnenbaldachin erhält.

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Der zweite Teil: eine Art schwarzes Tangram führt in die Tiefe der Bühne auf Boden und Decke. Dazwische und in diesen Formen die Tänzerinnen und Tänzer, die in disziplinierten, strengen Bewegungen mit ihren Gliedern Dreiecke und Trapezoide bilden und tanzen. Das ganze Bild wirkt in seine schwarz-weiss-Kontrasten sehr grafisch und abstrakt  Der Solo und Paartanz sehr schnell und gekonnt. Die Bilder erinnern mich an die konkrete Kunst und die Minimal-Art.            

Boléro: ein Paartanz in grauem Röcklein und grauem Gewand vor einer langen verwitterten Wand. Ich fühle mich sofort an die Bilder von Robert Indermaur erinnert. Ganz stark kommt in diesem Teil das Zusammenspiel von Musik, Tanz, Theater, Architektur oder Komposition, Malerei, Licht, Schatten und Erzählung ohne Worte zum Tragen. Und diese interdisziplinäre Arbeit, diese Aausdrucksmöglichkeit ist es, die mich immer wieder in Tanzvorstellungen lockt. Hier wwunderbar und erfüllend gelungen.

 

 04.+05.01.2013 einrichten der Ausstellung. Nicht ganz einfach. Es scheint viele Möglichkeiten zu geben, weil viel schönes und spannendes Material da ist. Wir sind aber anspruchsvoll und suchen eine Abfolge, die uns alle erfreut und überzeugt. Hier bereits einige Bilder.

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02.01.2013  Transport und erstes Sichten der Arbeiten von Lorenzo le kou Meyr und Arélie Jossen für die Ausstellung im Kunstkeller und art-room, auf den ich besonders gespannt bin.

 21.12.2012 Cantonale Berne Jura in der städtischen Galerie im Progr und in der Kunsthalle Bern 

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Maia Gusberti 

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 Boris Billaud

Alex Güdel 

 15.12.2012  Bundeshaus-Theater

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 15.12.2012  Cantonale in Thun: Livio Baumgartner (art-room) mit einer sehr schönen Videoarbeit.
Der Kanton muss in der Kultur 1 Million einsparen. ein Moratorium läuft seit dem Sommer. Die kantonaale Kunstkommission darf nichts ankaufen. Sie setzt schwarze Punkte bei den Werken, die sie ankaufen würde. So werden Fr. 50'000.- gespart. Keine Unterstützung und Anerkennung für junge Künstler! Das ist am falschen Ort gespart!

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Véronique Zussau 

 13.12.2012  Cantonale in Biel

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Aurélie Jossen 
 Cantonale in Biel besucht. Zum zweiten Mal spannen die öffentlichen Kunstinstitutionen Interlaken, Thun, Bern, Biel, Moutier, Le Noiremontfür die Weihnachtsausstellung zusammen. Wir, das Publikum sehen nicht mehr nur eng regionales Schaffen. Ich kann in Thun auch einen Künstler aus dem Jura antreffen. Eine Bereicherung. Die Künstler des Kunstkeller sind an mehreren Orten vertreten. So Pat Noser, Mingjun Luo, Aurélie Jossen und Le kou Meyr, Willi Müller, Markus Furrer in Biel. Livio Baumgartner (art-room) in Biel und Thun. Immer auch spannend Veronique Zussau (Bild). Der prix foto erhielt die berührende Geschichte des demenzkranken Vaters, mit dem der Fotograf (leider habe ich den Namen vergessen) Spaziergänge unternahm an "seine Orte", wo er gelebt und gearbeitet hatte (Bild oben) (rechts Aurélie Jossen)  cant.ml.lm.85
Minjung Luo und le kou Meyr 

 
 11.12.2012  Cartoons sind immer noch nicht meine Begeisterung. Jährlich im Kornhaus zu sehen.
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 Felix Schaad, Tages Anzeiger  Corinne Bromundt, St.Galler Tagblatt
 29.11.2012  Itten-Klee, Kosmos Farbe im Kunstmuseum Bern. und sofort frage ich mich, warum nicht im ZPK? Zugleich bin ich froh, eignen sich die Räume des KMB doch besser für dieses vergleichende Nebeneinander. In sich geschlossen ist hier eine thematische Abfolge gut möglich. Auch die Nähe der Bilder auf dem grauen Mittelwert der Wände wirkt positiv. So sollte es sein: Der für eine Ausstellung geeignete Ort präsentiert diese auch.
Erstaunlich, wie nah sich in gewissen Bildern Klee und Itten in ihrer leuchtenden Farbgebung sind. Wogegen ich in der formalen Gestaltung Klee immer als den Stärkeren sehe. Immer wieder begegnen sich die beiden Künstler. Beide beschäftigen Wissenschaft, Physik und Esoterik. Klee allerdins verliert die Realität nie aus den Augen. Balanceakte wie jener des Seiltänzers sind ihm nahe.
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Johannes Itten Paul Klee 
marie270  29.11.2012  Sehenswert: Marie-Françoise Robert in der Galerie ArchivArte Bern macht eine ganz subtile Arbeit. Ich sehe mir die Augen aus, um herauszufinden, was ist Collage und wo beginnt die unterlegende, wo die abschliessende Arbeit der Künstlerin. Realität kippt in Surreales.Traum wird mit Alltag verwoben. Kunsthistorische Zitate werden in neue Zusammenhänge gesetzt und nehmen überraschende Wendungen. So erinnert etwa der durchleuchtete Arm an die Röntgenaufnahmen von Man Ray oder Meret Oppenheim. Die Frage taucht in mir auf: Hätte Marie-Françoise Robert mit ihren jenseitigen Arbeiten nicht in die Ausstellung im Kunstmuseum Merets Funken gehört? Hier sprühen wirklich Funken, und die Künstlerin lebt in Bern und kannte Meret! In der Museumsausstellung gibt es kaum Funken, die dann auch zünden. Da arbeitet eine nächste Generation, für die Meret Oppenheim kaum mehr gewichtet.
23.11. 2012  Mykologismus in der Galerie Gepard. Martin Möll und Marco Giacomoni zeigen Arbeiten mit Pilzen, zum Umgang mit Pilzen, dem "Pilzele" selber - Suchwege im Wald zwischen den Bäumen werden abgesteckt und fotografiert. Kleinstbilder wachsen wie Pilze an der Wand. Leider funktioniert meine Digitalkamera nicht.
23.11.2012  Hingehen und lesen: die Geschichte der Palästinenser. Es gibt kaum Bilder aber viel Text. Ein Volk wird vertrieben, um einem anderen Platz zu machen. Palästina. Ein englisches Protektorat wird den Juden versprochen. Hier wohnt aber ein Volk - und wir sehen zu. Das kann nicht gut gehen. Israel breitet sich aus mit einer Verdrängungspolitik, ja mit einem Verdrängungskrieg. Das zu begreifen tut weh, auf beiden Seiten. Was hat das jüdische Volk selbst durchgemacht - und wir haben zugesehen - und jetzt das. Stéphane Hessel, der das KZ Buchenwald überlebt hat, sagt: "In der israelisch-palästinensischen Frage haben wir es auf der einen Seite mit einem Recht ohne Macht und auf der anderen Seite mit einer Macht ohne Recht zu tun." Ohne Verständigung untereinander wird es nie Frieden geben.
21.11.2012  Performance mit Anna Huber und Martin Schütz (Cello, Electronics) anlässlich der Ausstellung Merets Funken. Anna Huber immer ein Genuss, muss allerdings nach meiner Meinung aufpassen, dass sie nicht zu lang zu repetitiv wird. Ein sehr schönes Schattenspiel.
Massepain mit Noëlle Anne Darbellay und Samuel Stoll. Sie arbeiten mit Violine, Marschmusik-Waldhorn und  Stimme. Jäh wird man aus einer kurzen klassischen Tonfolge in ein Gezetter und Gebrumme gerissen - und doch das Spiel ist voller Lust und Freude.
 
  21.11.2012  Markus Raetz *1941, lebt in Bern. Ausstellung im Kunstmuseum Basel - spricht das Bände? - Zeichnungen. Spannende Skizzen und Zeichnungsbücher, an denen man sich nicht satt sehen kann. Entstehungsgeschichten von Zeichnungen, die sein ureigenes Ausdruckmittel sind, und von 3-dimensionalen Arbeiten. Oft mit einfachsten Mitteln, Punkten, Zitterlinien, Strichen entsteht subtil eine Bewegung. Unser Auge kann so Zeitabläufe wahrnehmen und sieht ein Mehrfaches. Sehr schön. bis 17.02.2012

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21.11.2012  im Kunstmuseum Basel Arte Povera,die mich immer fasziniert hat. Mit einfachsten Mitteln - Erde, Glas, Neon, suchen in den 60er Jahren italienische Künstler einen neuen Weg, der sich vom Konventionellen absetzt. Sie wollen die Wahrnehmung des Betrachters öffnen, das Fliessen von Energien in Alltäglichem aufzeigen. So werden die Sohlen der Schuhe, die einen Menschen so lange begleitet haben vergoldet, um deren Kostbarkeit zu zeigen, 1975 - von Jannis Kounellis. Bemerkenswert ist das Iglu 1984 + 1992 von Mario Merz - Rundungen aus Eisen - das mit seinen zwei Meter Durchmesser ein schönes Mass für den Umraum eines Menschen ergibt. Der Etrusker von Michelangelo Pistoletto vor der Spiegelscheibe lässt auch Raum für die Betrachter, die ebenfalls im Spiegel auftauchen.
Letztlich sucht auch die Arte Povera alte Kulturen, Renaissance und Neuzeit in eine neue Verbindung zu stellen.
 

14.11.2012  Marina Abramovic: Kunst gibt es nur da, wo eine Gesellschaft kaputt geht. Etwa so war ihr Ausspruch. Vielleicht könnte man auch sagen: Kunst entsteht da, wo eine Gesellschaft in Bewegung ist, wo Neues entdeckt und formuliert wird.
Der Film, besser die Arbeit von Abramovic the artist is present ist schlicht grossartig.

1998 habe ich sie in einer Performance Knochen waschen gesehen im KMB oder ev. in der Reithalle. Jetzt im MOMA wieder: in einer ihrer Arbeiten (von jungen Künstlern nachgestellt) liegt auf dem Körper einer Frau kongruent ein Knochengestell. Durch die verschiedenen Performances, in die wir Einblicke erhalten, nimmt uns die Persönlichkeit der Künstlerin mehr und mehr gefangen.

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  In der letzten Performance im MOMA in NewYork hat sie während dreier Monate während dn Öffnunszeiten des Museums den Besuchern in die Augen geblickt. Die tiefe Konzentration der Künstlerin strahlt in das Publikum aus. Ihr Blick aus tiefster Seele trifft das Gegenüber und uns Berachter. Ein Kraftfeld voller Energie strömt und ergreift auch das Kinopublikum.
 
13.11.12  Start-up-Preisübergabe des Zontaclubs Bern Ursa zur Unterstützung des Schrittes in die Selbständigkeit. Ursula Meinen, Pfarrerin, wird Bestatterin. Als diese will sie Menschen begleiten in schwierigen Situationen, bei Todesfällen. Sie will Zeitgeben zum Abschiednehmen.
 

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13.11.12  Intesivstationen im Alpinen Museum. Ganz tolle Inszenierung der Ausstellung. Mit Hilfe langer seitlicher Stoffwände wird unser Blick auf ein einziges Bild in der Tiefe gerichtet. Wir werden gleichsam in den Couloir hineingezogen, um das Bild oder Video aus der Nähe zu sehen. In dieser Konzentration wird uns der Zustand unserer Alpen bewusst: Bau einer Pisten-Autobahn, Zielraum des Hahnenkamm-Skirennens, Produktion von Kunstschnee...
 

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Auf der zweiten Etage begegnen wir in Bodenleuchtkästen verschiedenen Themen: Noch ist die Bergwelt, sind die Berghütten i.O. Ein Blick in deren Keller zeigt uns aber das ganze Messsystem für einen präzisen Alkoholaus-schank. Der Saisonabschluss bringt unendlichen Abfall. Und die Gletscher-Schluss-Events, die Weltmeisterschaf-ten der Pyrotechnik, lassen nicht nur die Bergwelt erröten. Als letzte Position links und rechts aussen je eine grosse Fotografie "Leichentücher", abgedeckte Gletscher. Die präzise Angabe der Örtlichkeiten machen die Realität noch realer, brutal sicht- und greifbar.

 
13.11.12  Denis Savary in der Kunsthalle berührt mich kaum. Viele abgewandelte Zitate wie Alma Mahler, di Bezug nehmen auf die unerwiderte Liebe Kokoschkas. Oder Valloton abgewandelt - ich suche in meiner Erinnerung das Ausgesparte. Die Zeichnungen mit ihrem schönen Strich, ja. 
 
08.11.2012  Heute Abend Gespräch im Kunstkeller mit Pat Noser, Kurt Caviezel und Konrad Tobler. Kurt Caviezel sollte eigentlich, von pro Helvetia eingeladen, in Peking sein, um eben dort (kurzfristig) ein Gespräch zu seinen Webcamfotografien zu führen. Er hat aber sein Visum nicht erhalten (Parteitag in China?), ws jetzt uns zugute kommt.
 
07.11.2012  Dave St-Pierre der kanadische Choreograf mit 20 TänzerInnen in der Dampfzentrale. Ver-rückt, emotional anziehend und abstossend. Ein Tanztheater um leidenschaftliche Liebe, die auch Hassliebe werden kann vor einem Hintergrund oberflächlicher Gesellschaftsspiele. Zwei volle Stunden. In unglaublicher Körperkondition wird bestes an Bewegung, Akrobatik und Tempo gegeben. Die Zweierbeziehung ist in den Bewegungsabläufen im ständig wechselnden Bild besonders schön gezeichnet. Wer heute noch hingehen kann soll es nicht verpassen!
  06.11.2012  Sarah Fuhrimann ist in ihrer Malerei wilder geworden. Ausstellung in Vinelz mit Katrin Hotz

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03.11.2012  Eben erhalte ich ein Mail von Kurt Caviezel. Er ist von pro Helvetia nach Peking und Schanghai eingeladen, wo er eine Präsentation seiner Arbeit erstellen soll und darüber sprechen. Sehr spannend. Der Termin allerdings tangiert unser Gespräch am Donnerstag 8.Nov. mit Pat Noser und Konrad Tobler. Dieser aber ist souverän und wird das Gespräch mit der Malerin führen und von der Arbeit des Fotografen erzählen.

02.11.2012  Nachdem 9 von 10 MitarbeiterInnen das Amt für Kultur des Kantons verlassen haben gehen auch Chefin und Souschefin. Endlich meint man von aussen, waren doch sie es, die den Ton mit den Mitarbeitenden nicht gefunden haben. Bernhard Pulver allerdings steht immer noch hinter ihnen, was doch sehr fragwürdig ist. Fast denkt man: hier kann es endlich nur noch besser werden.

Deutet das neue Heft KUNSTeinsichtBern, das Kunstmuseum Bern und Zentrum Paul Klee zusammen  herausgeben, doch auf den Versuch einer vom Kanton geforderten Zusammenarbeit, die ja mehr als nur Sinn machen würde. Bild- und Textmaterial sind lebendig und für ein breites Publikum gedacht. Vieles könnte allerdings noch verbessert werden.  

02.11.2012  Biel Sara Rohner arbeitet konsequent mit und auf Zeitungspapier. Ausgehend von einem vorhandenen Bild erarbeitet sie dem Sujet eine neue manchmal phantastische Umgebung.

  marco270 02.11.2012  In Bern auf abenteuerlichen Wegen zum Atelier von Luciano Andreani, wo seine eigenen Bilder und jene von Marco Giacomoni zu sehen sind. Eine eigene starke Welt. Ausgehend von Fotos entwickelt MG manchmal Zugehöriges, das von Elemantarem bis zu Phantastischen reicht.
 

31.10.2012  Ateliereinweihung bei Renée Magaña und Boris Billaud. Das Kellerlokal bietet auch Raum für Künstlerlager. Zur Einweihung an Halloween sind viele Künstler und Kunstliebhaber da.
Boris gibt Einblicke in seine spannende dreidimensionalen Arbeiten und seine vielfältigen Bilder. Sie stehen bereit für die Ausstellungen in Biel, Solothurn und Bern.
Renée Magaña zeigt letzte Arbeiten: Licht auf abstrakter Körperlichkeit auf schwarzem Grund. Knochiges auch als Objekt. In ihr Atelier gehören neben all den Kunstbüchern unzählige Funde und Erzeugnisse aus "zwischen den Welten": ausgestopfte Raben, Knochiges, Federn, tote Insekte, nicht erkennbare Präparate, alte Schreibutensilien. Tausend Dinge und mitten drin Sessel zum Sein.

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  30.10.2012  Die Engel von Klee im ZPK  
 

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  Eine sehenswerte, eindrückliche Ausstellung. Die Auseinandersetzung von Klee mit der Zwischenwelt. Das woher, wo, wohin, das ihn ein Leben lang beschäftigte.
Als Einstieg der gestürzte Engel, oder konnte sie, die weisshaarige Frau mit den gerupften Hühnerflügeln vom chinesischen Künstlerpaar Sun Yuan § Peng Yu gar nie fliegen? Sie wirft Fragen auf.
Die Mittelpartie des grossen Ausstellungsraums mit all den menschlichen Engeln von Paul Klee: viele Kreidezeichnungen dieser nie ganz fassbaren Wesen - wo ist denn der zweite Flügel? Mit dabei der Angelus Novus, in dem Walter Benjamin den Begriff der Geschichte formulierte. Der farbenreiche Engel übervoll (oben) und der blaue, stille Engel woher? wo? wohin?, eine seiner letzten Arbeiten (1940).
In den Räumen ringsherum sind erstaunliche Engel anderer Künstller des 20.Jahrhunderts angeordnet. Karl Valentins Friedensengel ist da, Charlie Chaplins traurig-schöner Film "The Kid", Fotos von Duane Michaelis, Francesca Woodman, von der ich bisher nie etwas sah. Beuys mit seinen Kojoten als "Engel" oder Mark Wallingers blinder Angel. Sie gehen unterschiedlich unter die Haut. Ich will aber auf jeden Fall nochmals mit mehr Zeit hin. Das gesamte Ausstellungskonzept ergibt eine sehr schöne Geschlossenheit.
 

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27.10.2012  Vernissage von Fritz Kreidt in der Galerie Tempelhof in Berlin.: Geschichte sehen - Landschaftsbilder rund um Leipzig und in Berlin. Da gehören all die eindrücklichen Tagbaubilder dazu, die Fritz Kreidt gleich nach dem Fall der Mauer in Ostdeutschland, vor Ort, gemalt hat.
 

26./27./28.10.2012 das einmalige Objekt in der unteren Berner Altstadt. Jedes Geschäft zeigt Ausserordentliches.
Im Kunstkeller begegnen wir dem red car, einem aussergewöhnlichen Video von Kurt Caviezel aus unzähligen Webcamfotografien.
Hier bei art-floral einem sher stimmungsvollen Blumenstrauss

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26.10.2012  internationale Tanzreihe in der Dampfzentrale. Emmanuel Gat mit 10 Tänzerinnen und Tänzern. Es beginnt in aller Stille, das Publikum rührt sich nicht. Die hellen Gesichter auch die Körper beginnen sich zu bewegen: Brillant Corners, 2011 an der Biennale von Venedig uraufgeführt, ist wirklich brillant. Musik ertönt, eine Melodie, ein paar Takte Gesang. einzelne Figuren,  Bewegungen zu zweit, sanft und selbstverständlich nehmen Hände Kontakt mit dem Nächsten auf. das Ganze strömt eine Leichtigkeit und doch ein Gehaltensein in einer grossen Gruppe aus, die sich auch als Kraftpaket fortbewegt. Eine selten kompakte Präsentation. Bild, Ton, Bewegung, Raum und Farbe - sehr zurückgenommen - alles stimmt zueinander. Das Quitschen einiger Turnschuhe, das mich anfangs sehr stört, würde ohne dies nicht etwas fehlen, frage ich mich am Schluss. Bringt gerade dieser Misston das Ganze dem Alltag näher?
 

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25.10.2012 Vernissage: Pat Noser, Kurt Caviezel, stossen auf grosses Interesse. Webcamfotografien. Hier als Ausgangslage zum Malen. Da als einzige ausgewählte Fotografie aus hunderten. Hier Autostaus in einem phantastischen Realismus, der sich beim näher-Treten in Striche und Punkte auflöst. Da leere Strassen, Fotos denen auf Büttenpapier viel Malerisches eignet. Für viele Besucher überraschend. Neuland. Interessante Gespräche.
 
23.10.2012  Merets Funken im Kunstmuseum Bern. 2013 würde Meret Oppenheim 100 Jahre. Ihre Arbeiten strahlen auch heute noch Kraft aus. Die gegenwärtigen Surrealisten, die sich auch mit ihr auseinandersetzen bleiben mir aber eher fern. Ist der Pelzring mit seinen Bildzutaten nicht fast nur gross? Er hat in seinen kleinen Bildern doch eine schöne Dichte. Wunderbar platziert und auch überzeugend ist die grosse, metallene Bohrinselassemblage mit ihren horizontalen Rohren und den senkrechten Orgelpfeifen von Maya Bringolf.

23.10.2012  Endlich doch noch geschafft: die grosse Ausstellung von Antonio Saura. Ein toller Überblick über sein Schaffen, das hier sehr wenig bekannt ist. Schwere Kost, heftige Pinselstriche in primär schwarz und weiss. Viel Not. Leere schwarze Räume, wo Goyas Hund bearbeitet wird. Ein schwerwiegendes Eempfinden wo wir uns mit dem intensiven Gewühle der schwarz-weissen Striche bei den Kreuzigungen nach Velasquez einlassen. Sie ergreifen.

 
20.10.2012  Annamaria Lebon, die Bildhauerin bezw, Bildbauerin hat an Hand von Fotos, die sie beim Räumen ihres Elternhauses gefunden oder selbst gemacht hat, Bilder gemalt. Erinnerungen. Und daraus einen Bildband gestaltet. Spannende Idee. Auf einen Tisch hat sie ihre schweren Pakete hingelegt. Pakete aus Gips und Karton, subtil bemalt. Pakete, die sich dem Öffnen verweigern und ihr Geheimnis bewahren.
 

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20.10.2012  Markus Zürcher. Konsequent verfolgt er seit Jahren seine Arbeit: Schicht über Schicht setzt er abstrakte Zeichen. Sie erinnern mich an Hilda Staubs Tuscharbeiten: mit dem immer gleichen Schwung setzt sie verwandte Zeichen neben- und übereinander und schafft so farbige Transparenz.
 
19.10.2012  10 Jahre Frauenkunstpreis im Kunstmuseum Thun. Fotografieren verboten. Mit dabei sind Mingjun Luo, die seit ihren anfängen im Kunstkeller Bern und dem Preis bereits einen weiten internationalen Weg zurückgelegt hat. Ihr zentrales Thema immer wieder das Zwischen-zwei-Kulturen, zwischen Licht und Schatten. Feinste Zeichnungen sind da. Auch eine Installation. Eine subtile Arbeit auch von Beatrice Gysin, die Bezug auf den Raum nimmt. Renée Magana ist als nominierte Künstlerin  mit neuen Arbeiten vertreten und Barbara Meyer Cesta, die im art-room im Kunstkeller bereits ein Video zeigte, weist auf eine Komplexität der Kulturen, die sich auch gegensätzlich lesen können, Das Video wurde in Kairo gedreht. Den diesjährigen Preis hat Olivia Notaro erhalten mit ihrem sich je nach Ort der Hängung veränden Herrenporträt. Ein Bild, das fortwährend in Arbeit und im Werden begriffen ist.
19.10.2012  Abends in der Dampfzentrale der erste Tanz der internationalen Reihe.Cecilia Bengolea und François Chaignaud. Nicht nur Begeisterung, wenn auch ihre körperliche Leistung an nie Gesehenes grenzt. Dreiviertelstunden wird alles im Kreisen erschaffen! Wos anstellt: bei der Repetition.
19.10.2012  Der PROGR hat den Kulturpreis der Burgergemeinde entgegennehmen können. Fr. 100 000.-. Sie sollen eine Dépendance für konzentriertes Arbeiten in der Stille oder Erholung ermöglichen. Tolle Idee. Toller Preis!
  18.10.2012  Aufbau der Ausstellung Pat Noser und Kurt Caviezel, Eine spannende Gegenüberstellung. Ich freue mich.

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13.10.2012  Besuch der Ausstellung Verena Welten und Gigga Hug im art-house in Thun. Verena Welten hat eine sehr schöne Raumgliederung mit all ihren sensiblen Körperteilen gemacht. Ebenso Gigga Hug. Es ist nicht mehr nötig möglichst viel zu zeigen, etwas was der Kunstkeller schon lange vertritt: weniger ist mehr. Sehr subtil und weh sind die wenigen Fotos mit dem Motiv Mutter und Kind unter den Poupées von Gigga Hug, spannend auch die Pigmentdrucke.
 

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13.10.2012  Im Rahmen des Berner Filmpreises habe ich endlich Thorberg von Dietrich Fahrer gesehen: eindrücklich die Schicksale all dieser Häftlinge. Jeder mit seiner Auseinandersetzung mit seiner Tat und seiner Hoffnung für nachher. Wenn ich an die siebziger Jahre denken, als der Kunstkeller Bern Bilder für die Gefangenen lanciert hat, was Echo bis in die USA auslöste und Gesprächsrunden von aussen mit Insassen ins Leben rief (in Lenzburg oder Witzwil, dann scheint der Alltag im Knast weit offener zu sein als damals. Die Hoffnung auf das Nachher ist aber allzuoft Verzweiflung. und ja - was soll da schon werden? Wo wird in der Anstalt an einer positiven Möglichkeit gebaut? Eine Berufslehre vielleicht? eine Möglichkeit der Eingliederung in die Gesellschaft. Da hat sich in den Jahrzehnten kaum etwas geändert
  12.10.2012  Atelierbesuch bei Martin Ziegelmüller. Besprechen der Ausstellung im Frühling. Ds fadeschla des Konzeptes, Täler und Kuppen in den Bildern entstehen lassen. Natur mehr erahnen als dass in den Bildern ein Abbild zu finden wäre. Fotos als Anregung und Erinnerung an Gesehenes.

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12.10.2012  Blitzbesuch bei Annemarie Würgler. Sie ist immer noch an der Arbeit: eine Stunde Gestalten, dann zwei ruhn, um den Rücken zu schonen. Früh hat der Kunstkeller mit der Künstlerin für das ungewohnte Material Ton gekämpft. Das war in den 70er Jahren. Heute wird jedes Material gebraucht um Neues zu gestalten. Ihr Thema: sommerliche Leichtigkeit.
 

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  11.10.2012  Atelierbesuch beim Künstlerpaar Aurélie Jossen und Lekou Meyr. Wir sind am Vorbereiten der Doppel-Ausstellung im Januar: Realitäten jenseits unserer Wirklichkeit. Einmal geheimnisvoll und streng im Formalen, einmal verträumt und sich auflösend in Abstraktion.
Versuche einen Einladungstext zu formulieren.

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10.10.2012  10 Jahre Gertschmuseum. Neu zu sehen Maria (Guadeloupe). das mittlere Bild der neu begonnenen Trilogie Werden, Sein und Vergehen. Wie bei Silvia (1995?) nutzt Franz Gertsch Eitempera auf ungrundierter Baumwolle. Die leichtere Art der Pinselführung und das Erfinden von Strukturen als abstrakte Teilchen im neuen Bild reisst mich aber weniger hin als das zwischen Präsenz und Zurückhaltung fein getupfte Bild von Silvia. Ein Bild von unsagbarer Schönheit, Verhaltenheit und Stille, wenn ich auch lieber nicht einen blauen Himmel bezw. Hintergrund hätte.
Cécile Hummel im Kabinett erinnert mit ihren lasierenden Grautönen an Silvia Bächli, macht aber eine eigene Arbeit, die Erinnerungen und Fragen wachruft. Ergreifend das flämische Bildnis eine Frau (um 1470), das sie in verschiedensten Varianten und Ausschnitten zeichnet, laviert auch auf dem Kopf stellt. Nahe bei diesen Zeichnungen Sarkophage, Pyramiden, die einen weiten Zeitraum öffnen und unser assoziatives Denken in eine Richtung lenken 

 
  Auch für Bern spannend: in London arbeiten das Royal Opera House mit der National Gallery zusammen. In der Galerie sind die drei Schlüsselwerke von Tizian zu sehen: Diana und Aktaion, Diana und Kallisto und Tod des Aktaion. Dazu zeigte das Ballett auf der Bühne eine Choreografie. Der Turner-Preisträger Ofili schuf dazu ein Bühnenbild. Die Musik komponierte Anthony Turnage. Ein ausserordentlich kühner Schritt mit grosser Ausstrahlung.

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07.10.2012  Bald sind die sommerlichen Grossanlässe vorbei. Vorbei die 9.Manifest, vorbei die Rencontres d'Arles, an denen auch Kurt Caviezel teilnahm, vorbei die Biennalen in Moskau - für junge Kunst - das ArtFestival in Kopenhagen, die Dokumenta in Kassel und vieles mehr. Möglich dass wir uns im Umfang wieder auf kleinere Masse konzentrieren können und in dieser sogar mehr Intensität finden.
 
27.09.2012  Warum die Verantwortlichen für die Ausstellung Merets Funken im Kunstmuseum Bern (Vernissage 18.10.12) keinen Kontakt mit Marianne Vögeli, dem Künstlerhaus, wo Meret ihr Atelier hatte oder mit Martin Krebs, der ihre Arbeiten in Bern ausgestellt hat, aufnahmen , bleibt ein Rätsel.
 
27.09.2012  Im Stedeljik-Museum hat der berühmte Willem Sandberg die erste Ausstellung von Hans Obrecht lanciert. Der Kunstkeller Bern hat den Künstler und sein Werk jahrelang betreut, 2011 dann in jüngere Hände weitergegeben.. Jetzt hat das Museum einen kühnen Erweiterungsbau erhalten. Gegenüber dem Altbau ein Blickfang!
 
25.09.2012  An der Postgasse 20 steht seit 70 Jahren das Künstlehaus. Ein Haus voller Ateliers und ein Haus in dem auch das Mittelalter noch entdeckt und erlebt werden kann. Da gibt es noch riesige Kaminhüte und sandsteinerne Küchenausgüsse. Im Estrich für das Gesinde z.T. fensterlose, sicher lichtlose und wasserlose Kammern. Künstlerinnen wie Meret Oppenheim, Lili Keller, Marie-France Robert... hatten oder haben ihre Ateliers hier.
 
22.09.2012  ab 20.00 Ausstellungsnacht. Mundpropaganda. Die Ausstellung im ungenutzten Ort soll dem Besitzer-Architekt zeigen, dass Künstler nicht a priori unordentlich und zerstörerisch sind. Mit nichts wird in aller Stille von unzähligen Beteiligten eine Ausstellung aufgebaut - für eine Nacht. Eiselemente treffen auf Tonpakete, vermischen sich. Im Taschenlampenlicht irisieren die Bruchstellen. Im Licht der Lampen scheinen Papiere auf, die sich im dünnen Luftzug bewegen. Ein leise ratternder Projektior wirft tanzende Zeichen auf eine verschieden strukturierte Holzwand. Hinten im Raum zieht ein erleuchtetes Seil in die Nacht hinaus, unten im Tobel  flammt mit warmem Schein ein Feuer. Vieles mehr ist da. Künstler und Besucher mit Taschenlampen - jeder bereit für eine schöne Erfahrung. Merci den Initianten.
 
22.09.2012  Ausstellungsende: Robert Indermaur und im art-room Hans Gerber. Sehr viele Besucher, wie während der ganzen Ausstellung, was uns sehr freut.
 
 

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19.09.2012  Ai Weiwei (*1957 in Peking) im Kino Kunstmuseum: dicht und anstrengend (wegen der of fast nicht lesbaren Untertitel) aber überwältigend, was ein Mensch und Künstler zustande bringen kann: I love the culture but I want something new. Ai Weiwei ist voller Ideen und Kraft diese umzusetzen, sich für eine breite Bevölkerung, die er bei seinen Ideen mit einsetzt, zu engagieren, für Recht und Freiheit und eine menschlichere Welt zu kämpfen. Er stellt sich gegen den Regierungsapparat, der ihn zeitweise auch ins Gefängnis setzt. Er übernimmt auch Aufgaben, die der Staat übernehmen sollte, wie in Remembering: er setzt einen Schriftzug mit dem Namen eines Mädchens, das beim Erdbeben getötet wurde, in der ganzen Länge ans Münchner Museum, wo er eine grosse Ausstellung hat. Mit seinen Helfern füllt er Tafel um Tafel mit den Namen der 70 700 getöteten Menschen. Darunter waren viele Kinder, da die Schulhäuser in so schlechtem Zustand waren, dass sie beim Beben alle zusammen fielen. Der Staat schaut ganz einfach nicht hin. Der Film läuft noch!
 
16.09.2012  Aperitif im Kunstkeller mit Hans Gerber und Robert Indermaur und vielen Interessenten. Die Künstler erzählen von ihrer Arbeit, was die Besucher immer sehr interessiert. Hans Gerber weist vor allem auf sein technisches Vorgehen bis zum Radiohören, das ihn in einen schwebenden Zustand zwischen Zuhören und konzentriertem Schaffen bringt,. Robi Indermaur erzählt von seinem Gedankengut, wie er von einer Idee eingenommen und geführt wird. Spannend immer auch für mich.
 
15.09.2012  Meet the artist in den Galerien des Galerienvereins. Trotz strahlendem Wetter  viele Interessierte in der Ausstellung Robert Indermaur und Hans Gerber im Kunstkeller Bern.
 
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07.09.2012  Journées photographiques de Bienne.Thema: Sehen und gesehen werden. Die gezeigten Fotografien öffnen ein weites Feld um die Fragen des öffentlichen und öffentlich gemachten privaten Raums, der sich heute im Internet und im Austausch auf jedem Mobiltelefon öffnet.
Subtil sind die Schlüsselloch-Durchblicke von Mingjun Luo, die das Auge noch direkt ansprechen.
Einen Gegenpol markiert der von Kurt Caviezel gestaltete Raum. Der Künstler arbeitet ausschliesslich mit den Webcams. im öffentlichen oder privaten Raum, fixierten Kameras, die aber oft gerade nicht funktionnieren, ein technisches Problem haben oder erst morgen ein Bild bringen.
Spannend auch die zensierten Satellitenbilder von Miska Henner (GB). oder Regine von Felten mit den aufgelösten Porträts. Einfallsreich Haus am Gern (Steiner/Cesta).

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  07.09.2012  Biennale Bern 6. - 15.September. Thema: das Kapital / Schwarzmarkt des Wissens in den Vidmarhallen, eine Installation mit Bewegung oder eher eine installative Performance? Das Publikum kann über Schwarzradios auf verschiedenen Kanälen am Zweiergespräch eines Experten und eines Laien viel Wissenswertes über das Kapital vernehmen. Das geht von der Männerwelt der Banker über die Münzen und Medaillons von den Kelten bis zu Ferdinand Hodler, bis zu Bezahlen Sie gemeinsam oder getrennt. Eine phantastische Idee. Vor allem da das Thema je nach Bedarf wechselt von Stadt zu Stadt, je nach wo der Schwarzmarkt des Wissens anzutreffen ist.

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06.09.2012  Ein Prospekt hat mich via Post gefunden. Eine Ausstellung in Lugano, die begeistern muss. 200 Gemälde zum Thema Fenster von der Renaissance bis heute, wurden in den beiden Museen zusammengetragen und ausgestellt. Eine kleine, abgebildete Auswahl lässt ein hohes Niveau erwarten
 
04.09.2012  Gérard Breuil in Sankt Peter und Paul. Eine wohldurchdachte, sehr karge Installation, die Licht und Dämmerung, Untergehen des Tages und Aufgehen der Nacht nachspürt. Am 8.September Musik von Hildegard von Bingen, Bach, Debussy, Pärt und Gregorianik. Schade, dass ich sie nicht hören kann.
 
01.09.2012  Vernissage Martin Ziegelmüller in Rothrist. Nach viel Stau viele Wasserbilder, überarbeitete und neue. Ein Thema, das dem Künstler sehr nahe ist und uns immer wieder zum Staunen bringt.
 
 

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29.08.2012  Sophie Schmidt. Wer ist sie? 2004 blieb sie in einem Austauschjahr von Berlin her in Bern hängen. Hier macht die Künstlerin ihre Eentdeckungen, Spielereien und Abwandlungen ohne viel an die Öffentlichkeit zu treten. Kleine Ettiketten, Markenangaben, Kassenzetteli sammelt sie, vergrössert sie mit Pinsel und Aquarellfarbe auf Papier. Ein Entschleunigungsprozess sagt sie. An den Kassen muss alles sehr schnell gehen.
Aus Papier und Karton bastelt sie ganze Wohnzimmer in Puppenstubengrösse. Bücher sind da in Gestellen, Karton und Papier. Die Verpackung einer Zahnpasta in Übergrösse oder ein Migrossack ebenfalls in Übergrösse. Sehr schön mit sinnigen Texten drauf: Alltägliches wird mit der Verfremdung: Grösse und Technik neu gesehen und erlebt.
     
28.08.2012  Annemarie Parekh hat den Kulturvermittlungspreis im Tanz erhalten. Wohlverdient bei ihrem riesigen Engagement.
Der Kulturpreis des Kantons geht an "die  Literarische Biel", die Gesellschat für die deutsch- und französischsprchige Literatur.
 
28.08.2012  Christian Grogg hat ein sinniges Kunst-am-Bau-Projekt entwickelt und umgesetzt: eine goldene Leitplanke (Autobahn) walk the line für die Um-und Neubauten im Jugendheim in Prêles. Gegenwarts- und Zukunftsvision bei Fehltritten. Im Kunstmuseum ausgestellt ist eine Fotoserie der Arbeit von Christian Grogg. Mitgewirkt in einem Buch dazu hat auch Alexander Jaquemet mit Fotos von dünnen, fast nicht mehr wahrnehmbaren Grenzlinien zwischen Himmel und Landschaft oben auf dem Chasseral: "äusserlich folgte ich einem Berggrat, innerlich eine goldenen Leitplanke". Sehenswert!
 
 

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26.08.2012  gestern Vernissage mit sehr vielen interessierten Gästen aus der ganzen Schweiz. Eine tolle Stimmung war da.
 
22.08.2012  Journal B, die Berner-Online-Zeitung startet im September. Redaktion und Vorstand haben sich vorgestellt. Sie setzen auf die Community, dass wir Mitglieder uns an Diskussionen beteiligen. Das kann lebendig und spannend werden.
 
22.08.2012  Hans Josephson ist 92-jährig gestorben. Ein eigenwilliger Bildhauer, den ich gerne ins Programm aufgenommen hätte. Als ich ihm begegnete war er aber für den Kunstkeller bereits in einer zu hohen Preislage. Seine Arbeiten kreisen immer unzeitgemäss um die Figur, den Körper und seine Verletzbarkeit, seine "Erlebniskruste" die sich im Körper während der Jahre bildet.
 
  21.08.2012  Robi (Indermaur) kommt erst gegen 12.00 mit seinen 3meterlangen Bildern. Wir beginnen sofort einen Ablauf zu finden, der sich auf der Höhe des Altiplano (zusammenfassender Titel der Ausstellung), der Hochebene mit unendlicher Weitsicht formiert. Was uns in den Bildern an Phantasie und Realität, an Gedanken und Ideen alles begegnet ist nicht so schnell ausgeschaut! Ich freue mich sehr auf die Ausstellungszeit, die mir die notwendige Zeit zur eingehenden Betrachtung bringt.

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17.08.2012  Murten classics:  steil sitzt das Orchester, steil die Zuhörer, eingezwängt in den Schlosshof. Wunderbar in der 5.Reihe habe ich den Über- und Einblick in das ganze Orchester, sehe und höre jeden Bläser, jeden Streicher, die Drummer und es hat von allen viele. Peter Tschaikowsky, Emil Mlynarski, Sergej Rachmaninow. Sehr schön. Langsam sinkt die Sonne unter den Horizont und der phantastische Violonist Piotr Plawner, der mit viel Leichtigkeit sein Instrument spielt, sieht jetzt sogar den Dirigenten. In der Pause der Blick auf den See!
 
 

13.08.2012  Gestern haben wir leuchtende und subtile Arbeiten von Hans Gerber im art-room gehängt. Spannend die Entwicklung in diesen letzten zehn Jahren verfolgen zu können. Wie mit Begeisterung, Durchhaltewille, Konzentriertheit und Offenheit immer wieder Neues entsteht.
Ein kurzer Besuch in der Aufbauarbeit von Haus am Gern oben in der Galerie DuflonRacz. Packend hier die winzigsten aller Tuschzeichnungen von Babara Meier-Cesta, Anlehnungen an die Bilder zum Thema Kain und Abel in den letzten Jahrhunderten. Faszinierend auch ihre Erzählung vom Reiskörner-Malen und dem Buch Rot ist meine Farbe von Orhan Pamuk. Ich habe mir das Buch bestellt.

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Sommerzeit  Jedes Jahr wird sie reicher an out-door-Ausstellungen und die Wahl - was sehe ich mir an,  wo verweile ich - schwieriger. In Kassel? bei den Märchen der Gebrüder Grimm vor zweihundert Jahren? An der Dokumenta beim Streichorchester von Pavel Haas, das dieser in Auschwitz komponiert hat. Zu hören an den still gelegten Geleisen, von wo die Deportationen wegfuhren. In Gent? wo Todaski Kawamata an der Grenze zum Einwanderungsviertel eine komplete, ausserordentlich "schöne" Favela - Armenviertel - aufgebaut hat. In Bern? bei Fotos und Video von Zarina Bhimji. Sie stellt uns vor ihren intensiven Bildern ohne detaillierte Erklärungen unseren Assoziationen aus unserem mitgebrachten Wissen gegenüber. In Chur im Fontana-Park? wo nur die wuchtigen Skulpturen con Hans Josephson schon daa sind und jetzt sehr subtile Eingriffe von elf KünstlerInnen den Park neu und eindrücklich gestalten. In Paris? die mit viel Kritik versehene Triennale selber betrachten und aus dem Gedränge der Kunstwerke zum  weniger wäre mehr zurückzufinden. Auf dem Paradeplatz in Zürich in einem der Coach-Sessel von Ai Weiwei Platz nehmen, die anlässlich der Art in City den Platz dekorieren und ans Verweilen erinnern. Oder im Landesmuseum in der vom spezialisierten Victor Albert Museum in London übernommenen Ausstellung Postmodernism, Style and Subversion 1970 - 1990 verweilen? In Bern im ZPK die Klee - Polke Ausstellung erleben. Nicht unbedingt eine révélation, eine Offenbarung, wie sich die französischen Künstler - von etwas begeistert - ausdrücken. Vielleicht aber auch braucht die Ausstellung mehr Vertiefung meinerseits.
 
08.07.2012  Sommer - Pause
 
 

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04.07.2012  Ich habe Elisabeth Nembrini wieder einmal getroffen. Sie hat 2004 im Kunstkeller mit Rostfarbe die Astronauten auf die Wände gezeichnet und mit Projektionen in den dunklen Galerieraum Weltall gezaubert. Soeben hat sie einen Werkbeitrag vom Kt. St.Gallen erhalten, der sie nach London bringen wird. Die direkte Malerei auf Wände hat sie weitgehend durch Hellraum projektionen abgelöst, wobei sie von mit weisser Dispersion bestrichenen und herausgekratzen Zeichnungen ausgeht.

 
03.07.2012  Klavierkonzert von Franz Liszt mit Irene Marek. Von ausserordentlicher Schönheit. Beschwingt, traurig, dann löst sich eine einzelne Melodie, trägt dich fort, klettert himmelwärts, um tief abzustürzen und wieder leise aufzuscheinen. Schlagworte, ja, das Vokabular dazu fehlt mir. Ich habe die Pianistin zum ersten Mal gehört. Offenbar feilt sie an einem erarbeiteten Stück noch zehn Jahre lang. Das muss man hören, denke ich.
 
27.06.2012  Heute habe ich von der Restauratorin das gesicherte Material des Videos zu Claude Yvels Arbeit und Buch peindre à l'huile comme les maìtres erhalten: sämtliche Aufnahmen, die gemacht wurden, so dass ein neues Video, andere Ausschnitte, zusammengeschnitten werden könnte. Viel Material. Beeindruckend, was alles möglich ist, mir ein fremdes Gebiet. Zwei Bänder werde ich Claude mitgeben. Das Basismaterial kann er leider nicht unter den Arm nehmen.
 
 

24.06.2012  Südsicht in der Klinikam Südhang in Kirchlindach. Da Biel diesen Sommer ein Ambulatorium eröffnet, sind nur Bielerkünstler eingeladen. Biel hat eine lebendige Kunstszene. Alice Henkes - wohnhaft in Biel - kuratiert sie. Gute Arbeit.

Pat Nosers Fliegen glänzen in Übergrösse überall zwischen den Arbeiten auf. Mingjun Luo erinnert mit einer frühen Arbeit an ihre chinesische Herkunft und ihre Kulturen verbindende Arbeit. Markus Furrer hat im  Eingangsbereich des Haupthauses einem Tragpfeiler einen gleichen, kleineren zweiten dazugegeben. Das Stützen und Anlehnen bis zum selber Stehen  - was die zentrale Aufgabe des Ortes ist - findet hier einen konzentrierten Ausdruck...

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  Aurélie Jossen erfreut mit kleinen Zeichnungem und einer Figur aus verdorrtem Brombeergestrüpp. Ruedi Schwyn mit seinen mit Technik ausgestattetem Innenleben zweier gezeichneter Figuren, habe ich nicht erkannt. Monsignore Dies mit einer recht aufwändigen Kellerinstallation. Berührt sie mich? Beatrice Gysin schätze ich vor allem als Zeichnerin. Ein verletzter Kaktus, der seine Wunden schliesst und mit Narben weiterwächst - eine Arbeit von Haus am Gern.

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Ise Schwartz mit ihren Pflanzen- und Tepetenmustern - immer wieder spannend, in Bewegung und neu.

 

 

 

 

 

 

 

     
 

23.06.2012  Diplomausstellung der HKB mit Gast im Pasqu'Art Biel. Sehr unterschiedliche Arbeiten. Neu für mich der Gast von Basel Matthias Huber mit seinen Sonnenpausen, vergänglicher Kunst, da die Farben ausbleichen. Aber auch seine Bildtafeln mit zeichenhafter Malerei sprechen mich an.
Mit dabei ist Martin Möll, der in seiner Masterzeit viel in der Kommunikation - was mache ich eigentlich: Spurensuche - profitiert hat.
Interessant auch immer Nino Baumgartner. Er hat sich in die Berge in eine Hütte zurückgezogen und dort grosse Kupfer-platten radiert, sie nachts auch vor die Fenster gehängt zur Bannung von Gefahren. Leider ist das Foto der Radierungen nicht brauchbar.

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  23.06.2012  Kurz bei Lekou Meyr und Aurélie Jossen: Januar-Ausstellung besprochen
   
22.06.2012  Tanz made in Bern 5  10 Choreografien von TänzerInnen. Konzept Cathy Marston.
Sehr unterschiedlich in der Qualität. Sehr witzig die "Hühner-Rapsodie". Mit wenig aber treffender Maske bezw. Kleidung hühnern und gackern die drei Tänzer so treffend auf der Bühne herum, mit einem präzisen Wollen, das zuzusehen nicht nur witzig , vielmehr auch schön war.
Alle sind sie laut, rhythmisch betont, als wären hin und wieder eine Weichheit oder eine Melodie verboten
 
  18.06.2012  Atelierbesuch bei Robert Indermaur im Graubünden. Herbstausstellung vom 25.August - 22.September 2012. Lebendig und reichhaltig wie eh und je. Hier ein Bild in Arbeit aussehen kann und ein Blick in den Garten:
 

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14.06.2012  Art 43  Vor zehn Jahren noch konnte man anhand der ausgestellten Werke die Herkunft der Galerien erraten. Heute stellt jede Galerie alles aus, wie jede grössere Stadt in ihren Museen dieselben Namen hat, oder sie hier an der Art ergänzt. Dem entsprechend begegne ich auch alten Lieben von Tokyo bis hoch in den Norden: Leiko Ikemura - ich schätze sie sehr als Malerin - oder Ulrich Rückriem. Alexander Calder, Ai WeiWei in einer New Yorker Galerie. Viel Bekanntes auch Neues ist da. Was mir fehlt ist der Engländer David Nash, auch Josef Balkenhol. unverwüstlich die Popartisten. Wenig strenge und kritische Realisten, kein trompe-l'oeil.
 

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14.06.2012  Art Unlimited. stille Arbeiten wie Starling Ruby aus Brüssel mit seiner grossflächigen aber leichten Malerei. Vermutlich ist das Ganze gesprayt, bringt aber doch tiefe und Differenziertheit mit. Oder Kimsooja: ein Video mit der Farbenpracht der Wolle, des Gewebten, der Kleider vor weiter verbrannter Erde (kein Bild). Von ihr haben wir in der Kunsthalle Bern unter Bernhard Fibicher das needle-woman gesehen: eine Frau, die mitten im Menschenstrom in vier Weltstädten still steht. Sehr verschieden wird da reagiert, ob Schanghai oder NewYork, ob Hongkong oder ... Imposant Morris mit all seinen Winkeln und Materialien. Walid Raad sucht in 96 verschiedenen Blau das Blau des Himmels über New York, der vor nine eleven doch dieses wunderschöne Blau hatte. Billig Rondinone mit seinen unzähligen Krähen.

 

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14.06.2012  Swiss Art Awards. Der kunstpreis der Nationale Suisse geht an Kathrin Affentranger. Eine schlichte aber sehr schöne Arbeit. Wie verschieden das immer gleiche Mass von immer neuen Positionen des Betrachters wirkt.
Julia Steiner ist wieder bei den Preisträgern. Nina Haab mit einer Arbeit zur Alzheimerkrankheit. Ein fast leerer Raum, ein elektrischer Ofen, ein kleines Stück Gobelin, eine winzige Hochzeitrfoto. Dazu das Gespräch der Betreuerin mit der Kranken, das von Schreien der Patientin unterbrochen wird, die schon wieder vergessen hat, dass nur die Fingernägel geschnitten werden müssen und wiederholtem ruhigem Erklären. Erschütternd. Das minimal visuell vorhandene erklärt das Gehörte.
Cecile Hummel ist da und Riikka Taurianiens Invisible City, Verwandtes in Körper- und Städtebau.

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14.06.2012  Art Basel, Solo show. Renée Magana hat einen sehr einfach und schön gestalteten Stand.
 

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13.06.2012  Buebe Gö Z'Tanz, Kummerbuben und BernBallett. Der Film zeigt die Erarbeitung eines gemeinsamen Auftritts. Ausserordentlich die Wege, die da gegangen werden: ehrlich, berührend.
 
  08.06.2012  Lieber noch zu Ka Moser bei Duflon-Racz. Seit Jahren ist sie mit ihren farbigen Quadraten unterwegs, die sie nach eigenen Systemen nebeneinandersetzt, z.T.in einer senkrechten Symmetrie, einer Axialsymmetrie oder um 90 Grad gedreht. Jetzt arbeitet sie mit dem Computer und findet zu flirrenden, ja fast dreidimensional wirkenden Formen, die in einander fliessen oder vielmehr strahlen und die sie druckt.

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08.06.2012  Kunsthalle, Josephine Pryde GB, Fotografien. Meerschweinchen zum Überdruss. Wozu die unendlich vielen Positionen des verängstigten Tiers? Um darauf hinzuweisen, dass Meerschweinchen keine Teddybären sind? Behandelt die Fotografin sie nicht selbst wie Teddybären? Ist das eine gute Geschichte, um dagegen zu wirken, was sie offenbar will?

Interessant sind die doppelbelichteten Porträts, ihre Unschärfe bringt viel seelische Not zum Ausdruck. Im Untergeschoss dann nicht-Definierbares, das scheinbar organisch wächst, wie auch der langsame Zerfall einer geleeartigen grünen Masse.

Sehr dünn an Substanz - wenigstens für mich.

 
08.06.2012  Hütten, Häuser und Paläste im GrandPalais. Peter Gysi sammelt Postkarten aus allen Gegenden und Zeiten.
150 000 und mehr sollen es sein. Diese ordnet und umordnet er nach Bedarf des jeweiligen Ausstellungskonzepts, das streng und konzeptuell ist. Hier im GrandPalais sind sie ausgelegt in Rasterfeldern auf niedriger Höhe. Paläste finden sich neben einzelnen Chalets. Ferien"paläste" neben Leuchttürmen. Ausnahmslos herrscht Sonnenschein, tiefblauer Himmel. Wiel Zeit haben.
 
  08.06.2012  Im Historischen Museum Restauration eines Cäsarenteppichs aus der Burgunderbeute. Auf der Rückseite sind die Farben gut erhalten. Vorne hat das Licht, haben die UV-Strahlen viel verändert Durch Oxydation sind behandelte, farbige Wollfäden und Silberfäden braun, grau und schwarz geworden, ärmlich also. Purpurn und golden waren die Kleider der Herrscher gewirkt. Heute werden nicht mehr neue Fäden eingezogen, da sich jede Farbe wieder verändert. Der ist-Zustand wird festgehalten. Die Rückseite - hier wurde auch gewirkt mit dem Muster auf Karton, der darunter lag - wird Teil um Teil fotografiert. Die Fotos werden zusammengesetzt, und so wird der ganze Teppich in seiner früheren Farbgkeit ersichtlich..

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07.06.2012  Im Progr haben sie die "angehenden" Künstler der HKB zu einer Ausstellung zusammen gefunden, kuratiert von Emilie Guenat. Titel: die Folgen von Venedig. Erklärungsnotstand. Ich sehe mir die Ausstellung an und stelle fest: alles hat hier Platz, 'je vermischter desto besser' scheint das Leitmotiv zu sein. Livio Baumgartner ist dabei, der eben im Kunstkeller seine spannende Arbeit mit dem Licht vorstellte. Von Christina Gähler ist ein gemaltes Bild da, das mit seine Doppelgesichtigkeit eine spannende Auseinandersetzung erahnen lässt - ich werde sie im Internet suchen. The truth from Today, ein Video, spannendes Titelbild läuft leider nicht.Sara Gassman überzeugt in ihrer verspielten Farbigkeit der erfundenen Objekte. Ein A4Blatt richtet sich mit spannenden Fragen an die liebe Kundin, den lieben Kunden leider ohne Hinweis wer da fragt, und wohin die Antworten zu deponieren wären. Das Ganze aber ein richtiges "Gnusch", das ganz natürlich gewachsen vom sagenhaften Estrich im Progr längst überholt wird. Die Türe steht einladend offen, mich freuts und ich trete ein: hier sammelt sich alles, aber auch wirklich alles, was in den Ateliers gerade nicht genutzt wird. Vielleicht, dass hier eines Tages etwas wieder gesucht wird. Ein oberer Boden zusätzlich bringt mich der imposanten Dachkonstruktion noch näher. Der Boden hier allerdings ist unsicher, aber da drüben tatsächlich noch ein oberster, vergessener, kleiner Raum! Eben erst habe ich mich mit Peter Aerschmann daran erinnert wie toll die Idee von Thomas Hostettler war dieses oberste Stockwerk mit Glas zu öffnen und abzuschliessen. Leider ist heute die Kamera wieder zu Hause geblieben.
 
07.06.2012  Wieder einmal in Thun. Das Kino-Rex-Gebäude ist weg. Wir sehen auf die Alpen. Am Maulbeerplatz steht oder vielmehr versinkt die Titanic und weist auf das Seespiel. Ich habe sie mir grösser vorgestellt, aber im Verhältnis zum Rondell stimmt die Arbeit. Nur das Plätschern des Stein-Brunnens wirkt deplaziert. Die Titanic näher gerückt, könnte der Naturstein wie ein Felsenriff wirken, das dem Schiff gefährlich wird. Gibt es da keinen Wasserhahn?
 
04.06.2012  Heute habe ich mich mit Agathe Jarczyk getroffen. Sie ist Restauratorin und Ausbildnerin an der HKB. Sie wird sämtliches Filmmaterial vom Video zur Arbeit von Claude Yvel (la peinture des maîtres), das bei den Dreharbeiten von Priska Schürmann entstanden ist, auf heutige Daten umsetzen.
 
03.06.2012  Aperitif in der Ausstellung im Kunstkeller mit dem Anlass 11.11h  11Minuten für Sie. Annette Barcelo vertraut auf eine intensive Betrachtung ihrer Bilder durch das Publikum. Livio Baumgartner weist auf die sich immer neu öffnenden Räume in den Arbeiten von Markus Furrer. Markus weist auf die unterschiedliche aber immer wieder Beschäftigung mit dem Licht und der daraus resultierenden Schönheit in den Arbeiten von Livio.
Eine sehr schöne Ausstellung, die abzubauen weh tut.
 
  31.05.2012  Zarina Bhimji, Fotografin, Filmemacherin und Installationskünstlerin im Kunstmuseum Bern. Ihr Thema Migration, Globalisierung, postkoloniale Geschichte. Sie verwebt eigene Erfahrungen(Vertreibung aus Uganda nach England) mit Spuren, die sie findet. Immer sind die Fotos mit einer leisen Unschärfe überzogen, was ihnen eine Poesie einhaucht, sucht die Fotografin doch ihre Sujets im Zerfallenden, rasch Verlassenen, noch sind Spuren und Zeichen von hier gelebtem Leben zu finden. Die Künstlerin selbst begegnet dem Publikum äusserst angenehm und bescheiden.
Die Filme werde ich mir noch ansehen.

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  29.05.2012  René Magaña wird von Günther Ketterer-Ertle Sellection zur Solo Show by Selected Galleries an der Art Basel eingeladen.
 

27.05.2012  Robi Indermaur. Nein für einen Atelierbesuch ist er noch nicht bereit. Er malt gerade zwei grosse Bilder, die er mir unbedingt zeigen möchte, aber sie sind noch nicht fertig. Er hat noch viele Ideen, die er bis zur Ausstellung im Kunstkeller im August umsetzen möchte.

Das Treffen mit Pat Noser und Kurt Caviezel in der Galerie ist spannend und positiv: Pat Noser sucht ihre Fotos von Autostaus in öffentlichen Webcams, den Verkehrüberwachungskameras der Madrider Polizei und malt diese zu brillanten Bildern. Wieder ein engagiertes Thema nach der grossen Ausstellung im PasquArt zu ihrem Projekt Tschernobyl.
Kurt Caviezel arbeitet seit zehn Jahren nur mit den Webcams, den Fotografien von den im öffentlichen und privaten Raum ins Netz gestellten Kameras, und hat Millionen Fotos heruntergeladen. Seine künstlerische Arbeit ist die Auswahl der Bilder, die er für eine Serie, eine wortlose Reportage, nutzt. Wir planen für den Spätherbst eine spannungsvolle Ausstellung mit gemalten Autostaus, malerisch umgesetzten Webcamfotos und Fotografien von leeren Strassen, einsamen Busstationen, ausgewählt unter Tausenden.

 

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  26.05.2012  Vortrag von PD Dr. Elham Manea, Uni ZH, Politologin. Anhand der Familienstrukturen, Religion, Familiengesetze zeigt sie die Rolle des arabischen Staats in der Diskriminierung der Frauen auf. Solange Staat und Religion nicht getrennt sind wird es für die Frauen kein Recht geben. An vielen kleinen Gesetzen zeigt sie die starke Verankerung der Minderwertigkeit der Frau auf. Ein Ansatz der die Thesen von Emanuel Todd - FREI! Der arabische Frühling und was er für die Welt bedeutet - nicht ausschliesst. Er weist auf, dass mit dem Alphabetismus auch die Demokratisierung, die Gewaltentrennung und damit das Recht für die Frauen kommt, was in Thunesien sehr weit fortgeschritten ist.
  26.05.2012  Au Joli Mois de Mai  ein täglicher Ausstellungswechsel in der Alten Krone in Biel. Seit 2005 von der Visarte Biel veranstaltet.
Heute: Willi Müller erfreut mit leuchtend farbigen Frankreicherlebnissen, gemalt mit grosszügigem Pinselstrich, Gouaches. Ebenfalls in der alten Voriré (Werkhof) spielt Markus Furrer mit einer grossen Sprechblase. Weit oben an einer Säule befestigt bewegen sich die Besucher unterhalb ihr und treten für den Betrachter unfreiwillig ins Rampenlicht.. Was sie zu sagen haben bleibt allerdings ungehört. In der Postgasse in Bern steht das Podest von Carlos Lischetti. Jeder und jede darf hinaufsteigen und dort laut sagen, was er denkt. Ob Carlos selbst die Gelegenheit zu wenig genutzt hat? In der Alten Krone hat Markus Furrer 25 Gedektäfelchen, eines für jeden Tag mit einer Trillerpfeife, in einer langen Reihe über zwei Wände, fixiert. Einzig das Datum ändert. Erinnern wir uns, was an diesen Tagen war? Abrufbar? Stimmt so nicht ganz schreibt mir der Künstler. Das in der Öffnung der Pfeife sichtbare Kügelchen wandert vom 1. bis zum 25.Bild von links nach rechts

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  Michèle Dillier überrascht mit dem Lichtermeer einer riesigen Stadt. Stimmt nicht. Es sind die Lichter einer elektronischen Anlage.
Micha Zweifel beeindruckt mit einem kleinen Video, das an Platos Frage erinnert: - was ist denn nun die Realität,was wir kennen oder was wir neu sehen?. Was ist das? Wolken. Was ist das? Sooo schön. - Zwei Gesichter, eines mit Maske, lebendige Augen aufwärts gerichtet. Das nahe Umfeld ist mit einigen Objekten glücklich gestaltet. - Was ist das? Sooo wunderbar.

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25.05.2012  Das Bankgebäude der Ernst & Young geht an die Bank von Tobel weiter. Dazwischen werden die Räumlichkeiten und der Tresorraum von Künstlern bespielt shine on you crazy diamond. Den erfolgreichen 80er Jahren setzen die Künstler das Douwn der Zwischenzeit bis heute gegenüber. Glänzende Fassaden brechen zusammen, werden aufgekratzt. Zwar glänzen die Scherben des zerbrochenen Glastischs von Gisèle Schindler wie Edelsteine, im gleichen Augenblick wird uns aber im Eingangsbereich der kostbare Parkettboden unter den Füssen weggezogen, aufgerissen. Noch erzählen Livio Baumgartners Spiegelfotografien von strahlendem Glanz und Cat Tuong Nguyen von Diamanten- und Dollarstaub. Willi Webers Chromstahlarbeiten mit Glanz und Lichteffekten haben sich in den Banken immer gut situiert.
Im 3.Sousol im Tresorraum ist nichts mehr wie es war. Beni Bischoff hat die Wände verschrieben, Notizen angeheftet, Fragezeichen gesetzt.
Immer wieder finden junge Künstler Räume, um Fragen zu stellen, auf Entwicklungen aufmerksam zu machen, Herausforderungen anzunehmen..

 

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Hier vernehme ich, dass die grafische Sammlung der ETH im August 2013 eine Ausstellung mit Peter Bräuninger plant. Und endlich entsteht dabe auch ein Buch oder ein fundierter Katalog.
 
 

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27.05.2012  Zürche Galerien: Mai 36 zeigt Fotografien von Robert Mapplethorpe. Der Künstler spielt auch mit den Schatten der Jalousien, die sich über den Körper legen und erinnert mich an Rodschenko, der intensiv mit den Schatten gearbeitet hat.

San Keller im Helmhaus überspringe ich und wechsle ins Gebiet Aussersihl. Die Galerie Havanna, B.Liaskowski hat sich auf kubanische Malerei spezialisiert. Ich kann ihre Privatsammlung besuchen. Beeindruckend ist auch die architektonische Raumgliederung, die speziell für die Sammlung erstellt wurde. Das Eisengitter am Fenster hat Ivan Capote entwickelt - ob er je Markus Rätz begegnet ist? Eine Reihe von Krümmungen in den senkrechten Stäben gibt hintereinander ein bewegtes Profil.

In der Kunsthalle, zur Zeit im Museum Bärengasse Olivier Mosset. Ein seltsames aber nicht unmögliches Spiel zwischen der gutbürgerlichen, architektonischen Innengestaltung mit den Fayence-Kachelöfen und den monochromen Kreisen, Rechtecken und Achtecken, sowie dem echten und den fotografierten Motorfahrzeugen. Mit seinen schwarzen Kreisringen wurde Mosset bekannt. Immer nimmt er den persönlichen Pinselstrich zurück, anonymisiert seine Arbeit, weist auf die Möglichkeiten des Kreises hin.(* in Bern, lebt heute in Tucson, Arizona)

 

Galerie Marlene Frey ist am Abbauen der Ausstellung mit Nanne Meyer. Die Künstlerin schneidet ganz schmal die Grenzen der Länder aus, was viel Leichtigkeit bringt. Manchmal versetzt sie die Grenzen auch. Das Gespräch unter uns Galeristinnen führt uns auf die Fremdenfeindlichkeit, die bei uns vor allem gegenüber dem grossen Kanton vorhanden ist. In Deutschland werden Kollegen die in der Schweiz arbeiten gefragt, wie lange sie es denn da noch aushielten! Dabei ist belegt, dass die Fachkräfte uns nichts weggenommen haben. Ja, unsere Wirtschaft ist sogar auf sie angewiesen. Unglaublich die Hetzerei.

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  Brigitte Weiss ist am Aufbauen einer nächsten Ausstellung. Gleich um die Ecke waren die Galerien von Elisabeth Kaufmann und Esther Hufschmid. Beide sind sie gestorben, wie vor kuzem auch Silvia Steiner. Das macht uns nachdenklich. Wie lange arbeiten wir noch?  
 
  25.05.2012  Zürich - endlich. im Kunsthaus Adrian Zingg (1734-1816), Schweizer und Wegbereiter der Romantik. Er lebte in Paris, hatte dann einen Lehrauftrag in Dresden, das er vom siebenjährigen Krieg noch ganz zerstört antraf. In Zeichnungen und Radierungen hält er vor allem die Landschaft des Elbsandsteingebirges. Er zeichnet mit der Feder und laviert mit Sepiabraun. In der Sepiatechnik hat er eine grosse Farbdifferenzierung erreicht. Woran sich später auch Caspar David Friedrich orientiert. Unglaublich die Kleingliedrigkeit  seiner Arbeiten: Blattwerk, Pflanzen, Steine. Auch wenn die Repetition der oft gleichen Blattform wie eine flächendeckende Struktur wirkt, ist diese Arbeit heute nicht mehr denkbar. Wir suchen Vereinfachung, Grosszügigkeit, Andeutungen, lassen dem Betrachter oft mehr offen, als diesem lieb ist.

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  Dann führt mich ein Rundgang zu der klassischen Moderne, vorbei an allen berühmten Namen, um bei A.R.Penck mit seinen schwarzen Strichfiguren zu verweilen. So einfach, aber alles ist da. Gleich nebenan Cy Twombly mit seiner ausgesprochen elementaren Objekten in weiss und Bildern. Leider hat das Kunsthaus von seinen Arbeiten keine Karten.

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19.05.2012 ART CONTAINER, 14 Container, 14 Künstler - was ist mir geblieben? Bastian und Isabelle haben ihren Container weiss ausgeschlagen und mit ihren Figuren bezeichnet. Nach 18.00 sollen die Kinder die Formen ausmalen dürfen. Neben mir steht K und meint, warum denn fertige Formen? die kinder können es selber viel besser.Franziska Megert weist auf die Schönheit des rostenden Eisens. Urs Twellmann stapelt unzählige weissbemalte, hölzerne Stühle, vom Tabouret zum Kinderhochsitz, die er offenbar sammelt. Dazu ein witziges Video: sich drehende Stühle, auch auf dem Kopf, fliegen von unsichtbarer Kraft gesteuert, auseinander.
  Die Laterna Magica von Andrea Good mit ihren Bildern vom Ortbühl funktionniert leider nicht, da die Dunkelheit der Kammer immer wieder durch eintretende Besucher gestört wird. Christian Megert verspiegelt die Wände, was eine unendliche Spiegelung in die Tiefe gibt. Mit Arbeiten dieser Art wurde der Künstler in den 60er Jahren bekannt. Paul Widmer setzt im Innenraum künstlich Wind, Feuer und Erde in Bewegung. Carlo Borer nutzt zwei Container um die Sprengkraft seiner aufgepumpten Objekte wirksam zu gestalten.Mich Hodler amusiert mit seinen Hundegeschichten. Dabei sind die linear gezeichneten Hunde umwerfend in ihrer Beweglichkeit. Er selber mit seinen Hundeohren und seinem Gekläff lässt Fragen offen.

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  Iwan Luginbühl ist da mit bewegten Eisenskulpturen. Gerhard Lischka: Video und Videoclips rufen in ihrem Gehalt nach einem Extrabesuch mit mehr Zeit. Michael Streun: wohltuend ein politisches Engagement unter all den Ausstellenden: für die Arbeitsverhältnisse in China. Die Einzelporträts allerdings unterstützen die Idee kaum. Sie wirken zu belanglos. Niklaus Wenger hat den Container schräg gestellt.Über eine Stufe treten wirein und sehen auf ein fragiles Glasgebilde, das aus unzähligen ineinnder gestellten Einzelteilen aufgebaut ist.Auf das Glas aufgemalte Holzstrukturen verlieren sich in der Tiefe des Containers und des sich überlagernden Glas. Ein Hommage auch an all die Transportcontainer, die geheimnisvoll an uns vorbeifahren, und deren Inhalt wir nie erfahren.

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  Als Gesamtes eine sehr schöne Idee von der Gemeinde, die sehr viel Einsatz von sehr vielen forderte. Schön und lebendig gestaltet auch der Katalog! Merci.
 

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19.05.2012  Von Hattingen hat Jinmo Kangs Hirsch den Weg an den Wohlensee gefunden. Geschützt durch den Spiegel seines Materials - Spiegelglas - steht er auf dem Balkon und wittert die neue Umgebung. Aber noch ist seine Reise nicht zu Ende. Sie führt ihn nach Luzern, wo ihn ein gewaltiges Geweih, eine Trophäe des glücklichen Jägers und künftigen Besitzers erwartet.

 

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16.05.2012  Atelierbesuch bei Renée Magana. Renée ist ganz auf ihr ursprüngliches Bedürfnis schwarz/weiss zu malen zurückgekehrt - und wird malerischer, gelöster vom Objekt. Immer weniger steht das Objekt im Vordergrund. Bestimmte Körperbewegungen werden Auslöser für ihre sinnliche Wahrnehmung, die sie zu fassen versucht und uns weitergibt.
Atelierwechsel, da der Progr immer teurer wird, auch lockt sie ein neues Projekt verwandt dem Palazzo-Wyler, bei dem viele Künstler nebeneinander arbeiten, was ein anregendes Klima gibt.

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16.05.2012  Willi Müller in der art-étage leider verpasst
 
  16.05.2012  Aeschlimann-Corti-Stipendium im Pasqu'Art Biel. Meine Favoriten sind andere als jene der Jury ausser Nino Baumgartner mit seiner Videoarbeit. Olivia Notaro gibt mir trotz malerischem Können zu wenig Substanz. Eine reiche Wand mit schwarz/weissen Fotos von Martin Möll, eine witzige Arbeit mit Kugelschreiber-Firmengeschenken von - leider habe ich den Namen vergessen. Manuel Burgener immer wieder überraschend

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12.05.2012  VidmArRT Tag der offenen Ateliers. Wenig interessiert mich wirklich. Johanna Huguenin und Katrin Racz. Sie überrascht immer wieder mit ihrem Engagement. Diesmal macht sie ein Foundraising für Farbstifte, die sie nach Afrika schickt. Dazu hat sie Kartonteller bemalt. Mit ihrer farbigen art-brut-artigen Malerei öffnet sie die Lust am Sehen. 
 
 

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11.05.2012  Kris Martin (*1972 Belgien) im Kunsthaus Aarau. K.M. sucht in seinen Arbeiten nach einer fundamentalen Wahrheit unserer Existenz. Er beschäftigt sich in seinen Zeichnungen, Fotos, Objekten und installativen Arbeiten, in wort und Musik mit der endlichkeit und der unendlichkeit - mit der ablaufenden Zeit. in seinen Arbeitsprozess integriert er Symbole, Religion, Angst und Spiritualität. er arbeitet gerne mit Objekten, mit Funden, die schon eine Vergangenheit haben, etwa wie den wunderschönen, braun-roten Steinen, ja Felsabbrüchen, die einen ganzen Saal beleben. Winzig klein oben drauf ein Papierkreuzlein, was die Steindimension noch vergrössert. Woher stammen die Steine - wüsste ich gerne und ist leider niergends zu lesen.

Oder da sind alte Hotelboards, auf die die Fotos der Hotelgäste gepinnt werden, und die nach deren Abreise weggeworfen werden - vorüber - vergessen. In der Mitte der Ausstellung die grosse Glocke, die im abgeschlossenen, stillen Raum nicht klingt, aber kraftvoll schweingt. Hier die Gegossene tonnenschwere Kugel 1000Jahre. Sie ist trotz ihres Materials endlich, sie soll in 1000 Jahren explodieren, so ist ihr Innenleben präpariert. Damit setzt sich Kris Martin gegen das Bestreben Kunst für die "Ewigkeit" zu machen.
Eine Ausstellung von Madeleine Schuppli - ehemals Kunstmuseum Thun, die ich hier wieder einmal getroffen habe.

11.05.2012   Kunsthaus Aarau: Lichtsensibel. Fotokunst aus der Sammlung. Hauptthemen sind der Körper und der öffentliche Raum. Claudio Moser mit seine nahen und weiten Horizonten ist da, Andreas Tschersich, die Beine, die im Raum wie Säulen wirken, von Balthasar Burkhard, Teresa Hubbard / Alexander Birchler mit ihren Innenräumen, sensibel Hannah Villiger und ausserordentlich Bianca Dugaro: Auf feinstem grauem Leerraum entziffern wir neben unserer eigenen, feinen Spiegelung eine Gestalt, die still dasteht und im Bild bleibt.
Leere Wände als Erholungsphasen - sehr schön und wohltuend. Thomas Schmutz ist Kurator der Ausstellung. Er hat bei der Skulptur'02 in Muri noch als Student die Ausstellung des Vereins Berner Galerien kommentiert.

 
  11.05.2012  Aarau. Niklaus Wenger ist für Caravan, die Ausstellungsreihe für junge Kunst im Kunstmuseum Aarau eingeladen. Er wählt sich in der Sammlung den Raum der Konkreten. Hier entwickelt er mit in the wood einen ergänzenden Gegenpool. N.W. setzt den strengen, farbintensiven Bildern des Raums (Max Bill, Itten, Verena Löwensberger) eine fast malerisch aufgelöste, tonale Arbeit in strengem Rahmen entgegen. So in den Strukturen der in sich gleich hohen Betonsäulen, die er als Verschalung gegossen hat, und die wie Wald - Baumstämme - wirken. Auch in den Verbindungen der L-förmigen Kubenfragmente. Das Ensemble spielt auch mit dem Innen- und Aussenraum, die Gliederung mit dem DIN-Format. So finden sich Geometrie und Stereometrie mit 'organischen Unregelmässigkeiten' zusammen. Eine gute Arbeit. Bis 12.08.2012

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11.05.2012  Kantonsspital Aarau: Schmerzgrenzen, Kunst und Spiatal im Dialog. Eine spannende Auseinandersetzung mit Arbeiten von Claudio Moser, Max Matter, Pascal Danz, Christa Hostettler, sara Rohner.
Ganz einzigartig aber die Serie Bilder von Gloria Friedmann, die den Auftrag für Kunst am Bau hatte. Leider finde ich keine Aufnahme der Arbeit, die in einem grossen Bilderrahmen aufgebrochene Erde zeigt und uns von der Örtlichkeit her auf unser Leben und Sterben selbst zurückwirft - wortlos ganz einfach und doch nicht aufdringlich. Aus der gleichen Erde kommt ja auch das nächste Wachstum.
 
11.05.2012  Jurierung in Münsingen für Wege zur Kunst im November. Sehr rasches Prozedere, da unter uns Juroren eine sehr grosse Übereinstimmung herrschte.
 
10.05.2012  Progr, Stadtgalerie und Museumsraum mit Kotscha Reist-Bildern. Interessant das Gespräch um Meret Oppenheim mit Anna Huber, Kathleen Bühler und Beate Engel. Das Werden einer Ausstellung im Oktober.
 

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09.05.2012  im Kornhaus Alexander Jaquemets Installation Rabenland.
Beeindruckende Stimmungen in der Natur des Seelands - menschenleer - einsam und doch voller Leben: Wind, Nebel, Dämmerung, Nacht und die Raben. Präzises und sich Auflösendes. Der jeden Laut erstickende Nebel. Kaum mehr Wahrnehmbares in der sternenlosen Nacht.
 
06.05.2012  HV des Schweiz. Galerienverbandes im FreeArt Fribourg. Kollegen-Treffen ist manchmal recht spannend. Ich werde nicht teilnehmen können. Das Büro meldet  Dringlichkeiten an.
 
06.05.2012  Benefiz-Theaterabend vom Zonta-Club Bern Ursa: Singtonic mit "gut gestrickt ist halb gesungen". Damit mich vier singende Männer auf der Bühne begeistern können, braucht es recht viel. Das ist ihnen mit ihrer Komik aber gelungen. Im Programm der La Cappella in Bern..
 
 

05.05.2012  Vernissage Annette Barcelo und Markus Furrer im Kunstkeller Bern. Gut besucht trotz Äschlimann-Corti-Stipendien-Anlass. Die Kombination der beiden Künstler, das in der Ausstellung sehr geglückt ist wird vom Publikum mit genial oder auch unverständlich taxiert,
Auch Livio Baumgartner im art-room stösst auf reges Interesse

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04.05.2012  Biel: Lekou Meyr - was malt er? wieder mehr Farbe. Aurélie Jossen hat in ihren Objekten immer eine einnehmende Leichtigkeit und Verspieltheit.
 
03.05.2010  Ballet National de Marseille tanzt Zeitgenössisches, das doch schon wieder den Hauch von klassisch mitbringt, im Stadttheater und für einmal stimmt hier der ganze Rahmen. Überraschende, optische Effekte lassen staunen auch die Kombination von Spitzentanz und Akrobatik.
 

02.05.2010  Gespräch um Sponsoring der Holcinausstellung durch Holcin im Kunstmuseum Bern: "Ich weiss, was gute Kunst ist", Matthias Frehner. Und er hat die Fotos vom Holcinkonzern ausgewählt! Das Gespräch sollte aber nicht um die "gute Kunst", ein Statement, das übrigens spätestens mit den Impressionisten, die die zeitgenössischen Kunstgeschichtler nicht als "gute Kunst"  erkannten, anrüchig ist, sondern um die Frage: wo sind die Grenzen für die Akzeptanz eines Sponsorings, was darf der Sponsor als Gegenleistung erwarten, gehen sollte.
Die Diskussionsleiterin ergriff spätestens vom dritten Satz an klar Position, was danit meines Erachtens eine Fehlbesetzung war. Die Diskussion lief aus dem Ruder, nur die WOZSchreiberin Edith Krebs blieb bis am Schluss ganz klar bei der Sache und nicht bei Qualitätsfragen der Fotografien.
All die Hinweise auf die Arbeitsverhältnisse des weltweit tätigen Konzerns hätten eine andere Basis für die zu 40% gesponserte Ausstellung verlangt. Ansehen, was da ist, diskutieren, was möglich ist, was einem Sponsor und Mäzen, die es unbedingt braucht, als Gegenleistung erbracht werden kann, weil er ja offenbar auch andere Ausstellungen sponsert. Welche? Das Publikum hätte mit grossem Interesse und Verständnis an den Darlegungen teilgenommen.

 
01.05.2010  Tod eines Handlungsreisenden von Arthur Miller im Theater-Effingerstrasse, eine unerwartete Einladung. Das Stück beklemmend und aufrührend. Heute hoch aktuell mit all den Stellen, die verloren gehen. Wie viele Menschen, Familien, Schicksale sind da betroffen. Ausserordentlich gespielt mit Gilles Tschudi in der Hauptrolle. Er erinnert mich an den Domptuer den ich bei einem Besuch im Cirque d'Hiver mit meiner damals kleinen Tochter, in der kleinen dazu gehörenden Bar getroffen habe. Kein Alkohol, konzentriert abwesend, als wäre er jede Minute bei seinen wilden, gefährlichen Tigern. Und nur so lassen sie solch grandiose Arbeit mit sich geschehen, und nur so kann ein Schauspieler total in seine langsam aber sicher verzweifelnde Rolle schlüpfen. Grandios.
 
29.04.2010  Un cuento Chino. Sehr stimmungsvoll gut gezeichnet: Das alles hat doch keinen Sinn des argentinischen Eisenwarenhändlers steht dem alles hat einen Sinn des Chinesen, der seine Verlobte verloren hat und nach seinem Onkel sucht, ohne die Sprache zu kennen, gegenüber.
 

28.04.2010  Robert Frank im Gespräch mit Michael von Graffenried im Kornhaus. Sehr gut gelungen. MvG führt gschpürig durch das ganze Leben von Robert Frank, der sehr offen und klar auf seine Fragen auch mit Bonmots antwortet. Ja, wenn einer mit 84 Fotos (eine Auswahl von mehreren tausend) the Americans nicht fassen kann, dann schafft er es nie.
Ich bin gespannt auf seinen frühen Film mit den Rolling Stones, der nach fünf Monaten Begleitung von Robert Frank entstanden ist, und den diese nicht freigaben. Jetzt ist er im Kunstmuseum zu sehen (4-mal im Jahr darf ihn Robert Frank zeigen). Und wir sind eher enttäuscht, verwöhnt von den heutigen Möglichkeiten. Viele Repetitionen zeigen allerdings das eintönige Leben solcher Bands auf Tournéen klar auf.

 
27.04.2012  ArtStadtBern - Künstler gestalten verborgene Räume in Berns Altstadt. Und der Weg führt wirklich in tiefe Keller und die schmalen Treppen hinauf in Dachkammern im fünften Stockwerk. Von subtilen Versuchen von Anna Comiotto zu Blicken in die wunderschönen Wirrnisse von Kleinstdächern in den Zwischenräumen von Vorder- und Hinterhaus. Ein Video von Gartentor, das verborgene Teile des Bernermünsters aufzeigt, ist zu entdecken oder eine einfache, aber schöne Arbeit von Peter Gysi.
 
26.04.2012  Einrichten der Ausstellung Annette Barcelo und Markus Furrer. Spannend die Suche nach einem Zwiegespräch der beim ersten Aanblick sehr verschiedenen Ausdrucksweisen. Aber das Hinterfühlen des Alltags von Annette, der auch immer wieder mit dem Gedanken an den Tod gefüllt ist, und das Hinterdenken einfachster Dinge von Markus, der gerne in den Dingen ihr Gegenteil aufscheinen lässt, sind trotz allem im Gehalt einander sehr nah. Wir finden eine glückliche Lösung. Ich freue mich  die Ausstellung präsentieren zu dürfen. Vorerst aber noch der praktische Teil.
 

24.04.2012 
Gespräch Gabriel Flückiger - Pat Noser im Atelier von Pat in Biel leider verpasst - zu viel läuft. Sie wird aber im Herbst mit ihren neuen Arbeiten im Kunstkeller Bern sein.
 

19.04.2012
  klein aber fein die Ausstellung von Fotos von Robert Frank im Robert Walser-Zentrum. Gerne sehe ich immer wieder die kleinen Porträtaufnahmen von Walser. jetzt sind sie nur Vorspann für die von Robert Frank selbst ausgewählten Fotos, die Bezug auf das Werk von Walser nehmen. Hier all die Möglichkeiten des Sehens und Gesehen-Werden da bei Walser das immer wieder Reflektieren. Die Sicht in und aus oder vor den Schaufenstern, der Spiegel der Hochhäuser von NewYork in den Regenpfütze: weit hinunter ragen sie. Ein Bild Madonna mit Kind, darunter ein Halbakt, weiter oben daneben eine mütterliche Frau darunter eine Gestalt verdeckt vom Ärmel und Haar. Robert Frank hat sich ein Leben lang mit Walser auseinander gesetzt. und Walser: "Von weitem guckt dasjenige sanft und diskret in die Nähe herüber, das man gerne nahe haben möchte, das fremde und doch wieder vertraute Ferne.
 

17.04.2012 nochmals Scean Scully im Museum. Je älter der Künstler wird je meditativer erscheint mir sein Werk. Wo früher unruhige Zonen den Fluss des Bildes störten reiht sich jetz sanft Farbe neben Farbe.
Hermann Hess:. farbige Aquarelle, Gouaches mit Grafit. Gehört was ein Schriftsteller in der Freizeit malt auch schon ins Museum? Er hätte vielleicht nicht Freude daran.
und die Holcinfotos als kostbare Werbung, Realitäten verdeckend? Ich bin gepannt auf die Podiumsdiskussion im Mai, die nach wiederholter Demonstration jetzt doch stattfinden wird.

 
15.04.2012  gleich noch ein zweiter sehenswerter Film: Soldat und Tänzerin Jim Xing. Mit 18 Jahren der beste Tänzer ganz Chinas, wo er durch die militärschule ging, die sein Talent förderte. In Amerika beschliesst er seinem lebenslänglichen, eigenen Gefühl eine Frau zu sein nachzugeben und eine Geschlechterumwandlung zu realisieren. Die Frau tanzt - unfassbar! Sie besucht Schulen, tanzt vor gibt Hinweise und "vom grossen Talent sind 90Prozent üben, üben" - sagt sie. Heute ist sie Symbol eines modernen China.
 

15.04.2012  Josephine Baker im Kino Kunstmuseum. Den Film musste ich sehen, hatte ich doch mindestens zwei Bilder von Claude Yvel in Ausstellungen im Kunstkeller.

Beeindruckend wie diese schwarze Frau ihren Weg geht. New York ist zu prüd, sie geht nach Paris, wo sie mit offenen Armen empfangen wird. Sie darf auch als Schwarze zum Haupteingang ins Theater. 1931 anlässlich der Ausstellung zum Kolonialismus singt sie zum ersten Mal und entspricht mit ihrem Auftritt in ihrem dekorierten "Käfig" den Vorstellungen der Franzosen, die präsentierten, was sie Gutes getan hatten. Je länger Josephine Baker auftritt, desto mehr wird sie zu einem Idol, vertritt sie die Welt der Schwarzen, ein soziales und globales Engagement in einer bewundernswert unabhängigen Form.

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Während des Krieges unterstützt sie die Resistence. Beginnt danach ihren Traum vom friedlichen Dorf mit Menschen aller Nationalitäten und Rassen zu realisieren. Sie adoptiert zwölf Kinder. 1963 organisiert sie eine Grossdemonstration in Washington. ein schwarzer Junge hatte einer weissen Dame nachgepfiffen und wurde dafür ermordet. Die beiden weissen Mörder wurden freigesprochen. Josephine Baker ist entsetzt und setzt sich ein.

Ein beeindruckender Film. Er ist am 28.4.2012 nochmals im Kino Kunstmuseum zu sehen um16.30h.

 
26.-?.2012  Ich bin am Widmungen für die 40-Jahre KunstkellerBern-Bücher ich über dich, du über mich schreiben und versuche bei jedem Empfänger einen ihm entsprechenden Bezug herzustellen.
 
26.03.2012  Ein Novum: Bilderlieferung per Cabriolet und Schiff. Nicht ein Pius Wäger-Schiff aus Mahagonyholz von kontrolliertem Abbau, eines der 27 Boote oder Jachten aufbauend auf 60er Jahr-Modellen, aber mit jeder gewünschten modernen Schikane, wie sie in Luzern gebaut werden. Aber mit einem finnischen Modell, das auch hochseetüchtig ist. Ein tolles Gefühl und eine wundervolle Stimmung auf dem See mit all den noch schneebedeckten Bergen.
Dann ein Wiedersehen mit vielen Bildern von Künstlern aus dem Kunstkeller-Programm, die meisten auch da erworben. Claude Yvel, France Gouge, Elisabeth Buffoli, Sarah Fuhrimann, Martin Ziegelmüller...
 

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  21.03.2012  Wieder in Solothurn beim Drucker. Drucker und Grafikerin entwickeln sich zu einem Topteam, mit dem bestens zusammenzuarbeiten ist, sind sie an ihrer Arbeit interessiert. Die Unterlagen für die nächste Ausstellung werden gedruckt.

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          Annette Barcelo
          Markus Furrer

 

 
19.03.2012  Auf der Rückfahrt in Vinelz in der Ausstellung Martin Ziegelmüller hineingeschaut. Die erste grössere Ausstellung nach der Museumsausstellung in Bern. Wird der Pinsel freier geführt? Die Wolken türmen sich zu barocken Gebilden. Die Putten allerdings fehlen. Sind die Wolkenwände doch oft bedrohlich. Sehr schön rhytmisiertes Mädesüess.
 
19.03.2012  Atelierbesuch bei Pat Noser. Endlich!¨Seit der grossen Ausstellung im PasquArt, die dem Projekt Tschernobil gewidmet war, habe ich nichts mehr gesehen. Offenbar hatte Pat auch Mühe wieder den Weg in die Normalität zu finden. jetzt ist sie aber wieder da - mit grossstädtischen Autostaus in Regen und Nacht - Webcams, die sie malt. Dazu blühende Blumenrabatten am Rande der Strasse oder auch als Insel mitten im Verkehrschaos. Eine spannungsvolle Gegenüberstellung.

 

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16.03.2012  Zehnte Museumsnacht. unterwegs mit Yvonne, zu Besuch bei der HKB. Anders als während des Jahres, wenn hochgestochene Einladungen mich eher ausladen, geben die Museumsnächte breit angelegte, spannende Einblicke in die Ausbildung zu den verschiedensten Künsten.
Begleitet von historischen Pianos singen Studenten Opernarien. Zu oft noch werden die Töne für mein Empfinden gedrückt, aber eine tolle Möglichkeit vor Publikum zu proben.
Die Forschung in den Künsten wird vorgestellt. So verfolgt Isabelle Krieg ein Projekt Brot, das in der letzten Phase von Innen her leuchtet.
Am setlichen Eingang empfängt uns eine Performance zum Thema Wolken, die die Besucher mit einer grossen Decke ein- und überhüllen. Oben in der zweiten Etage dann Einzelperformances in den vielen Übungsräumen. Die Wolken kleben und turnen mit und ohne Gedichte oder Musik an und über den Instrumenten.

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Die Konservierung und Restaurierung gibt Einblicke in die UV-Strahlendiagnostik von Gemälden. Sie gibt Hinweise auf Übermalungen und verwendete Materialien. Diese wiederum sind fein säuberlich beschriftet auf kleinen Schalen ausgebreitet. Hier fühle ich mich sofort auch ins Atelier von Claude Yvel versetzt, der mit der Technik des 17.Jahrhunderts arbeitet und viel von diesem Wissen in seinen Bildern verwendet, bereitet er doch die Leinwände selber zu und reibt auch die Farben alle, die er verwendet, selber an.
Später hören wir neben der wundervollen musikbibliothek einem Flätenkonzert zu: Renaissance-Blockflöten. Schade, dass die einzelnen instrumente nicht kurz vorgestellt werden. Zu eng an ihr Programm gebunden wird das Interesse des gegenwärtigen Publikums vergessen, das - unterwegs - auch Wissen mitnehmen möchte. Wo und wann wurde die seltsame Patzoldflöte, die gluckst, stöhnt und pfeift, wie ein Regenwald voller Geräusche, eingesetzt?

Ähnlich kommen wir vor dem Münster vor geschlossene Türen. Die, wenn auch kurzen Konzerte, sollen nicht gestört werden. Schade. Ich erinnere mich als das Münster vor einigen Jahren Gast war: Variantenreiche Orgelmusik bis zur Verjazzung. Matratzen im Kirchenschiff, um beim Zuhören in das Gewölbe der Kathedrale zu schauen. Vorne in der Apsis fangen Kinder die silbern glänzenden Papierstreifen auf, die von weit oben herunterschweben. Ja, das war vielleicht Jahrmarkt, aber mit hintergründigen Aspekten. Unzählige Menschen waren da, und haben eine starke Erinnerung mitgenommen. Ich habe noch heute drei solcher Silberstreifen in meinem Mantelsack. Der Steinmatz am südlichen Eingang hat uns dann mit seinem Wissen und seinen Geschichten für die Enttäuschung ein wenig entschädigt.
Im Casino machen wir Pause und sehen auf die belebte Kirchenfeldbrücke.
In der Kunsthalle sind wir nur durchgegangen The Old, the New, the Different. Die Ausstellung gibt auch bei einem zweiten Besuch nicht viel her. Das Grand-Palais gleich nebenan im ehemaligen Bahnhöfli hat ebenfalls geöffnet. Videos von Pfeifer(ZH) sind im winzigen Raum sehr geschickt integriert und im Timing auf einander abgestimmt. Chantal,die Leiterin ist den ganzen Abend ansprechbar.
Mit dem Tram zur Heilig-Geist-Kirche - die Aare-Schnuppen sehen wir uns später einmal an. Yvonne weiss, dass die Kirche einmal umgedreht wurde d.h. der Haupteingang wurde auf dei andere Seite verlegt zur Zeit als der Christoffelturm weggeräumt wurde. Das werde ich mir noch im Internet heraussuchen.
Über den Bundesplatz gehen wir stadtabwärts. Bei der CS sehen wir uns das Video an, das soeben den ersten Förderpreis, den die CS mit dem KunstmuseumBern vergibt, erhalten hat. Ich kann damit wenig anfangen, auch nicht mit dem Begleitschreiben, das meines Erachtens viel hinein interpretiert, das nicht selbsttragend aus dem Video spricht. Was für mich immer noch entscheidend ist, ob ein Kunstwerk genug Kraft besitzt, um bei genauem Hinsehen lesbar zu sein, eine Botschaft zu vermitteln. Nicht von ungefähr lacht das junge Publikum bei der Schlusszene, dem Weggang in den Kosmos, auf. Er ist nicht gelöst.
Beim beleuchteten Hotel Bellevue Palace vorbei. Die Burgerbibliothek mit ihren ausserordentlichen Schätzen habe ich früher schon besucht. Auch den unterirdischen Fluchtweg durch die Schutzanlage unter dem Casino durch zum Aarhang. bin ich gegangen.
Erleuchtet das Einsteinhaus und abwärtsgehts in die untere Altstadt, von wo wir nach Mitternacht heimfahren.

 
14.03.2012  Stadt, Kanton und die Stiftung Hausammann haben Gelder für die Arbeitsbücher 40 Jahre KunstkellerBern gesprochen. Das freut mich sehr, ist es doch eine Anerkennung der langjährigen Arbeit. Danke. Die Bücher sind im Kunstkeller erhältlich
 
10.03.2012  Vernissage Jürg Straumann und Simeun Moravac im KunstkellerBern
 

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09.03.2012  habe den Film Messies ein schönes Chaos gesehen. Niklaus Wenger hat beim Ton mitgearbeitet. Ein Dokufilm. Gut gedreht, Facts aufgenommen. Keine Einführungsworte, keine explizite moral. Die Messies im Film sind allesamt sympatisch. Leid tut einem die Frau, die nach 40 Jahren Ehe, erleben muss, dass sie neben all den gesammelten Dingen ihres Mannes, von ihm keinen Lebensraum mehr erhält.
Ich hielt es im engen Kino-Sitz fast nicht aus: die immer gleiche Bilderwelt, das unendliche Anhäufen und das in diesen Haufen Verlorengehen - letztendlich fürchterlich. Das ganz Positive im Film: niemand wurde je bloss gestellt. Sie, die Messies sind, wie sie sind und werden so akzeptiert.
 
  09.03.2012  Atelierbesuch bei Markus Furrer. Wir bestimmen die Einladungskarte: die Goldpille an einem tollen Unort. Sie geht sehr schön mit dem "hauptsächlich Elefanten"-Bild von Annette Barcelo
Markus Furrer zeigt mir in Biels Kellerwelten Abeiten, die für die Ausstellung in Frage kommen. Unter den neu-Entstandenen begeistert mich der vor unserem Zugriff gefährdete und deshalb  in Stahlgittern gesicherte, vergoldete Feigenzweig. Er trägt Knospen und noch nicht ausgereifte Früchte gleichzeitigg. Breit sind die Assoziationen.

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08.03.2012  Vernissage Sean Scully im Kunstmuseum. Eine grosszügig angelegte Ausstellung auf zwei Etagen. In der unteren wurden sämtliche Zwischenwände herausgenommen, so dass die grossen Bilder auch Raum erhalten. Form, Komposition und Farbe bestimmen das Werk. Grossflächige und grossräumige Rechtecke gliedern die einzelnen Bilder, greifen gebaute Leinwände doch in den Raum hinaus oder innerhalb des Bildes nach hinten in die Tiefe.
Die stete Unterteilung und Gliederung der Farbecke mit- und gegeneinander - auch farblich, bindet die Bilder an die Realität, gibt ihnen die Möglichkeit zu sinnieren, driftet abr nie ins Esoterische ab. Zum Teil wunderschöne Farbränder, da wo sich Untermalungen und frühere Farbschichten  zeigen. Unbedingt sehenswert.
 
08.03.2012  The Old, the New, the Different - warum und wozu wurde diese Zusammenstellung gewählt? Bilder aus den 80er Jahren bis heute, ohne ersichtlichen Ablauf oder eine Gegenüberstellung. Viele fremde Namen. Alle mit Einzelwerken vertreten. Gefällt mir John Armleder am besten, weil ich schon des öftern Werke von ihm gesehen habe, die jetzt mitwirken?  Ist das die erste Ausstellung des neuen Kunsthalleleiters?
 
06.-08.2012  Finisch für die neue Ausstellung in der Galerie. Licht- und Heizungsprobleme. Lieferung der Bücher 40 Jahre Kunstkeller.
 
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29.02.2012  Einweihung des Santa Lucia auf dem Bärenplatz. Stilvoll und angenehme lädt der kunstbegeisterte Rudi Bindella Handwerker und in irgendeiner Form beteiligte Gäste zum Nachtessen. Interessante Gespräche um die Donald Hess-Collection und Weine. Frau Hess erzählt von den Begegnungen mit James Turell, der in ihrer Sammlung bestens vertreten ist. Vor einigen Jahren war in Zürich eine eindrückliche Ausstellung mit vielen Lichtinstallationen zu sehen!
 
27.+29.02.2012  Transport und Zusammenstellen der neuen Ausstellung. Jürg Straumann hat mit seinen Gruppierungen Vorarbeit geleistet. Die Einzelpositionen erarbeiten wir mit den Objekten von Simeun Moravac. Er ist zum ersten Mal im Kunstkeller vertreten. Die Zusmmenarbeit geht bestens. 
 
20.-25.02.2012 Abräumen der Ausstellung. Transport-Vorbereitungen: sorgfältiges Verpacken der Yvel-Bilder in Kisten.  Sie werden am 1.3.vom Transporteur für den Pariser Sammeltransport abgeholt.
In der Gasse ist Fasnacht. Friedliche Masken. Ich würde mir mehr themenbezogene Gruppen wünschen. Die Schnitzelbänke aber würde ich den Basler überlassen.
 
  23.02.2012  Palazzo Wyler. Erstaunliches ist geworden. Das finden auch Leute aus dem Quartier, die früher hier im Wohn-block, der in 4 Tagen abgbrochen wird, wohnten.
Während Monaten haben Küntler hier alles umgestaltet. Aus Parkettboden wurden Wand und Raumobjekte gestaltet. Verlo-rene Handschuhe, von Martin Möll gesammelt, werden in einem Zimmer als Installation an den Wänden befestigt. Renée Magaña malt im schwarz bemalten, lichtlosen Zimmer fast transparente Knochenelemente, die der Deckenkante entlang in einander greifen. Boris Billaud entführt uns im Schiff an den Ganges

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Die Küchen sind einmal mit Kupferglanz überzogen, einmal bereits herausgebrochen, was eine heisse Diskussion entfachte: mit oder ohne zerbrochenes Geschirr. Im Keller in der Waschküche liegt ein schwarzes Schaf von Kinderhand mit sechs Beinen in einer Schachtel. Ein Unterrock sorgt für Spione in der Wand. Reduits von jungen Menschen lassen verstecktes Leben nachempfinden.
 

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Ja, die Künstler sind froh, wenn sie Abbruchobjekte umnutzen dürfen und sie haben wie wild "für nichts" gearbeitet, wie Voten an einer Wand ausdrücken. Für, dass wir uns umsehen dürfen, dass Ideen entstehen und durchgeführt werden. Künstler arbeiten für etwas.
 
18.02.2012  Letzter Tag Ausstellung Rosmarie Vogt und Claude Yvel. Bis zur letzte Viertelstunde sind Besucher da. Sie hat sehr viele spannende Begegnungen gebracht. Nur einige davon aufschreiben könnte ein interessantes Notizbuch geben. z.B. warum jemand ein Bild kauft oder nicht kauft. Da gibt es schon unzählige Geschichten.
Nächste Woche. Rücktransport vorbereiten. Sorgfältig die Kisten mit den Zwischenpolstern füllen. Versicherungsunterlagen. Die Zollabfertigung vorbereiten. Der eigentliche Transport ist schon organisiert. Werden die Bilder geholt oder gebracht, wann und wohin? Rosmarie kommt am Montag ihre Arbeiten holen. Sie hat einen erfrischend unkomplizierten Umgang mit ihren Objekten. Ich freue mich schon auf ihre nächste Ausstellung. Wo wird sie weiterarbeiten?
 
18.02.2012  Ich habe die Riesenkristalle vom Planggenstock im Naturhistorischen Museum betrachtet. Seit 300 Jahren wurde nie mehr eine solch grosse Kristallhöhle entdeckt. Viel wurde darüber gesprochen, die Erwartungen waren hoch, die Enttäuschung auch. Sehr schön die grosse ganze Gruppe auf der Drehscheibe gleich am Raumeingang. Unverständlich für mich als Laien das unendlich lange Aufreihen aller Einzelstücke. Das Fehlen einer Höhlenambiente, eines Fotos vielleicht der Höhlensituation, einer Gruppierung am Fels, wie  und wo, aus was, an was waren all diese Kristalle fixiert. Der Film gibt Einblicke. Er ersetzt das unmittelbare Erleben vor und mit den Ojekten aber nicht. Wohltuend die gekreuzten Hammer und Meissel, das Werkzeug des Strahlers, das am Eingang der Höhle (hier auch sehr übersetzt) liegt und einen Besitzer markiert.
 
15.02.2012  Ghost City: eine Performance von seltener Dichte und stiller Schönheit im Schlachthaustheater. Menschenleere Plattenbauten (Modellbauten aus dickem Wellkarton), Ruinen, nur noch Fassaden stehen, hin und wieder ein Zimmer oder ein ganzes Treppenhaus. Ruinen in denen das Publikum umhergeht, um in ihnen noch letzte Resten von Wohnungen, von Leben zu entdecken. Hier noch eine Stimme zu hören, da noch einer nicht ganz geleerten Flasche zu begegnen. Später sitzt das Publikum am Rand des Geschehens und vernimmt in der nächtlichen "Stadt" einen ganzen Chor von Stimmen, von Auseinandersetzungen, Schluchzen, Liebesgeflüster, Radio und Fernsehsendungen in allen Sprachen (aufgenommen in der jeweiligen Umgebung der Spiel-Stadt), die anschwellen und wieder abklingen. Gespenstisch fahren Lichter durch die "Strassen" und führen zum Finale. Ein Stück von Marius Kob, Figurentheaterspieler und Masterabsolvent der HKB. Nur noch kurze Zeit.
 
15.02.2012  Prix Chronos. Letztes Zusammentreffen in der Schule: Grosseltern und Enkelkinder lesen gleiche Bücher und diskutieren darüber. Jedesmal eine spannende Auseinandersetzung mit den Zusatzfragen, die der engagierte Lehrer daran knüpft.
 
12.02.2012  Schlittschuhlaufen mit Enkeltochter auf KaWeDe unter Bäumen und bei Sonnenschein! Langsam beherrscht sie das Zwirbele.
 
08.02.2012  letzte Korrekturen am Arbeitsbuch 40 Jahre KunstkellerBern
 
06.02.2012  Markus Furrer und ich treffen uns mit Annette Barcelo in ihrem Atelier in Basel, um eine Zusammenarbeit, ein zusammen Ausstellen zu erörten und prüfen. Kamera wieder zu Hause! Ich freue mich sehr, das wird eine spannende Auseinandersetzung zwischen Objekt und Malerei, zwischen Hinterdenken und Hinterfühlen, zwischen überraschenden, auch leichtfüssig tiefsinnigen - kann man das sagen? - und schweren auch melancholischen Momenten.

05.02.2012  Sonntag: Apero im Kunstkeller. Ein letztes Treffen mit Claude Yvel, bevor er abreist.

04.02.2012  Das Gespräch war sehr spannend und aufschlussreich, von Konrad Tobler sehr gut geführt.

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03.02.2012  Heute kommt Claude Yvel wieder von Paris und Rosmarie Vogt aus dem Aargau zum Gespräch mit Konrad Tobler. Das kann sehr spannend werden.
 
01.02.2012  Le vent nous portera eine öfföffproduction. Heidi Aemisegger hat vor Jahren mit ihrem Team den Tanz am Eisengestänge der Kirchenfeldbrücke inszeniert - für mich eine phantastische Show. Jetzt im Raum der Dampfzentrale wird wieder der ganze Raum - auch die grosse Höhe genutzt. Eine artistisch gekonnte und grosse Leistung und doch nahm mich die Produktion nicht ganz mit. Woran liegt es? ein fulminanter Start mit den leuchtenden, herumschwirrenden Pfeilen, dem Bildern mit den gespannten Bogen. Das riesige Metallgestell auf der Bühne, wo sich das familiäre Leben abspielt - gestört hat mich hier sicher das immer wieder Rütteln und Drehen an ihm - und eine überraschende Schlusspointe. Gross die Einmannmusik.
 
01.02.2012  Freipass-Gespräch. Ronny Hardliz, Architekt, dann Künstler, arbeitet gegenwärtig an seinem Doktortitel an britischer Universität. Doktortitel für - umschrieben - praktische Kunst. Im präsentierten Projekt lotet er die Grenzen zwischen Beobachten und Machen aus. Der Prozess ist dabei wichtiger als das entstehende Werk. Was ist Beobachter-zentriert und was Praxis-orientiert, und wo blockert das eine das andere.
Ob das besser geht, wenn der Künstler sich selbst bei der Kreativität zusieht, als wenn ein fremder Betrachter zuschaut? Eben war im Gerhard Richterfilm zu sehen, wie störend das sein kann. G.R. sagt und zeigt, dass er anders gehe, wenn er wisse, dass da eine Kamera ihn aufnehme.und er so auch nicht weitermalen könne. Ein Störfaktor von aussen.
Ich denke, dass das Fassen dessen was unter den Händen eines Künstlers entsteht, schon grosse Konzentration braucht, so dass das eigene dem Prozess-Zuschauen das Fassen des Entstehenden verunmöglichen kann. Noch ein Schritt weiter fort, eben ein fremdes Zusehen, verunmöglicht unterbindet dann den Prozess ganz. 
 
01.02.2012  Gillian White getroffen. Immer voll Elan an der Arbeit. Sie hat schon wieder die Teilnahme an fünf outdoor-Ausstellungen zugesagt. Gillian hat immer wieder grosse öffentliche Aufträge. gegenwärtig entwickelt sie eine Eingangsskulptur zum Friedhof Leibstadt, worin man die Symbole vieler Religionen finden kann. Brugg hat es vorgemacht. 
 
31.01.2012  Beim Drucker ffür die nächste Ausstellungs-Einladung: Simeun Moravac und Jürg Straumann
 

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29.01.2012  Gerhard Richter, ein Dokufilm im Kunstmuseum. Ein langsamer Film, der wesentliche Fragen zur Malerei und vor allem  d e r  Malerei stellt. Da auch G.R. viele nicht mit Worten beantworten kann, wird das Augenmerk auf seine Arbeit gelenkt. Wenn er bei Beginn seiner Bilder noch alles machen kann, verlangt das Bild mehr und mehr spezifisch zu ihm Gehöriges bis der letzte Eingriff gemacht ist.
Interessante und auch bewegende Zwischenteile zu seiner Herkunft aus der DDR, wo ihm die propagandistische Malerei nicht entsprach. Lachend sagt er, er habe vom sozialistischen zum kapitalistischen Realismus gewechselt. Schlaimm der Auftritt der Medien bei seinen Vernissagen. Leider aber ein gutes Mittel, um die Leute in Bewegugng zu bringen, ihr interesse für die Bilder zu wecken.
Nicht herausgearbeitet wurde, dass realistische Bilder, oft nach Fotografien, auch jetzt noch zwischen den abstrakten entstehen. Ein spannender Film. Er läuft noch im Kellerkino.

27.01.2012  Atelierbesuch bei Hans Gerber. Der fehlende Rapidograph führt ihn zu Neuentdeckungen und sensiblen Farbstrukturen.
 
25.01.2012:  Bruno Schmelz. Nach ca 20 Jahren habe ich wieder Arbeiten dieses "Licht"-Realisten gesehen. Leider passt er seine Motive heute der äusseren Situationen an, Für die USA auch Cowboys. 
 
23.01.2012:  habe die beiden Bücher 40 Jahre KunstkellerBern zur Durchsicht erhalten. Als Arbeitsbücher gedacht sehen sie gut aus.
 
20.01.2012:  Im Progr Präsentation der Arbeiten von Ariadne Stalder durch sie selbst. Ich hatte schon lange keine Arbeiten von ihr gesehen. Viele Projekte im In- und Ausland z.T. sehr stimmig und überzeugend.
 
18.Januar:  Cantonale Berne Jura in Biel besucht. Ein breites Spektrum von nicht nur in Biel ansässigen Künstlern wird auch hier aufgerollt. Viele auch weniger bekannte. Sara Rohner gefällt. Ka Moser überrascht auch hier mit ihren weich gestimmten abstrakten Farbflächen neben ihrer Quadrate-Geschichte. Im Salle POMA ist der ganze Boden mit farbig bemalten Paletten ausgelegt - eine eindrückliche Wirkung.
 
14. + 15.Januar. Galerien-Wochenende. Alle drei Künstler sind in der Galerie und engagieren sich, geben immer und immer wieder Auskunft über ihre Arbeit. Das Bild "live your life" ist überall in der Presse.
Claude Yvel, Rosmarie Vogt und im art-room Martin Möll

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13.Januar: Vernissage Claude Yvel, Rosmarie Vogt im KunstkellerBern. Als ich Claude am Bahnhof abhole, sehe ich in der Ferne einen alten Mann, der seinen Rolator vor sich herschiebt, vorsichtig Schritt vor Schritt setzend. Auf der grosssen Plastiktasche, den er mitfährt steht in grossen Lettern geschrieben "c'est la vie". Auf der Einladungskarte zur Yvel-Ausstellung steht "live your life"!
Die Vernissage ist sehr lebendig. Viele interessierte Besucher. Es wird viel geschaut, gefragt, erklärt und bestaunt: das Vorgehen von Rosmarie Vogt, das Umformen von früheren Arbeiten und die technischen Finessen von Claude Yvel. Die Restauratorinnen vom Musée Rath, Genf, mit ihrem Atelierchef sind da, erkunden die Arbeit von Claude Yvel, der ihnen in Genf zeigt wie Konrad Witz restaurieren. Ein grosses Gespräch auch später im Verdi. Im art-room die Zeichnungen von Martin Möll als fortlaufendes Projekt: Autowracks die er einmal linear, einmal flächig, einmal in Schattierungen nach Fotos erarbeitet.
Die Ausstellung RV-CY erhält "Bestnoten" vom Publikum. Eine Ausstellung mit - auf die Objekte abgestimmt - leeren Wandpartien.

 
11.Januar: Thun. Ich habe rasch die Kantonale Ausstellung besucht. Sehr schön die "Klammer" von Markus Furrer: zwei goldenen Halbmonde, bei denen der innere Kreis gebrochen verläuft. Auch Nino Baumgartners hauchdünnen Lichtgeschichten rühren mich an.
 
9.Januar:  Juan, die dänische Verfilmung von Mozarts Don Giovanni. Eine Übertragung in unsere Zeit. Vor allem der Schluss ist überzeugend: Juan, der sich sagt. nein feige war ich nie, also auch jetzt nicht klein beigeben und etwas wie Reue fühlen oder sogar Schuld für seine Lebensführung, die hunderte von Frauen unglücklich machte und den Mord am Vater einer seiner Geliebten beging. Nein, er war nie feige. Dazu rast die Verfolgungsjagd der Polizei hinter ihm her. Noch könnte er Reue bezeugen. Als sie dann doch stärker wird und er sich ins Antlitz sieht, ist es zu spät. Er rast in eine Absperrung und sein Auto geht in Flammen auf. Für mich vermutlich die letzte Oper, die ich gesehen habe. Ich kann mit dem Gesang vor allem der Frauenrollen nichts anfangen.
 

3.Januar 2012:  Hans Ulrich Obrist stellt sein Buch über wichtige Kuratoren vor: Grosseltern-Generation wie Sandberg im Stedeljikmuseum in Amsterdam, der in der Nachkriegszeit das Museum zu einem Kraftwerk machte, das weit über das haus hinaus wirkte. Rüdlinger in Bern, der national von Bedeutung war. Die Elterngeneration wie Kaspar König in Berlin, Henry Kohl, der in London mit dem Kristallpalast eine erste Form von Museumspalast als urbane Gestaltung fand, oder Harald Szeemann in Bern. Dann er selbst und wieder er und wieder Hans ulrich Obrist. Auch Künstler haben wichtige Ausstellungen kuratiert. Etwa, wenn sie bei der Jurierung durchfielen und gleich nebenan ihre Bilder zeigten, wo sie das Publikum in Scharen aufsuchte. So etwa Courbet oder Manet.
Alle sind sie Brückenbauer zwischen Künstler und Publikum. Dabei geht es um Kräfte, die sich in der Kunst zeigen und weiter ausstrahlen. (Wege jenseits der Kunst, etwa in der Architektur)
H.U.Obrist erzählt von seinen Interview-Projekten: macht mit jedem Künstler mit dem er zusammen arbeitet ein Interview. Gespräche z.T. über Jahre hin. Interview zu drtt, wenn ihn eine Person zu einer anderen Person führt, die er kennenlernen mövchte. Stadtporträts in Form von einem Marathon-Interview. Künstler werden 24 Stunden lang über eine Stadt befragt. Intervies mit Leuten über 100jährig, "wie mit Albert Hoffmann, der die Quintessenz seines Lebens auf einen Zettel Schrieb: die LSD-Formel." Eine Show war an der Biennale in Venedig 2008? . Sie wurde als eher langweilig taxiert.
Heute noch eine Generation jünger sind die Off-Räume entstanden oder Räume wie der art-room im Kunstkeller

Ein weiteres Thema, das H.U.O. interessiert ist: wie entstehen Ausstellungen: eine Ausstellung initiert eine andere. Wie werden Entscheide getroffen. und- nicht auf alles kann eingegangen werden. Interessant aus meiner Sicht wäre auch: wie wird das ganze finanziert

Der ganze Abend nicht uninteressant, aber in der Präsentation schlecht gegliedert und ohne Spannungsaufbau. Ein Geleier in der Tonlage - leider. Auch: was hat denn Sandberg gemacht oder Szeemann, wie soll das ein nicht Insider verstehen? 

??? Dezember:  Kunsthalle Bern: Kantonale Ausstellung: Ka Moser bringt Auflösungen ihrer Quadrate, Farbbewegungen.
 
16.17.Dezember: Aufbau der Ausstellung mit Rosmarie Vogt und Claude Yvel im Kunstkeller: spannende Auseinandersetzung zwischen Aufreihen und Aufreihen, beide mit Gehalt und Wirkung. Bin interessiert wie das Publikum die Ausstellung erlebt.
 
13.Dezember: mit Heidi Langauer an der Förderpreisverleihung der Annemie Fontana-Gränacher-Stiftung. Heidi hat den Preis 2007 erhalten. Jetzt wird Julia Steiner (29) geehrt. Sehr schöne Laudatio von Stiftungsmitglied ...

7.Dezember
: Transport Yvel von Paris angekommen. Alles gut gegangen. Eine grosse Fülle an Arbeiten haben wir zusammenstellen können. Mit Rosmarie Vogt zusammen werden wir eine spannungsreiche Ausstellung einrichten. Sie kommt mit ihren Arbeiten am 16.Dezember. Bis dahin versuche ich verschiedene Gruppierungen zu platzieren.

1.-7.Dezember:
bone-festival. Gerade nur am 3.Dez. im Schlachthaus. Die Bärenwünsche auf dem Rathausplatz im Regen: eine Viertelstunde Klatschen durchhalten ist nicht wenig. Das auf Glockenschlag plötzliche Aufhören, dann doch überraschend. Überzeugend die karmischen Tupferl für KaDe Schacht und 6 weitere geniale Verstorbene mit Frieder Butzmann. Mit minimalen Mitteln und viel anstrengendem Körpereinsatz wird vergangenes Leben nachgezeichnet. Was würde er von Norbert Klassen, der das Festival ins Leben gerufen hat, und eben gestorben ist, aufzeichnen?

3.Dezember: "Transform", Sibylle Heiniger und Franz Krähenbühl, Gutenbergstrasse 10A: ein für die Nutzung zeitbegrenzter Raum, in dem Künstler aller Branchen arbeiten. Jeden Donnerstag ab 18h kann die Fortsetzung einer Arbeit betrachtet werden, was einen Blick in den Arbeitsprozess ermöglicht. immer spannend. Die Räume fordern einiges.

2.Dezember: Vernissage  der Sammlung Arina Kowner: die russische Kunst seit 1970. Vielfältig, zersplittert - Moskau und Petersburg können wie zwei Welten wirken. Oft schwer nachvollziehbare Äusserungen, die aus denpolitischen Situationen entstanden sein mögen. Würde eine starke Vertiefung fordern, um den Arbeiten gerecht zu werden. Nur so berühren mich die Arbeiten wenig. Ist es möglich, dass Fremdes kraftvoll ist und ich das nicht sehe?
28.November: beim Drucker. eine gute Grafikerin und ein angefressener Drucker. die Leitung ???
25.November: bei Simeun Moravac in St,Gallen bezw. Roggwil. Er macht eine spannende Arbeit um Architekturen, Häuser zwischen hier und dort, zwischen der Erde und dem Himmel- in Gedanken eine Arbeit ausgelöst von einem Märchen.

Später in Wil in der Ausstellung von Victorine Müller. Bezaubernd wo sie an die Grenzen von realem und irrealem Raums geht. Mehr Mühe habe ich mit der Figur, insbes. ihrem Brustkasten und den Füssen: mehr abstrahieren oder präziser werden. Ich muss ihr das sagen. Konnte nicht an ihre neue Performance in Biel.

Am abend noch rasch im Gepard bei Martin Möll vorbeigesehen: sehr, sehr schön gehängt. Arbeiten eier Spurensuche. Auch die Arbeit in den Widmarhallen beim Entrée. Ich hätte gerne gerade noch mehr davon gehabt - trotz bauliche Begrenzung.

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20.November  Kunstmuseum Solothurn: Ferdinand Hodler - Cuno Amiet, eine Künstlerfreundschaft. Die gegenseitige Anregung wird in der Ausstellung sehr schön aufgezeigt. Spannend die langsame Entwicklung von der Bewunderung Amiets zur Beachtung seitens Hodler. Sehr schön der Saal mit den gelben Mädchen, die in Hodlers Frühling ein Pendant finden. Später wird die gegenseitige Achtung  noch deutlicher spürbar. Etwa wenn Cuno Amiet den Jura malt - wie die breit gelagerten Seebilder von Hodler.

Ein spannendes Gespräch mit Christoph Vögele...

Im Foyer des Museums habe ich Jürg Hugentobler getroffen. Er hat mir seine Ausstellung in der Galerie Medici geöffnet.: ein geschlossener Raum im Raum. Inside werden von 15 verschiedenen Lämpchen in einem Wechselspiel immer wieder neue Teile einer vielfältigen Konstruktion aufgedimmt, um sofort wieder zu erlöschen. Die ganze Installation wirkt sehr geheimnisvoll, gerade, weil die Licht- bezw. Dämmerungszeit so kurz bemessen ist, dass nichts Genaues erkannt werden kann. Jürg hat mir dann den Raum bei vollem Licht gezeigt: eine komplexe Anlage von verschiedensten zu einem komplexen Ganzen eingesetzten Materialien. Den Zauber aber bringt das Aufglimmen, fast aber doch nicht Erkennen des Gesehenen.


18. November
  Vortrag von André Marty: Wohin geht der Mittlere Osten. Als Korrespondent des CH Fernsehens kennt er das Gebiet sehr gut. Er führt uns vor Augen, wie jedes Land seine eigene Vergangeheit und auch Zukunft hat, dass die Orientierung dieser Länder nicht Richtung Europa und Demokratie geht, vielmehr Richtung Süden - Afrika.

15. November 
Tacheles von der vis-arte. Spannende Auseinandersetzung. Kunst diesseits und jenseits des Röstigrabens. Wie häufig überspringt sie ihn. Mehr werden Künstler aus der Westschweiz in der Deutschschweiz gezeigt als umgekehrt.
Nicht einverstanden bin ich mit dem Votum, dass Berner gerne nur Arbeiten von ihnen bekannten Bernern kaufen. Da spielt doch ein direktes Berührtsein eine wichtige Rolle bei einem Kaufentscheid und das muss für einen Berner nicht unbedingt ein Berner sein.

13. November 
Menschen aus Holz, gross und klein. Werner Ignaz Jans im Oxyd in Winterthur.
Eingänge, Durchgängen weite und enge Räume, Treppen, die zu neuen Räumen führen. Sie eignen sich um mit Gruppierungen Stimmungen herauszuarbeiten. Auch um Versuche zu wagen, wie gleich am Eingang. Da stehen Zedernreihen mit Spiegeln, die wie Teiche wirken.
Die Figuren sind feiner ausgearbeitet , die Gesichter erscheinen individueller. Cäcilia steht nur zum Teil für Barbara. Mehr als früher ist jede Figur sie selbst. Menschen aus dem Lebenskreis und der Erinnerung von Werner Ignaz Jans. Wir alle fühlen uns angesprochen als Mensch, mit allem, was wir mitbringen.

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8. November
  2.Teil der Jurierung der Zeichnungen: so möchte ich leben (Insieme - ZPK Creaviva). Arbeiten zu zweit. Schwierige Entscheide, aber spannende Voten.


4. November 
Aarau. Atelierbesuch bei Rosmarie Vogt. Ihre Arbeiten mit jenen von Claude Yvel zu sehen wird spannend sein. Beide kennen den Faktor Zeit. CY in auf Themen konzentrierten Bildern, typisch für die Stimmung einer Zeit. Bilder neben einander. RV gestaltet Objekte, die sie über früher entstandenen Arbeiten entwickelt. Hier ein fortwährendes Jetzt. Hier Zeiten übereinander. Da Zeiten nebeneinader.
War dann noch im Kunsthaus. Dieter Roth - auf der Suche nach sich selber. Unzählige Selbstporträts, die sich z.T auch auflösen.Vielleicht gerade wegen dem ständigen Hinsehen...


2. November
  Tanztage: Steven Cohen mit Cradle of Humankind. Er führt uns mit phantastischen Bildern und seiner 90-järigen afrikaanischen Ziehmutter zur "Wiege der Menschheit", wie der Ort vom UNESCO-Kulturerbe genannt wird. Es ist ein Ort 45km von Jahannesburg entfernt. Hier in den Höhlen wurden fossilierte Knochen des Frühmenschen, des Australopithecus Africanus entdeckt. Steven Cohen wirft die Frage auf, wo denn wir in unserer Entwicklung seien. Sind wir nicht hier bei den Affen noch ganz zu Hause? Eine berührende und aufwühlende Geschichte.
Vor zwei Jahren war er da mit seiner Arbeit im Ghetto von Johannesburg, wo ein Teil gerade zerstört wurde, um Neubauten zu weichen. In diese verzweifelte Stimmung der Bewohner, denen das bisschen noch genommen wird geht er mit nur einem Leuchter "bekleidet" wie ein Domptuer konzentriert genau auf das, was er tut. Er erhält dadurch Ausstrahlung und Schutzhülle zugleich. Phantastisch¨
1. November  Gründung der BOM Bernischen Online Medien
31. Oktober  Schweizer Tanz- und Choreografiepreis geht an Laurence Yadi, Nicolas Cantillon Compagnie 7273. Eine intensive Darbietung . Im Halbdunkel wird vor allem das Spiel der Hände und Gesichter lebendig. Da Zusammenspielen, Auseinanderdriften und sich wieder Finden.
30.Oktober  Hamlet in Widmar I. Ein sehr nervöser Hamlet und eine Ophelia, die ich heutiger angezogen hätte. Im Grossen und Ganzen aber gut gespielt, wenn mich das Spiel auch wenig berührt hat.
29.Oktober  Vernissage Galerie Edgar Frei. Sehr schön gelegenes Haus. Räume für Galeriezwecke hergerichtet. Niklaus Wenger arbeitet mit Holz. Realisiert verschiedenste Abwandlungen von Schlaufenelementen. Auch die Arbeiten von Thomas Hauri sind sehr schön. Räume, Mauerwerk mit schwarzer Tusche.

26.Oktober  Tanztage. Yasmeen Godder. Storm End Come. Komplexe psychische Zustände in einem ständig sich ändernden Kontext. Schade, dass kein End gefunden wurde. Fast unerträgliches Zerdehnen, das der Qualität Abbruch tat.

Andros Zins-Browne mit The Host. Eine Zumutung im Umfeld der Tanztage. Doch allzu banal!

21.Oktober 16.30h  Regina Saura und Pete Sans sind von Spanien angekommen. Wir stellen das einmalige Objekt, die gemeinsam entwickelten block-lamps zusammen. Sie wirken in ihrer Einfachheit sehr eindrücklich.
18 - 20h Vernissage der Ausstellung Regina Saura: Bilder mit leuchtenden Farben und hellem Licht (siehe unter aktuell oder unter den Künstlern hier auf der homepage). Das Publikum ist begeistert. Gute Stimmung

21.Oktober 2011  Einweihung der forensisch-psychiatrischen Station "Etoine". Niklaus Wenger hat den Auftrag zu einer Arbeit vor dem Gebäude (verlängerter Flügel des AltenBaus) erhalten. Im Archiv der psychiatrischen Klinik Waldau begegnete NW Johann Lang, der als Patient Häuser mit Fenstern und immer wieder Häuser mit Fenstern, wie an einem langen Strassenzug, über die Heftseiten hinaus auf die nächste Seite zeichnete. In der Auseinandersetzung damit ist ein scheinbar fragiles Objekt aus Beton entstanden, das durch Rahmen und Fensterrahmen die Sicht sowohl nach innen wie nach aussen ermöglicht. In seiner einmal roh belassenen und einmal glatt geschliffenen Oberfläche wirkt es lebendig und verwirrend zugleich, ob Einsicht oder Aussicht.

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20.Oktober 2011  Eröffnung der Ausstellung Belinde Bruyckeres im Kunstmuseum Bern. Kathleen Bühler hält eine eindrückliche Eröffnungsrede. Sie führt uns über den katholischen Glauben durchs Mittelalter, den Schmerzensmann von Lukas Cranach - ein Werk, das offenbar nur ganz selten ausgeliehen wird, für die Künstlerin aber grosse Bedeutung hat, wie auch Pasolinis Filme - in die Gegenwart. Die Verletzung des Leibes - Gewalttätiges, Unnatürliches, wächserne, kopflose Gestalten, Gehäutetes, Totes, Mensch und Tier - Wachsskulpturen. Ihr Vater war Metzger. Alles in klobigen, mittelalterlichen Ausstellungsvitrinen, die die Künstlerin offenbar so haben will. Warum berührt es mich nicht? Auch Alfred Hrdlicka sagte , dass erst in der Verletzung des Fleisches der Schmerz gesspürt wird. In seinen Torsi fühle ich ihn. Hier bei Belinde Bruyckeres ist schon alles tot, vorbei. Die Seele ist fort - ist es das? auch das Persönliche fehlt. Liegt es da, dass mich die Ausstellung nicht packt?
19.Oktober 2011  Eröffnung Tanztage mit der Gruppe Roses mit der Pionierin des belgischen Tanzes. Anne Teresa De Keersmaeker arbeitet intensiv mit Musik und imme wieder aus anderen Zeiten. Heute ist es gregorianische Musik: Querflöte, Geige und Stimme: Dissonanzen und eine gewisse Eintönigkeit. Die Tanztruppe mit untereinnder verwandten Bewegungen, immer wieder repetiert auch in Parallelschritten und Sprüngen. Ein Miteinander, Gegeneinander und erste Vereinzelung. Das Klosterleben taucht auf mit seiner Engnis und seinen gefahrvollen Öffnungen. Eine einzelne Gestalt verliert sich ganz an die Macht des Tanzes

17.Oktober 2011  Jurierung der besten Werke des Malwettbewerbs "so möchte ich leben", Format A3, ein Projekt von Insieme und Creaviva ZPK. Sehr spannend und lebendig, wie die Wahl vor sich geht, vor allem wie bei gleicher Punktezahl die Werke verteidigt bezw. besprochen werden.
Hier eines der zwei Siegerblätter - vorläufig ohne Namen, da das Proceder noch läuft.

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16.Oktober 2011  Eröffnung der Jetzt-Kunst im Marzilibad. Interessant die Geschichte des Marzilibades, das seit dem Mittelalter besteht und offnbar lange europaweit eines der drei existierenden Bäder - Hamburg, Berlin und Bern - war.
Zur Kunst: viel Bekanntes ist da. Ich stelle wieder fest: Arbeiten, die auf einen Ort Bezug nehmen, vielmehr hergeben als Hingestelltes. Das Ungefähre, Zufällige... Was möglich ist, wenn eine Arbeit formal in sich geschlossen ist, als Sujet aber vielerorts stimmen kann, wie die Tankdeckel  von Vincenzo Baviera. Sie wirken überall. Schwieriger ist ein Objekt wie jenes von Paul Widmer, das für mich zu wenig ortsspezifisch ist. Hübsch die Arbeit von - wie heissen die beiden schon wieder - Eine grrosse Menge Frottetüchlein mit Aufschriften hangen einzeln an den Haken entlang den Holzwänden.
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7.Oktober 2011  ausnahmsweise habe ich in einer französischen städtischen Sommerausstellung Spannendes gesehen. Tournus hat Meister des Pastells eingeladen. Für mich war die Überraschung vor allem wieviel Künstler sich dieser Technik bedienen und wie sehr sie beherrscht wird. Die chinesischen Schalen und Löffel vor dem tief dunklen Hintergrund sind erstaunlich präzis gearbeitet. Sie grenzen schon an eine trompe-l'oeil-Technik. Mit den Porträts habe ich fast durchgehend Mühe. Landschaftliches ist sehr unterschiedlich. Die Preise sind nicht mit Schweizer-Preisen vergleichbar: sehr bescheiden.
gegenwärtig: 14 Tage Frankreich ohne Internet.

3.Oktober 2011  Die Fotoausstellung von Taryn Simon in der Tate Modern in London muss beeindruckend sein, vielleicht sogar erschüttend sein. Sie fotografiert Stammbäume, Blutslinien, ganze Clans, bis zu 40 Fotos einer Sippe werden abgelichtet. Daneben Materialien aus deren umfeld. Wer sich nicht fotografieren lässt, erhält ein weisses Blatt.
Hans Frank, der Bewunderer Hitlers, Rechtsberater und Gouverneur von Polen hat das dritte Reich aals eine der grossartigsten entwicklungsepochen auch im Rückblick erlebt und verteidigt. Seine Sippe weist viele leere Bilder auf.
Die Familie eines chinesischen Beamten ist da, ukrainische Waisenkinder - Menschen ohne Blutlinie, australische Hasen mit einem tödlichen Virus infisziert, da sie zu den schlimmsten Schädlingen zählen.
Auf Distanz müssen die Fotos sehr uniform wirken. Erst aus der Nähe lassen sie Individuelles zu. Quer durch die Welt richtet Taryn Simon unser Augenmerk auf zentrale Vorkommnisse . Mich würde interessieren, wie die Künstlerin zu den einzelnen Themen findet.

30.September 2011  Franz Gertsch: frühe Werke im Burgdorfer Museum. Immer spannend: lassen sie schon etwas vom späteren Charakter des Werks erahnen? etwa im realistischen Selbstporträt, 1945? Dann Schule Max con Mühlenen. Die Pariser Aufenthalte formen ihn.
Die vier Jahreszeiten zum ersten Mal hier versammelt. Für den Winter kann ich mich immer wieder begeistern. Wie er das Untergehölz mit der feinen Schneedecke erfasst: wunderschön.
Im Kabinett: Anna Lea Hucht berührt mich wenig.

27.September 2011  Besuch des Archivs der Post und Telekommunikation. Viele spannende Dokumente. Rein äusserlich wird der Zeitfluss erfahrbar. Etwa in der Präsentation derselben Broschüre nach 20 oder 50 Jahren. Liest man sich hinein, ist auch die Beamtensprache Veränderungen unterworfen. Sehr schön der Postkutschen-Fahrplan der Schweiz! Die Dichte des Verkehrs wird klar ersichtilich. Mit Kreisen werden die  Ortschaften mit ihren Stationen angegeben. Dabei werden Ankunft und Abfahrt der Postkutschen eingetragen, so dass auch 1849 das Schiff in Genua rechtzeitig erreicht werden konnte. Alles handschriftlich.
26.September 2011  die Bilder von Regina sind eingetroffen. Ich bringe sie zum Rahmen.

21.September 2011  Wollte ursprünglich an der Ballettprobe im Vidmar teilnehmen. Die Zeit hat leider nicht gereicht. Ich war aber beim Atelierbesuch mit Orva bei Renée Magaña. Viele Interessierte Besucher.
Renée liebt Totes, Körper von Mensch und Tier. Sie findet sie schöner als lebendige Körper. Si liebt, was sich verändert, verwest, ja vielleicht sogar in verschiedener Hinsicht transzendiert. Die heftige Palette der Künstlerin löst sich auf. Was bleibt sind ihr geliebtes Schwarz und Weiss: schwarzer Grund, weiss lasierend das Motiv, das sich auch verflüchtigt.  Transparent sind noch Knochen ersichtlich und einige Fetzen Gewebe.

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Ihr Interesse gilt dem was der Tod auslöst, wie etwas da liegt, den ästhetischen Stadien im Umwandlungsprozess. Vergänglichkeit und Verflüchtigung haben auch mit Erinnerung zu tun, mit Erinnerungen, die sie festhält, um sie los zu lassen. Aannäherungen an Unfassbares, das immer unfassbar bleibt.

19.September 2011  Heute haben wir die Karte für Regina Saura gedruckt. Ich bin sher zufrieden, bin aber gespannt, wie deie Farben auf dem Original wirken.

17.September 2011  Progr: genug ist nicht genug: Begonnenes oder eine Erkenntnis ruft nach Fortsetzung.Verschiedene Aspekte eines Themas. Oft recht schwierig, da zum Begreifen Hintergrundsinformationen zum Künstler nötig wären und eine einzige Position zu wenig wirken kann oder zu wenig klar herausgearbeitet ist.
Deeper than Beauty Ausstellung in Industriegebäude, Stauffacherstrasse, Bern. Sehr schönes Konzept von Livio Baumgartner. Weiträumig Objekte, Installationen und Zeichnungen bezw. Bilder zusammengestellt. Hommage an Balthasar Burkard, der mit einer Körperlandschaft den Ausgangspunkt festhält. Alles junge Bern-bezogene Künstler. So Niklaus Wenger, dem wir auch im Kunstkellerprogramm begegnen und der für einmal mit Holz und nicht mit Beton arbeitet, was ihm ebensogut gelingt. Nino und Livio Baumgartner, der mit einer subtilen Lichtinstallation überzeugt. Leider ist meine Zeit zu kurz bemessen, ich könnte noch lange schauen.Übrigens: es gibt einen Katalog dazu.

16.September 2011  Archäologie in der zeitgenössischen Kunst. Sie reicht ausgehend von der Anlehnung an die Antike, der Rekonstruktion des damaligen gesellschaftlichen Lebens bis zur persönlichen Archäologie, die von der Grossmutter bemalte Porzellanteller "freilegt". Reichhaltig und erstaunlich wieviele Künstler nach Wurzeln suchen - oder vielleicht doch nicht. Zu unsicher in der Wertgebung ist unsere Zeit. Pasqu'Art Biel.
Thematische Ausstellung in der Galerie 57. Mehr eine Aufreihung als eine Gegenüberstellung, was mir immer problematisch erscheint.

 

14.September 2011

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Atelierbesuch bei Johanna Huguenin:
ganz dem Muster verschrieben, mit oder ohne Schablone, mit Wachs, mit Acryl, mit Sagex, auf Papier, Leinwand oder Glas
 
13.Setember 2011  Rectangle and Square, von Picasso bis Judd, Erwerbungen der Rupf-Stiftung im Kunstmuseum Bern. Ein reichhaltiger Einblick in das Sammelgut, das entwicklungsgeschichtlich sehr viel von den verschiedenen Strömungen insbesondere in der Abstraktion aufzeigt.
 
11.September 2011  spanische Korrespondenz! zu selten brauche ich die spanische Sprache, vergesse immer wieder viel. Regina Saura, die nächste Ausstellung ist längst in Vorbereitung. Schwierigkeiten mit KB un MB, dazu die gewiefte Grafikerin im Spital. Ich suche neue Wege. auch so will ich eine Spitzenkarte haben.
 

9.September 2011  Atelierbesuch bei Martin Möll. Spannende Weiterentwicklung seiner Auto-Crash-Recherchen. Mehr eine wissenschaftliche Aufzeichnung: nachzeichnen verbeulter, zerquetschter, ausgebrannter Autowracks. Der Zeichner untersucht, hält fest, sachlich, neutral. Was geschieht rein formal mit all den Unfallautos. Und was geschieht mit all den Pauspapieren, die mehrfach benutzt jetzt erstaunliche Siebdrucke geben.
Als Fortsetzung eines anderen Projektes klebt er Leerfilme auf die Strasse. Von den Autos überrollt erhält er Spuren der täglichen Strassennutzung. Diese Zeichen entwickelt er und setzt sie schliesslich über eine Serie weisser, nur weisser Autos, die er in den Strassen von Paris fotografiert hat. Erstaunliches entsteht dabei: der Eindruck totaler Zerstörung aber auch blühender Landschaft. Im Januar werden wir die erste Serie im art-room zeigen. Die zweite ist noch am Werden.

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8.September 2011  zwei Tage mit den Zwillingen verbracht. Diese Neugierde, selbst wollen, etwas bewirken können - und das Vertrauen!
28.August 2011  Poetry Slam in der La Cappella. ein Dichterwettstreit, bei dem nicht nur gelesen, sondern die Sprache gleichsam performt wird. Das Publikum - fast alles Jugendliche! - ganz toll - bewertet die Texte und ihre Präsentation. Erstaunlich, was all die jungen Poeten hervorbringen. Der Gast Laurin Buser gewann 2010 die deutschsprachigen U-20-Meisterschaften (unter 20): reich an Wissen, an Assoziationen und viel Politisches. All meine Bewunderung!
 
27.August 2011  die Ausstellung Marianne Flury  und Jinmo Kang erhält viel gute Kommentare. Sie überzeugt durch ihre stillen, kraftvollen Malereien der Künstlerin und die überraschenden Spiegelbilder, die formal und inhaltlich zu den gehaltvollen Doppelarbeiten von jinmo Kang führen.

26.August 2011  die Ausstellung Marianne Flury - Jinmo Kang steht. Noch die homepage nachführen: Ausstellungseinblicke vermitteln.
Heute, während Jinmo seine Spiegelglasobjekte auf Hochglanz brachte, war ich im ZPK. Ich wollte unbedingt noch Klee und Cobra - ein Kinderspiel sehen, wurde die Ausstellung doch sogar in Le Monde positiv besprochen. Sehenswert in ihrer Zusammenstellung ja. Meine Liebe aber sind die Cobra-Künstler nicht. Bei allem Hochhalten einer kindlichen Direktheit empfinde ich die Nicht-kontrolle der Emotionen zu gewollt. Der Wille zum Brechen mit den herrschenden Gesellschaftsnormen, zu Brechen mit all den nur-Kopfvorgaben, da sehe ich sie.
Klee hat seine Beobachtungen des kindlichen Ausdrucks in  Zusammenhang mit der kindlichen Seele gebracht. Er hat sich denn oft auch mit Leichtigkeit auf kindliche Spiele eingelassen und zugleich in die Abgründe der menschlichen Seele geschaut.
Irgendwo stand geschrieben: Klee hat den 2.Weltkrieg vor sich und bekommt die direkten Folgen zu spüren. dieCobra-Gruppe hat ihn hinter sich und versucht neue Wege zu gehen.

 
25.August 2011  die 40-Jahre Kunstkeller Bern-Festivität ist letzten Samstag 20.8.2011 mit viel Interessierten über die Bühne gegangen und hat viel positives Echo ausgelöst. Heinrich Gartentor hält eine eigensinnige Laudatio, mit viel Esprit bindet er das Publikum als Sprechchor mit ein, wie ich sie schöner und witziger mir nicht vorstellen könnte. Ich hoffe sie noch schriftlich zu erhalten.Thomas Mathys liest die Kurztexte nicht nur, vielmehr stellt er sie durch seine Betonungen dar. Ein guter Ersatz für Stefan Suske! Victorine Müller mit ihrer Performance in der sie sich der Gefahr aussetzt, sie aber mit ihren Augen bannt - ja, sie verpasse ich leider. Glücklicherweise habe ich sie aber bei den Vorabklärungen gesehen.
Die Ausstellung und Arbeit ich über dich - du über mich wird sehr positiv und interessiert aufgenommen. Begehrt sind alle drei Arbeitsbücher zusammen, d.h. vermutlich doch digitalisieren, wie Vincenzo Baviera meinte..
     
   

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18.August 2011  Probelauf mit Victorine. Die Performance braucht andere Scheinwerfer. Simon sorgt sich darum.
 
13.August 2011  Charlotte Hug: Premiere im Kunstmuseum Luzern mit einer Installation ihrer Arbeit Insomnia und ihrem akustischen Spiel. In einem wissenschaftlichen Projekt hat sie 42 Stunden ohne Schlaf und ohne Aussengeräusche verbracht und den Tönen der Nacht Raum gegeben, und diese auch entwickelt. So begegnet sie uns heute in ihrem Spiel und ihren Vokalklängen bei einbrechender Nacht, wenn alles still wird und wir neue unbekannte Klänge vernehmen. Die Virtuosin, der wir im Kunstkeller auch schon begegnet sind, beherrscht Stimme und Instrument (Viola) auf phantastische Weise. Sie nimmt das Publikum mit in Unvertrautes.
13.August 2011  Luzern.Einen Augenblick lang zögere ich: setze ich mich vielleicht doch lieber an den See in die Sonne? im Kunstmuseum lockt aber Ai Weiwei. Eine Ausstellung aus der Sammlung Sigg zusammengestellt. Ganz anders beeindruckend als die Ausstellung im Kunstmuseum Bern. Hier erhielt ich den Eindruck als würde in China alles ausprobiert, was der Westen an Moderne je hervorgebracht hat: ein bisschen Pop, Opart und Queres. Möglichst vollgestopft und ohne Rhythmus. Jetzt das. Es gibt leere Wände, die sehr wohltuend sind und mich auf das nächste Werk einstimmen. Ai Weiwei als Kurator dabei, ob er um die Leerstellen kämpfte oder Peter Fischer - der zukünftige Direktor des ZPK? Spannend auch der Diskurs mit dem Kabinett der Werke aus dem 13., 16. und 17.Jahrhundert. Gerollte Bilder, die Zeit zum Anschauen bedingten, etwas in unserer Kultur kaum mehr Vorstellbares.
Jetzt stehe ich vor der riesigen Wand mit 17 x 3 Fotografien aus der Umgebung von Beijing von AiWeiwei.Überall aufgebrochene Erde. Im Hintergrund als Skyline hohe Wohnsilos, Umbrüche, eine ganze Gesellschaft wird umgewandelt. Unheimlich all die Repetitionen der Umwälzungen, die Ödnis auch des Geländes, wenn die kleinen Vorstadthäuser einmal schon dem Boden gleich gemacht wurden. Unheimlich auch die alten Fabrikgebäude und das Atomkraftwerk, die an Bauten in der DDR erinnern. Mit Beklemmen stelle ich fest, wie ganze Quartiere ausradiert werden, um NEUEM Platz zu machen und doch bleiben die Menschen letztlich dieselben.
12.August 2011  Kunsthalle Bern: eine beeindruckende Serie von Videos, die ... aus Bern in einer holländischen Firma gemacht hat. Reine Hirnwäsche, kaum zu glauben, dass das real sein soll.. Alles wird verbrämt, wird in Freiheit und Schönheit umgemünzt. Ein neues Vokabular wird dazu erfunden, an das sich die ganze Belegschaft gewöhnt, ja darin aufgeht oder daran zerschellt.

12.August 2011  die Zeit läuft ganz von selbst. Der 40-Jahre KunstkellerBern-Anlass nimmt Form an. Die Ausstellung ich über dich - du über mich - alles im A4-Format hängt. Ich habe über meine Künstler, ihr Werk, ihr Umfeld geschrieben. Dazu immer aus dem Archiv, dem Hintergrundsmaterial von 40 Jahren ausgesondert, was für den interessierten Betrachter spannend sein könnte, und so die ganze Vielfalt der Zusammenarbeit von Galeristin und KünstlerIn ein wenig aufgedeckt. Ich habe die Künstler der Galerie gebeten sich auch über die Galerie KunstkellerBern und mich zu äussern: du über mich - Text, Malerei, Zeichnung, Objekt. Alle Angefragten haben geantwortet, was mich sehr freut.
Das Ganze ist als Buch in Fotokopien erhältlich, auch einzelne oder mehrere Künstler können gewünscht werden.
Gestern waren Vincenzo Baviera und Gillian White da. Sie haben sich das Marzili für die Ausstellung JETZT-KUNST, die im September startet, angesehen. Sie haben sehr überrascht und äusserst positiv auf die Ausstellung reagiert. Beide wollen das Buch bezw. die drei Bücher haben. Sollte die Arbeit weiterhin gewünscht werden, werde ich vermutlich doch alles digitalisieren müssen, wie Vincenzo meint. Man wird sehen. .                                                                                                                                                                                    

31. Juli 2011  ein Monat seit dem letzten Eintrag, davon 14 Tage in Frankreich ohne Internetverbindung. Die übrige Zeit vorwiegend an der Arbeit für das Projekt ich über dich - du über mich. Victorine Müller war da, zurück von ihrem Pariser Halbjahr, um die ersten Abklärungen für die Performance zu treffen.
Ich habe das vielleicht schönste Klavierspiel meines Lebens gehört: Klaviertranskriptionen von Richard Wagners "Isoldes Tod" von Franz Liszt. Konstantin Scherbakov hat gespielt - wunderschön. Wie ein Glockenspiel - die hohen, oft so hölzernen Trillertöne auf den Flügeln und Klavieren waren ein schwingender, reiner Klang. Da könnte man süchtig werden.

Von Philip Roth Nemesis gelesen: erschütternd zuerst die Polio, die eine Stadt, ein jüdishes Quartier und ein "sicheres" Kindersommerlager heimsucht, um dann das Leben des Überträgers der Krankheit selbst zu zerstören, da dieser den Gott, der sowas tut nicht versteht und auch nicht akzeptieren kann....

 
29. Juni 2011  Ateliergespräch organisiert von  Renée Magaña und Annick Haldemann, den Verantwortlichen für Orva, die Künstler-homepage,  mit Beat Feller: sehr spannend. Es gibt viele Auskünfte über seine Arbeiten und sein Vorgehen bezw. Machen. Dem Kunsthistoriker gelingt es ein gutes Klima für das Gespräch mit Fragen und Antworten zu inszenieren, so dass auch das recht zahlreiche Publikum Fragen stellt. Die sperrige, nicht einfach zugänglichen Werke, die nicht leicht als Kunst einsehbar sind, haben eine stille Schönheit in ihrem "einfach-so-sein".
 
28. Juni 2011  Podiumgespräch zwischen Martin Ziegelmüller und Klaus Merz unter der Leitung von Direktor Matthias Frehner. Schade, dass die Leitung bei den Antworten der beiden nicht nachhakt und so das Verständnis vertieft. Der übrigens phantastische Musik hätten wir auch gerne etwas später zugehört.

25.Juni 2011  Vernissage von Pat Noser: Reise in die verbotene Zone im Centre PasquArt, dem Kunstmuseum Biel. Eine spannende Ausstellung. Pat Noser hat mit ihrem Reisestipendium ihr Projekt Tschernobil vor Ort zu erleben realisiert. Fünfmal war sie dort, hat Kontakte zu den Menschen gesucht und gefunden. Sie sei immer herzlich willkommen mit ihren Besuchen. Sie hätten dort das Paradies nur seien sie sehr einsam. So die vor allem alten Menschen, die immer noch in der verbotenen Zone um Tschernobil wohnen. Die Bilder, die Pat Noser malt, sind Bilder von Blumen und Früchten souverän und gekonnt gemalt, fast könnte man meinen sie seien schöner als hier in der Schweiz, wie im Paradies eben - wenn die Verstrahlung nicht wäre, die wir nicht sehen können. Bewusst weist die Künstlerin auf dieses Dilemma.
Das Projekt entstand lange vor Fukuschima, erhält damit aber eine unerhoffte Aktualität. Im Kunstmuseum Bern ist zeitgleich ein grosses Bild von der Katastrophe in Japan von Martin Ziegelmüller zu sehen. Hier ringt der Künstler um die Sichtbarmachung des Unsichtbaren mit grellen Lichteinschlägen.
Beides Künstler der Galerie Kunstkeller Bern.

17.Juni 2011  Art'Basel. Eidgen. Stipendien: Recht kopflastig. Auffällig viele politische Auseinandersetzungen mit Themen der Macht, Unterdrückung, Revolution und Freiheit, Kolonialismus und Neo-Kolonialismus. Viele Statements, auch von Secondos aus den verschiedensten Ländern, finde ich sehr erfreulich.

14.Juni 2011  Vortrag über Meret Oppenheims Traumaufzeichnungen von Christiane Meyer-Toss. Die leise, schnelle Stimme macht es fast unmöglich dem Inhalt, der absolut da ist zu folgen.

Meret Oppenheim als Komplizin der Träume, aus denen sie Kraft und Motivation für eigene Arbeiten schöpft, die sie nicht individualisierend formuliert, vielmehr ist der Künstlerin eine allgemeine Menschlichkeit wichtig. Eine globale Erweiterung des Bewusstsein ist ihr bedeutsam, dabei wird der Traum Speicher des Erfahrungswissens. Wahre Kunst ist etwas Universelles. Auch hat die Einmaligkeit des Traums Auflösungspotential, sobald dieser als Allgemeingut veräussert wird bezw. sich in einem Werk formuliert.

Juni 2011  Viele Ausstellungsbesuche, viel Arbeit für die 40 Jahre Kunstkeller Bern. Habe wieder einmal eine öffentliche Führung besucht: "München retour". Höhepunkte der Schweizerischen Malerei in sieben Jahrhunderten. Die Kunstgeschichtsstudentin erzählt lebendig, geht z.T. auch auf Details ein. Malerei als Beruf: Die Heiligenbilder-Maler verlieren mit der Reformation ihren Beruf. Niklaus Manuel geht in die Politik Das Porträtmalen wird wichtig, um Ansehen und Genealogien aufzuzeigen. Im 18.Jahrhundert entstehen in Bern 4000 Porträts. Dann werden die Landschaft und die Gebirge ein wichtiges Motiv.

War Malerei wirklich nur ein Beruf? oder war das Malen aus innerem Drang auch ein Thema?. Die Welt mit grosser Präzision, wissenschaftlich sozusagen, abbilden war ja neu. War Franz Niklaus König mit seiner illuminierten Transparentmalerei von Städten und Landschaften, die er überall gegen Entgelt präsentierte primär ein guter Verkäufer? Was weiss man von der Faszination der neuen Weltsicht? Bei solchen Fragen beginnt das Schweigen.

Anfangs Juni 2011  Apéitif im Kunstkeller mit kurzer Künstler-Präsentation. Beide Niklaus Wenger und Willi Müller erreichen die Zuhörerschaft mit ihren persönlichen Berichten. Die Ausstellung erhält sehr viele positive Kommentare. Das Spannungsfeld aber auch der Dialog werden verstanden.

21. 5.2011  Ausstellung von Mili Jäggi in der Galerie Archivarte besucht. Die intensiven Farbverläufe, die sie auf ihren Papieren festhielt, überzeugen auch heute. Zwischen von der Künstlerin als fertig bezeichneten Arbeiten hängen solche, an denen sie noch arbeiten wollte, was mich, die ich das Werk doch ziemlich gut kenne, eher seltsam berührt.
Ausstellung Erika Pedretti im "Raum". Heute Abend Lesung. Ich gehe in die Dampzentrale:

Tanz "Junges Theater Basel". standing ovations, wie ich es in der DZ nie erlebt habe! Ausdrucksbetont wird die Diskussion um Werte ohne Gewalt, Genuss, Ehrlichkeit, Vertrauen, Offenheit, Liebe... in Gang gesetzt. Eine gute Leistung - und das Theater eine gute Möglichkeit der Auseinandersetzung.

20.5.2011  Vernissage Martin Ziegelmüller. Begegnungen mit Bildern aus der ersten Ausstellung  (1970) von MZ im Kunstkeller Bern. Viele bekannte MZ-Sammler sind anwesend. Ein sehr eindrückliches Bild vom Atomkraftwerk Fukuschima ist für die Ausstellung gerade noch fertig geworden.

Im Fenster für die Gegenwart des Kunstmuseums im Progr sind MZ's Geister- und Katastrophenstädte zum Thema Ruinen, das in der städtischen Galerie aber nur noch am Rande weitergeführt wird. Ich hätte wenn schon nur ein einziges MZ-Bild gehängt. Schade, so ist wie ein Bruch zwischen den Ausstellungsräumen. Nah ist einzig das Video von Monika Rechsteiner. Gänge und Schächte des stillgelegten deutschen Atomkraftwerks Stendal, ohne dass dieses je als Ganzzes gezeigtwürde.
Spannend auch die übrigen jungen Künstler: Reto Steiners Raumintervention die Freilegung einer Kalksteinmauer, die keine ist. Karin Lehmann nutzt verschiedenste Materialien für ihre Interventionen. Hier entdecken wir, dass die grob strukturierte Wand nicht durch dickflüssige Farbe entstanden ist. Nein es sind Flöcklein von Sagex, die an der Wand haften.

 
19.5.2011  Vernissage Martin Ziegelmüller im Kunsthaus Langenthal: Arbeitswelt, Porträts und Wässermatten. Die besonderen und z.T. kleinen Räume zwingen zu grosszügigem Hängen der Bilder mit Leerwänden. Ich entdecke ein frühes Portrait von mir, das ich ganz vergessen hatte.
 
17.5.2011  Naturhistorisches Museum St.Gallen: beeindruckender Film über die Steinböcke: im hohen Winter an fast senkrechten Steilwänden - unglaublich die Leichtigkeit ihrer Bewegungen mit ihren schweren Körpern.

Im Kunstmuseum St.Gallen: Sehnsucht Süden von Arnold Böcklin  über Claude Monet zu Roman Signer und Silvie Defraoui. Land und Leute, Sonne und Brüchiges. Der Wunsch nach dem atmosphärischen Licht, einem leichteren Leben wird mit der Nähe zur Vergänglichkeit verbunden.
Nicht in allen ausgestellten Arbeiten wird diese Sehnsucht für mich spürbar. Oder reicht es, wenn buntfarbige Kleidung das einzig Südliche ist, das auf dem Schluchtenbild festgehalten wird. Entspricht das bereits dem Wunsch nach Wärme und Sonne, einem unbelasteteren Leben?
 

15.5.2011  Ich habe an einem Stadt-Rundgang teilgenommen. Orte der Wut: vom Bildersturm der Reformation beim Münster angefangen, zum Lischetti-Münster auf der Plattform, zum Lischetti-Brunnen, dem einzigen ohne Statue - es sei denn eine lebendige, die sich die Treppe hinauf auf die abgebrochene Säule wie auf ein Rednerpodest wagt. Dann zum Käfigturm, dem ehemaligen Männergefängnis, wo auch Demonstranten  Ende l9.Jh. festgehalten wurden. Zum Oppenheimbrunnen, der nur in einer sehr reduzierten Form umgesetzt wurde, war er doch aus Sandstein gedacht mit einem Platz aus roten ?Kieselsteinen? Zu teuer. aber immerhin war er vom Stimmvolk so und da gewollt.

Verpasst. das Klarinettenkonzert von Amadeus Mozart mit Paul Widmann und seine eigene Komposition. Er weiss um die Nähe von Schönheit und Gefahr, ist fasziniert davon. Versucht das lineare Instrument Klarinette auch flächig zu spielen Höhen und Mitteltöne in nebeneinander-Folgen einzubinden.

 
14.5.2011  Wir haben Poetry-Slammer für ein Fest eingeladen: Diego Häberli, Marianne Meyer, Michèle Friedli und Kilian Ziegler. Sie haben bei jung und sehr auch bei alt Begeisterung ausgelöst. Das freut uns sehr. Ob wir die Poetry-Slammer in eine Reihe mit Chansons, Troubadourliedern und Rappern setzen können als für jede Generation einem neuen Ausdruckmittel?
 
10.5.2011 heute wieder an den Texten für die 40Jahre Kunstkeller Bern gearbeitet. RM hat eine zusätzliche Idee: sie möchte mit MM alte Galeriedokumente hervorholen und an die Wand pinnen. Sie ist überrascht von all den Künstlern, die in der Galerie ausgestellt haben. Zum Teil überdeckt sich ihr Anliegen mit meiner Arbeit, von der sie allerdings noch nichts weiss.Wir werden das besprechen und ev. weiter entwickeln. Ich bin gespannt auf einen Aspekt von aussen.
 
9.5.2011 gestern ein Konzert mit Patrick Demenga, Cello und Markus Schirmer, Klavier im Blumensteinkirchlein. Beethoven, Schubert und Don Banks, ein australischer Komponist, der alle möglichen Streich- Zupf und Schlagarten auf dem Cello in seiner Komposition einfliessen liess. 60er Jahre des letzten Jahrhunderts, modern also. Beethovens Sonate für Cello und Klavier D-Dur op. 102, spielt aber auf gleicher Ebene nur ungefähr 150 Jahre früher. Unglaublich visionär und seine Zuhörer? Wie haben sie das wohl goutiert?
 
6.5.2011  Ausstellungswoche im Kunstkeller. Intensive Zusammenarbeit mit Willi Müller und Niklaus Wenger. Die Ausstellung soll ein Dialog zwischen den Arbeiten werden. Die Arbeiten sollen aber auch ganz eigenständig gesehen werden können. Am 5.5. Vernissage mit erfreulich vielen jungen, interessierten Kolleginnen und Kollegen, auch interessierten Kunden.
Kurz war ich noch im Kornhaus, wo die Zeichnungen der Kinder und der Erwachsenen zum Thema Wunschsilhouette der Stadt Bern aufgerollt zu sehen war - ein Produkt der Museumsnacht. Das Visionäre, das ich mir dabei erhoffte fehlte aber fast ganz.
 
24.4.2011  letzten Mittwoch wurden im Kunstmuseum Thun die Gewinner des Louise Aeschlimann-Corti-Preises bekannt gegeben. Den Hauptpreis erhält Niklaus Wenger. Ganz toll! Die Jury schreibt dazu: "... Indem Wenger die hinter dem konstruktiven Bauprozess stehenden Materialien abbildet, an- und übereinaderfügt, zu eigenen neuen Kompositionen zusammenstellt und in den Himmel ragen lässt, referiert der Künstler auf die zeitgenössische Betonarchitektur. In seiner künstlerischen Freiheit rückt er jedoch die hinter der Architektur stehenden Hilfskonstruktionn ins Zentrum. Durch das Transformieren des Materials verleiht er ihnen eine ungekannte, scheinbar organische Qualität, welche mit der typisch glatten Ästhetik des Betons bricht. Der faszinierte Betrachter möchte die Objekte am liebsten berühren. Die Jury ist von der konzeptuellen und handwerklichen Leistung der Arbeiten und deren subtilen, fast schon malerischen Ästhetik überzeugt...". Ein grosses Publikum ist da, werden doch auch weitere 19 Künstler-Eingaben gezeigt. Darunter die spannende Arbeit von Niklaus Mettler mit seinen unheimlichen Holzgeräten und Livia di Giovanna mit ihrer sehr schlichten und klaren Videoskulptur. Beide erhalten einen Förderpreis.
Morgen beginnen wir mit dem Aufbau derr Ausstellung von Niklaus Wenger im Kunstkeller Bern zusammen mit dem Maler Willi Müller. Das wird eine spannende Auseinandersetzung, ich freue mich darauf.
 
14.-20.4.2011  in Frankreich ohne Internet.
 
11.4.2011  Kaffeebar und Kunstraum "Fahrnisbau". In kürzester Zeit wird das Bio-Ladenlokal von Vatter am Bärenplatz von Heinrich Gartentor "zwischengenutzt". Er realisisert mit Alexander Jaquemet, Adrian Scheidegger und Olivier Jaggy ein Projekt: setzt einen Schiffscontainer durch die Schaufenster ins Ladenlokal. Aus diesem kugeln 1800 handgefertigte Porzellankugeln in den Raum. Mit ihren Lichtpunkten verbreiten sie ein verwunschenes Glänzen in die neue Ladenlandschaft. Hinten an der Wand ein grossformatiges Foto einer Elster von Alexander Jaquemet, das auf Entfernung wie eine chinesische Malerei wirkt. Er wird nächsten Monat im Kornhaus in Bern eine Ausstellung haben. Vom Eingang her rechts die Kaffeebar mit Oli. Im Untergeschoss türmt sich in neuem Format zusammengestellt ehemaliges Ladenmobiliar: Gestelle, Behälter, Einkaufswagen. Den Wänden entlang und in Nischen laufen unzählige Videos. Thema. all die Unternehmungen von Gartentor: ideenreich stellt er den Alltag auf den Kopf, engagiert sich politisch, sozial und in der Kunst. immer ein wenig hintersinnig und unerwartet. Eben hat er mir trotz Flitterwochen definitiv zugesagt am 20.August eine kleine Rede zum 40.Jahr Kunstkeller Bern zu halten. Eine Möglichkeit dem Galeristen aus Künstlersicht etwas mitzuteilen. Ich bin gespannt, wie er sie nutzen wird.
 
8.4.2011  morgens Atelierbesuch bei Jürg Straumann. Grosse Auslegeordnung: am Boden auf weissem Papier viele Temperazeichnungen, bezw, Malereien und Aquarelle als Paraphrasen zu dem Stilleben mit Äpfeln von Paul Cézanne. Eine ungeheure Vielfalt öffnet sich da angeregt von einem Bild, das eben ganz anders auch noch sein könnte
  Paul Cézanne                                 Jürg Straumann
 

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Die Ölbilder gehen der Frage noch intensiver nach: "Was an diesem Bild stimmt auch für mich, was brodelt zusätzlich und wo sehe ich eine andere Lösung". So verschränkt der Künstler eigene und fremde Wertungen, verflicht Valloton, Magritte oder Hopper mit seinen eigenen Gedanken oder Gefühlen.
  David Hopper                                   Jürg Straumann Paraphrase
 

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Zum 40.Jubiläum, das der Kunstkeller diesen Herbst feiert, schenkt Jürg Straumann mir ein treffendes Bild und erinnert mich an unsere 39-jährige Bekanntschaft und unsere 27-jährige Zusammenarbeit.
Er möchte rasch seinen nächsten Ausstellungstermin im Kunstkeller haben. Das wird vermutlich Frühjahr 2012 sein.

8.4.2011 nachmittags: Galerientour in Bern
Annex zeigt Blicke in die Arbeit der Galerie Lydia Megert. Diese hat in den 70er Jahren konkrete Kunst und MinimalArt gezeigt. Nach 16 Jahren die Galerie geschlossen, ein Jahr in New York verbracht und 10 Jahre lang in Paris Künstler mit Editionen unterstützt. Es ist auch der Blick in eine andere Zeit, in der sich Stilrichtungen jagten. Die Galerie Toni Gerber gab es schon. In der Kunsthalle wirkte szeemann. Interessant bei diesem Ausstellungsgut zu sehen, wo die damals geförderten heute stehen. Wen kennt man noch, und wer ist trotz Qualität verloren gegangen. Unsere Zeit hat ein grosses Plus: jedes Medium ist heute akzeptiert, auch wird vielmehr jede Stilrichtung goutiert. Das war in den 70er und 80er Jahren zu Beginn der Arbeit des Kunstkellers gar nicht so.

Galerie Margit Haldemann schliesst nach dreissig Jahren. Weiss noch nicht genau wo und wie weiter. Für viele Künstler wird das nicht einfach sein. Auch Heidi Langauer, deren viel gelobte Arbeit wir im März im Kunstkeller wieder gesehen haben, hat ihre Galerie in Zürich durch den Tod von Esther Hufschmied verloren, ebenso jene in Wien und Linz.
Galerie Oktogon zeigt aus der Sich von Konrad Tobler wichtige gegenwärtige Positionen in Bern: Vaclav Pocarek, Irene Schubiger und Beat Feller
Zuletzt noch Kunsthalle-Vernissage: born in Bern. Auch hier Rückblende in die fünfziger und sechziger Jahre, aber in individueller Form: Woran erinnert sich olivier Mosset, der schon lange in den USA, in Arizona arbeitet. Mit Deckenmalereien aus dem 16.Jahrhundert ist der Künstler an der Kramgasse aufgewachsen. Ob das sein Engagment für Kunst beeinflusst hat? möchte man gerne wissen. Er meint vielmehr Rauschenbergs angemalte Ziege in der Kunsthalle: wenn das Kunst ist, kann ja alles Kunst sein. Die Idee vom Kunstwerk, das unabhängig von der Person des Künstlers existiert interessierte ihn. So wird in einem zweiten Teil in der Kunsthalle die Arbeit der chinesischen MadeIn Company gezeigt, 2009 in Schanghai von Xu Zhen gegründet. Sie funktioniert als Kunstfirma und nicht der Name eines Künstlerstars wird im Verkauf herausgestrichen. Die MadeIn Company hat weltweit ermittelt mit welchen Körperübungen die verschiedenen Religionen arbeiten und daraus eine spirituelle Fitnessübung Physique of Consciousness entwickelt, die studiert, in einem Video betrachtet und selbst geübt werden kann.
 
6.4.2011  morgens Abtransport der Bilder von Heidi Langauer,
 
LdP 5.4.2011  abräumen der Ausstellung und Transport Laurent de Pury nach Genf. Ein Teil seiner Arbeiten geht weiter an dei Ausstellung Wald und Holz in Zuzwil. Anna verpackt die Einladungen für die nächste Ausstellung im Kunstkeller mit Niklaus Wenger und Willi Müller. Beide bewegen sich zwischen Illusion und Realität. Willi Müller in kühner, expressiver Farbigkei, mit der er seine einfachen Dinge und Alltagsszenen festhält, um sie gleich wieder aufzulösen. Niklaus Wenger in präzisen, subtilen Holzverschalungen, die das Auge zu differenziertem Schauen verführen, um dann festzustellen: Beton. Das wird eine spannende Gegenüberstellung, ein Hinterfragen unserer Sehgewohnheiten.
abends. Lieferung eines Holzobjektes von Laurent de Pury und Montage mit dem Fachmann. Geschützte Aussenwand, Empfang und Blickfang für den Besucher. Sehr schöne Arbeit, wie geschaffen für diesen Ort.
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29.3.11  Atelierbesuch bei Marianne Flury in Basel. Seit meinem letzten Besuch bei ihr, vor ungefähr drei Monaten, ist viel Bewegung in ihre Arbeit gekommen. Ich freue mich auf ihre Ausstellung im Herbst im Kunstkeller Bern.

 

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Auch Regula Hügli hat in einer eigenwilligen Technik Neues entwickelt: "Spaziergänge in alte Zeichnungen" nennt sie die Serie. Sie zeigt mir auch letzte Postmarken. Während dreissig Jahren hat sie jede Marke, die sie mit der Post bekam bearbeitet und kleine Kostbarkeiten daraus gemacht.
 

 

 

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Die Segantini-Ausstellung in der Fondation Beyeler wollte ich unbedingt sehen. Das Bild aber, das ich wiedersehen möchte, fehlt: "Sein" aus der Trilogie "Werden, Sein und Vergehen. es hing in meinem Elternhaus - als grossformatiger Druck versteht sich. Ich bin damit aufgewachsen. In jungen Jahren habe ich das Original im Museum in St. Moritz gesehen. Das ist aber lange her.

     
28.3.11  VBG-Sitzung: über Kollegen soll man sich besser nicht äussern...
 
27.3.11  Apéritif in der Ausstellung im Kunstkeller. Der Anlass 11.11, 11 Minuten für Sie, bei dem die Künstler etwas zu ihrer Arbeit sagen, hat immer reges Interesse ausgelöst. Heidi Langauer erörtert ihr Thema "Vergänglichkeit", das sie schon lange begleitet auf eloquente Weise. Als Wienerin hat sie uns ein Stück Sprache voraus. Dazu kommt, dass sie sehr klar weiss, woran sie arbeitet.
Laurent de Pury hat seine "Reise-Kunstwerke" vorgestellt, die er als "Übung" vor ungefähr 20 Jahren entwickelt hat: einen Vierkantstock, der zweimal vier Schnitte am richtigen Ort erhält und schon hat er ein fragiles, zierliches Objekt!
 
22.3,11  heute beim Drucker in Derendingen. Karten von Willi Müller und Niklaus Wenger. Farbanpassung. Welch Glück, wenn ich das Original mitbringen kann. Auf den Bildschirmen sind die Farben nie velässlich. Schon gar nicht bei den farbigen Ausdrucken. Beide Karten werden nach langem Anpassen sehr schön.
Auf der Rückfahrt über Vinelz bei Nigg gerahmte Bräuningerbilder abholen. Rasch bei Martin Ziegelmüller ins Atelier schauen: der Kristall ist Thema geworden ausgehend von der nicht enden wollenden Stadt, bis er diese in Kristalle umformte.
21.3.11  Besuch von einer Gruppe mit Schülern mit einer Behinderung und ihren Betreuern im Kunstkeller. Sie kommen aus Schüpfheim (Entlebuch), wo sie nächste Woche eine kreative Arbeitswoche mit dem Künstler Urs Bärtschi haben. Sie werden schweissen und freuen sich sehr. Die Ausstellung mit den Holzarbeiten von Laurent de Pury und Heidi Langauers archaischer Malerei finden grosses Interesse.

19.3.11  Gestern Museumsnacht. Eine gute Sache. Alles ist unterwegs, vor allem auch viele Kinder.
Die Mobiliar zeigt ein beeindruckendes Video von Pauline Julier: weiss in weiss. Schneelandschaften, Einöden, eisiger Wind. Hier werden im internationalen Samenarchiv auf Spitzbergen in Norwegen hunderte von Pflanzensamen in beschrifteten Beuteln aufbewahrt. Für den Fall einer globalen Katastrophe. Schon Peter Bräuninger hat von diesem Unterfangen gesprochen und seine Arche Noah als Überbringerin solcher Fracht bezeichnet.
Heiliggeist-Kirche: Schaleninstallation.
Im Kunstmuseum "Dislocation": politisch engagierte Kunst. In Südamerika hat die Kunst eine direktere Möglichkeit sich politisch zu äussern und effizient zu sein. Im "Bund" ein tolles Interview von Kathleen Bühler, der Kuratorin der Ausstellung. Sie zählt die drei  Wunder von Bern auf. Das erste der Sieg der deutschen Fussballer 1956. Das zweite Wunder der Progr, der nach seiner Zwischennutzung und dem Projekt für ein Gesundheitszentrum von den Künstlern mit dem Segen der Bevölkerung übernommen wurde. Das dritte Wunder wenn die Zusammenarbeit der Kunstinstitutionen in Bern, ganz sicher vom Zentrum Paul Klee und dem Kunstmuseum Realität wird.
Zentrum Paul Klee. Ich will wieder einmal Pipilotti Rist-Arbeiten sehen. Bin aber enttäuscht wie schon oft. Was sollen diese Videos? Sie berühren mich nicht

13.3.11  Wir haben die Ausstellung von Peter Knuchel - Loeb-Legende - in Siselen besucht. Er hat die Schaufenster von Loeb in Bern international berühmt gemacht.
In Erlach übernimmt im Mayhaus der Junior. Viele Bielerkünstler geben einen ersten Einblick in sein Galerie-Programm. Wie regelmässig er Austellungen machen wird ist mir noch unbekannt.

9.3.11  Renée Magana begeisterte sich schon immer für grosse Bilder, was uns von den Ausstellungen im Kunstkeller Bern bestens bekannt ist. Jetzt malt sie in der Jean Nouvel-Cabane (Expo 2002) in Bümpliz ein Wandbild mit Gerüst und allem "drum und dran". Souverän meistert die Künstlerin auch dieses Format. Motiv ist, was ohne Wand sichtbar wäre: Postgebäude und hohe Wohnblöcke. Dahinter flammt es rot: Bümpliz brennt. Im Vordergrund geparkte Autos auch sie z.T. in Brand. "Feuer", meint die Künstlerin, "gehört in Kalifornien zum Alltag". Sie ist damit aufgewachsen. Und - die Künstlerin liebt Gerippe, seien das Autowracks, Brandruinen oder Skelette von Mensch und Tier. Sie sind ihr ständiger Stachel zur Ausinandersetzung mit unserer Vergänglichkeit.

5.3.11  Vernissage im Kunstkeller Bern: eine wunderschöne Ausstellung von Laurent de Pury und Heidi Langauer. Die Formenverwandtschaft der beiden Künstler verbindet, das Material - Holz und Ölbilder - unterscheidet. Heidi Langauer mit Raumstrukturen und -schichtungen, Licht in Dunkelheiten, die wie Gedankenblitze wirken. Laurent de Pury mit einem unglaublichen Raumempfinden, mit dem er all die Verbindungen und Verästelungen zu klaren Objekten führt. Vernetzungen in Raum und Zeit sind für beide ein Thema.

3.3.11  Die Zeitgenössischen Schweizer Tanztage in Bern. Tanz - die Faszination zwischen Musik, Video, Bewegung bis zur Akrobatik, installativer Kunst, ja Malerei. Das Wort wird Geschichte, wird Inhalt wie ich das ganz stark bei... erlebt habe. Heute spannen Anna Huber und Yves Netzhammer (z.Z. auch im Kunstmuseum Bern) zusammen: Tänzerin, Choreografin und bildender Künstler. Aus der Videoarbeit wächst ein einfaches Bühnenbild mit Ballonen und Holzstäben. Realer, imaginierter und synthetischer Raum vermischen sich. Yves Netzhammer lässt Anna von einer virtuellen Figur begleiten. Eine tolle Leistung.

2.3.11  Gespräch des Master-Schülers der HKB Martin Möll mit geladenen Gäste. Er stellt seine Arbeit grundlegend vor: ein Eingespanntsein in ein dokumentarisches Aufreihen von gesellschaftsbezogenen Themen. Da waren die schwarz-weissen Fotografie der Matratzen in Paris' Strassen, denen wir in einer Ausstellung im Kunstkeller Bern bereits begegnet sind. Jetzt sind es eine grosse Anzahl A4Zeichnungen von Autowracks. Oder es sind Handschuhe, die er auf den Strassen gefunden hat. Aus dem Publikum die Frage nach dem Inhalt, die Toten und deren Geschichte seien einzubringen. Das ist aber nicht das Interesse von Martin Möll und bleibt dem Betrachter überlassen. Eine spannende Auseinandersetzung zwischen Künstler, Künstlerkollegen und Publikum findet statt.
1.3.11  Aufbau der neuen Ausstellung. Um 11h sind beide Künstler Heidi Langauer und Laurent de Pury mit ihren Transporten da. Die gemeinsame Ausstellungsgestaltung im Kunstkeller Bern geht gut voran ist aber aufwändig. Erstaunt und erfreut stellen beide die Verwandtschaft ihrer Arbeiten fest. Sie hatten sich ja nicht gekannt. Es war meine Idee sie zusammen auszustellen. Um 18h verabschiedet sich Heidi Langauer. Mit Laurent de Pury arbeiten Niklaus Wenger, selbst Künstler aber auch ein guter praktischer Helfer, und ich bis 21.30h. Morgen beginnt die viele Kleinarbeit: Licht, Nummern, Listen,letzte Wischen, Blumen, Vernissage- Einkauf und Vorbereitungen...

26.2.11  Nicht ganz einfach die Blitzlichter-Geschichte. Zu viel wartet schon ohnehin! Am 5.2. Apéritif bei uns im Kunstkeller. Vom 6.-9.Februar nach Paris, um rasch die beiden Blousons von Claude Yvel (vergl.22.1.) zu sehen: Original und Kopie. Unglaublich diese Präzision! Zwei gleiche trompe-l'oeils. Das zweite scheint noch brillanter, noch greifbarer. Claude erklärt mir wie er die frühere Malerei noch steigern konnte. Er zeigt mir, wie er Licht und Schattenpartien noch mehr trennt und hart begrenzt, um dazwischen mit dem Vertreiberpinsel, die Übergänge zu wischen.Das steigert die Idee der Dreidimensionalität. Die Malerei wird lebendig und leuchtend. Dann auch noch die kleinen Details, die er straffer gemalt hat.... Da drüben liegt bereits die massgeschneiderte Kiste für den Transport der Kopie in die Schweiz, wo sie ihren Standort erhält.

Spannend auf die Technik von Claude Yvel die Ausstellung von Cranach dem Älteren im Musée du Luxembourg zu sehen und in der gleichen Ausstellung Unterschiede im Vorgehen eines Albrecht Dürer festzustellen.

Dann rasch in einige Pariser-Galerien, wo ich die von Claude Yvel vorhandenen Bilder fotografiere, um einen Überblick zu erhalten. Faszinierend all die Motive, die er minutiös zusammenstellt und als trompe-l'oeil malt: Spiegel unserer Gesellschaft. Ich beschliesse wieder eine Yvel-Austellung in Bern zu machen.

Von Paris habe ich viel Arbeit mitgebracht. Da sind all die Bilder von Claude Yvel, die ich fotografiert habe und die ihre Daten zugeordnet erhalten. Auch gilt es eine Zusammenstellung der Bilder zu machen, die in der Schweiz sind.

In Bern wartet ein fulminanter Ausstellungsschluss der Ziegelmüller-Ausstellung mit viel Besuchern. Dann Ausstellungsabbau. Abrechnungen. Bilder-Lieferungen. Und gestern bereits wieder Aufbau im art-room mit 40 Zeichnungen von Heidi Langauer. Den Zeichnungen haftet etwas Archaisches und Direktes an, das ich sehr schätze.

Am Donnerstag, 24.2. ist bereits die Kiste mit dem Bild von C.Y. gebracht worden, so dass ich Freitag einem Galeriebesucher das Bild zeigen konnte. Erstaunt, verblüfft über das Können sieht er das Blouson genau an, vergleicht auch linke und rechte Seite der Jacke, stellt Ungleicheiten fest wie die schräg aufgenähte Brusttasche, die das ganze lebendiger machen. Er ist fasziniert von der gemalten Dreidimensionalität eines Details wie dem Ordensband.


Zeichnungen Heidi Langauer:

 

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4.2.11  Kunsthalle-Vernissage in Bern: Cheikh Anta Diop und andere afrikanische Künstler. "Le blanc est sorti du noir". Das die spannende These des senegalesischen Historikers, Anthropologen und Politiker Diop. D.h. die ägyptischen Pharaonen seien Schhwarzafrikaner gewesen, was in den fünfziger Jahren die westliche Welt schockiert. Sie bringt aber eine neue Sicht von Afrika, Europa und ihren Kulturen, von der Wiege der Menschheit, die demnach in Afrika zu finden ist. Auch gibt es keine Rassen, nur von Regionen und äusseren Einflüssen geprägte Entwicklungen.

Vor Jahren habe ich in Paris eine Ausstellung "früher Sudan" gesehen: wunderschön realistisch geformte Skulpturen, die Schwarafrikaner darstellen - und - sie sind vorägyptisch!!! Kontakte zum damals noch unbedeutenden Ägypten waren da. 

 

27,1.11  Gespräch zwischen Konrad Tobler und Martin Ziegelmüller im Kunstkeller Bern. War sehr spannend, von KT leichtfüssig aber präzis geführt und MZ blieb bei seinen Ausführungen konzentriert . Seine Ausstellumg stösst auf reges Interesse. Vermutlich nicht zuletzt weil im Mai die Ausstellungen im Kunstmuseum Bern und dem Kunsthaus Langenthal folgen.

 
Dienstag war ich in der "Fabrik" in Burgdorf bei Niklaus Wenger. Der Künstler ist total fasziniert vom Material Beton und seinen unzähligen Möglichkeiten sich zu manifestieren. Er ist unglaublich aktiv. Nach einem Lehrauftrag an der Hochschule der Künste in Luzern folgte ein Projekt mit Aarchitekten auf Rügen, wo die Schalbauten von Mütter studiert wurden mit einem praktischen Teil: Betonarbeiten. Jetzt arbeitet der Künstler für die Eingabe beim Aeschlimann-Corti-Stipendium, wo er sich einen Werkbeitrag erhofft.. Niklaus Wenger hat auch einen eingeladenen Wettbewerb für ein künstlerisches Projekt zum neuen Anbau bei der Waldau gewonnen. Neben allem bereitet er die Ausstellung im Kunstkeller Bern vor und überrascht mich mit dem Entwurf einer Reliefarbeit für die lange Mauer des kantonalen Neubaus, der auch den Strafvollzug umfasst.
 
22.1.11  Das grandiose Bild "Murder", 1979, das hellblaue Kunststoffblouson des USArmy-Piloten von Claude Yvel ist in schlechtem Zustand (Klima) von Südamerika nach Paris zurückgekehrt. Der Künstler hat es restauriert. Da er nur ausbessern konnte, hat sich Claude Yvel entschlossen eine Kopie anzufertigen. Wie es zur Zeit der Renaissance üblich war. er hat sie mit II gekennzeichnet. Gegenwärtig sind beide Bilder - trompe-l'oeils - bei ihm im Atelier in Paris. Ohne die kleine Markierung ist visuell nicht herauszufinden, wlches das Original ist.
   

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21.+22.1.11  Artikel in Bund und BZ nach einem Podiumgespräch zur Fusion von Kunstmuseum Bern und Zentrum Paul Klee. Nichts Neues zur Sache ist bekannt geworden, es sei denn, dass Matthias Frehner (Direktor Kunstmuseum Bern) sich explizit als künstlerischer Leiter der beiden Häuser sieht. Das bedeutet Überblick, Voraaussicht, Führungsqualitäten, Kommunikation, Fachwissen und Kreativität...
 
Der Mann von der Werbung meint, ich müsse die erste Seite meiner homepage aktualisieren.
Damit ist die Idee der Blitzlichter auf meine Arbeit und Auseinandersetzung mit der Kunst entstanden.