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Blitzlichter |
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| gleich nach "was ich liebe" und "was ich nicht mag" |
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Was ich nicht mag
Vetterliwirtschaft
Arbeit ohne feu sacré
Nationalisten
Führungskräfte - auch Frauen - die schönschwätzen
Fenchel und Mary Blizzard
wenn der Tag zu wenig Stunden hat
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Was ich liebe
meine Familie, besonders die Zwillinge
Bilder die mich berühren
Künstler, die mit ihrer Arbeit die Ränder der Gesellschaft ausloten
Arbeit an Projekten mit engagierten Leuten
denkende, selbständige Angestellte
Reaktionen auf die Ausstellungen, die ich kuratiere
Unabhängigkeit
Menschen, die Verantwortung übernehmen und dafür vollen Einsatz geben
Tagträume
mich auf Neues, Fremdes einlassen
Zeit fürs Lesen und Schwimmen
Valdepeñas Rioja und südländische Küche
trockene Hitze und stille, neblige Herbsttage
sensible Clowns und Artisten
la strada von Fellini, les enfants du paradis mit Jean-Louis Barrault
Edith Piaf. Louis Armstrong und Fado-Gesang
Strawinskys Feuervogel, Dvoraks Musik aus der Neuen Welt und Honeggers König David
Morgendämmerung und abendliches Zwielicht
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Blitzlichter
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| 23.01.2012: habe die beiden Bücher 40 Jahre KunstkellerBern zur Durchsicht erhalten. Als Arbeitsbücher gedacht sehen sie gut aus. |
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| 20.01.2012: Im Progr Präsentation der Arbeiten von Ariadne Stalder durch sie selbst. Ich hatte schon lange keine Arbeiten von ihr gesehen. Viele Projekte im In- und Ausland z.T. sehr stimmig und überzeugend. |
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| 18.Januar: Cantonale Berne Jura in Biel besucht. Ein breites Spektrum von nicht nur in Biel ansässigen Künstlern wird auch hier aufgerollt. Viele auch weniger bekannte. Sara Rohner gefällt. Ka Moser überrascht auch hier mit ihren weich gestimmten abstrakten Farbflächen neben ihrer Quadrate-Geschichte. Im Salle POMA ist der ganze Boden mit farbig bemalten Paletten ausgelegt - eine eindrückliche Wirkung. |
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| 14. + 15.Januar. Galerien-Wochenende. Alle drei Künstler sind in derGalerie und engagieren sich, geben immer und immer wieder Auskunft über ihre Arbeit. Das Bild "live your life" ist überall in der Presse |

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13.Januar: Vernissage Claude Yvel, Rosmarie Vogt im KunstkellerBern. Als ich Claude am Bahnhof abhole, sehe ich in der Ferne einen alten Mann, der seinen Rolator vor sich herschiebt, vorsichtig Schritt vor Schritt setzend. Auf der grosssen Plastiktasche, den er mitfährt steht in grossen Lettern geschrieben "c'est la vie". Auf der Einladungskarte zur Yvel-Ausstellung steht "live your life"! Die Vernissage ist sehr lebendig. Viele interessierte Besucher. Es wird viel geschaut, gefragt, erklärt und bestaunt: das Vorgehen von Rosmarie Vogt, das Umformen von früheren Arbeiten und die technischen Finessen von Claude Yvel. Die Restauratorinnen vom Musée Rath, Genf, mit ihrem Atelierchef sind da, erkunden die Arbeit von Claude Yvel, der ihnen in Genf zeigt wie Konrad Witz restaurieren. Ein grosses Gespräch auch später im Verdi. Im art-room die Zeichnungen von Martin Möll als fortlaufendes Projekt: Autowracks die er einmal linear, einmal flächig, einmal in Schattierungen nach Fotos erarbeitet. Die Ausstellung RV-CY erhält "Bestnoten" vom Publikum. Eine Ausstellung mit - auf die Objekte abgestimmt - leeren Wandpartien.
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| 11.Januar: Thun. Ich habe rasch die Kantonale Ausstellung besucht. Sehr schön die "Klammer" von Markus Furrer: zwei goldenen Halbmonde, bei denen der innere Kreis gebrochen verläuft. Auch Nino Baumgartners hauchdünnen Lichtgeschichten rühren mich an. |
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| 9.Januar: Juan, die dänische Verfilmung von Mozarts Don Giovanni. Eine Übertragung in unsere Zeit. Vor allem der Schluss ist überzeugend: Juan, der sich sagt. nein feige war ich nie, also auch jetzt nicht klein beigeben und etwas wie Reue fühlen oder sogar Schuld für seine Lebensführung, die hunderte von Frauen unglücklich machte und den Mord am Vater einer seiner Geliebten beging. Nein, er war nie feige. Dazu rast die Verfolgungsjagd der Polizei hinter ihm her. Noch könnte er Reue bezeugen. Als sie dann doch stärker wird und er sich ins Antlitz sieht, ist es zu spät. Er rast in eine Absperrung und sein Auto geht in Flammen auf. Für mich vermutlich die letzte Oper, die ich gesehen habe. Ich kann mit dem Gesang vor allem der Frauenrollen nichts anfangen. |
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3.Januar 2012: Hans Ulrich Obrist stellt sein Buch über wichtige Kuratoren vor: Grosseltern-Generation wie Sandberg im Stedeljikmuseum in Amsterdam, der in der Nachkriegszeit das Museum zu einem Kraftwerk machte, das weit über das haus hinaus wirkte. Rüdlinger in Bern, der national von Bedeutung war. Die Elterngeneration wie Kaspar König in Berlin, Henry Kohl, der in London mit dem Kristallpalast eine erste Form von Museumspalast als urbane Gestaltung fand, oder Harald Szeemann in Bern. Dann er selbst und wieder er und wieder Hans ulrich Obrist. Auch Künstler haben wichtige Ausstellungen kuratiert. Etwa, wenn sie bei der Jurierung durchfielen und gleich nebenan ihre Bilder zeigten, wo sie das Publikum in Scharen aufsuchte. So etwa Courbet oder Manet. Alle sind sie Brückenbauer zwischen Künstler und Publikum. Dabei geht es um Kräfte, die sich in der Kunst zeigen und weiter ausstrahlen. (Wege jenseits der Kunst, etwa in der Architektur) H.U.Obrist erzählt von seinen Interview-Projekten: macht mit jedem Künstler mit dem er zusammen arbeitet ein Interview. Gespräche z.T. über Jahre hin. Interview zu drtt, wenn ihn eine Person zu einer anderen Person führt, die er kennenlernen mövchte. Stadtporträts in Form von einem Marathon-Interview. Künstler werden 24 Stunden lang über eine Stadt befragt. Intervies mit Leuten über 100jährig, "wie mit Albert Hoffmann, der die Quintessenz seines Lebens auf einen Zettel Schrieb: die LSD-Formel." Eine Show war an der Biennale in Venedig 2008? . Sie wurde als eher langweilig taxiert. Heute noch eine Generation jünger sind die Off-Räume entstanden oder Räume wie der art-room im Kunstkeller
Ein weiteres Thema, das H.U.O. interessiert ist: wie entstehen Ausstellungen: eine Ausstellung initiert eine andere. Wie werden Entscheide getroffen. und- nicht auf alles kann eingegangen werden. Interessant aus meiner Sicht wäre auch: wie wird das ganze finanziert
Der ganze Abend nicht uninteressant, aber in der Präsentation schlecht gegliedert und ohne Spannungsaufbau. Ein Geleier in der Tonlage - leider. Auch: was hat denn Sandberg gemacht oder Szeemann, wie soll das ein nicht Insider verstehen?
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| ??? Dezember: Kunsthalle Bern: Kantonale Ausstellung: Ka Moser bringt Auflösungen ihrer Quadrate, Farbbewegungen. |
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| 16.17.Dezember: Aufbau der Ausstellung mit Rosmarie Vogt und Claude Yvel im Kunstkeller: spannende Auseinandersetzung zwischen Aufreihen und Aufreihen, beide mit Gehalt und Wirkung. Bin interessiert wie das Publikum die Ausstellung erlebt. |
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13.Dezember: mit Heidi Langauer an der Förderpreisverleihung der Annemie Fontana-Gränacher-Stiftung. Heidi hat den Preis 2007 erhalten. Jetzt wird Julia Steiner (29) geehrt. Sehr schöne Laudatio von Stiftungsmitglied ...
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7.Dezember: Transport Yvel von Paris angekommen. Alles gut gegangen. Eine grosse Fülle an Arbeiten haben wir zusammenstellen können. Mit Rosmarie Vogt zusammen werden wir eine spannungsreiche Ausstellung einrichten. Sie kommt mit ihren Arbeiten am 16.Dezember. Bis dahin versuche ich verschiedene Gruppierungen zu platzieren.
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1.-7.Dezember: bone-festival. Gerade nur am 3.Dez. im Schlachthaus. Die Bärenwünsche auf dem Rathausplatz im Regen: eine Viertelstunde Klatschen durchhalten ist nicht wenig. Das auf Glockenschlag plötzliche Aufhören, dann doch überraschend. Überzeugend die karmischen Tupferl für KaDe Schacht und 6 weitere geniale Verstorbene mit Frieder Butzmann. Mit minimalen Mitteln und viel anstrengendem Körpereinsatz wird vergangenes Leben nachgezeichnet. Was würde er von Norbert Klassen, der das Festival ins Leben gerufen hat, und eben gestorben ist, aufzeichnen?
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3.Dezember: "Transform", Sibylle Heiniger und Franz Krähenbühl, Gutenbergstrasse 10A: ein für die Nutzung zeitbegrenzter Raum, in dem Künstler aller Branchen arbeiten. Jeden Donnerstag ab 18h kann die Fortsetzung einer Arbeit betrachtet werden, was einen Blick in den Arbeitsprozess ermöglicht. immer spannend. Die Räume fordern einiges.
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2.Dezember: Vernissage der Sammlung Arina Kowner: die russische Kunst seit 1970. Vielfältig, zersplittert - Moskau und Petersburg können wie zwei Welten wirken. Oft schwer nachvollziehbare Äusserungen, die aus denpolitischen Situationen entstanden sein mögen. Würde eine starke Vertiefung fordern, um den Arbeiten gerecht zu werden. Nur so berühren mich die Arbeiten wenig. Ist es möglich, dass Fremdes kraftvoll ist und ich das nicht sehe?
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28.November: beim Drucker. eine gute Grafikerin und ein angefressener Drucker. die Leitung ???
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25.November: bei Simeun Moravac in St,Gallen bezw. Roggwil. Er macht eine spannende Arbeit um Architekturen, Häuser zwischen hier und dort, zwischen der Erde und dem Himmel- in Gedanken eine Arbeit ausgelöst von einem Märchen.
Später in Wil in der Ausstellung von Victorine Müller. Bezaubernd wo sie an die Grenzen von realem und irrealem Raums geht. Mehr Mühe habe ich mit der Figur, insbes. ihrem Brustkasten und den Füssen: mehr abstrahieren oder präziser werden. Ich muss ihr das sagen. Konnte nicht an ihre neue Performance in Biel.
Am abend noch rasch im Gepard bei Martin Möll vorbeigesehen: sehr, sehr schön gehängt. Arbeiten eier Spurensuche. Auch die Arbeit in den Widmarhallen beim Entrée. Ich hätte gerne gerade noch mehr davon gehabt - trotz bauliche Begrenzung. |
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20.November Kunstmuseum Solothurn: Ferdinand Hodler - Cuno Amiet, eine Künstlerfreundschaft. Die gegenseitige Anregung wird in der Ausstellung sehr schön aufgezeigt. Spannend die langsame Entwicklung von der Bewunderung Amiets zur Beachtung seitens Hodler. Sehr schön der Saal mit den gelben Mädchen, die in Hodlers Frühling ein Pendant finden. Später wird die gegenseitige Achtung noch deutlicher spürbar. Etwa wenn Cuno Amiet den Jura malt - wie die breit gelagerten Seebilder von Hodler.
Ein spannendes Gespräch mit Christoph Vögele...
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Im Foyer des Museums habe ich Jürg Hugentobler getroffen. Er hat mir seine Ausstellung in der Galerie Medici geöffnet.: ein geschlossener Raum im Raum. Inside werden von 15 verschiedenen Lämpchen in einem Wechselspiel immer wieder neue Teile einer vielfältigen Konstruktion aufgedimmt, um sofort wieder zu erlöschen. Die ganze Installation wirkt sehr geheimnisvoll, gerade, weil die Licht- bezw. Dämmerungszeit so kurz bemessen ist, dass nichts Genaues erkannt werden kann. Jürg hat mir dann den Raum bei vollem Licht gezeigt: eine komplexe Anlage von verschiedensten zu einem komplexen Ganzen eingesetzten Materialien. Den Zauber aber bringt das Aufglimmen, fast aber doch nicht Erkennen des Gesehenen.
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18. November Vortrag von André Marty: Wohin geht der Mittlere Osten. Als Korrespondent des CH Fernsehens kennt er das Gebiet sehr gut. Er führt uns vor Augen, wie jedes Land seine eigene Vergangeheit und auch Zukunft hat, dass die Orientierung dieser Länder nicht Richtung Europa und Demokratie geht, vielmehr Richtung Süden - Afrika.
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15. November Tacheles von der vis-arte. Spannende Auseinandersetzung. Kunst diesseits und jenseits des Röstigrabens. Wie häufig überspringt sie ihn. Mehr werden Künstler aus der Westschweiz in der Deutschschweiz gezeigt als umgekehrt. Nicht einverstanden bin ich mit dem Votum, dass Berner gerne nur Arbeiten von ihnen bekannten Bernern kaufen. Da spielt doch ein direktes Berührtsein eine wichtige Rolle bei einem Kaufentscheid und das muss für einen Berner nicht unbedingt ein Berner sein.
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13. November Menschen aus Holz, gross und klein. Werner Ignaz Jans im Oxyd in Winterthur. Eingänge, Durchgängen weite und enge Räume, Treppen, die zu neuen Räumen führen. Sie eignen sich um mit Gruppierungen Stimmungen herauszuarbeiten. Auch um Versuche zu wagen, wie gleich am Eingang. Da stehen Zedernreihen mit Spiegeln, die wie Teiche wirken. Die Figuren sind feiner ausgearbeitet , die Gesichter erscheinen individueller. Cäcilia steht nur zum Teil für Barbara. Mehr als früher ist jede Figur sie selbst. Menschen aus dem Lebenskreis und der Erinnerung von Werner Ignaz Jans. Wir alle fühlen uns angesprochen als Mensch, mit allem, was wir mitbringen.
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8. November 2.Teil der Jurierung der Zeichnungen: so möchte ich leben (Insieme - ZPK Creaviva). Arbeiten zu zweit. Schwierige Entscheide, aber spannende Voten. |
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4. November Aarau. Atelierbesuch bei Rosmarie Vogt. Ihre Arbeiten mit jenen von Claude Yvel zu sehen wird spannend sein. Beide kennen den Faktor Zeit. CY in auf Themen konzentrierten Bildern, typisch für die Stimmung einer Zeit. Bilder neben einander. RV gestaltet Objekte, die sie über früher entstandenen Arbeiten entwickelt. Hier ein fortwährendes Jetzt. Hier Zeiten übereinander. Da Zeiten nebeneinader. War dann noch im Kunsthaus. Dieter Roth - auf der Suche nach sich selber. Unzählige Selbstporträts, die sich z.T auch auflösen.Vielleicht gerade wegen dem ständigen Hinsehen...
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2. November Tanztage: Steven Cohen mit Cradle of Humankind. Er führt uns mit phantastischen Bildern und seiner 90-järigen afrikaanischen Ziehmutter zur "Wiege der Menschheit", wie der Ort vom UNESCO-Kulturerbe genannt wird. Es ist ein Ort 45km von Jahannesburg entfernt. Hier in den Höhlen wurden fossilierte Knochen des Frühmenschen, des Australopithecus Africanus entdeckt. Steven Cohen wirft die Frage auf, wo denn wir in unserer Entwicklung seien. Sind wir nicht hier bei den Affen noch ganz zu Hause? Eine berührende und aufwühlende Geschichte. Vor zwei Jahren war er da mit seiner Arbeit im Ghetto von Johannesburg, wo ein Teil gerade zerstört wurde, um Neubauten zu weichen. In diese verzweifelte Stimmung der Bewohner, denen das bisschen noch genommen wird geht er mit nur einem Leuchter "bekleidet" wie ein Domptuer konzentriert genau auf das, was er tut. Er erhält dadurch Ausstrahlung und Schutzhülle zugleich. Phantastisch¨
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1. November Gründung der BOM Bernischen Online Medien
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31. Oktober Schweizer Tanz- und Choreografiepreis geht an Laurence Yadi, Nicolas Cantillon Compagnie 7273. Eine intensive Darbietung . Im Halbdunkel wird vor allem das Spiel der Hände und Gesichter lebendig. Da Zusammenspielen, Auseinanderdriften und sich wieder Finden.
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30.Oktober Hamlet in Widmar I. Ein sehr nervöser Hamlet und eine Ophelia, die ich heutiger angezogen hätte. Im Grossen und Ganzen aber gut gespielt, wenn mich das Spiel auch wenig berührt hat.
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| 29.Oktober Vernissage Galerie Edgar Frei. Sehr schön gelegenes Haus. Räume für Galeriezwecke hergerichtet. Niklaus Wenger arbeitet mit Holz. Realisiert verschiedenste Abwandlungen von Schlaufenelementen. Auch die Arbeiten von Thomas Hauri sind sehr schön. Räume, Mauerwerk mit schwarzer Tusche. |
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26.Oktober Tanztage. Yasmeen Godder. Storm End Come. Komplexe psychische Zustände in einem ständig sich ändernden Kontext. Schade, dass kein End gefunden wurde. Fast unerträgliches Zerdehnen, das der Qualität Abbruch tat.
Andros Zins-Browne mit The Host. Eine Zumutung im Umfeld der Tanztage. Doch allzu banal!
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21.Oktober 16.30h Regina Saura und Pete Sans sind von Spanien angekommen. Wir stellen das einmalige Objekt, die gemeinsam entwickelten block-lamps zusammen. Sie wirken in ihrer Einfachheit sehr eindrücklich. 18 - 20h Vernissage der Ausstellung Regina Saura: Bilder mit leuchtenden Farben und hellem Licht (siehe unter aktuell oder unter den Künstlern hier auf der homepage). Das Publikum ist begeistert. Gute Stimmung
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21.Oktober 2011 Einweihung der forensisch-psychiatrischen Station "Etoine". Niklaus Wenger hat den Auftrag zu einer Arbeit vor dem Gebäude (verlängerter Flügel des AltenBaus) erhalten. Im Archiv der psychiatrischen Klinik Waldau begegnete NW Johann Lang, der als Patient Häuser mit Fenstern und immer wieder Häuser mit Fenstern, wie an einem langen Strassenzug, über die Heftseiten hinaus auf die nächste Seite zeichnete. In der Auseinandersetzung damit ist ein scheinbar fragiles Objekt aus Beton entstanden, das durch Rahmen und Fensterrahmen die Sicht sowohl nach innen wie nach aussen ermöglicht. In seiner einmal roh belassenen und einmal glatt geschliffenen Oberfläche wirkt es lebendig und verwirrend zugleich, ob Einsicht oder Aussicht.
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20.Oktober 2011 Eröffnung der Ausstellung Belinde Bruyckeres im Kunstmuseum Bern. Kathleen Bühler hält eine eindrückliche Eröffnungsrede. Sie führt uns über den katholischen Glauben durchs Mittelalter, den Schmerzensmann von Lukas Cranach - ein Werk, das offenbar nur ganz selten ausgeliehen wird, für die Künstlerin aber grosse Bedeutung hat, wie auch Pasolinis Filme - in die Gegenwart. Die Verletzung des Leibes - Gewalttätiges, Unnatürliches, wächserne, kopflose Gestalten, Gehäutetes, Totes, Mensch und Tier - Wachsskulpturen. Ihr Vater war Metzger. Alles in klobigen, mittelalterlichen Ausstellungsvitrinen, die die Künstlerin offenbar so haben will. Warum berührt es mich nicht? Auch Alfred Hrdlicka sagte , dass erst in der Verletzung des Fleisches der Schmerz gesspürt wird. In seinen Torsi fühle ich ihn. Hier bei Belinde Bruyckeres ist schon alles tot, vorbei. Die Seele ist fort - ist es das? auch das Persönliche fehlt. Liegt es da, dass mich die Ausstellung nicht packt?
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| 19.Oktober 2011 Eröffnung Tanztage mit der Gruppe Roses mit der Pionierin des belgischen Tanzes. Anne Teresa De Keersmaeker arbeitet intensiv mit Musik und imme wieder aus anderen Zeiten. Heute ist es gregorianische Musik: Querflöte, Geige und Stimme: Dissonanzen und eine gewisse Eintönigkeit. Die Tanztruppe mit untereinnder verwandten Bewegungen, immer wieder repetiert auch in Parallelschritten und Sprüngen. Ein Miteinander, Gegeneinander und erste Vereinzelung. Das Klosterleben taucht auf mit seiner Engnis und seinen gefahrvollen Öffnungen. Eine einzelne Gestalt verliert sich ganz an die Macht des Tanzes |
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17.Oktober 2011 Jurierung der besten Werke des Malwettbewerbs "so möchte ich leben", Format A3, ein Projekt von Insieme und Creaviva ZPK. Sehr spannend und lebendig, wie die Wahl vor sich geht, vor allem wie bei gleicher Punktezahl die Werke verteidigt bezw. besprochen werden. Hier eines der zwei Siegerblätter - vorläufig ohne Namen, da das Proceder noch läuft.
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16.Oktober 2011 Eröffnung der Jetzt-Kunst im Marzilibad. Interessant die Geschichte des Marzilibades, das seit dem Mittelalter besteht und offnbar lange europaweit eines der drei existierenden Bäder - Hamburg, Berlin und Bern - war. Zur Kunst: viel Bekanntes ist da. Ich stelle wieder fest: Arbeiten, die auf einen Ort Bezug nehmen, vielmehr hergeben als Hingestelltes. Das Ungefähre, Zufällige... Was möglich ist, wenn eine Arbeit formal in sich geschlossen ist, als Sujet aber vielerorts stimmen kann, wie die Tankdeckel von Vincenzo Baviera. Sie wirken überall. Schwieriger ist ein Objekt wie jenes von Paul Widmer, das für mich zu wenig ortsspezifisch ist. Hübsch die Arbeit von - wie heissen die beiden schon wieder - Eine grrosse Menge Frottetüchlein mit Aufschriften hangen einzeln an den Haken entlang den Holzwänden. . |
7.Oktober 2011 ausnahmsweise habe ich in einer französischen städtischen Sommerausstellung Spannendes gesehen. Tournus hat Meister des Pastells eingeladen. Für mich war die Überraschung vor allem wieviel Künstler sich dieser Technik bedienen und wie sehr sie beherrscht wird. Die chinesischen Schalen und Löffel vor dem tief dunklen Hintergrund sind erstaunlich präzis gearbeitet. Sie grenzen schon an eine trompe-l'oeil-Technik. Mit den Porträts habe ich fast durchgehend Mühe. Landschaftliches ist sehr unterschiedlich. Die Preise sind nicht mit Schweizer-Preisen vergleichbar: sehr bescheiden.
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| gegenwärtig: 14 Tage Frankreich ohne Internet. |
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3.Oktober 2011 Die Fotoausstellung von Taryn Simon in der Tate Modern in London muss beeindruckend sein, vielleicht sogar erschüttend sein. Sie fotografiert Stammbäume, Blutslinien, ganze Clans, bis zu 40 Fotos einer Sippe werden abgelichtet. Daneben Materialien aus deren umfeld. Wer sich nicht fotografieren lässt, erhält ein weisses Blatt. Hans Frank, der Bewunderer Hitlers, Rechtsberater und Gouverneur von Polen hat das dritte Reich aals eine der grossartigsten entwicklungsepochen auch im Rückblick erlebt und verteidigt. Seine Sippe weist viele leere Bilder auf. Die Familie eines chinesischen Beamten ist da, ukrainische Waisenkinder - Menschen ohne Blutlinie, australische Hasen mit einem tödlichen Virus infisziert, da sie zu den schlimmsten Schädlingen zählen. Auf Distanz müssen die Fotos sehr uniform wirken. Erst aus der Nähe lassen sie Individuelles zu. Quer durch die Welt richtet Taryn Simon unser Augenmerk auf zentrale Vorkommnisse . Mich würde interessieren, wie die Künstlerin zu den einzelnen Themen findet.
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30.September 2011 Franz Gertsch: frühe Werke im Burgdorfer Museum. Immer spannend: lassen sie schon etwas vom späteren Charakter des Werks erahnen? etwa im realistischen Selbstporträt, 1945? Dann Schule Max con Mühlenen. Die Pariser Aufenthalte formen ihn. Die vier Jahreszeiten zum ersten Mal hier versammelt. Für den Winter kann ich mich immer wieder begeistern. Wie er das Untergehölz mit der feinen Schneedecke erfasst: wunderschön. Im Kabinett: Anna Lea Hucht berührt mich wenig.
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27.September 2011 Besuch des Archivs der Post und Telekommunikation. Viele spannende Dokumente. Rein äusserlich wird der Zeitfluss erfahrbar. Etwa in der Präsentation derselben Broschüre nach 20 oder 50 Jahren. Liest man sich hinein, ist auch die Beamtensprache Veränderungen unterworfen. Sehr schön der Postkutschen-Fahrplan der Schweiz! Die Dichte des Verkehrs wird klar ersichtilich. Mit Kreisen werden die Ortschaften mit ihren Stationen angegeben. Dabei werden Ankunft und Abfahrt der Postkutschen eingetragen, so dass auch 1849 das Schiff in Genua rechtzeitig erreicht werden konnte. Alles handschriftlich.
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26.September 2011 die Bilder von Regina sind eingetroffen. Ich bringe sie zum Rahmen.
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21.September 2011 Wollte ursprünglich an der Ballettprobe im Vidmar teilnehmen. Die Zeit hat leider nicht gereicht. Ich war aber beim Atelierbesuch mit Orva bei Renée Magaña. Viele Interessierte Besucher. Renée liebt Totes, Körper von Mensch und Tier. Sie findet sie schöner als lebendige Körper. Si liebt, was sich verändert, verwest, ja vielleicht sogar in verschiedener Hinsicht transzendiert. Die heftige Palette der Künstlerin löst sich auf. Was bleibt sind ihr geliebtes Schwarz und Weiss: schwarzer Grund, weiss lasierend das Motiv, das sich auch verflüchtigt. Transparent sind noch Knochen ersichtlich und einige Fetzen Gewebe. |

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Ihr Interesse gilt dem was der Tod auslöst, wie etwas da liegt, den ästhetischen Stadien im Umwandlungsprozess. Vergänglichkeit und Verflüchtigung haben auch mit Erinnerung zu tun, mit Erinnerungen, die sie festhält, um sie los zu lassen. Aannäherungen an Unfassbares, das immer unfassbar bleibt.
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| 19.September 2011 Heute haben wir die Karte für Regina Saura gedruckt. Ich bin sher zufrieden, bin aber gespannt, wie deie Farben auf dem Original wirken. |
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17.September 2011 Progr: genug ist nicht genug: Begonnenes oder eine Erkenntnis ruft nach Fortsetzung.Verschiedene Aspekte eines Themas. Oft recht schwierig, da zum Begreifen Hintergrundsinformationen zum Künstler nötig wären und eine einzige Position zu wenig wirken kann oder zu wenig klar herausgearbeitet ist. Deeper than Beauty Ausstellung in Industriegebäude, Stauffacherstrasse, Bern. Sehr schönes Konzept von Livio Baumgartner. Weiträumig Objekte, Installationen und Zeichnungen bezw. Bilder zusammengestellt. Hommage an Balthasar Burkard, der mit einer Körperlandschaft den Ausgangspunkt festhält. Alles junge Bern-bezogene Künstler. So Niklaus Wenger, dem wir auch im Kunstkellerprogramm begegnen und der für einmal mit Holz und nicht mit Beton arbeitet, was ihm ebensogut gelingt. Nino und Livio Baumgartner, der mit einer subtilen Lichtinstallation überzeugt. Leider ist meine Zeit zu kurz bemessen, ich könnte noch lange schauen.Übrigens: es gibt einen Katalog dazu.
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16.September 2011 Archäologie in der zeitgenössischen Kunst. Sie reicht ausgehend von der Anlehnung an die Antike, der Rekonstruktion des damaligen gesellschaftlichen Lebens bis zur persönlichen Archäologie, die von der Grossmutter bemalte Porzellanteller "freilegt". Reichhaltig und erstaunlich wieviele Künstler nach Wurzeln suchen - oder vielleicht doch nicht. Zu unsicher in der Wertgebung ist unsere Zeit. Pasqu'Art Biel. Thematische Ausstellung in der Galerie 57. Mehr eine Aufreihung als eine Gegenüberstellung, was mir immer problematisch erscheint.
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14.September 2011

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Atelierbesuch bei Johanna Huguenin: ganz dem Muster verschrieben, mit oder ohne Schablone, mit Wachs, mit Acryl, mit Sagex, auf Papier, Leinwand oder Glas |
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| 13.Setember 2011 Rectangle and Square, von Picasso bis Judd, Erwerbungen der Rupf-Stiftung im Kunstmuseum Bern. Ein reichhaltiger Einblick in das Sammelgut, das entwicklungsgeschichtlich sehr viel von den verschiedenen Strömungen insbesondere in der Abstraktion aufzeigt. |
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| 11.September 2011 spanische Korrespondenz! zu selten brauche ich die spanische Sprache, vergesse immer wieder viel. Regina Saura, die nächste Ausstellung ist längst in Vorbereitung. Schwierigkeiten mit KB un MB, dazu die gewiefte Grafikerin im Spital. Ich suche neue Wege. auch so will ich eine Spitzenkarte haben. |
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9.September 2011 Atelierbesuch bei Martin Möll. Spannende Weiterentwicklung seiner Auto-Crash-Recherchen. Mehr eine wissenschaftliche Aufzeichnung: nachzeichnen verbeulter, zerquetschter, ausgebrannter Autowracks. Der Zeichner untersucht, hält fest, sachlich, neutral. Was geschieht rein formal mit all den Unfallautos. Und was geschieht mit all den Pauspapieren, die mehrfach benutzt jetzt erstaunliche Siebdrucke geben. Als Fortsetzung eines anderen Projektes klebt er Leerfilme auf die Strasse. Von den Autos überrollt erhält er Spuren der täglichen Strassennutzung. Diese Zeichen entwickelt er und setzt sie schliesslich über eine Serie weisser, nur weisser Autos, die er in den Strassen von Paris fotografiert hat. Erstaunliches entsteht dabei: der Eindruck totaler Zerstörung aber auch blühender Landschaft. Im Januar werden wir die erste Serie im art-room zeigen. Die zweite ist noch am Werden.
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8.September 2011 zwei Tage mit den Zwillingen verbracht. Diese Neugierde, selbst wollen, etwas bewirken können - und das Vertrauen!
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| 28.August 2011 Poetry Slam in der La Cappella. ein Dichterwettstreit, bei dem nicht nur gelesen, sondern die Sprache gleichsam performt wird. Das Publikum - fast alles Jugendliche! - ganz toll - bewertet die Texte und ihre Präsentation. Erstaunlich, was all die jungen Poeten hervorbringen. Der Gast Laurin Buser gewann 2010 die deutschsprachigen U-20-Meisterschaften (unter 20): reich an Wissen, an Assoziationen und viel Politisches. All meine Bewunderung! |
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| 27.August 2011 die Ausstellung Marianne Flury und Jinmo Kang erhält viel gute Kommentare. Sie überzeugt durch ihre stillen, kraftvollen Malereien der Künstlerin und die überraschenden Spiegelbilder, die formal und inhaltlich zu den gehaltvollen Doppelarbeiten von jinmo Kang führen. |
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26.August 2011 die Ausstellung Marianne Flury - Jinmo Kang steht. Noch die homepage nachführen: Ausstellungseinblicke vermitteln. Heute, während Jinmo seine Spiegelglasobjekte auf Hochglanz brachte, war ich im ZPK. Ich wollte unbedingt noch Klee und Cobra - ein Kinderspiel sehen, wurde die Ausstellung doch sogar in Le Monde positiv besprochen. Sehenswert in ihrer Zusammenstellung ja. Meine Liebe aber sind die Cobra-Künstler nicht. Bei allem Hochhalten einer kindlichen Direktheit empfinde ich die Nicht-kontrolle der Emotionen zu gewollt. Der Wille zum Brechen mit den herrschenden Gesellschaftsnormen, zu Brechen mit all den nur-Kopfvorgaben, da sehe ich sie. Klee hat seine Beobachtungen des kindlichen Ausdrucks in Zusammenhang mit der kindlichen Seele gebracht. Er hat sich denn oft auch mit Leichtigkeit auf kindliche Spiele eingelassen und zugleich in die Abgründe der menschlichen Seele geschaut. Irgendwo stand geschrieben: Klee hat den 2.Weltkrieg vor sich und bekommt die direkten Folgen zu spüren. dieCobra-Gruppe hat ihn hinter sich und versucht neue Wege zu gehen.
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25.August 2011 die 40-Jahre Kunstkeller Bern-Festivität ist letzten Samstag 20.8.2011 mit viel Interessierten über die Bühne gegangen und hat viel positives Echo ausgelöst. Heinrich Gartentor hält eine eigensinnige Laudatio, mit viel Esprit bindet er das Publikum als Sprechchor mit ein, wie ich sie schöner und witziger mir nicht vorstellen könnte. Ich hoffe sie noch schriftlich zu erhalten.Thomas Mathys liest die Kurztexte nicht nur, vielmehr stellt er sie durch seine Betonungen dar. Ein guter Ersatz für Stefan Suske! Victorine Müller mit ihrer Performance in der sie sich der Gefahr aussetzt, sie aber mit ihren Augen bannt - ja, sie verpasse ich leider. Glücklicherweise habe ich sie aber bei den Vorabklärungen gesehen. Die Ausstellung und Arbeit ich über dich - du über mich wird sehr positiv und interessiert aufgenommen. Begehrt sind alle drei Arbeitsbücher zusammen, d.h. vermutlich doch digitalisieren, wie Vincenzo Baviera meinte.. |
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| 18.August 2011 Probelauf mit Victorine. Die Performance braucht andere Scheinwerfer. Simon sorgt sich darum. |
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13.August 2011 Charlotte Hug: Premiere im Kunstmuseum Luzern mit einer Installation ihrer Arbeit Insomnia und ihrem akustischen Spiel. In einem wissenschaftlichen Projekt hat sie 42 Stunden ohne Schlaf und ohne Aussengeräusche verbracht und den Tönen der Nacht Raum gegeben, und diese auch entwickelt. So begegnet sie uns heute in ihrem Spiel und ihren Vokalklängen bei einbrechender Nacht, wenn alles still wird und wir neue unbekannte Klänge vernehmen. Die Virtuosin, der wir im Kunstkeller auch schon begegnet sind, beherrscht Stimme und Instrument (Viola) auf phantastische Weise. Sie nimmt das Publikum mit in Unvertrautes.
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13.August 2011 Luzern.Einen Augenblick lang zögere ich: setze ich mich vielleicht doch lieber an den See in die Sonne? im Kunstmuseum lockt aber Ai Weiwei. Eine Ausstellung aus der Sammlung Sigg zusammengestellt. Ganz anders beeindruckend als die Ausstellung im Kunstmuseum Bern. Hier erhielt ich den Eindruck als würde in China alles ausprobiert, was der Westen an Moderne je hervorgebracht hat: ein bisschen Pop, Opart und Queres. Möglichst vollgestopft und ohne Rhythmus. Jetzt das. Es gibt leere Wände, die sehr wohltuend sind und mich auf das nächste Werk einstimmen. Ai Weiwei als Kurator dabei, ob er um die Leerstellen kämpfte oder Peter Fischer - der zukünftige Direktor des ZPK? Spannend auch der Diskurs mit dem Kabinett der Werke aus dem 13., 16. und 17.Jahrhundert. Gerollte Bilder, die Zeit zum Anschauen bedingten, etwas in unserer Kultur kaum mehr Vorstellbares. Jetzt stehe ich vor der riesigen Wand mit 17 x 3 Fotografien aus der Umgebung von Beijing von AiWeiwei.Überall aufgebrochene Erde. Im Hintergrund als Skyline hohe Wohnsilos, Umbrüche, eine ganze Gesellschaft wird umgewandelt. Unheimlich all die Repetitionen der Umwälzungen, die Ödnis auch des Geländes, wenn die kleinen Vorstadthäuser einmal schon dem Boden gleich gemacht wurden. Unheimlich auch die alten Fabrikgebäude und das Atomkraftwerk, die an Bauten in der DDR erinnern. Mit Beklemmen stelle ich fest, wie ganze Quartiere ausradiert werden, um NEUEM Platz zu machen und doch bleiben die Menschen letztlich dieselben.
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| 12.August 2011 Kunsthalle Bern: eine beeindruckende Serie von Videos, die ... aus Bern in einer holländischen Firma gemacht hat. Reine Hirnwäsche, kaum zu glauben, dass das real sein soll.. Alles wird verbrämt, wird in Freiheit und Schönheit umgemünzt. Ein neues Vokabular wird dazu erfunden, an das sich die ganze Belegschaft gewöhnt, ja darin aufgeht oder daran zerschellt. |
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12.August 2011 die Zeit läuft ganz von selbst. Der 40-Jahre KunstkellerBern-Anlass nimmt Form an. Die Ausstellung ich über dich - du über mich - alles im A4-Format hängt. Ich habe über meine Künstler, ihr Werk, ihr Umfeld geschrieben. Dazu immer aus dem Archiv, dem Hintergrundsmaterial von 40 Jahren ausgesondert, was für den interessierten Betrachter spannend sein könnte, und so die ganze Vielfalt der Zusammenarbeit von Galeristin und KünstlerIn ein wenig aufgedeckt. Ich habe die Künstler der Galerie gebeten sich auch über die Galerie KunstkellerBern und mich zu äussern: du über mich - Text, Malerei, Zeichnung, Objekt. Alle Angefragten haben geantwortet, was mich sehr freut. Das Ganze ist als Buch in Fotokopien erhältlich, auch einzelne oder mehrere Künstler können gewünscht werden. Gestern waren Vincenzo Baviera und Gillian White da. Sie haben sich das Marzili für die Ausstellung JETZT-KUNST, die im September startet, angesehen. Sie haben sehr überrascht und äusserst positiv auf die Ausstellung reagiert. Beide wollen das Buch bezw. die drei Bücher haben. Sollte die Arbeit weiterhin gewünscht werden, werde ich vermutlich doch alles digitalisieren müssen, wie Vincenzo meint. Man wird sehen. .
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31. Juli 2011 ein Monat seit dem letzten Eintrag, davon 14 Tage in Frankreich ohne Internetverbindung. Die übrige Zeit vorwiegend an der Arbeit für das Projekt ich über dich - du über mich. Victorine Müller war da, zurück von ihrem Pariser Halbjahr, um die ersten Abklärungen für die Performance zu treffen. Ich habe das vielleicht schönste Klavierspiel meines Lebens gehört: Klaviertranskriptionen von Richard Wagners "Isoldes Tod" von Franz Liszt. Konstantin Scherbakov hat gespielt - wunderschön. Wie ein Glockenspiel - die hohen, oft so hölzernen Trillertöne auf den Flügeln und Klavieren waren ein schwingender, reiner Klang. Da könnte man süchtig werden.
Von Philip Roth Nemesis gelesen: erschütternd zuerst die Polio, die eine Stadt, ein jüdishes Quartier und ein "sicheres" Kindersommerlager heimsucht, um dann das Leben des Überträgers der Krankheit selbst zu zerstören, da dieser den Gott, der sowas tut nicht versteht und auch nicht akzeptieren kann....
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| 29. Juni 2011 Ateliergespräch organisiert von Renée Magaña und Annick Haldemann, den Verantwortlichen für Orva, die Künstler-homepage, mit Beat Feller: sehr spannend. Es gibt viele Auskünfte über seine Arbeiten und sein Vorgehen bezw. Machen. Dem Kunsthistoriker gelingt es ein gutes Klima für das Gespräch mit Fragen und Antworten zu inszenieren, so dass auch das recht zahlreiche Publikum Fragen stellt. Die sperrige, nicht einfach zugänglichen Werke, die nicht leicht als Kunst einsehbar sind, haben eine stille Schönheit in ihrem "einfach-so-sein". |
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| 28. Juni 2011 Podiumgespräch zwischen Martin Ziegelmüller und Klaus Merz unter der Leitung von Direktor Matthias Frehner. Schade, dass die Leitung bei den Antworten der beiden nicht nachhakt und so das Verständnis vertieft. Der übrigens phantastische Musik hätten wir auch gerne etwas später zugehört. |
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25.Juni 2011 Vernissage von Pat Noser: Reise in die verbotene Zone im Centre PasquArt, dem Kunstmuseum Biel. Eine spannende Ausstellung. Pat Noser hat mit ihrem Reisestipendium ihr Projekt Tschernobil vor Ort zu erleben realisiert. Fünfmal war sie dort, hat Kontakte zu den Menschen gesucht und gefunden. Sie sei immer herzlich willkommen mit ihren Besuchen. Sie hätten dort das Paradies nur seien sie sehr einsam. So die vor allem alten Menschen, die immer noch in der verbotenen Zone um Tschernobil wohnen. Die Bilder, die Pat Noser malt, sind Bilder von Blumen und Früchten souverän und gekonnt gemalt, fast könnte man meinen sie seien schöner als hier in der Schweiz, wie im Paradies eben - wenn die Verstrahlung nicht wäre, die wir nicht sehen können. Bewusst weist die Künstlerin auf dieses Dilemma. Das Projekt entstand lange vor Fukuschima, erhält damit aber eine unerhoffte Aktualität. Im Kunstmuseum Bern ist zeitgleich ein grosses Bild von der Katastrophe in Japan von Martin Ziegelmüller zu sehen. Hier ringt der Künstler um die Sichtbarmachung des Unsichtbaren mit grellen Lichteinschlägen. Beides Künstler der Galerie Kunstkeller Bern.
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| 17.Juni 2011 Art'Basel. Eidgen. Stipendien: Recht kopflastig. Auffällig viele politische Auseinandersetzungen mit Themen der Macht, Unterdrückung, Revolution und Freiheit, Kolonialismus und Neo-Kolonialismus. Viele Statements, auch von Secondos aus den verschiedensten Ländern, finde ich sehr erfreulich. |
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14.Juni 2011 Vortrag über Meret Oppenheims Traumaufzeichnungen von Christiane Meyer-Toss. Die leise, schnelle Stimme macht es fast unmöglich dem Inhalt, der absolut da ist zu folgen.
Meret Oppenheim als Komplizin der Träume, aus denen sie Kraft und Motivation für eigene Arbeiten schöpft, die sie nicht individualisierend formuliert, vielmehr ist der Künstlerin eine allgemeine Menschlichkeit wichtig. Eine globale Erweiterung des Bewusstsein ist ihr bedeutsam, dabei wird der Traum Speicher des Erfahrungswissens. Wahre Kunst ist etwas Universelles. Auch hat die Einmaligkeit des Traums Auflösungspotential, sobald dieser als Allgemeingut veräussert wird bezw. sich in einem Werk formuliert.
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Juni 2011 Viele Ausstellungsbesuche, viel Arbeit für die 40 Jahre Kunstkeller Bern. Habe wieder einmal eine öffentliche Führung besucht: "München retour". Höhepunkte der Schweizerischen Malerei in sieben Jahrhunderten. Die Kunstgeschichtsstudentin erzählt lebendig, geht z.T. auch auf Details ein. Malerei als Beruf: Die Heiligenbilder-Maler verlieren mit der Reformation ihren Beruf. Niklaus Manuel geht in die Politik Das Porträtmalen wird wichtig, um Ansehen und Genealogien aufzuzeigen. Im 18.Jahrhundert entstehen in Bern 4000 Porträts. Dann werden die Landschaft und die Gebirge ein wichtiges Motiv.
War Malerei wirklich nur ein Beruf? oder war das Malen aus innerem Drang auch ein Thema?. Die Welt mit grosser Präzision, wissenschaftlich sozusagen, abbilden war ja neu. War Franz Niklaus König mit seiner illuminierten Transparentmalerei von Städten und Landschaften, die er überall gegen Entgelt präsentierte primär ein guter Verkäufer? Was weiss man von der Faszination der neuen Weltsicht? Bei solchen Fragen beginnt das Schweigen.
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| Anfangs Juni 2011 Apéitif im Kunstkeller mit kurzer Künstler-Präsentation. Beide Niklaus Wenger und Willi Müller erreichen die Zuhörerschaft mit ihren persönlichen Berichten. Die Ausstellung erhält sehr viele positive Kommentare. Das Spannungsfeld aber auch der Dialog werden verstanden. |
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21. 5.2011 Ausstellung von Mili Jäggi in der Galerie Archivarte besucht. Die intensiven Farbverläufe, die sie auf ihren Papieren festhielt, überzeugen auch heute. Zwischen von der Künstlerin als fertig bezeichneten Arbeiten hängen solche, an denen sie noch arbeiten wollte, was mich, die ich das Werk doch ziemlich gut kenne, eher seltsam berührt. Ausstellung Erika Pedretti im "Raum". Heute Abend Lesung. Ich gehe in die Dampzentrale:
Tanz "Junges Theater Basel". standing ovations, wie ich es in der DZ nie erlebt habe! Ausdrucksbetont wird die Diskussion um Werte ohne Gewalt, Genuss, Ehrlichkeit, Vertrauen, Offenheit, Liebe... in Gang gesetzt. Eine gute Leistung - und das Theater eine gute Möglichkeit der Auseinandersetzung.
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20.5.2011 Vernissage Martin Ziegelmüller. Begegnungen mit Bildern aus der ersten Ausstellung (1970) von MZ im Kunstkeller Bern. Viele bekannte MZ-Sammler sind anwesend. Ein sehr eindrückliches Bild vom Atomkraftwerk Fukuschima ist für die Ausstellung gerade noch fertig geworden.
Im Fenster für die Gegenwart des Kunstmuseums im Progr sind MZ's Geister- und Katastrophenstädte zum Thema Ruinen, das in der städtischen Galerie aber nur noch am Rande weitergeführt wird. Ich hätte wenn schon nur ein einziges MZ-Bild gehängt. Schade, so ist wie ein Bruch zwischen den Ausstellungsräumen. Nah ist einzig das Video von Monika Rechsteiner. Gänge und Schächte des stillgelegten deutschen Atomkraftwerks Stendal, ohne dass dieses je als Ganzzes gezeigtwürde. Spannend auch die übrigen jungen Künstler: Reto Steiners Raumintervention die Freilegung einer Kalksteinmauer, die keine ist. Karin Lehmann nutzt verschiedenste Materialien für ihre Interventionen. Hier entdecken wir, dass die grob strukturierte Wand nicht durch dickflüssige Farbe entstanden ist. Nein es sind Flöcklein von Sagex, die an der Wand haften.
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| 19.5.2011 Vernissage Martin Ziegelmüller im Kunsthaus Langenthal: Arbeitswelt, Porträts und Wässermatten. Die besonderen und z.T. kleinen Räume zwingen zu grosszügigem Hängen der Bilder mit Leerwänden. Ich entdecke ein frühes Portrait von mir, das ich ganz vergessen hatte. |
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17.5.2011 Naturhistorisches Museum St.Gallen: beeindruckender Film über die Steinböcke: im hohen Winter an fast senkrechten Steilwänden - unglaublich die Leichtigkeit ihrer Bewegungen mit ihren schweren Körpern.
Im Kunstmuseum St.Gallen: Sehnsucht Süden von Arnold Böcklin über Claude Monet zu Roman Signer und Silvie Defraoui. Land und Leute, Sonne und Brüchiges. Der Wunsch nach dem atmosphärischen Licht, einem leichteren Leben wird mit der Nähe zur Vergänglichkeit verbunden. Nicht in allen ausgestellten Arbeiten wird diese Sehnsucht für mich spürbar. Oder reicht es, wenn buntfarbige Kleidung das einzig Südliche ist, das auf dem Schluchtenbild festgehalten wird. Entspricht das bereits dem Wunsch nach Wärme und Sonne, einem unbelasteteren Leben? |
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15.5.2011 Ich habe an einem Stadt-Rundgang teilgenommen. Orte der Wut: vom Bildersturm der Reformation beim Münster angefangen, zum Lischetti-Münster auf der Plattform, zum Lischetti-Brunnen, dem einzigen ohne Statue - es sei denn eine lebendige, die sich die Treppe hinauf auf die abgebrochene Säule wie auf ein Rednerpodest wagt. Dann zum Käfigturm, dem ehemaligen Männergefängnis, wo auch Demonstranten Ende l9.Jh. festgehalten wurden. Zum Oppenheimbrunnen, der nur in einer sehr reduzierten Form umgesetzt wurde, war er doch aus Sandstein gedacht mit einem Platz aus roten ?Kieselsteinen? Zu teuer. aber immerhin war er vom Stimmvolk so und da gewollt.
Verpasst. das Klarinettenkonzert von Amadeus Mozart mit Paul Widmann und seine eigene Komposition. Er weiss um die Nähe von Schönheit und Gefahr, ist fasziniert davon. Versucht das lineare Instrument Klarinette auch flächig zu spielen Höhen und Mitteltöne in nebeneinander-Folgen einzubinden.
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| 14.5.2011 Wir haben Poetry-Slammer für ein Fest eingeladen: Diego Häberli, Marianne Meyer, Michèle Friedli und Kilian Ziegler. Sie haben bei jung und sehr auch bei alt Begeisterung ausgelöst. Das freut uns sehr. Ob wir die Poetry-Slammer in eine Reihe mit Chansons, Troubadourliedern und Rappern setzen können als für jede Generation einem neuen Ausdruckmittel? |
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| 10.5.2011 heute wieder an den Texten für die 40Jahre Kunstkeller Bern gearbeitet. RM hat eine zusätzliche Idee: sie möchte mit MM alte Galeriedokumente hervorholen und an die Wand pinnen. Sie ist überrascht von all den Künstlern, die in der Galerie ausgestellt haben. Zum Teil überdeckt sich ihr Anliegen mit meiner Arbeit, von der sie allerdings noch nichts weiss.Wir werden das besprechen und ev. weiter entwickeln. Ich bin gespannt auf einen Aspekt von aussen. |
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| 9.5.2011 gestern ein Konzert mit Patrick Demenga, Cello und Markus Schirmer, Klavier im Blumensteinkirchlein. Beethoven, Schubert und Don Banks, ein australischer Komponist, der alle möglichen Streich- Zupf und Schlagarten auf dem Cello in seiner Komposition einfliessen liess. 60er Jahre des letzten Jahrhunderts, modern also. Beethovens Sonate für Cello und Klavier D-Dur op. 102, spielt aber auf gleicher Ebene nur ungefähr 150 Jahre früher. Unglaublich visionär und seine Zuhörer? Wie haben sie das wohl goutiert? |
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6.5.2011 Ausstellungswoche im Kunstkeller. Intensive Zusammenarbeit mit Willi Müller und Niklaus Wenger. Die Ausstellung soll ein Dialog zwischen den Arbeiten werden. Die Arbeiten sollen aber auch ganz eigenständig gesehen werden können. Am 5.5. Vernissage mit erfreulich vielen jungen, interessierten Kolleginnen und Kollegen, auch interessierten Kunden. Kurz war ich noch im Kornhaus, wo die Zeichnungen der Kinder und der Erwachsenen zum Thema Wunschsilhouette der Stadt Bern aufgerollt zu sehen war - ein Produkt der Museumsnacht. Das Visionäre, das ich mir dabei erhoffte fehlte aber fast ganz. |
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24.4.2011 letzten Mittwoch wurden im Kunstmuseum Thun die Gewinner des Louise Aeschlimann-Corti-Preises bekannt gegeben. Den Hauptpreis erhält Niklaus Wenger. Ganz toll! Die Jury schreibt dazu: "... Indem Wenger die hinter dem konstruktiven Bauprozess stehenden Materialien abbildet, an- und übereinaderfügt, zu eigenen neuen Kompositionen zusammenstellt und in den Himmel ragen lässt, referiert der Künstler auf die zeitgenössische Betonarchitektur. In seiner künstlerischen Freiheit rückt er jedoch die hinter der Architektur stehenden Hilfskonstruktionn ins Zentrum. Durch das Transformieren des Materials verleiht er ihnen eine ungekannte, scheinbar organische Qualität, welche mit der typisch glatten Ästhetik des Betons bricht. Der faszinierte Betrachter möchte die Objekte am liebsten berühren. Die Jury ist von der konzeptuellen und handwerklichen Leistung der Arbeiten und deren subtilen, fast schon malerischen Ästhetik überzeugt...". Ein grosses Publikum ist da, werden doch auch weitere 19 Künstler-Eingaben gezeigt. Darunter die spannende Arbeit von Niklaus Mettler mit seinen unheimlichen Holzgeräten und Livia di Giovanna mit ihrer sehr schlichten und klaren Videoskulptur. Beide erhalten einen Förderpreis. Morgen beginnen wir mit dem Aufbau derr Ausstellung von Niklaus Wenger im Kunstkeller Bern zusammen mit dem Maler Willi Müller. Das wird eine spannende Auseinandersetzung, ich freue mich darauf. |
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| 14.-20.4.2011 in Frankreich ohne Internet. |
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| 11.4.2011 Kaffeebar und Kunstraum "Fahrnisbau". In kürzester Zeit wird das Bio-Ladenlokal von Vatter am Bärenplatz von Heinrich Gartentor "zwischengenutzt". Er realisisert mit Alexander Jaquemet, Adrian Scheidegger und Olivier Jaggy ein Projekt: setzt einen Schiffscontainer durch die Schaufenster ins Ladenlokal. Aus diesem kugeln 1800 handgefertigte Porzellankugeln in den Raum. Mit ihren Lichtpunkten verbreiten sie ein verwunschenes Glänzen in die neue Ladenlandschaft. Hinten an der Wand ein grossformatiges Foto einer Elster von Alexander Jaquemet, das auf Entfernung wie eine chinesische Malerei wirkt. Er wird nächsten Monat im Kornhaus in Bern eine Ausstellung haben. Vom Eingang her rechts die Kaffeebar mit Oli. Im Untergeschoss türmt sich in neuem Format zusammengestellt ehemaliges Ladenmobiliar: Gestelle, Behälter, Einkaufswagen. Den Wänden entlang und in Nischen laufen unzählige Videos. Thema. all die Unternehmungen von Gartentor: ideenreich stellt er den Alltag auf den Kopf, engagiert sich politisch, sozial und in der Kunst. immer ein wenig hintersinnig und unerwartet. Eben hat er mir trotz Flitterwochen definitiv zugesagt am 20.August eine kleine Rede zum 40.Jahr Kunstkeller Bern zu halten. Eine Möglichkeit dem Galeristen aus Künstlersicht etwas mitzuteilen. Ich bin gespannt, wie er sie nutzen wird. |
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| 8.4.2011 morgens Atelierbesuch bei Jürg Straumann. Grosse Auslegeordnung: am Boden auf weissem Papier viele Temperazeichnungen, bezw, Malereien und Aquarelle als Paraphrasen zu dem Stilleben mit Äpfeln von Paul Cézanne. Eine ungeheure Vielfalt öffnet sich da angeregt von einem Bild, das eben ganz anders auch noch sein könnte |
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Paul Cézanne |
Jürg Straumann |
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| Die Ölbilder gehen der Frage noch intensiver nach: "Was an diesem Bild stimmt auch für mich, was brodelt zusätzlich und wo sehe ich eine andere Lösung". So verschränkt der Künstler eigene und fremde Wertungen, verflicht Valloton, Magritte oder Hopper mit seinen eigenen Gedanken oder Gefühlen. |
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David Hopper |
Jürg Straumann Paraphrase |
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Zum 40.Jubiläum, das der Kunstkeller diesen Herbst feiert, schenkt Jürg Straumann mir ein treffendes Bild und erinnert mich an unsere 39-jährige Bekanntschaft und unsere 27-jährige Zusammenarbeit. Er möchte rasch seinen nächsten Ausstellungstermin im Kunstkeller haben. Das wird vermutlich Frühjahr 2012 sein.
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8.4.2011 nachmittags: Galerientour in Bern Annex zeigt Blicke in die Arbeit der Galerie Lydia Megert. Diese hat in den 70er Jahren konkrete Kunst und MinimalArt gezeigt. Nach 16 Jahren die Galerie geschlossen, ein Jahr in New York verbracht und 10 Jahre lang in Paris Künstler mit Editionen unterstützt. Es ist auch der Blick in eine andere Zeit, in der sich Stilrichtungen jagten. Die Galerie Toni Gerber gab es schon. In der Kunsthalle wirkte szeemann. Interessant bei diesem Ausstellungsgut zu sehen, wo die damals geförderten heute stehen. Wen kennt man noch, und wer ist trotz Qualität verloren gegangen. Unsere Zeit hat ein grosses Plus: jedes Medium ist heute akzeptiert, auch wird vielmehr jede Stilrichtung goutiert. Das war in den 70er und 80er Jahren zu Beginn der Arbeit des Kunstkellers gar nicht so.
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Galerie Margit Haldemann schliesst nach dreissig Jahren. Weiss noch nicht genau wo und wie weiter. Für viele Künstler wird das nicht einfach sein. Auch Heidi Langauer, deren viel gelobte Arbeit wir im März im Kunstkeller wieder gesehen haben, hat ihre Galerie in Zürich durch den Tod von Esther Hufschmied verloren, ebenso jene in Wien und Linz.
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| Galerie Oktogon zeigt aus der Sich von Konrad Tobler wichtige gegenwärtige Positionen in Bern: Vaclav Pocarek, Irene Schubiger und Beat Feller |
| Zuletzt noch Kunsthalle-Vernissage: born in Bern. Auch hier Rückblende in die fünfziger und sechziger Jahre, aber in individueller Form: Woran erinnert sich olivier Mosset, der schon lange in den USA, in Arizona arbeitet. Mit Deckenmalereien aus dem 16.Jahrhundert ist der Künstler an der Kramgasse aufgewachsen. Ob das sein Engagment für Kunst beeinflusst hat? möchte man gerne wissen. Er meint vielmehr Rauschenbergs angemalte Ziege in der Kunsthalle: wenn das Kunst ist, kann ja alles Kunst sein. Die Idee vom Kunstwerk, das unabhängig von der Person des Künstlers existiert interessierte ihn. So wird in einem zweiten Teil in der Kunsthalle die Arbeit der chinesischen MadeIn Company gezeigt, 2009 in Schanghai von Xu Zhen gegründet. Sie funktioniert als Kunstfirma und nicht der Name eines Künstlerstars wird im Verkauf herausgestrichen. Die MadeIn Company hat weltweit ermittelt mit welchen Körperübungen die verschiedenen Religionen arbeiten und daraus eine spirituelle Fitnessübung Physique of Consciousness entwickelt, die studiert, in einem Video betrachtet und selbst geübt werden kann. |
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| 6.4.2011 morgens Abtransport der Bilder von Heidi Langauer, |
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| LdP |
5.4.2011 abräumen der Ausstellung und Transport Laurent de Pury nach Genf. Ein Teil seiner Arbeiten geht weiter an dei Ausstellung Wald und Holz in Zuzwil. Anna verpackt die Einladungen für die nächste Ausstellung im Kunstkeller mit Niklaus Wenger und Willi Müller. Beide bewegen sich zwischen Illusion und Realität. Willi Müller in kühner, expressiver Farbigkei, mit der er seine einfachen Dinge und Alltagsszenen festhält, um sie gleich wieder aufzulösen. Niklaus Wenger in präzisen, subtilen Holzverschalungen, die das Auge zu differenziertem Schauen verführen, um dann festzustellen: Beton. Das wird eine spannende Gegenüberstellung, ein Hinterfragen unserer Sehgewohnheiten. abends. Lieferung eines Holzobjektes von Laurent de Pury und Montage mit dem Fachmann. Geschützte Aussenwand, Empfang und Blickfang für den Besucher. Sehr schöne Arbeit, wie geschaffen für diesen Ort. |
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29.3.11 Atelierbesuch bei Marianne Flury in Basel. Seit meinem letzten Besuch bei ihr, vor ungefähr drei Monaten, ist viel Bewegung in ihre Arbeit gekommen. Ich freue mich auf ihre Ausstellung im Herbst im Kunstkeller Bern.
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| Auch Regula Hügli hat in einer eigenwilligen Technik Neues entwickelt: "Spaziergänge in alte Zeichnungen" nennt sie die Serie. Sie zeigt mir auch letzte Postmarken. Während dreissig Jahren hat sie jede Marke, die sie mit der Post bekam bearbeitet und kleine Kostbarkeiten daraus gemacht. |
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Die Segantini-Ausstellung in der Fondation Beyeler wollte ich unbedingt sehen. Das Bild aber, das ich wiedersehen möchte, fehlt: "Sein" aus der Trilogie "Werden, Sein und Vergehen. es hing in meinem Elternhaus - als grossformatiger Druck versteht sich. Ich bin damit aufgewachsen. In jungen Jahren habe ich das Original im Museum in St. Moritz gesehen. Das ist aber lange her.
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| 28.3.11 VBG-Sitzung: über Kollegen soll man sich besser nicht äussern... |
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27.3.11 Apéritif in der Ausstellung im Kunstkeller. Der Anlass 11.11, 11 Minuten für Sie, bei dem die Künstler etwas zu ihrer Arbeit sagen, hat immer reges Interesse ausgelöst. Heidi Langauer erörtert ihr Thema "Vergänglichkeit", das sie schon lange begleitet auf eloquente Weise. Als Wienerin hat sie uns ein Stück Sprache voraus. Dazu kommt, dass sie sehr klar weiss, woran sie arbeitet. Laurent de Pury hat seine "Reise-Kunstwerke" vorgestellt, die er als "Übung" vor ungefähr 20 Jahren entwickelt hat: einen Vierkantstock, der zweimal vier Schnitte am richtigen Ort erhält und schon hat er ein fragiles, zierliches Objekt! |
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22.3,11 heute beim Drucker in Derendingen. Karten von Willi Müller und Niklaus Wenger. Farbanpassung. Welch Glück, wenn ich das Original mitbringen kann. Auf den Bildschirmen sind die Farben nie velässlich. Schon gar nicht bei den farbigen Ausdrucken. Beide Karten werden nach langem Anpassen sehr schön. Auf der Rückfahrt über Vinelz bei Nigg gerahmte Bräuningerbilder abholen. Rasch bei Martin Ziegelmüller ins Atelier schauen: der Kristall ist Thema geworden ausgehend von der nicht enden wollenden Stadt, bis er diese in Kristalle umformte.
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| 21.3.11 Besuch von einer Gruppe mit Schülern mit einer Behinderung und ihren Betreuern im Kunstkeller. Sie kommen aus Schüpfheim (Entlebuch), wo sie nächste Woche eine kreative Arbeitswoche mit dem Künstler Urs Bärtschi haben. Sie werden schweissen und freuen sich sehr. Die Ausstellung mit den Holzarbeiten von Laurent de Pury und Heidi Langauers archaischer Malerei finden grosses Interesse. |
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19.3.11 Gestern Museumsnacht. Eine gute Sache. Alles ist unterwegs, vor allem auch viele Kinder. Die Mobiliar zeigt ein beeindruckendes Video von Pauline Julier: weiss in weiss. Schneelandschaften, Einöden, eisiger Wind. Hier werden im internationalen Samenarchiv auf Spitzbergen in Norwegen hunderte von Pflanzensamen in beschrifteten Beuteln aufbewahrt. Für den Fall einer globalen Katastrophe. Schon Peter Bräuninger hat von diesem Unterfangen gesprochen und seine Arche Noah als Überbringerin solcher Fracht bezeichnet. Heiliggeist-Kirche: Schaleninstallation. Im Kunstmuseum "Dislocation": politisch engagierte Kunst. In Südamerika hat die Kunst eine direktere Möglichkeit sich politisch zu äussern und effizient zu sein. Im "Bund" ein tolles Interview von Kathleen Bühler, der Kuratorin der Ausstellung. Sie zählt die drei Wunder von Bern auf. Das erste der Sieg der deutschen Fussballer 1956. Das zweite Wunder der Progr, der nach seiner Zwischennutzung und dem Projekt für ein Gesundheitszentrum von den Künstlern mit dem Segen der Bevölkerung übernommen wurde. Das dritte Wunder wenn die Zusammenarbeit der Kunstinstitutionen in Bern, ganz sicher vom Zentrum Paul Klee und dem Kunstmuseum Realität wird. Zentrum Paul Klee. Ich will wieder einmal Pipilotti Rist-Arbeiten sehen. Bin aber enttäuscht wie schon oft. Was sollen diese Videos? Sie berühren mich nicht
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13.3.11 Wir haben die Ausstellung von Peter Knuchel - Loeb-Legende - in Siselen besucht. Er hat die Schaufenster von Loeb in Bern international berühmt gemacht. In Erlach übernimmt im Mayhaus der Junior. Viele Bielerkünstler geben einen ersten Einblick in sein Galerie-Programm. Wie regelmässig er Austellungen machen wird ist mir noch unbekannt.
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9.3.11 Renée Magana begeisterte sich schon immer für grosse Bilder, was uns von den Ausstellungen im Kunstkeller Bern bestens bekannt ist. Jetzt malt sie in der Jean Nouvel-Cabane (Expo 2002) in Bümpliz ein Wandbild mit Gerüst und allem "drum und dran". Souverän meistert die Künstlerin auch dieses Format. Motiv ist, was ohne Wand sichtbar wäre: Postgebäude und hohe Wohnblöcke. Dahinter flammt es rot: Bümpliz brennt. Im Vordergrund geparkte Autos auch sie z.T. in Brand. "Feuer", meint die Künstlerin, "gehört in Kalifornien zum Alltag". Sie ist damit aufgewachsen. Und - die Künstlerin liebt Gerippe, seien das Autowracks, Brandruinen oder Skelette von Mensch und Tier. Sie sind ihr ständiger Stachel zur Ausinandersetzung mit unserer Vergänglichkeit.
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| 5.3.11 Vernissage im Kunstkeller Bern: eine wunderschöne Ausstellung von Laurent de Pury und Heidi Langauer. Die Formenverwandtschaft der beiden Künstler verbindet, das Material - Holz und Ölbilder - unterscheidet. Heidi Langauer mit Raumstrukturen und -schichtungen, Licht in Dunkelheiten, die wie Gedankenblitze wirken. Laurent de Pury mit einem unglaublichen Raumempfinden, mit dem er all die Verbindungen und Verästelungen zu klaren Objekten führt. Vernetzungen in Raum und Zeit sind für beide ein Thema. |
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3.3.11 Die Zeitgenössischen Schweizer Tanztage in Bern. Tanz - die Faszination zwischen Musik, Video, Bewegung bis zur Akrobatik, installativer Kunst, ja Malerei. Das Wort wird Geschichte, wird Inhalt wie ich das ganz stark bei... erlebt habe. Heute spannen Anna Huber und Yves Netzhammer (z.Z. auch im Kunstmuseum Bern) zusammen: Tänzerin, Choreografin und bildender Künstler. Aus der Videoarbeit wächst ein einfaches Bühnenbild mit Ballonen und Holzstäben. Realer, imaginierter und synthetischer Raum vermischen sich. Yves Netzhammer lässt Anna von einer virtuellen Figur begleiten. Eine tolle Leistung.
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| 2.3.11 Gespräch des Master-Schülers der HKB Martin Möll mit geladenen Gäste. Er stellt seine Arbeit grundlegend vor: ein Eingespanntsein in ein dokumentarisches Aufreihen von gesellschaftsbezogenen Themen. Da waren die schwarz-weissen Fotografie der Matratzen in Paris' Strassen, denen wir in einer Ausstellung im Kunstkeller Bern bereits begegnet sind. Jetzt sind es eine grosse Anzahl A4Zeichnungen von Autowracks. Oder es sind Handschuhe, die er auf den Strassen gefunden hat. Aus dem Publikum die Frage nach dem Inhalt, die Toten und deren Geschichte seien einzubringen. Das ist aber nicht das Interesse von Martin Möll und bleibt dem Betrachter überlassen. Eine spannende Auseinandersetzung zwischen Künstler, Künstlerkollegen und Publikum findet statt. |
| 1.3.11 Aufbau der neuen Ausstellung. Um 11h sind beide Künstler Heidi Langauer und Laurent de Pury mit ihren Transporten da. Die gemeinsame Ausstellungsgestaltung im Kunstkeller Bern geht gut voran ist aber aufwändig. Erstaunt und erfreut stellen beide die Verwandtschaft ihrer Arbeiten fest. Sie hatten sich ja nicht gekannt. Es war meine Idee sie zusammen auszustellen. Um 18h verabschiedet sich Heidi Langauer. Mit Laurent de Pury arbeiten Niklaus Wenger, selbst Künstler aber auch ein guter praktischer Helfer, und ich bis 21.30h. Morgen beginnt die viele Kleinarbeit: Licht, Nummern, Listen,letzte Wischen, Blumen, Vernissage- Einkauf und Vorbereitungen... |
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26.2.11 Nicht ganz einfach die Blitzlichter-Geschichte. Zu viel wartet schon ohnehin! Am 5.2. Apéritif bei uns im Kunstkeller. Vom 6.-9.Februar nach Paris, um rasch die beiden Blousons von Claude Yvel (vergl.22.1.) zu sehen: Original und Kopie. Unglaublich diese Präzision! Zwei gleiche trompe-l'oeils. Das zweite scheint noch brillanter, noch greifbarer. Claude erklärt mir wie er die frühere Malerei noch steigern konnte. Er zeigt mir, wie er Licht und Schattenpartien noch mehr trennt und hart begrenzt, um dazwischen mit dem Vertreiberpinsel, die Übergänge zu wischen.Das steigert die Idee der Dreidimensionalität. Die Malerei wird lebendig und leuchtend. Dann auch noch die kleinen Details, die er straffer gemalt hat.... Da drüben liegt bereits die massgeschneiderte Kiste für den Transport der Kopie in die Schweiz, wo sie ihren Standort erhält.
Spannend auf die Technik von Claude Yvel die Ausstellung von Cranach dem Älteren im Musée du Luxembourg zu sehen und in der gleichen Ausstellung Unterschiede im Vorgehen eines Albrecht Dürer festzustellen.
Dann rasch in einige Pariser-Galerien, wo ich die von Claude Yvel vorhandenen Bilder fotografiere, um einen Überblick zu erhalten. Faszinierend all die Motive, die er minutiös zusammenstellt und als trompe-l'oeil malt: Spiegel unserer Gesellschaft. Ich beschliesse wieder eine Yvel-Austellung in Bern zu machen.
Von Paris habe ich viel Arbeit mitgebracht. Da sind all die Bilder von Claude Yvel, die ich fotografiert habe und die ihre Daten zugeordnet erhalten. Auch gilt es eine Zusammenstellung der Bilder zu machen, die in der Schweiz sind.
In Bern wartet ein fulminanter Ausstellungsschluss der Ziegelmüller-Ausstellung mit viel Besuchern. Dann Ausstellungsabbau. Abrechnungen. Bilder-Lieferungen. Und gestern bereits wieder Aufbau im art-room mit 40 Zeichnungen von Heidi Langauer. Den Zeichnungen haftet etwas Archaisches und Direktes an, das ich sehr schätze.
Am Donnerstag, 24.2. ist bereits die Kiste mit dem Bild von C.Y. gebracht worden, so dass ich Freitag einem Galeriebesucher das Bild zeigen konnte. Erstaunt, verblüfft über das Können sieht er das Blouson genau an, vergleicht auch linke und rechte Seite der Jacke, stellt Ungleicheiten fest wie die schräg aufgenähte Brusttasche, die das ganze lebendiger machen. Er ist fasziniert von der gemalten Dreidimensionalität eines Details wie dem Ordensband.
Zeichnungen Heidi Langauer:
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4.2.11 Kunsthalle-Vernissage in Bern: Cheikh Anta Diop und andere afrikanische Künstler. "Le blanc est sorti du noir". Das die spannende These des senegalesischen Historikers, Anthropologen und Politiker Diop. D.h. die ägyptischen Pharaonen seien Schhwarzafrikaner gewesen, was in den fünfziger Jahren die westliche Welt schockiert. Sie bringt aber eine neue Sicht von Afrika, Europa und ihren Kulturen, von der Wiege der Menschheit, die demnach in Afrika zu finden ist. Auch gibt es keine Rassen, nur von Regionen und äusseren Einflüssen geprägte Entwicklungen.
Vor Jahren habe ich in Paris eine Ausstellung "früher Sudan" gesehen: wunderschön realistisch geformte Skulpturen, die Schwarafrikaner darstellen - und - sie sind vorägyptisch!!! Kontakte zum damals noch unbedeutenden Ägypten waren da.
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27,1.11 Gespräch zwischen Konrad Tobler und Martin Ziegelmüller im Kunstkeller Bern. War sehr spannend, von KT leichtfüssig aber präzis geführt und MZ blieb bei seinen Ausführungen konzentriert . Seine Ausstellumg stösst auf reges Interesse. Vermutlich nicht zuletzt weil im Mai die Ausstellungen im Kunstmuseum Bern und dem Kunsthaus Langenthal folgen.
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| Dienstag war ich in der "Fabrik" in Burgdorf bei Niklaus Wenger. Der Künstler ist total fasziniert vom Material Beton und seinen unzähligen Möglichkeiten sich zu manifestieren. Er ist unglaublich aktiv. Nach einem Lehrauftrag an der Hochschule der Künste in Luzern folgte ein Projekt mit Aarchitekten auf Rügen, wo die Schalbauten von Mütter studiert wurden mit einem praktischen Teil: Betonarbeiten. Jetzt arbeitet der Künstler für die Eingabe beim Aeschlimann-Corti-Stipendium, wo er sich einen Werkbeitrag erhofft.. Niklaus Wenger hat auch einen eingeladenen Wettbewerb für ein künstlerisches Projekt zum neuen Anbau bei der Waldau gewonnen. Neben allem bereitet er die Ausstellung im Kunstkeller Bern vor und überrascht mich mit dem Entwurf einer Reliefarbeit für die lange Mauer des kantonalen Neubaus, der auch den Strafvollzug umfasst. |
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| 22.1.11 Das grandiose Bild "Murder", 1979, das hellblaue Kunststoffblouson des USArmy-Piloten von Claude Yvel ist in schlechtem Zustand (Klima) von Südamerika nach Paris zurückgekehrt. Der Künstler hat es restauriert. Da er nur ausbessern konnte, hat sich Claude Yvel entschlossen eine Kopie anzufertigen. Wie es zur Zeit der Renaissance üblich war. er hat sie mit II gekennzeichnet. Gegenwärtig sind beide Bilder - trompe-l'oeils - bei ihm im Atelier in Paris. Ohne die kleine Markierung ist visuell nicht herauszufinden, wlches das Original ist. |
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| 21.+22.1.11 Artikel in Bund und BZ nach einem Podiumgespräch zur Fusion von Kunstmuseum Bern und Zentrum Paul Klee. Nichts Neues zur Sache ist bekannt geworden, es sei denn, dass Matthias Frehner (Direktor Kunstmuseum Bern) sich explizit als künstlerischer Leiter der beiden Häuser sieht. Das bedeutet Überblick, Voraaussicht, Führungsqualitäten, Kommunikation, Fachwissen und Kreativität... |
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| Der Mann von der Werbung meint, ich müsse die erste Seite meiner homepage aktualisieren. |
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Damit ist die Idee der Blitzlichter auf meine Arbeit und Auseinandersetzung mit der Kunst entstanden.
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